*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Materialwirtschaftler

Datenbasis: 482 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.421 € 4.054 € 7.488 €
Baden-Württemberg 2.651 € 4.063 € 7.772 € Jobs Materialwirtschaftler
Bayern 2.315 € 3.924 € 6.510 € Jobs Materialwirtschaftler
Berlin 2.741 € 3.662 € 6.835 € Jobs Materialwirtschaftler
Brandenburg 1.844 € 3.088 € 5.704 € Jobs Materialwirtschaftler
Bremen 2.327 € 3.896 € 7.196 € Jobs Materialwirtschaftler
Hamburg 2.705 € 3.756 € 6.994 € Jobs Materialwirtschaftler
Hessen 2.491 € 4.998 € 8.049 € Jobs Materialwirtschaftler
Mecklenburg-Vorpommern 1.780 € 2.980 € 5.504 € Jobs Materialwirtschaftler
Niedersachsen 2.164 € 3.608 € 5.759 € Jobs Materialwirtschaftler
Nordrhein-Westfalen 2.126 € 4.033 € 8.947 € Jobs Materialwirtschaftler
Rheinland-Pfalz 1.949 € 2.980 € 7.249 € Jobs Materialwirtschaftler
Saarland 2.302 € 3.855 € 7.120 € Jobs Materialwirtschaftler
Sachsen 1.862 € 3.118 € 5.759 € Jobs Materialwirtschaftler
Sachsen-Anhalt 2.856 € 2.954 € 4.407 € Jobs Materialwirtschaftler
Schleswig-Holstein 2.126 € 3.560 € 6.576 € Jobs Materialwirtschaftler
Thüringen 2.492 € 3.450 € 5.843 € Jobs Materialwirtschaftler

Materialwirtschaftler / Materialwirtschaftlerin:

1. Gehalt

Als Materialwirtschaftler liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.054 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 482 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.421 € beginnen, Materialwirtschaftler in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 7.488 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.560 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.063 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Materialwirtschaftler in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.837 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.422 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.394 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.882 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.562 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.733 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.545 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.248 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.755 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der/die Materialwirtschaftler /-in ist ein technischer Beruf, der auch unter dem Namen Fachkraft für Logistik und Materialwirtschaft bekannt ist. Er ist über eine Weiterbildung in Voll- oder Teilzeit erlernbar. Die Dauer hängt vom Bildungszentrum ab.
Personen, die sich für diese Weiterbildung interessieren, müssen eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine mehrjährige Berufserfahrung nachweisen. In der Regel wird eine Ausbildung als Techniker /-in oder Meister /-in vorausgesetzt. Bewerber sollten darüber hinaus gute Kenntnisse in Mathematik und Betriebswirtschaft haben und sich gerne mit komplexen Aufgaben beschäftigen. Kostenbewusstsein und Interesse für das Geschäftswesen sind weitere Voraussetzungen.

Die Teilnahme des Lehrgangs ist für die Prüfung zum/zur Materialwirtschaftler /-in nicht zwingend vorgeschrieben, allerdings lernen die Anwesenden in der Weiterbildung spezifische Inhalte, die sie für den anschließenden Test benötigen.

In der Weiterbildung erwerben die Teilnehmer materialwirtschaftliche Kenntnisse und Fertigkeiten und beschäftigen sich mit allen Bereiche und Tätigkeiten, die in der Materialwirtschaft und der Logistik anfallen. Sie erlernen die Lagerhaltung und die Bedarfsermittlung und eignen sich Kenntnisse in der Abfallwirtschaft an. Darüber hinaus erhalten sie Fachwissen über logistische Konzepte der prozessorientierten Materialwirtschaft. In der Regel umfassen die Lehrgänge rund 110 Unterrichtsstunden.

Die Inhalte der Weiterbildung zum/zur Fachkraft für Logistik und Materialwirtschaft sind:

  • Management und Führung,
  • Supply Chain Management,
  • Auftragslogistik,
  • Beschaffungslogistik,
  • Lagerwirtschaft,
  • Distributionslogistik,
  • Beschaffungsmarketing,
  • Lagertechniken,
  • Fertigungssteuerung,
  • Verpackungstechniken,
  • Distributionsplanung.

Die Abschlussprüfung ist durch die Industrie- und Handelskammer geregelt. Sie umfasst eine schriftliche und mündliche Prüfung. Die Teilnehmer müssen Fragen zum Versand, zur Lagerleitung, zur strategischen Logistik, zum Supply-Chain-Management und zum Beschaffungsmanagement beantworten.

Die Materialwirtschaftler können nach der Weiterbildung ohne Abitur Zugang zu einem Studium erhalten oder sich selbstständig machen. Der Beruf ist technischen Neuerungen unterworfen, sodass die Materialwirtschaftler ihre Fachkenntnisse regelmäßig erweitern und aktualisieren müssen. Seminare und Lehrgänge im Bereich Logistik und Verkehrswesen bieten sich an.

