*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Organisator

Datenbasis: 96 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.110 € 3.451 € 6.306 €
Baden-Württemberg 2.244 € 3.108 € 12.266 € Jobs Organisator
Bayern 2.339 € 3.444 € 5.476 € Jobs Organisator
Berlin 1.974 € 3.229 € 5.900 € Jobs Organisator
Brandenburg 1.607 € 2.629 € 4.804 € Jobs Organisator
Bremen 1.791 € 2.929 € 5.352 € Jobs Organisator
Hamburg 2.238 € 3.661 € 6.690 € Jobs Organisator
Hessen 3.294 € 4.231 € 5.944 € Jobs Organisator
Mecklenburg-Vorpommern 1.551 € 2.537 € 4.636 € Jobs Organisator
Niedersachsen 1.925 € 3.149 € 5.754 € Jobs Organisator
Nordrhein-Westfalen 1.863 € 2.705 € 8.025 € Jobs Organisator
Rheinland-Pfalz 2.044 € 3.343 € 6.109 € Jobs Organisator
Saarland 2.007 € 3.282 € 5.997 € Jobs Organisator
Sachsen 1.623 € 2.654 € 4.850 € Jobs Organisator
Sachsen-Anhalt 1.693 € 2.769 € 5.060 € Jobs Organisator
Schleswig-Holstein 1.667 € 2.726 € 4.981 € Jobs Organisator
Thüringen 1.760 € 2.878 € 5.259 € Jobs Organisator

Organisator / Organisatorin:

1. Gehalt

Als Organisator liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.451 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 96 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.110 € beginnen, Organisatoren in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.306 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.726 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.108 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Organisator in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.867 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.313 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.295 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.378 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.660 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.591 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.845 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.662 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.579 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Zum/zur Organisator /-in können sich Interessierte in Form einer Weiterbildungsmaßnahme ausbilden lassen. Dabei handelt es sich meist um Kurse in Teilzeit, die zum Beispiel von Bildungszentren der Industrie- und Handelskammern angeboten werden. Um zu einem solchen Lehrgang zugelassen zu werden, ist eine abgeschlossene Ausbildung in einem kaufmännischen oder verwaltenden Beruf notwendig. Zudem sollte der/die Bewerber /-in bereits über Berufserfahrung verfügen.

Die Gesamtdauer der Weiterbildungsmaßnahme variiert je nach Bildungsanbieter stark. In der Regel liegt sie zwischen fünf und einundzwanzig Monaten. Am Ende gilt es eine Prüfung vor einer Kommission der zuständigen Industrie- und Handelskammer zu bestehen. Diese Prüfung setzt sich aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil zusammen und kann bis zu zwei Mal wiederholt werden. Jedoch ist darauf hinzuweisen, dass die Teilnahme am Lehrgang keine zwingende Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung darstellt. Im Rahmen des Weiterbildungskurses werden unter anderem die folgenden Themenbereiche behandelt:

  • Betriebswirtschaftliche Grundlagen,
  • Volkswirtschaftliche Grundlagen,
  • Organisationslehre,
  • Organisation mit ADV,
  • Büro- und Verwaltungsorganisation,
  • Organisationspsychologie und Organisationssoziologie,
  • Arbeits- und sozialrechtliche Grundlagen.

Die Ausbildungsinhalte erfordern in erster Linie gewisse Vorkenntnisse in den Fächern Mathematik sowie Wirtschaft und Recht. Mathematisches Wissen wird dann gebraucht, wenn es darum geht, Plankosten zu kalkulieren oder Wirtschaftlichkeitsrechnungen aufzustellen. Ein Verständnis für wirtschaftliche und juristische Zusammenhänge erleichtert den Zugang zu Themen wie Arbeits- und Sozialrecht oder Volks- und Betriebswirtschaft. Im beruflichen Alltag ist entsprechendes Wissen vor allem im Hinblick auf den Einsatz von Kapital und Personal hilfreich.

Die Weiterbildungsmaßnahme zum/zur Organisator /-in ist jedoch nicht die einzige Möglichkeit, zusätzliche Kompetenzen in diesem Berufsfeld zu erlangen. Alternativ bieten sich zum Beispiel die Lehrgänge zum/zur Betriebswirt /-in für Kommunikation und Büromanagement oder aber für Projektmanagement an. In der Verwaltung sind zudem ausgebildete Betriebswirte für Verwaltung sowie geprüfte Verwaltungsfachwirte gefragt.

