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Die Berufseinstieg Serie: Der Direkteinstieg

Für einige Absolventen gibt es die Möglichkeit, direkt in den Beruf einzusteigen. Dies kann sich aus einem Praktikum oder Nebenjob heraus ergeben oder einfach durch viel Glück. Einer Studie zufolge erhalten jährlich über 300.000 Studienabsolventen aus einem Praktikum heraus eine Festanstellung.

Die Zahl derer, die direkt ein festes, unbefristetes Arbeitsverhältnis bekommen, sinkt jedoch konstant. Einige Gründe hierfür sind die nicht mehr so starke Belastbarkeit der jungen Absolventen. Studien sagen, dass junge Arbeitnehmer schneller krank werden. Zudem sind sie häufig unglücklich in ihrem Job, was zudem zu psychischen Störungen führen kann. Ein Problem ist zudem, dass kaum jemand den Job bekommt, den er haben möchte und sich zunächst mit Stellen zufrieden geben muss, die er nicht besetzen wollte.

Oft macht es für einen Absolventen Sinn, in eine Assistenzposition einzusteigen. Hier lernt der junge Akademiker direkt von seinem Vorgesetzten, also dem, dem er assistiert. Er erhält Einblick in dessen Fachgebiet und arbeitet ihm zu. Nach ein bis zwei Jahren kann er eine solche Stelle dann eigenständig ausführen. Das ist der Zeitpunkt, an dem man entweder aufsteigt oder die Firma wechselt. Heutzutage ist es kaum noch üblich, nur eine oder zwei Arbeitsstellen oder Arbeitgeber im Laufe des Lebens zu haben.

Was die Eignung von Absolventen im Arbeitsleben angeht, so gibt es gegenteilige Meinungen. Während die einen sagen, Akademiker seien bestens ausgebildet und geeignet, stellen andere Unternehmen Akademiker nur ein, wenn sie zuvor eine Berufsausbildung abgeschlossen und somit praxiserfahren sind. Vielen Hochschulen wird die Fähigkeit, Studierende angemessen auf die Arbeitswelt vorzubereiten, abgesprochen.

Viele Unternehmen stellen daher lieber FH-Absolventen ein, da bei einem FH-Studium oftmals Praxis inbegriffen ist. Das macht Absolventen von Fachhochschulen attraktiver für den Arbeitsmarkt.

Letztendlich kann hier gar nichts verallgemeinert werden. Wie der Einstieg ins Arbeitsleben aussieht, hängt von sehr vielen Faktoren ab. Wer flexibel ist, sich auch vor einem Umzug nicht scheut und nicht zu fixiert auf einen bestimmten Betrieb oder Sparte, der sollte schnell fündig werden. Und wenn es nicht der Traumjob ist, so ist es wenigstens ein Anfang. Gewechselt werden kann schließlich immer.

Freitag im letzten Teil: Die Young Professionals.

Weiterführende Infos zum Thema:

Die Berufseinstieg Serie: Das Praktikum

Die Berufseinstieg Serie: Young Professional