Jobangebote für Medizinprodukteberater (+15km)

Geschätztes Bruttogehalt  
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.
  • Aktuelle Jobs inkl. Gehaltsangaben kostenlos per E-Mail erhalten - jetzt anmelden:
    Bitte geben Sie eine E-Mail-Adresse ein
    Wir suchen für Sie auf:
    monster experteer jobware xing stellenanziegende stepstone
    stellenonline heyjobs absolventa azubide hijob
  • Fast geschafft...

    Bitte prüfen Sie nun Ihren Posteingang und bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse

    Fenster schließen

Gehalt Medizinprodukteberater

Datenbasis: 35 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.100 € 3.491 € 6.288 €
Baden-Württemberg 1.977 € 3.287 € 5.921 € Jobs Medizinprodukteberater
Bayern 2.100 € 3.491 € 6.288 € Jobs Medizinprodukteberater
Berlin 1.965 € 3.266 € 5.883 € Jobs Medizinprodukteberater
Brandenburg 1.369 € 2.275 € 4.098 € Jobs Medizinprodukteberater
Bremen 2.018 € 3.355 € 6.043 € Jobs Medizinprodukteberater
Hamburg 2.228 € 3.703 € 6.670 € Jobs Medizinprodukteberater
Hessen 2.572 € 4.276 € 7.702 € Jobs Medizinprodukteberater
Mecklenburg-Vorpommern 1.544 € 2.566 € 4.622 € Jobs Medizinprodukteberater
Niedersachsen 1.880 € 3.125 € 5.629 € Jobs Medizinprodukteberater
Nordrhein-Westfalen 2.125 € 3.532 € 6.362 € Jobs Medizinprodukteberater
Rheinland-Pfalz 2.312 € 3.843 € 6.922 € Jobs Medizinprodukteberater
Saarland 2.000 € 3.325 € 5.989 € Jobs Medizinprodukteberater
Sachsen 1.615 € 2.685 € 4.836 € Jobs Medizinprodukteberater
Sachsen-Anhalt 1.583 € 2.631 € 4.739 € Jobs Medizinprodukteberater
Schleswig-Holstein 1.844 € 3.066 € 5.522 € Jobs Medizinprodukteberater
Thüringen 1.641 € 2.728 € 4.914 € Jobs Medizinprodukteberater

Medizinprodukteberater / Medizinprodukteberaterin:

1. Gehalt

Als Medizinprodukteberater liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.491 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 35 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.100 € beginnen, Medizinprodukteberater in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.288 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.066 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.287 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Medizinprodukteberater in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.955 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.768 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.747 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.287 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.287 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.308 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.929 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.262 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.848 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der/die Medizinprodukteberater /-in ist ein, dem Pharmaberater ähnlicher Beruf, den es nur in Deutschland und Österreich gibt, und im europäischen Medizinproduktrecht nicht anerkannt ist.

Die Ausbildung ist im deutschen Medizinproduktegesetz geregelt und legt fest, dass der Bewerber einen erfolgreichen Abschluss eines naturwissenschaftlichen, medizinischen oder technischen Berufs nachweisen muss oder eine mindestens einjährige Tätigkeit im Bereich der Medizinprodukte und deren Einweisung besitzen sollte. Ein gesetzliches Berufsbild mit gesetzlichen Prüfkriterien gibt es bisher nicht.

Bewerber, die sich für den Beruf des/der Medizinprodukteberaters /-in interessieren, benötigen neben einer abgeschlossenen Ausbildung, Interesse an medizinischen Fachthemen, ein gutes Verständnis für technische Zusammenhänge, Kommunikationstalent, hohe Flexibilität sowie Reisebereitschaft.

