*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Schweißfachingenieur

Datenbasis: 29 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.711 € 3.906 € 6.542 €
Baden-Württemberg 2.572 € 3.706 € 6.207 € Jobs Schweißfachingenieur
Bayern 3.880 € 4.298 € 5.621 € Jobs Schweißfachingenieur
Berlin 2.846 € 4.101 € 6.869 € Jobs Schweißfachingenieur
Brandenburg 2.065 € 2.975 € 4.983 € Jobs Schweißfachingenieur
Bremen 2.605 € 3.753 € 6.286 € Jobs Schweißfachingenieur
Hamburg 2.779 € 4.004 € 6.706 € Jobs Schweißfachingenieur
Hessen 3.138 € 4.521 € 7.572 € Jobs Schweißfachingenieur
Mecklenburg-Vorpommern 2.075 € 2.990 € 5.008 € Jobs Schweißfachingenieur
Niedersachsen 2.474 € 3.564 € 5.969 € Jobs Schweißfachingenieur
Nordrhein-Westfalen 2.743 € 3.952 € 6.619 € Jobs Schweißfachingenieur
Rheinland-Pfalz 2.670 € 3.847 € 6.443 € Jobs Schweißfachingenieur
Saarland 2.578 € 3.714 € 6.220 € Jobs Schweißfachingenieur
Sachsen 2.085 € 3.004 € 5.031 € Jobs Schweißfachingenieur
Sachsen-Anhalt 1.882 € 2.711 € 4.541 € Jobs Schweißfachingenieur
Schleswig-Holstein 2.381 € 3.430 € 5.745 € Jobs Schweißfachingenieur
Thüringen 2.118 € 3.052 € 5.112 € Jobs Schweißfachingenieur

Schweißfachingenieur:

1. Gehalt

Als Schweißfachingenieur liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.906 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 29 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.711 € beginnen, Schweißfachingenieure in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.542 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.430 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.706 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Schweißfachingenieur in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.342 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.873 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.873 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.880 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.258 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.258 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.837 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.896 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 6.770 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der/die Schweißfachingenieur /-in ist ein technischer Beruf, der ein abgeschlossenes Studium sowie eine Weiterbildung voraussetzt. Diese dauert in Vollzeit drei Monate, in Teilzeit zwischen einem und drei Jahren. Die Teilnehmer können die Weiterbildung verkürzen, wenn sie schweißtechnische Grundlagen nachweisen können.

In der beruflichen Weiterbildung erlernen die Teilnehmer von der Fertigung bis zur Konstruktion alle schweißtechnischen Verfahren, die zum Bau von Brücken, Stahlhochbauten, Wasserfahrzeugen, Druckbehältern, Dampfkesseln, Schienen und Straßen sowie Maschinen und Anlagen notwendig sind. Sie befassen sich mit unterschiedlichen Schweißprozessen und dem Verhalten von Werkstoffen. Die Weiterbildung vermittelt unterschiedliche Bereiche der Konstruktion, Gestaltung und Fertigung. Die Teilnehmer erwerben Fachkenntnisse in der Stahlherstellung und Anwendungstechnik. Sie lernen, die Aufsicht am Bau zu übernehmen. Im theoretischen Unterricht erhalten die Teilnehmer Qualifikationen, um Schweißarbeiten zu planen, zu überwachen und Fertigungsbetriebe zu führen. Darüber hinaus eignen sie sich auch Fachwissen in der Qualitätssicherung, der Betriebswirtschaft und der Arbeitssicherheit an.

Die wichtigsten Inhalte der Ausbildung zum/zur Schweißfachingenieur /-in sind:

  • Schweißprozesse,
  • Schweißverfahren,
  • Schneiden, Löten, Fügen,
  • Werkstoffkunde,
  • Werkstoffverhalten,
  • Stahlherstellung,
  • Wärmebehandlung,
  • Metallografie,
  • Konstruktion,
  • Festigkeitslehre,
  • Gestaltung,
  • Qualitätssicherung,
  • Arbeitssicherheit,
  • Wirtschaftlichkeit,
  • Verfahrensprüfung
  • Werkstatteinrichtung,
  • Reparaturschweißen,
  • Gasschweißen,
  • Anwendungstechnik.

Die berufliche Weiterbildung zum/zur Schweißfachingenieur /-in schließt der/die Teilnehmer /-in mit einer Abschlussprüfung ab. Sie umfasst einen schriftlichen und mündlichen Teil und dauert rund 13 Stunden. Die Prüfung fragt verschiedene Schweißverfahren, das Werkstoffverhalten und Bereiche der Anwendungstechnik ab.

Schweißfachingenieure sollten sich regelmäßig in praktischen Seminaren und technischen Lehrgängen weiterbilden, um das berufliche Wissen aktuell zu halten. Durch die Fortbildungen bauen die Schweißfachingenieure ihre Fachkenntnisse aus. Themen, die sich für eine Anpassungsweiterbildung anbieten, sind Schweißen, Konstruktion, Maschinen- und Anlagenbau, Normung, Qualitätssicherung, Mitarbeiterführung, Materialwissenschaften, Metallbau und Werkstoffkunde.

