*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Wachmann im Objektschutz / Objektschützer

Datenbasis: 62 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.646 € 2.187 € 3.003 €
Baden-Württemberg 1.683 € 2.305 € 3.029 € Jobs Wachmann im Objektschutz / Objektschützer
Bayern 1.843 € 2.419 € 3.008 € Jobs Wachmann im Objektschutz / Objektschützer
Berlin 1.593 € 2.116 € 2.906 € Jobs Wachmann im Objektschutz / Objektschützer
Brandenburg 1.402 € 1.863 € 2.558 € Jobs Wachmann im Objektschutz / Objektschützer
Bremen 1.582 € 2.102 € 2.886 € Jobs Wachmann im Objektschutz / Objektschützer
Hamburg 1.739 € 2.116 € 2.842 € Jobs Wachmann im Objektschutz / Objektschützer
Hessen 1.724 € 2.290 € 3.144 € Jobs Wachmann im Objektschutz / Objektschützer
Mecklenburg-Vorpommern 1.210 € 1.608 € 2.208 € Jobs Wachmann im Objektschutz / Objektschützer
Niedersachsen 2.058 € 2.218 € 2.560 € Jobs Wachmann im Objektschutz / Objektschützer
Nordrhein-Westfalen 1.618 € 2.303 € 3.028 € Jobs Wachmann im Objektschutz / Objektschützer
Rheinland-Pfalz 1.619 € 2.151 € 2.954 € Jobs Wachmann im Objektschutz / Objektschützer
Saarland 1.565 € 2.080 € 2.856 € Jobs Wachmann im Objektschutz / Objektschützer
Sachsen 1.266 € 1.682 € 2.310 € Jobs Wachmann im Objektschutz / Objektschützer
Sachsen-Anhalt 1.240 € 1.648 € 2.263 € Jobs Wachmann im Objektschutz / Objektschützer
Schleswig-Holstein 1.446 € 1.921 € 2.638 € Jobs Wachmann im Objektschutz / Objektschützer
Thüringen 1.286 € 1.709 € 2.347 € Jobs Wachmann im Objektschutz / Objektschützer

Wachmann im Objektschutz / Objektschützer:

1. Gehalt

Als Wachmann im Objektschutz liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.187 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 62 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.646 € beginnen, Wachleute - Objektschutz in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.003 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.921 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.305 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Wachmann im Objektschutz in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.087 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.085 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.250 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.322 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.376 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.431 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.120 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.276 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.621 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Langsam aber stetig erwächst Objektschutz zu einer seriösen Dienstleistungsbranche. Es gibt keine direkte Berufsausbildung, um Wachmann oder –frau im Objektschutz zu werden. Interessenten stellen sich auf den Umgang mit unterschiedlichen Menschen ein. Oft warten unvorhersehbare Anforderungen auf Objektschützer. Eine Auseinandersetzung mit einem gewissen Grad an Gewaltbereitschaft darf Bewerber nicht abschrecken.

Ein dreijähriger anerkannter Ausbildungsberuf, der mit einem IHK-Abschluss endet und zu einer Karriere im Objektschutz dient, ist die Lehre zur Fachkraft Schutz und Sicherheit. Firmen, die Objekt-, Personen- und Werteschutz als Service anbieten oder Flughafenbetriebe stellen Lehrlinge ein. Bewerber bringen einen Hauptschulabschluss oder die mittlere Reife mit. Gute Noten in den Schulfächern Deutsch, Physik und Wirtschaft sind von Vorteil.

Fachkräfte für Schutz und Sicherheit absolvieren eine abwechslungsreiche theoretische und praktisch-orientierte Ausbildung. Sie befassen sich mit folgenden Inhalten:

  • geltende Rechtsgrundlagen für den Handlungsrahmen von Sicherheitsdiensten,
  • korrekte Informationsweitergabe über Sicherheitsbestimmungen und entsprechende Sicherheitsdienstleistungen,
  • Ergreifung von Maßnahmen zur präventiven Gefahrenabwehr,
  • Einschätzung von Gefährdungspotenzialen,
  • Einleitung von Sicherheitsmaßnahmen,
  • Identifikation von Auswirkung und Gefährdung durch Waffen,
  • Einleitung von Erste-Hilfe-Maßnahmen,
  • fachkundige Meldung von Unfällen oder Zwischenfällen,
  • Anwendung des jeweils betrieblich geltenden Qualitätsmanagements,
  • Akquise von Kunden und die Pflege von Kundenkontakten,
  • Sicherstellung von Kundenzufriedenheit und Beschwerdebearbeitung,
  • Überprüfung und Einhaltung von Brandschutzrichtlinien inklusive der Maßnahmenergreifung im Fall von Mängeln,
  • Planung von Aktionen zur präventiven Gefahrenabwehr mittels Technik, Personal und Organisation,
  • effiziente Planung von Terminen, Personal- und Materialeinsatz,
  • fehlerfreie Rechnungsstellung anhand der individuellen betrieblichen Struktur der Kosten- und Leistungsrechnung.