In Deutschland und Österreich gibt es speziell auf Medizinprodukteberater ausgerichtete Lehrgänge, die wichtige, medizinisch relevante Inhalte und Grundlagen des Medizinprodukterechts vermitteln und auf die Tätigkeit vorbereiten. Zudem erhält der Teilnehmer Kenntnisse in medizintechnischen und speziellen, rechtlichen Themen. Die Fortbildungen finden in der Regel berufsbegleitend in Teilzeit statt. Darüber hinaus gibt es auch Wochenendseminare oder kurze Lehrgänge, die sich auf ein bis zwei Wochen Unterricht beschränken. Die Weiterbildungen werden von öffentlichen und privaten Akademien, wie zum Beispiel dem TÜV angeboten.

Wichtige Inhalte einer Medizinprodukteberater Weiterbildung sind:

  • Grundlagen des Medizinproduktegesetzes,
  • Klassifizierung von Medizinprodukten,
  • Aufgaben und Pflichten,
  • Einweisung und Inbetriebnahme von Produktneuheiten,
  • Kennzeichnung und Gebrauchsanweisung,
  • EU-Richtlinien und Verordnungen,
  • Wettbewerbsrecht,
  • Produkthaftung und Produktsicherheit,
  • Marktzugang und Werbung,
  • Instrumente der Marktüberwachung,
  • Medizinprodukte-Vigilanz,
  • Medizinische Hygienevorschriften,
  • Gesetzliche Meldepflicht,
  • Qualitätssicherheit.

Nach erfolgreicher Teilnahme erhält die Person ein Zertifikat. Eine Prüfung findet nicht statt. Bereits tätige Medizinprodukteberater sind laut § 31 Abs. 3 des Medizinproduktegesetzes dazu verpflichtet, sich regelmäßig weiterzubilden, um die Kenntnisse auf dem aktuellen Stand zu halten und um sachkundig beraten zu können. Der Auftraggeber beziehungsweise Arbeitgeber des Medizinprodukteberaters hat für eine regelmäßige Fortbildung zu sorgen. Mindestens einmal im Jahr sollte sich der Medizinprodukteberater über neue Vorschriften und medizinische Erkenntnisse informieren.

3. Studium

Wer sich als Medizinprodukteberater /-in akademisch weiterbilden und sein Fachwissen vertiefen möchte, kann ein Studium der Pharmatechnik absolvieren. Derzeit gibt es in Deutschland rund 14 Studiengänge in diesem Bereich. Der Bachelorstudiengang besitzt eine Regelstudienzeit von sieben Semestern und beschäftigt sich mit der Herstellung von Arzneimitteln und medizinischen Produkten. Die Zulassungsvoraussetzung ist eine fachgebundene oder allgemeine Hochschulreife. Der Studiengang ist normalerweise nicht zulassungsbeschränkt.

Im Studiengang erlernt der Studierende, wie man neue Arzneimittel herstellt, wie man aus Pflanzen Naturstoffe gewinnt, wie man mit Zellkulturen umgeht, wie die man Medikamente richtig verpackt, und wie man Herstellungsgeräte optimiert. Weiterhin lernen die Studenten, welche Maßnahmen es gibt, um die Qualität von Arzneimitteln und medizinischen Produkten zu gewährleisten und wie ein Qualitätsmanagementsystem in einen Medizintechnikbetrieb involviert wird. Darüber hinaus erhalten die Studierenden Kenntnisse über die Herstellung von Kosmetika.

Das Pharmatechnik Studium kombiniert naturwissenschaftliche Fächer mit verfahrenstechnischen, biotechnischen, pharmatechnischen und pharmazeutischen Kenntnissen. Zudem erlangen die Studenten Wissen in physikalischen und chemischen Themengebieten. Das Studium ist sehr praxisorientiert und die Studierenden verbringen viel Zeit mit Laborübungen und Exkursionen. Der Unterricht untereilt sich verschiedene Module. Nach dem Grundstudium findet ein Praxissemester statt.

