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10 Dinge, die den Arbeitsalltag verbessern

Wenn der Frust im Job überhand nimmt, könnte mehr als nur schlechte Laune dahinter stecken. Stress und Zeitdruck lassen das Arbeiten zur Qual werden. Vielfach sind gestresste Arbeitnehmer nach einer gewissen Zeit nicht mehr arbeitsfähig. Sie leiden unter Angststörungen und anderen psychischen Problemen, die oft verdrängt werden. Dabei zählen psychische Störungen heute zu den häufigsten Erkrankungen und sollten ernst genommen werden.

Nicht für jeden Menschen besteht das gleiche Risiko

Menschen sind verschieden und verhalten sich in bestimmten Situationen entsprechend unterschiedlich. Die eigene Persönlichkeit entscheidet maßgeblich darüber, wie jemand mit psychischen und stressigen Belastungen umgeht. Der eine verfügt über gewisse Selbstheilungs- und Schutzkräfte oder arbeitet unter Stress noch effektiver, der andere nicht. Die Branche, das Alter, das Geschlecht und der Bildungsgrad spielen eine untergeordnete Rolle. Maßgeblich ist, ob ein stabiles soziales Umfeld vorhanden ist. Auch belastende Lebensumstände oder traumatische Ereignisse spielen eine Rolle. Ein besonders hohes Risiko besteht bei Singles, vielreisenden Geschäftsleuten und wenn Mitarbeiter generell wenig gelobt werden.


10 Tipps zum Gesundbleiben


Die folgenden Tipps können dabei helfen, den Arbeitsalltag entspannter zu gestalten.

1. „Können Sie das noch übernehmen?“ - „Nein!“

Diese Antwort müssen viele Arbeitnehmer lernen. Denn selbst, wenn sich die eigene Arbeit türmt und es die Zeit eigentlich nicht zulässt, lassen sich einige Menschen zusätzliche Arbeit aufhalsen. Der Mehraufwand und die Ungerechtigkeit sorgen dann für ein aufkommendes Stressgefühl. Sollte die Mehrarbeit aber notwendig sein, ist es ratsam, positiv an die Sache heranzugehen und eventuell mit dem Chef über einen Ausgleich zu sprechen.

2. Neue Aufgaben sollten einen Mitarbeiter nicht überfordern

Neue komplexe Aufgaben könnten Arbeitnehmer zunächst überfordern. Hier ist es wichtig, ihnen ausreichend Unterstützung zur Verfügung zu stellen. Manchmal ist es zum Beispiel hilfreich, das Themengebiet mit einem erfahrenen Kollegen oder einer Kollegin vorab durchzusprechen. Ansonsten können kleinere Zwischenziele dabei helfen, schrittweise das Hauptziel zu erreichen.

3. Überstunden sind oft absehbar

Überstunden sind in der Regel vorprogrammiert, wenn eine Abteilung ein neues Projekt übernommen hat, für das eigentlich nicht genügend Personal vorhanden ist. In solchen Fällen ist es ratsam, die Situation anzunehmen und sich bewusst darauf vorzubereiten, dass die kommende Zeit anstrengend wird.

4. Kleine Belohnungen als Lichtblick

Arbeitnehmer, die sich in stressigen Situationen befinden, können sich kleine Belohnungen für die Zeit danach 'verschreiben' - zum Beispiel einen kleinen Urlaub oder einen gemütlichen Abend zu zweit. In der Arbeitsphase selbst sollten die privaten Verpflichtungen aber zurückgeschraubt und die Familie darüber informiert werden, um zusätzlichen Stress zu vermeiden.

5. E-Mails: Prioritäten setzen

Wenn das E-Mail-Postfach mal wieder überquillt, gilt es, auszusortieren. Kategorien können dabei helfen. Die Mails der Kategorie A haben höchste Priorität und müssen sofort bearbeitet werden. B und C folgen danach.

6. Stress-Symptome rechtzeitig erkennen

Bevor es zu einem „Burnout“ kommt, deuten bestimmte Symptome wie Müdigkeit, Mattigkeit, Lustlosigkeit, Schlafstörungen, Rückenschmerzen und Grübeleien darauf hin, dass etwas nicht stimmt. Viele Menschen nehmen sie aber gar nicht wahr. Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber können jedoch lernen, die ersten Anzeichen zu erkennen, um dann frühzeitig etwas unternehmen zu können.

7. Probleme ansprechen, Ursachen finden

Einige Arbeitgeber haben die menschliche Psyche bereits als „Produktivitätsrisiko“ erkannt. Sie wissen, dass Arbeitnehmer an ihrem Beruf erkranken können. Deshalb stellen sie Hotlines und Betriebspsychologen zur Verfügung, an die sich die Mitarbeiter bei Problemen wenden können. Allerdings müssen diese natürlich zunächst erkennen, dass sie Probleme haben. Wer derartige Störungen verdrängt, dem kann nicht geholfen werden. Besser ist es, bereits kleine Frustrationen unter die Lupe zu nehmen und sich zu fragen, ob einen das Berufs- und Privatleben möglicherweise unglücklich macht. Dann gilt es, die Kontrolle über das eigene Leben und die Taten zurückzugewinnen. Gespräche mit Vorgesetzten können dabei helfen, aber auch der Abschied von zu hohen Erwartungen an die eigene Person.

8. Auf gesundes Essen im Büro achten

Termindruck und Stress lassen einem Mitarbeiter oft keine Zeit zum Essen. Doch gerade die Pausen sind wichtig, um den Energiespeicher wieder aufzufüllen. Der eine kommt dann gar nicht dazu, etwas zu essen. Der andere greift zu Fastfood und Schokolade. Wirklich gesund ist nichts davon. Wenn die Speisen zudem am Arbeitsplatz eingenommen und heruntergeschlungen werden, schlägt der Magen bald Alarm. Nur wenn der menschliche Körper ausreichend mit Vitaminen, Eiweiß, Mineralstoffen und Kohlehydraten versorgt wird, kann eine entsprechende Leistung erbracht werden.

9. Körpersignale wahrnehmen

Wer mehr als fünf Stunden täglich am Computer arbeitet, hat häufig mit Schmerzen in der Schulter, im Arm, im Rücken oder in der Hand zu tun. Bei der Arbeit mit der Computer-Maus wird die Hand oft verdreht. Der Bildschirm ist nicht auf Sichthöhe oder der Stuhl nicht ergonomisch geformt. Wichtig ist, auf die Signale des Körpers zu hören. Wenn es irgendwo zwickt und schmerzt, kann etwas nicht stimmen.

10. Bewegung ist wichtig

Regelmäßige Bewegung und „aktives“ (bewegtes) Sitzen beugen Rückenschmerzen vor. Pausen, in denen Schultern und Hände gelockert und gedehnt werden, sind sehr wichtig. Kleine Wege zum Kopierer oder ins Nachbarbüro und Spaziergänge in der Mittagspause wirken wahre Wunder.

Weiterführende Infos zum Thema:

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