Mit Seminaren zum Thema Wach- und Sicherheitsdienst bis hin zu Kundenservice halten Wachmänner und –frauen im Objektschutz ihre Fachkenntnisse aktuell. Für leitende Funktionen empfehlen sie sich durch die Prüfung zum Meister /-in für Schutz und Sicherheit. Wer über eine Hochschulreife verfügt, bildet sich mit einem Studium im Fach Sicherheitsmanagement fort. Der Schritt in die berufliche Selbständigkeit mit einem eigenen Dienstleistungsangebot ist für Objektwachleute realisierbar.

3. Studium

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung nehmen Interessenten, die im Objektschutz beruflich tätig werden möchten, ein Studium auf. Ein naheliegendes Studienfach ist Sicherheitstechnik. Das Gebiet Sicherheitstechnik zählt zur Rubrik Versorgungstechnik und Technische Gebäudeausrüstung. In dieses Feld fällen alle technischen Methoden und Einrichtungen, die die Versorgung von Gebäuden möglich machen. Gemeint ist die Versorgung von Bauwerken mit Luft, Wasser, Beleuchtung, Heizung, Müllentsorgungs- und Klimaanlagen. Studenten der Versorgungstechnik befassen sich vorrangig mit der Planung und dem Bau von Gebäuden und Anlagen.

Im Fachbereich Sicherheitstechnik liegt der Focus auf Design und Montage von Sicherheitsanlagen für unterschiedliche Gebäudearten. In der modernen Gesellschaft sind dabei ökologische Gesichtspunkte von Bedeutung. Der Einsatz von umweltfreundlichen Energien wie Solarenergie und Wärmerückgewinnung ist maßgeblich geworden. Anlagen für Sicherheitstechnik, die Studenten bauen und installieren sind beispielsweise Alarmanlagen, Brandschutzanlagen und Zutrittskontrollanlagen.

In das Gebiet Sicherheitstechnik gehört ebenso die Herausforderung, Arbeitsunfälle, die durch die Nutzung technischer Geräte passieren, auf ein Minimum zu reduzieren. Am Studienanfang behandeln die Studenten theoretisches Wissen in naturwissenschaftlichen Fächern. Im weiteren Verlauf des Studiums rücken die Themen

  • Verfahrenstechnik,
  • Messtechnik,
  • Brandschutz und
  • Umweltschutz

in den Vordergrund. Vorlesungen in Sicherheitsrecht und Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre stehen auf dem Studienplan. Viele Hochschulen bieten Spezialisierungen auf einem Fachgebiet an, zum Beispiel Brandschutz.

Das Bachelorstudium Sicherheitstechnik durchlaufen Studenten in der Regel in sieben Semestern. Sie erlangen Kenntnisse über neue Möglichkeiten und Wege, neuzeitliche Technologien für Mensch und Natur sicher und zuverlässig zu gestalten. Das Spektrum Sicherheitstechnik umfasst:

  • Funktionale Sicherheit,
  • Wechselwirkung Mensch und Technik,
  • Qualitätsmanagement,
  • Zuverlässigkeitstechnik.

Die Studierenden lernen Sicherheit im Bereich Informationstechnik und befassen sich mit Verkehrssicherheitstechnik. Sie nutzen Simulationen, besondere Software und Tools, um Vorhersagen hinsichtlich sicherer Technik treffen zu können.

4. Tätigkeit

Wachmänner und –frauen im Objektschutz arbeiten vielfach im Schichtdienst. Sie haben Einsätze, wenn andere gerade frei haben, insbesondere nachts, am Wochenende oder an Feiertagen. Das kann ein harmonisches Familienleben beeinträchtigen. Fachleute im Objektschutz bewachen Gelände oder Gebäude. Sie garantieren die Sicherheit von öffentlichen Einrichtungen und sitzen an der Pforte von größeren Unternehmen. Hier kontrollieren sie den Besucherstrom oder Anlieferungen. Sie bedienen Telefon- und Schrankenanlagen. Wachkräfte im Objektschutz arbeiten bei

  • Industrieunternehmen,
  • Büro- und Geschäftshäusern,
  • Flughafenbetreibern,
  • Einkaufszentren,
  • Wach- und Sicherheitsdiensten,
  • Detekteien,
  • privaten Haushalten.

Eine gute Bezahlung erhalten Objektschützer mit Spezialwissen. Dazu gehören Hundeführer. Sie weisen eine Sachkundeprüfung der IHK nach und sind qualifiziert im Umgang mit scharfen Hunden. Hunde spüren drohende Gefahren wesentlich schneller als Menschen. Daher sind sie bei der Bewachung öffentlicher oder privater Anlagen von großem Nutzen. Wachleute im Objektschutz haben gelegentlich Dienst bei Messen und übernehmen Einlasskontrollen. Häufig überwachen Schutzkräfte mehrere Objekte pro Schicht. Ein Führerschein ist ebenso nötig wie ein einwandfreies Führungszeugnis.

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