3. Studium

Auf akademischem Wege bereitet ein Studium im Fach Betriebswirtschaftslehre bzw. Business Administration gut auf eine Tätigkeit im organisatorischen Bereich vor. Inhaltlich stehen neben der Organisation die Aufgabenfelder Planung, Berechnung und Umsetzung von unternehmerischen Entscheidungen im Fokus. Konkret gliedert sich das Studium in folgende Module auf:

  • Grundlagen der Betriebswirtschaft,
  • Grundlagen der Volkswirtschaft,
  • Betriebswirtschaftliche Techniken,
  • Finanzierung und Investition,
  • Bilanzierung und Jahresabschluss,
  • Kosten- und Leistungsrechnung,
  • Unternehmensorganisation,
  • Unternehmensbesteuerung,
  • Wirtschaftsmathematik,
  • Wirtschaftssprachen (Englisch, Französisch),
  • Wirtschaftsprivatrecht,
  • Produktions- und Logistikmanagement,
  • Marketing,
  • Personalführung.

Darüber hinaus haben die Studenten die Möglichkeit, eigene Studienschwerpunkte zu setzen. Dazu stehen ihnen unter anderem die folgenden Wahlpflichtmodule zur Verfügung:

  • Human Resource Management,
  • Marketingmanagement,
  • Steuern,
  • Rechnungswesen,
  • Controlling,
  • Bank-, Finanz- un Risikomanagement,
  • Projektberatung, Projetmanagement.

Durchschnittlich nimmt das Studium der Betriebswirtschaftslehre sieben Semester in Anspruch. Integriert der/die Student /-in jedoch zum Beispiel Auslands- oder Praxissemester, kann die Studienzeit durchaus zunehmen.

Im Unterschied zu vielen Berufsausbildungen ist für ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule das Abitur bzw. zumindest das Fachabitur notwendig. Unter Umständen haben auch Bewerber Zugang, die bereits einen Beruf erlernt haben und zum Beispiel über einen Meisterbrief verfügen.
Außerdem werden einige Vorkenntnisse aus diversen Schulfächern vorausgesetzt. Dazu zählt zum einen mathematischen Wissen. Insbesondere in den Bereichen Statistik und Finanzwirtschaft sowie bei der Kosten- und Leistungsrechnung ist dieses unverzichtbar. Da der Studiengang zahlreiche Aspekte aus Wirtschaft und Justiz beinhaltet, sind entsprechende Interessen und Kenntnisse ebenfalls wichtig. Hinzu kommt, dass aufgrund der zunehmenden Internationalisierung des Wirtschaftssektors, die englische Sprache immer mehr an Bedeutung gewinnt. Wer neben diesen Kompetenzen über Grundwissen in Informatik verfügt, hat einen weiteren Vorteil.

Der Studiengang Betriebswirtschaftslehre bzw. Business Administration ist zunächst einmal sehr allgemein angelegt. Wer sich lieber frühzeitig spezialisieren möchte, sollte weitere Studienangebote prüfen. So stellen zum Beispiel die Studienfächer Unternehmensführung, Handelsbetriebswirtschaft oder Logistik sinnvolle Alternativen dar.

4. Tätigkeit

Damit in einem Unternehmen, effizient gearbeitet werden kann, ist es wichtig, dass die Mitarbeiter genauestens über ihre Aufgaben und Zuständigkeiten informiert werden. Nur so können gemeinsam Ziele erreicht und ein angenehmes Arbeitsklima sichergestellt werden.

Aus diesem Grund finden Organisatoren in Unternehmen aber auch in öffentlichen Verwaltungen sowie in Verbänden Beschäftigung. Zu ihren zentralen Aufgaben gehört es, die Wirtschaftlichkeit einzelner Arbeitsabläufe zu prüfen, Schwachstellen aufzudecken und gegebenenfalls Probleme zu beheben. Zu diesem Zweck konzipieren sie häufig Fragebögen für die Mitarbeiter und werten diese aus. Außerdem führen sie in regelmäßigen Abständen Studien über den Ist-Stand durch und erstellen auf dieser Grundlage Soll-Konzepte.
Sie werden mit der Arbeitsablaufgestaltung betraut, um rationales Arbeiten zu ermöglichen. Dabei überwachen und kontrollieren sie immer wieder deren Einhaltung und den dadurch entstehenden Informationsaustausch. Weitergehend befassen sie sich mit Wirtschaftlichkeitsberechnungen und entwickeln Organisationskonzepte.

Über all ihre Erkenntnisse und Maßnahmen müssen die Fachleute gegenüber der Geschäftsleitung Rechenschaft abgeben. Dieser stehen sie bei offenen Fragen stets beratend zur Seite. Stimmt die Geschäftsleitung einem Vorschlag letztendlich zu, kümmert sich der/die Organisator /-in um dessen Umsetzung. Nach einiger Zeit initiiert er/sie außerdem eine Erfolgskontrolle.

Das Gehalt kann entsprechend der Ausrichtung des Unternehmens von Arbeitgeber zu Arbeitgeber variieren. Der Verdienst hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.