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Business-Knigge: Visitenkarten, Smalltalk und Geschäftsessen

Business-Knigge: Visitenkarten, Smalltalk und Geschäftsessen

Wer Karriere machen möchte, benötigt nicht nur eine gute Ausbildung und Qualifikationen, sondern ebenso gutes Benehmen und das Wissen darüber, wie man stilvoll und sicher auftritt. Der erste Eindruck zählt und das fängt mit dem Überreichen der Visitenkarte an. Besonders Führungskräfte sollten sich im Smalltalk üben können und generell die Regeln der Etikette beherrschen. Gute Kommunikationfähigkeit und Manieren sind im Businessleben unabdingbar.

Visitenkarte – wie aufbewahren und wann überreichen?

Nicht selten werden Visitenkarten im Portemonnaie aufbewahrt. Allerdings wirken sie nach einer Zeit nicht mehr schön und unterstreichen somit auch nicht das gepflegte Image der Person und des Unternehmens.

Die Visitenkarte kann zwar in der Innentasche des Sakkos aufbewahrt werden, besser wäre jedoch ein Etui. Es gibt extra für Visitenkarten Etuis aus Metall oder einem anderen festen Material, sodass die Karten unbeschädigt bleiben und dennoch griffbereit sind.

Wann ist aber der passende Zeitpunkt, um die Visitenkarte zu überreichen und wer sollte damit anfangen? Grundsätzlich sollte derjenige mit dem Überreichen der Visitenkarte beginnen, der im Rang höher steht. Das ist aber nicht immer der Fall, zum Beispiel bei der Kundenberatung. Der Ranghörere ist der Kunde, doch hier überreicht der Berater dem Kunden die Visitenkarte und wartet nicht darauf, ob der Kunde ihm eine Karte aushändigen möchte.

Bei Treffen mit Geschäftspartnern sollte bei Gesprächsbeginn das Austauschen der Visitenkarten stattfinden, schließlich möchten alle Teilnehmer wissen, mit wem sie es zu tun haben. Außerdem sollte man sich bei Treffen mit ausländischen Geschäftspartnern über die Gepflogenheiten der anderen Länder informieren. Steckt man die Visitenkarte des japanischen Businesspartners direkt nach Erhalt weg, gilt das als unhöflich, denn dies ist ein Zeichen für das Ende des Gesprächs!

Die Kunst des Smalltalks – wichtiger Bestandteil im Berufsleben

Smalltalk wird häufig als unwichtig angesehen. Warum über Belangloses reden, wo es doch Wichtigeres zu bereden gibt? In Smalltalk sollte sich aber jeder üben können, der mit Geschäftspartnern und Kunden zu tun hat.

Mit Smalltalk wird die Basis für eine lockere Gesprächsatmosphäre geschaffen. Bevor es um die wichtigen Themen geht, sollte sich Zeit für einen kleinen Small Talk genommen werden. Das ist zudem die beste Gelegenheit, um Sympathiepunkte zu sammeln und ebenso Sympathie zu bekunden.

Damit die lockere Plauderei gelingt, sollte man Themen wie Religion, Politik oder Geld vermeiden. Dies sind Themen, die schnell in eine ernste Diskussion umschlagen können und das könnte das folgende Geschäftsgespräch gefährden.

Beim Smalltalk sollten selbstverständlich die Regeln für eine gute Kommunikation beachtet werden: ausreden lassen, aktiv zuhören und sich mit dem Körper dem Gesprächspartner zuwenden.

Business-Knigge für das Telefongespräch

Telefongespräche werden oftmals als lästig empfunden und der Gesprächspartner wird entweder zu lange warten gelassen und zu schnell abgewimmelt. Beides sind sehr unhöfliche Gesten, die dem Gesprächspartner weder Respekt noch Wertschätzung entgegen bringen. Folgende Benimmregeln sollten für das Telefonieren beachtet werden:

  • Klingelt das Telefon, sollte bestenfalls beim zweiten Klingeln ans Telefon gegangen werden.
  • Man begrüßt den Gesprächspartner mit einer freundlichen Grußformel und nennt den Firmennamen sowie seinen eigenen Namen.
  • Muss das Gespräch umgeleitet werden, wird der Gesprächspartner gefragt, ob er in die Warteschleife gelegt werden möchte oder lieber auf einen Rückruf warten möchte. In beiden Fällen wird dem Gesprächspartner mitgeteilt, wie lange die Wartezeit ungefähr sein wird.
  • Beim Telefongespräch wird weder gegessen noch getrunken oder geraucht.
  • Damit der Gesprächspartner alle wesentlichen Informationen aufnehmen kann, wird sich mit kurzen Sätzen ausgedrückt und die wichtigen Informationen auf den Punkt gebracht.
  • Zum Ende des Gesprächs werden noch einmal die Vereinbarungen und Informationen kurz wiederholt.
  • Zum Schluss wird sich mit einer freundlichen Grußformel verabschiedet.

Geschäftsessen – gute Manieren sind das A und O

Beim Geschäftsessen sollten die Tischmanieren beherrscht werden. Außerdem ist es bei Geschäftspartnern im Ausland sehr zu empfehlen, sich mit den Sitten des Landes vertraut zu machen.

