*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Kreditsachbearbeiter

Datenbasis: 435 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.166 € 3.309 € 4.888 €
Baden-Württemberg 2.415 € 3.385 € 4.502 € Jobs Kreditsachbearbeiter
Bayern 2.836 € 3.737 € 5.082 € Jobs Kreditsachbearbeiter
Berlin 1.904 € 3.418 € 4.651 € Jobs Kreditsachbearbeiter
Brandenburg 1.650 € 2.521 € 3.724 € Jobs Kreditsachbearbeiter
Bremen 2.082 € 3.180 € 4.697 € Jobs Kreditsachbearbeiter
Hamburg 2.292 € 3.593 € 5.646 € Jobs Kreditsachbearbeiter
Hessen 2.435 € 3.304 € 5.938 € Jobs Kreditsachbearbeiter
Mecklenburg-Vorpommern 1.592 € 2.432 € 3.593 € Jobs Kreditsachbearbeiter
Niedersachsen 1.895 € 3.334 € 4.905 € Jobs Kreditsachbearbeiter
Nordrhein-Westfalen 2.027 € 3.032 € 4.557 € Jobs Kreditsachbearbeiter
Rheinland-Pfalz 2.236 € 3.139 € 3.940 € Jobs Kreditsachbearbeiter
Saarland 2.060 € 3.147 € 4.649 € Jobs Kreditsachbearbeiter
Sachsen 1.666 € 2.545 € 3.759 € Jobs Kreditsachbearbeiter
Sachsen-Anhalt 1.633 € 2.494 € 3.684 € Jobs Kreditsachbearbeiter
Schleswig-Holstein 1.902 € 2.906 € 4.293 € Jobs Kreditsachbearbeiter
Thüringen 1.693 € 2.586 € 3.820 € Jobs Kreditsachbearbeiter

Kreditsachbearbeiter / Kreditsachbearbeiterin:

1. Gehalt

Als Kreditsachbearbeiter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.309 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 435 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.166 € beginnen, Kreditsachbearbeiter in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.888 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.906 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.385 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Kreditsachbearbeiter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.929 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.247 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.418 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.422 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.723 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.044 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.943 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.410 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.560 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Wer Kreditsachbearbeiter /-in werden möchte, muss nach einer kaufmännischen Ausbildung, die idealerweise in der Banken- und Finanzbranche gemacht wurde, eine Weiterbildung absolvieren. Möglichkeiten gibt es in dieser Branche viele, daher sollen nur einige Wege als Beispiel gezeigt werden.

Ausgangspunkt ist eine Ausbildung zum /zur Bankkaufmann /-frau oder alternativ zum /zur Finanzassistent /-in. Aber Achtung: Währen die Ausbildung zum /zur Bankkaufmann /-frau dem dualen Modell folgt, ist die Ausbildung zum /zur Finanzassistent /-in ein in der Regel ausbildungsbegleitender Lehrgang. Bei beiden Ausbildungen steht die Vermittlung der Grundlagen des Bankenwesens im Fokus. Dabei geht es sowohl um Zahlungsverkehr und Rechnungswesen als auch um Vermögensanlagen und Kredite.

Angeschlossen wird eine Weiterbildung zum /zur Fachwirt /-in mit dem Schwerpunkt Bank oder Investment oder alternativ ein Weiterbildung zum /zur Finanzierungs- und Leasingwirt /-in. Beide Weiterbildungen behandeln Güter- und Kapitalmärkte sowie Geld- und Vermögensanlagen, Immobilienfinanzierungen und -fonds sowie das Kreditwesen. Wie der Name schon vermuten lässt, stehen bei der Weiterbildung zum /zur Finanzierungs- und Leasingwirt /-in grundsätzlich Leasingthemen im Fokus, während die Fachwirt-Weiterbildung breiter gefächert ist.

Wer auch die Weiterbildung zum /zur Fachwirt /-in bestanden hat, kann sich nun an die Weiterbildung zum /zur Betriebswirt /-in für Banken oder Finanzen und Investment machen. Und auch hier gilt: Bankbetriebsleute lernen während ihrer Weiterbildung das Ertrags-, Risiko- sowie Portfoliomanagement kennen, verbessern aber auch ihre methodischen und persönlichen Kompetenzen. Betriebswirte mit dem Schwerpunkt Finanzen und Investment tauchen tiefer in die Finanzbuchhaltung ein. Hier steht Wirtschaftsmathematik, Rechnungswesen, Recht, Statistik, Jahresabschluss(-analyse) sowie Finanzierung und Investition auf dem Stundenplan.

Obgleich der Weg zur Position als Kreditsachbearbeiter /-in nicht eindeutig geregelt ist, so wird doch deutlich, dass es sich hierbei um einen Beruf handelt, der per Aus- und Weiterbildung zu erlangen ist, da administrative Sachbearbeiter-Tätigkeiten einen Großteil des Aufgabenspektrums ausmachen. Wer hingegen ein Studium absolviert, kann als Kreditanalyst /-in arbeiten. Hierbei rücken Verwaltungsaufgaben in den Hintergrund.