3. Studium

Personen, die Materialwirtschaftler /-in werden wollen, sollten ein betriebswirtschaftliches Bachelorstudium mit Fachrichtung Logistik oder Supply Chain Management studieren. Der Studiengang geht über sechs Semester und ist normalerweise mit einem NC zulassungsbeschränkt. In der heutigen vernetzten Unternehmenswelt bildet das Supply Chain Management das Rückgrat der gesamten Wirtschaft. Es hat das Ziel, die Ressourcen einer Wertschöpfungskette vom Lieferanten bis zum Endabnehmer zu optimieren.

Der Studiengang befähigt die Studenten, sich als Führungskraft auf neue Marktgegebenheiten und Anforderungen auszurichten und alle anfallenden Managementaufgaben innerhalb der Logistik auszuführen. Das Studium behandelt Fragen zur Koordination des Supply Chain. Die Studenten erlernen Methoden und Verfahren für die strategische, operative und wirtschaftliche Planung der Logistik, Beschaffung und Produktion. Das Studium vermittelt EDV-gestützte Software. Die Studenten erhalten eine Grundlagenausbildung in der Betriebswirtschaftslehre. Der Fokus liegt auf der betriebswirtschaftlichen Steuerung und Gestaltung von Leistungserstellungsprozessen und Wertschöpfungsketten und greift aktuelle Anforderungen der industrienahen Dienstleistung auf. Der Studiengang vermittelt die Implementierung und Planung von globalen Lieferketten und verschiedenen Wettbewerbs- und Wachstumsstrategien für Unternehmen. Die Studierenden eignen sich logistische Fähigkeiten an und lernen, erfolgreich zu verhandeln und Managementfunktionen zu übernehmen. Nach dem Grundstudium belegen die Studenten Wahlmodule und vertiefen ihre Kenntnisse in der Material- und Produktionswirtschaft.

Die wichtigsten Fächer des Studiengangs Betriebswirtschaft mit Fachrichtung Supply Chain Management sind:

  • Produktionswirtschaft,
  • Logistik,
  • Supply Chain Management,
  • Investition,
  • Finanzierung,
  • Marketing und Vertrieb,
  • Rechnungswesen,
  • Controlling,
  • Betriebswirtschaftslehre,
  • Projektmanagement,
  • Personalmanagement,
  • Innovationsmanagement,
  • IT-Anwendungen,
  • Qualitätsmanagement,
  • Kalkulation,
  • Arbeits- und Sozialversicherungsrecht,
  • Englisch.

Am Ende des Studiums erstellen die Studenten eine wissenschaftliche Bachelorarbeit. Im Anschluss bietet sich ein englischsprachiger Masterstudiengang in Logistik, Businessadministration oder Supply Chain Management an. Schwerpunkt liegt auf internationalem Management und Vertrieb. Die Studierenden lernen, unternehmensübergreifend zu denken und neue Geschäftsmodelle zu verwirklichen. Der Studienabschluss ist ein Master of Arts in Business. Er qualifiziert für die Tätigkeit als Materialwirtschaftler /-in.

4. Tätigkeit

Materialwirtschaftler arbeiten in der Warenannahme, kontrollieren eingehende Produkte und Warenbestände und stellen sicher, dass die Lagerung sachgerecht vonstattengeht. Sie sorgen anhand von Lagerkennzahlen für die Wirtschaftlichkeit der Lagerprozesse und ermitteln den Lagerstand. Weiterhin kümmern sich die Materialwirtschaftler um die Materialdisposition und den Materialbedarf und veranlassen, in Abhängigkeit vom Fertigungsplan, die Beschaffung der benötigten Rohstoffe. Die Materialwirtschaftler beschäftigen sich darüber hinaus mit der Kapazitätsplanung und koordinieren verschiedene Abteilungen. Auch wirken sie bei der Optimierung der Transportabläufe und der betrieblichen Lagerwirtschaft mit und gewährleisten einen störungsfreien Ablauf von Verpackung und Versand. Zu ihren Aufgaben gehören auch die Qualitätskontrolle und die Quantitätsprüfung, das Führen von Lagerlisten und Lagerbüchern, das Einhalten von gesetzlichen Lager- und Transportvorschriften und die Personalführung. Die vielen praktischen Arbeiten erfordern eine umsichtige Arbeitsweise. In den Lagerräumen sind sie Zugluft, Kälte und Hitze ausgesetzt.

Die Materialwirtschaftler benötigen Organisationstalent, Durchsetzungsvermögen, Führungsqualitäten und Verantwortungsbewusstsein sowie Kommunikationsfähigkeit. Schichtarbeit ist in dem Beruf üblich.

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