3. Studium

Wer sich für den Beruf des Schweißfachingenieurs interessiert, kann über ein ingenieurwissenschaftliches Studium, wie Konstruktionstechnik, Zugang zu der Tätigkeit erhalten. Voraussetzungen für den Bachelorstudiengang sind eine Hochschulzugangsberechtigung sowie in vielen Fällen ein Vorpraktikum. Die Studienzeit geht über sieben Semester.

Das Studium der Konstruktionstechnik befasst sich mit der Entwicklung und Konstruktion von maschinenbaulichen Produkten. Das umschließt alle Tätigkeiten von der Produktplanung über die Aufgabenstellung bis hin zur Erarbeitung von Lösungskonzepten sowie der Gestaltung von Konstruktionsgegenständen. Der Studiengang unterteilt sich in verschiedene Studienschwerpunkte. Studierende untersuchen unterschiedliche Konstruktionsprozesse von technischen Gebilden und behandeln Strukturgesetze von technischen Systemen. Sie lernen, verschiedene Konstruktionstechniken weiterzuentwickeln und Methoden und Werkzeuge für die Entwicklung von Maschinen anzuwenden. Auf dem Stundenplan stehen neben Messtechniken und Regelungstechnik verschiedene Fächer der Fertigung sowie Produktplanung und methodisches Konstruieren. Der Studiengang ist praxisorientiert und auf selbstständiges Lernen ausgerichtet. Die Studierenden verbringen viel Zeit mit praktischen Laborarbeiten und führen zahlreiche Studienarbeiten durch. Sie wenden moderne rechnergestützte Entwurfsverfahren an und erhalten Kenntnisse auf dem Gebiet der Analyse von Maschinensystemen. Betriebswirtschaftliche und andere nicht technische Fächer runden das Studium ab.

Der Studiengang ist modulartig aufgebaut und umfasst 180 Leistungspunkte. Der Unterricht findet in Vorlesungen, Seminaren und in praktischen Laborarbeiten statt. Ein Praxissemester ist Teil des Studiums.

Wichtige Fächer des Studiengangs Konstruktionstechnik sind:

➤ Mathematik, Physik, Werkstofftechnik, Konstruktionstechnik, Technische Mechanik, CAD Programmierung, Elektrotechnik, Elektronik, Konstruktionselemente, Technische Thermodynamik, Steuerungstechnik, Messtechnik, Regelungstechnik, Werkzeugmaschinen, Management und Unternehmensführung, Automatisierungstechnik, Produktentwicklung, Methodisches Konstruieren, Produktplanung, Produktionstechnik, Innovationsmanagement, Fremdsprachen, Betriebswirtschaftslehre.

Nach dem Studium kann der Absolvent in die berufliche Praxis einsteigen und in der Forschung, Entwicklung, Produktion, Qualitätssicherung oder Konstruktion tätig werden. Wer seine Kenntnisse und beruflichen Karrierechancen erweitern will, sollte einen weiterführenden Masterstudiengang besuchen. Der Master vertieft verschiedene Bereiche der Konstruktionstechnik.

4. Tätigkeit

Schweißfachingenieure wirken bei der Planung von Bauwerken, Maschinen und Geräten mit und entscheiden, welche Werkstoffe für das jeweilige Projekt geeignet sind. Dazu untersuchen sie die Werkstoffeigenschaften und prüfen anhand weiterer Angaben, wie Form, Abmessungen und Stückzahl, welches Schweißverfahren infrage kommt. Weiterhin planen die Schweißfachingenieure die Arbeitsabläufe und überwachen, ob die Schweißarbeiten fachgerecht durchgeführt werden. Bei der Herstellung von Bauteilen arbeiten sie mit anderen Mitarbeitern der schweißtechnischen Fertigung zusammen. Für die Vorbereitung, Ausführung, Prüfung und Nachbehandlung von Schweißnähten legen sie technische Spezifikationen fest, die eine sichere Konstruktion gewährleisten. Die Schweißfachingenieure sind darüber hinaus für die Schulung des Personals verantwortlich. Häufig arbeiten sie mit Konstrukteuren zusammen und sind beratend tätig.

Schweißfachingenieure findet ein breites Tätigkeitsfeld in großen Betrieben der Metallindustrie sowie des Auto- und Schiffbaus. Sie tragen eine hohe Verantwortung, da sie für die Qualität und Sicherheit der Schweißarbeiten zuständig sind. Mit ihren umfassenden Kenntnissen fungieren sie als Aufsichts- und Führungsperson für ganze Schweißerbrigaden. Die Berufsangehörigen müssen Ausdauer besitzen und eigenständig, hoch konzentriert und präzise arbeiten können. Die Tätigkeit findet meistens am im Büro am Bildschirm statt. Bei den Prüfarbeiten im Labor oder auf der Baustelle tragen sie Schutzkleidung.