Folgende Tischmanieren sind beim Geschäftsessen das A und O für gutes Benehmen:

  • Da sich bei der Auswahl von Speisen und Getränken nach dem Gastgeber gerichtet werden sollte, ist es ratsam, seine eigene Bestellung erst abzugeben, nachdem der Gastgeber bestellt hat. So lässt sich der finanzielle Rahmen des Gastgebers einschätzen und man tritt nicht ungewollt in ein Fettnäpfchen.
  • Vor dem Geschäftsessen sollte sich mit dem Verzehren von Speisen wie Hummer oder Schnecken vertraut gemacht werden.
  • Bei mehreren Gängen wird bei jedem Gang ein neues Besteck genommen und zwar von außen nach innen. Oberhalb des Tellers befindet sich das Besteck für das Dessert.
  • Die Gläser werden von rechts nach links benutzt. So befindet sich das Wasserglas ganz rechts und es folgen für die späteren Gänge die Weingläser. Die langstieligen Gläser fasst man immer am Stiel an.
  • Wird zu einem Essen als Vorspeise Brot gereicht, wird das Brot gebrochen, nicht geschnitten.
  • Eine Speise kann dann mit den Fingern gegessen werden, wenn eine Fingerschale bereitgestellt wurde. Wird diese nicht serviert, verwendet man Besteck.
  • Um bei einer Suppe den Rest auszulöffeln, darf man Suppentassen kippen, Suppenteller jedoch nicht.
  • Mag man gerne gut gewürzte Speisen, sollte zuerst gekostet werden und dann nachgewürzt werden. Weniger gutes Benehmen würde man beweisen, wenn man die Speisen würzt, bevor man probiert hat.
  • Es kann immer einmal passieren, dass einem das Besteck auf den Boden fällt. In dem Fall lässt man sich neues Besteck bringen. Aufheben, mit der Serviette abwischen und damit weiteressen wäre ein Zeichen von schlechtem Stil.
  • Weitere Regeln beim Geschäftsessen sind:
  • Das Handy bleibt während des Geschäftsessens ausgeschaltet.
  • Rauchen während des Essens ist tabu. Ob nach dem Essen am Tisch geraucht wird hängt vom Gastgeber ab. Bevor man mit dem Rauchen in einen Fettnapf tritt, sollte lieber ganz darauf verzichtet werden.
  • Alkohol wird in Maßen getrunken, denn ansonsten wird die Zunge zu locker und man sagt eventuell Dinge, die das Geschäftsverhältnis zum Negativen beeinträchtigen könnten.
  • Beim Essen sollte weder über den Teller seines Sitznachbarn gegriffen, noch mit vollem Mund gesprochen werden.
  • Zudem kommt es nicht besonders gut an, wenn das Essen hastig geschlungen wird oder laute Essgeräusche zu vernehmen sind.
  • Beim Buffet sollte es selbstverständlich sein, sich nicht vorzudrängeln und seinen Teller nicht zu überladen.

Geschäftsessen im Ausland – andere Länder, andere Tischsitten

Findet ein Geschäftsessen im Ausland oder mit ausländischen Geschäftspartnern statt, ist das ein oder andere Fettnäpfchen nicht weit. Mit manchen bei uns üblichen Tischsitten kann man in anderen Ländern negativ auffallen:

  • Verwunderte Blicke zieht man in Italien auf sich, wenn man Spaghetti mit Gabel und Löffel isst. Spaghetti sind eine Vorspeise und werden ohne Löffel auf die Gabel gerollt.
  • Das Baguette in Frankreich wird gebrochen und nicht geschnitten.
  • In Thailand wäre es ein Fauxpas, wenn man sich das Essen mit der Gabel in den Mund steckt. Dort werden in der Regel mundgerechte Stücke serviert und diese werden mit Hilfe der Gabel auf den Löffel geschoben. Das Essen wird also mit dem Löffel in den Mund gesteckt.
  • Wird in Japan Reis serviert, sollte man es tunlichst vermeiden, die Essstäbchen senkrecht in die Reisschale zu stecken. Dies ist ein Totenritual, denn eine Schale Reis mit senkrecht hineingesteckten Stäbchen wird beim Tod eines Angehörigen auf den Altar gestellt.
  • Wendet man in China Fisch auf dem Teller, um an die untere Hälfte zu gelangen, ist dies für die Chinesen ein Zeichen des Unglücks.
  • In Deutschland gilt es als unhöflich, seinen Teller nicht leer zu essen. In Russland wäre dies eine Beleidigung für den Koch: Er würde glauben, man wäre nicht satt geworden und er hätte nicht genug Speisen zubereitet.
  • Bei uns würde es von schlechten Tischmanieren zeugen, wenn man mit nur einer Hand isst. In den Vereinigten Staaten bleibt eine Hand im Schoß liegen, während mit der anderen gegessen wird. Damit dies funktioniert, wird das Essen zuerst in mundgerechte Stücke geschnitten, bevor man die Gabel in die Hand nimmt und mit dem Verzehr beginnt.

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