3. Studium

Wer über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt und sich seine Zukunft im Banken- und Finanzenbereich vorstellt, der findet im Bachelorstudiengang Bank und Finanzdienstleistungen ein Studium, welches Themen wie Anlagen, Vertrieb von Finanzdienstleistungsprodukten, Bankrisikosteuerung, Kredit- /Auslandsgeschäft, Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen, Wirtschaftspolitik, Wirtschaftsrecht sowie mögliche Spezialgebiete wie Firmenkundengeschäft, Vertriebsmanagement, Privatkundengeschäft, Kapitalanlagen, Verhaltensökonomik und Gesamtbanksteuerung auf dem Lehrplan hat.

Wer sich für die Möglichkeit eines Dualen Studiums entscheidet, kann Praxis und Theorie elegant miteinander verbinden, denn während der Vermittlung der Inhalte des Bachelorstudiengangs Bank und Finanzdienstleistungen an der Dualen Hochschule kann praktisch zeitgleich eine Ausbildung zum /zur Bankkaufmann /-frau absolviert werden. Der Vorteil der Kombination ist auch der Zeitfaktor, denn es würde länger dauern, zunächst eine Ausbildung und anschließend ein Studium zu absolvieren.

Wer kein klassisches betriebswirtschaftliches Studium aufnehmen möchte, um inhaltlich möglichst breit aufgestellt zu sein, wird sich für eines der folgenden Studienfächer einschreiben: Wirtschaft mit Schwerpunkt Bankwirtschaft, Finanzdienstleistungen, Finanzmanagement, Finanz- und Anlagemanagement, Finanzwirtschaft, Vermögenswirtschaft oder Management und Vertrieb. Mögliche Alternativen wären ein Studium der Versicherungsbetriebswirtschaft, Finanz- und Rechnungswesen, Unternehmensberatung, Wirtschaftswissenschaften oder Betriebswirtschaftslehre.

Nach dem Bachelorabschluss schließen die meisten Absolventen /-innen gleich ein entsprechendes Masterstudium an, welches unter anderem im Bereich Risikomanagement möglich ist, aber auch in den bereits erwähnten branchenähnlichen Bachelorstudiengängen. Das Masterstudium im Bereich Risikomanagement liegt zwar inhaltlich den Aufgaben des Kreditsachbearbeiters /-in sehr nahe, jedoch wird die Stelle des /der Kreditsachbearbeiter /-in nur selten mit einem /-r Universitätsabsolventen /-in besetzt.

Wie bereits im Punkt Aus- und Weiterbildung erwähnt, wird man nach einem Studium eher als Kreditanalyst /-in arbeiten oder eine führende Position einnehmen. Eine Stelle als Kreditsachbearbeiter /-in wäre möglicherweise noch als Einstieg ins Berufsleben denkbar, allerdings impliziert ein Universitätsabschluss durchaus auch die Intention, eine führende Position einzunehmen.

4. Tätigkeit

Kreditsachbearbeiter /-innen finden ein Arbeitsumfeld in Banken, Kreditinstituten oder bei Finanzierungsanbietern. Ihre Haupttätigkeit besteht aus der Abwicklung von Firmen- und Privatkrediten. Darüber hinaus betreuen sie Umschuldungen.

Kommt ein Kunde mit einem Kreditwunsch zu einem /-r Kreditsachbearbeiter /-in, hat diese/r die Aufgabe, die Wünsche und die Kreditwürdigkeit gegeneinander abzuwägen. Das heißt, dass Bonitäten und Sicherheiten geprüft werden müssen, die Voraussetzungen in jeglicher Hinsicht genau unter die Lupe genommen und Sicherungsvereinbarungen getroffen werden müssen. Bevor ein Kreditgeschäft final zustande kommt, müssen alle Risiken abgewogen werden sowie die nötigen Verträge für das Kreditgeschäft ausgearbeitet vorliegen.

Innerhalb des jeweiligen Kompetenzbereiches können die Kreditgeschäfte dann eigenständig von dem /der Kreditsachbearbeiter /-in abgewickelt werden. Anschließend ist die Arbeit allerdings noch nicht zu Ende, denn es gilt das laufende Kreditgeschäft zu überwachen. Einen großen Part nimmt die Beratung von Kunden in Anspruch. Auch haben Kreditsachbearbeiter einige administrative Aufgaben zu erledigen, wenn sie Grundbucheintragungen initiieren, Urkunden erstellen sowie kurzfristig mit einer Vorfinanzierung oder einem Zwischenkredit den Kreditwunsch eines Kunden erfüllen.

Zugang zu diesem Beruf erhalten Bankkaufleute und andere im Finanzwesen Tätige durch ein Fort- oder Weiterbildung. Voraussetzung ist ein Sinn für Zahlen und finanzwirtschaftliche Zusammenhänge. Das Gehalt kann von Arbeitgeber zu Arbeitgeber variieren. Der Verdienst hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.