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Arbeitsmarkt 2015: die 10 am häufigsten angebotenen Jobs

Arbeitsmarkt 2015: die 10 am häufigsten angebotenen Jobs

Jährliche Auswertung der Stellenangebote am Arbeitsmarkt

Die Dekra hat in ihrem aktuellen Arbeitsmarktreport 12.649 Stellenangebote berücksichtigt. Mit ihrem Report untersucht die Dekra regelmäßig, wie sich die Stellenofferten am Arbeitsmarkt entwickeln. Die Ergebnisse in 2015 lassen allgemein auf eine positive Wirtschaftsstimmung schließen. Grundsätzlich fallen bei den Beobachtungen Tendenzen wie das ansteigende Durchschnittsalter der Bürger und die zunehmende Digitalisierung in einzelnen Berufsgruppen auf. Ein schnelllebiges Konsum- und Informationsverhalten der Bevölkerung nimmt ebenfalls Einfluss auf die Untersuchung. Derzeit suchen vermehrt Arbeitgeber im Gesundheitswesen, Einzelhandel und der Elektroindustrie nach qualifizierten Mitarbeitern.

Die zehn am häufigsten angebotenen Jobs im ersten Halbjahr 2015

Auf dem ersten Platz rangieren laut Dekra Vertrieb und Telefonverkauf. Call-Center suchen Bewerber mit ausgezeichneten Kommunikationsfähigkeiten. Insbesondere im Kundenservice sind viele Stellen ausgeschrieben. Ebenfalls gibt es ein großes Angebot für Vertriebsleiter. Sie sind besonders in der Elektroindustrie gefragt. Rang zwei wird vom Fachkräftemangel im Gesundheitsbereich geprägt. Zahlreiche Stellen in der Gesundheits- und Krankenpflege sind unbesetzt. Die angespannte Situation in diesem Berufsfeld geht einher mit einem inzwischen offensichtlichen Ärztemangel. Für dringend gesuchtes Pflegepersonal ist grundsätzlich kein Fachhochschulabschluss erforderlich. An dritter Stelle stehen Kundenberater und sogenannte Help Desk Mitarbeiter. Besonders auf dem IT-Sektor sind Fachkräfte augenblicklich rar. Zahlreiche Arbeitgeber aus den Bereichen Maschinenbau und wissenschaftlich-technische Dienstleistungen suchen ausgebildete Mitarbeiter für beratende und unterstützende Aufgaben.

Den vierten Platz belegen wiederum IT-Fachleute, hier werden Softwareentwickler und Softwareprogrammierer benötigt. Außerordentlich begehrt sind Wirtschaftsinformatiker, die Wissen aus Informatik und Wirtschaft miteinander verbinden und besondere Herausforderungen und Zielsetzungen erfüllen können. Als fünften Grad hat Dekra Berufe aus Wirtschaftsprüfung und -wissenschaft ermittelt. Die akademische Ausrichtung für Wirtschaftswissenschaftler befindet sich bereits seit einigen Jahren unter den Top Ten der meist gesuchten Berufe. Die Wissenschaftler sind in allen Wirtschaftsbereichen erwünscht, derzeit sucht vorrangig die Elektroindustrie studierte Experten. Stufe sechs halten Verkäufer beziehungsweise Mitarbeiter im Einzelhandel inne. Endverbraucher verhalten sich gegenwärtig konsumfreudig. Daher sind allerhand Stellen für Verkäufer frei. Durch die Kauflaune der Bürger zählt das Berufsfeld des/der Verkäufers /-in zu den drei jüngst am stärksten gewachsenen Bereichen.

Platz sieben gehört dem Elektrobereich. Es existieren etliche Stellenangebote für Elektroniker, Elektriker und Elektroinstallateure. Gut ausgebildete Fachkräfte sind auf diesem Gebiet schon länger Mangelware. Auch Platz acht spielt in die Elektroindustrie. Er bezieht sich auf Ingenieure der Elektrotechnik. Insgesamt ist der Berufsbereich leicht rückläufig, studiertes Fachpersonal hat jedoch die Wahl zwischen verschiedenen Jobangeboten. Auf dem neunten Rang platziert der Dekra-Report Arzthelfer und Medizinische Fachangestellte. In diesem Bereich sind viele Stellen frei, denn die demografische Entwicklung der Bürger zieht Konsequenzen nach sich. Das trifft ebenso für ähnliche Berufe wie Hörakustiker zu.

An letzter Stelle, auf Platz zehn, finden sich noch einmal IT-Fachleute. Systemadministratoren und Fachinformatiker haben nach wie vor positive Karriereperspektiven. Der Bedarf für Inhouse-Support von Mitarbeitern und Nutzern von Computern und Netzwerken ist bei Unternehmen nach wie vor nicht vollständig gedeckt.

Studie die 10 am häufigsten gesuchten Berufe 2015

Die Entwicklung der Berufsfelder von 2008 bis 2015

Beratung und Entwicklung sind noch immer die Berufsfelder, in denen es die meisten Stellenangebote gibt. In diese Felder fallen Berufsgruppen wie IT-Fachkräfte, Ingenieure und Vertriebs-/Verkaufsberater. Trotzdem haben diese Berufe im Vergleich zu den Vorjahrsangeboten erhebliche Anteile verloren. Um alle vorhandenen neuen Ausbildungsplätze und offenen Posten besetzen zu können, ist es künftig notwendig, Bewerber nicht nur nach Formalqualitäten zu beurteilen. Arbeitgeber müssen die tatsächlichen Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten genauer unter die Lupe nehmen.

Berufsbilder haben sich unter anderem durch das Internet stark verändert. Endverbraucher bestellen online Waren und schließen Bankgeschäfte und Versicherungen ab. In diesen Bereichen geht demnach der persönliche Beratungsbedarf in Geschäftsstellen verloren. Es erwächst jedoch ein neues Berufsfeld, beispielsweise das der Logistik. Die im Internet bestellten Gegenstände müssen kommissioniert, verpackt und verschickt werden. Dazu bedarf es Personal. Auf der anderen Seite ist ein traditioneller Beruf wie der des Handelsvertreters stark rückläufig. Er erscheint in vielen Branchen nicht mehr zeitgemäß.

Die Digitalisierung, also der Einsatz von Computern und IT-Anwendungen, hat ebenso zahlreiche Berufe verändert. Die Bearbeitung von Steuererklärungen und Buchführungen funktioniert mittels einschlägiger Technik und Software extrem vereinfacht und beschleunigt. Hier gibt es demnach weniger Personalbedarf. Die Mitarbeiter eines Steuerbüros müssen demgegenüber in den rechnergestützten Anwendungen zunächst geschult und ausgebildet werden. Dabei kommen IT-Experten zum Zuge.

Nicht zuletzt trägt die so bezeichnete Vergreisung der westlichen Gesellschaft dazu bei, dass Jobangebote im Gesundheitswesen explodieren, die es vor einigen Jahren in der Form und Menge noch nicht gegeben hat. Hierzu gehören ernährungs-, bewegungs- und gesundheitswissenschaftliche Berufe. Wie sich die Entwicklung in diesen Berufsfeldern in Zukunft gestalten wird, verfolgt Dekra mit wiederkehrenden Analysen und Begutachtungen.

Verteilung Berufsfelder 2015

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Quelle: DEKRA Arbeitsmarkt-Report 2015

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