Die wichtigsten Fächer des Pharmatechnik-Studiengangs sind:

  • Mathematik,
  • Physik,
  • Chemie,
  • Informatik,
  • Physiologie,
  • Anatomie,
  • Statistik,
  • Toxikologie,
  • Biologie,
  • Arzneimittelherstellung,
  • Wissenschaftliches Arbeiten,
  • Fachenglisch,
  • Pharmazeutische Technologien,
  • Elektrotechnik,
  • Qualitätsmanagement,
  • Arzneimittelrecht,
  • Biochemie,
  • Betriebswirtschaftslehre,
  • Mikrobiologie,
  • Molekularbiologie,
  • Pharmazeutische Chemie,
  • Automatisierungstechnik,
  • Organisation und Management,
  • Diagnostik und Arzneiforschung,
  • Immunologie und Zellbiologie,
  • Marketing.

Am Ende des Studiums verfasst der Studierende eine schriftliche Bachelorarbeit. Anschließend kann er einen Master in Pharmatechnik ablegen und sein Wissen noch weiter vertiefen oder sich in einem Bereich spezialisieren.

4. Tätigkeit

Medizinprodukteberater /-innen sind in den meisten Fällen bei einem Hersteller von Medizinprodukten angestellt und betreuen ein festgelegtes Einzugsgebiet. Ihre Aufgaben bestehen darin, Angehörige des Heilgewerbes, von Gesundheitsinstitutionen und von Heilberufen, wie zum Beispiel Ärzte und Apotheker über verschiedene Medizinprodukte zu informieren und sie in die jeweilige Anwendung einzuführen. Der/die Medizinprodukteberater /-in ist eine Person, die Fachkreise des Gesundheitswesens, der Heilberufe und des Heilgewerbes über Medizinprodukte informiert und sie in die sachgerechte Handhabung einweist.

Anforderungen und rechtliche Rahmenbedingungen nach § 31 des Medizinproduktegesetzes regeln die erforderlichen Voraussetzungen und das Aufgabenfeld. Hiernach sind ein Studium und/oder Ausbildung eines technischen, naturwissenschaftlichen oder technischen Berufes bzw. eine mindestens einjährige Tätigkeit, während dieser Erfahrungen über die entsprechenden Medizinprodukte gesammelt wurden, Voraussetzung. Sie führen zudem gesetzliche Aufgaben aus und wirkt am Medizinprodukt-Meldesystem mit. Auf Nachfrage müssen sie den zuständigen Behörden ihre Sachkenntnis nachweisen. Des Weiteren dokumentieren sie die Beobachtungen der Kunden, welche die Medizinprodukte anwenden und übermitteln diese Informationen an den Hersteller. Der/die Medizinprodukteberater /-in betreut in der Regel ein festgelegtes Einzugsgebiet.

Weiterhin ist der Berater bei Operationen anwesend und unterstützt und berät die ausführenden Ärzte bei der Einführung eines neuen Instruments oder Medizinproduktes, teilweise auch intraoperativ. Aufgrund der Sachkenntnisse erklären sie die genaue Anwendung von hochkomplexen, innovativen Produkten, wie Hüft- und Knieprothesen oder Herz- und Hirnschrittmachern und zeigen, wie diese gewartet werden. Zudem fertigen sie während der Operation, nach Einwilligung des Patienten und der Ärzte, Foto- oder Filmaufnahmen an, um das Produkt zu vermarkten. Weiterhin führt der/die Medizinprodukteberater /-in sicherheitstechnische und messtechnische Kontrollen für die Instandhaltung durch.

Ein Medizinprodukteberater / eine Medizinprodukteberaterin arbeitet eng mit den jeweiligen Sicherheitsbeauftragten zusammen und muss in regelmäßigen Abständen an Schulungen teilnehmen. Zusätzlich benötigt ein Medizinprodukteberater/eine Medizinprodukteberaterin neben den rechtlichen Rahmenbedingungen noch weitere Eigenschaften, wie Interesse an medizinischen Fachthemen, ein grundlegendes Verständnis für technische Zusammenhänge, kommunikative Fähigkeiten, selbständiges Organisationstalent und hohe Flexibilität sowie Reisebereitschaft.