Jobangebote für Werkzeugmacher (+15km)

Geschätztes Bruttogehalt  
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Werkzeugmacher

Datenbasis: 407 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.291 € 3.285 € 4.563 €
Baden-Württemberg 2.642 € 3.539 € 4.871 € Jobs Werkzeugmacher
Bayern 2.305 € 3.389 € 4.511 € Jobs Werkzeugmacher
Berlin 3.267 € 3.414 € 4.178 € Jobs Werkzeugmacher
Brandenburg 2.013 € 2.232 € 2.594 € Jobs Werkzeugmacher
Bremen 2.202 € 3.157 € 4.385 € Jobs Werkzeugmacher
Hamburg 2.430 € 3.485 € 4.841 € Jobs Werkzeugmacher
Hessen 2.048 € 2.949 € 4.032 € Jobs Werkzeugmacher
Mecklenburg-Vorpommern 1.820 € 2.610 € 3.625 € Jobs Werkzeugmacher
Niedersachsen 2.270 € 3.171 € 4.941 € Jobs Werkzeugmacher
Nordrhein-Westfalen 2.440 € 3.222 € 4.453 € Jobs Werkzeugmacher
Rheinland-Pfalz 2.254 € 3.103 € 4.680 € Jobs Werkzeugmacher
Saarland 2.272 € 3.412 € 4.647 € Jobs Werkzeugmacher
Sachsen 1.761 € 2.126 € 3.033 € Jobs Werkzeugmacher
Sachsen-Anhalt 1.727 € 2.476 € 3.439 € Jobs Werkzeugmacher
Schleswig-Holstein 2.359 € 3.048 € 3.517 € Jobs Werkzeugmacher
Thüringen 1.834 € 2.894 € 5.667 € Jobs Werkzeugmacher

Werkzeugmacher:

1. Gehalt

Als Werkzeugmacher liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.285 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 407 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.291 € beginnen, Werkzeugmacher in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.563 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.048 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.539 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Werkzeugmacher in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.697 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.055 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.174 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.383 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.418 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.416 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.125 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.406 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.968 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Das Synonym für Werkzeugmacher lautet Werkzeug-Mechaniker. Die entsprechende Lehre gilt in der Industrie als anerkannter Ausbildungsberuf. In der Berufsschule besuchen die Interessenten den Unterricht in der Regel dreieinhalb Jahre. Zu den Voraussetzungen für die Lehre gehören technisches Interesse und räumliches Vorstellungs-Vermögen.

Auch bei einer betrieblichen Ausbildung gibt es Zugangs-Voraussetzungen. Die Unternehmen bevorzugen Bewerber, die mindestens über einen Hauptschulabschluss verfügen. Nach der Grundausbildung erwerben die Lernenden spezielle Qualifikationen. Dazu gehören das Programmieren und das Bedienen von Maschinen. Ebenso führen sie Fertigungs-Prozesse selbstständig durch und wenden zu diesem Zweck Qualitätssicherungs-Systeme an. Um die Ausbildung zu vertiefen, eignen sich die Gebiete:

  • Instrumenten-Technik,
  • Stanztechnik,
  • Formentechnik
  • und Vorrichtungs-Technik.

Theoretische Lerninhalte bilden die Werkstoffkunde und die Betriebsbereitschaft. Hier lernen die Auszubildenden Maschinen richtig zu handhaben und Werkstücke zu fertigen. Die Organisation und der Umweltschutz spielen des Weiteren eine große Rolle. Zu den berufsspezifischen Kernthemen zählen die Produktion und die Wartung. Dagegen zeigen sich die allgemeinen Fächer in Form von Deutsch, Sozialkunde und Wirtschaft.

Nach dem zweiten Jahr der Ausbildung absolvieren die Teilnehmer eine Zwischenprüfung. Diese bereitet auf die spätere Abschlussprüfung vor. Den abschließenden Leistungsnachweis legen die Auszubildenden vor der Industrie- und Handelskammer ab. Dies geschieht nach der Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Metallberufen. Die Prüfungsthemen umfassen den Arbeitsauftrag, die Funktionsanalyse sowie die Techniken der Produktion.

3. Studium

Als Studium in diesem Bereich bietet sich die Fachrichtung Konstruktionstechnik an. Die Dauer des Studiengangs beträgt sechs bis acht Semester. Die Studien-Inhalte variieren an den verschiedenen Hochschulen und Universitäten. Zu den relevanten Schwerpunkt-Modulen gehören:

  • das angewandte Konstruieren,
  • die Betriebslehre,
  • die Fertigung
  • und die Elektrotechnik.
Weitere wichtige Lernfelder bilden die Antriebselemente der Konstruktion und die Informatik. Ebenso beschäftigen sich die Studierenden in ihren Pflichtkursen mit der Energielehre und der Verfahrens-Technik. Grundlegende Module stellen die Mathematik, die Physik und Werkstoffkunde dar. Zudem spielen in diesem Bereich die Konstruktions-Methoden sowie die Messen-Steuern-Regeln eine wichtige Rolle. Ähnlich verhält es sich mit der technischen Mechanik.

Neben den theoretischen Kursen absolvieren die Studenten mehrere Praktika. Einige Hochschulen bieten direkte Praxismodule an. In anderen Universitäten führen die Lernenden ein Praxissemester durch. Im Regelfall setzen sie dieses im dritten Jahr des Studiums an. Die praktischen Phasen finden in einem Betrieb des Maschinenbaus statt.

Für ein duales Studium existieren bestimmte Zugangs-Voraussetzungen. Dazu gehört die fachgebundene Hochschulreife. Am Ende des Studiums erfolgt die Abschlussprüfung. Nach der Bachelor-Thesis absolvieren die Teilnehmer in einigen Fällen zusätzlich das Kolloquium. Bestehen sie ihre Leistungsnachweise, erhalten sie eine Urkunde mit ihrem akademischen Grad sowie das Diploma Supplement.

4. Tätigkeit

Der Werkzeugmacher oder die Werkzeugmacherin ist ein technischer Handwerks- oder Industrieberuf im Umfeld der Metalltechnik in dem Bereich der Herstellung und der Instandsetzung von Mess- und Prüfwerkzeugen, Bearbeitungswerkzeugen, Spezialwerkzeugen sowie von Vorrichtungen, Lehren und Schablonen und chirurgischen Instrumenten. Die Tätigkeit erfolgt in Werkzeugbaubetrieben, in der Metall verarbeitenden Industrie, in der Autoindustrie oder im Werkzeugmaschinenbau mithilfe von manuellen, maschinellen oder automatisierten Fertigungstechniken. Dabei ist der Werkzeugmacher oder die Werkzeugmacherin für alle Arbeitsprozesse der Vorrichtung und Herstellung verantwortlich und übernimmt die Verantwortung für die Qualität der produzierten Werkzeuge. Der Ausbildungsberuf des Werkzeugmachers oder der Werkzeugmacherin wurde durch den Nachfolgeberuf Werkzeugmechaniker oder Werkzeugmechanikerin ersetzt.