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Geburtstagsparty im Büro? Aber bitte ohne Skandale!

Geburtstagsparty im Büro? Aber bitte ohne Skandale!

Der runde Geburtstag steht an und dieser soll auch im Büro mit den Kollegen kräftig gefeiert werden. Party in der Firma? Ist das überhaupt erlaubt? Und können eventuelle Skandale vermieden werden? Damit die Feier ohne böse Folgen bleibt, geben wir ein paar Tipps für einen gelungen Geburtstag im Büro.

Geburtstagsparty mit dem Chef absprechen

Bevor überhaupt eine Geburtstagsfeier geplant und in Angriff genommen wird, sollte dieses Vorhaben mit dem Vorgesetzten abgesprochen werden. So kann man beispielsweise vereinbaren, dass in der Mittagspause auf den Geburtstag angestoßen wird. Dadurch bleibt der Arbeitsablauf ungestört.

Sollte Alkohol am Arbeitsplatz durch die Anweisung des Arbeitgebers oder die Betriebsvereinbarung generell verboten sein, sollte auch dieses Thema angesprochen werden. In der Regel wird der Chef gegen ein Glas Sekt nichts haben, solange die Mitarbeiter arbeitsfähig bleiben. Hat man das Okay des Chefs, kann die Party geplant werden.

Tipps für Einladung und Vorbereitung der Feier

Bei der Planung einer Geburtstagsfeier denkt man nicht an Ärger, der bereits bei den Einladungen entstehen könnte. Wer wird eingeladen und wer nicht? Meistens versteht man sich nicht mit jedem Kollegen gleich gut, aber können Kollegen ausgeschlossen werden? Was ist mit Praktikanten oder Mitarbeitern, die für eine Zeitarbeitsfirma arbeiten und mit ihm Team sind?

In kleinen Unternehmen sollte das komplette Team eingeladen werden und dazu gehören ebenfalls Zeitarbeiter und Praktikanten. In großen Firmen lädt man alle Kollegen ein, die zur Abteilung gehören. Chef, Sekretärin und direkte Vorgesetzte sollten immer eingeladen werden.

Die Einladungen können per Email verschickt werden, wobei in der Einladung stehen sollte, ob es etwas zu essen oder lediglich zu knabbern gibt. Nun erwartet niemand, dass man ein kostspieliges Buffet aufbaut. In vielen Firmen ist es üblich, belegte Brötchen und ein paar Knabbereien zu servieren und bei den Getränken stellt man eine Auswahl an alkoholfreien Getränken, Bier und Sekt zur Verfügung.

Übrigens sollte es selbstverständlich sein, dass der Raum, in dem gefeiert wird, nach der Party aufgeräumt wird. Auch das liegt in der Verantwortung des Geburtstagskindes, wobei sich immer Kollegen finden, die bei den Vorbereitungen und Aufräumarbeiten helfen.

Heiter bis nicht mehr lustig – der Chef muss nicht alles dulden

Der Chef hat der Feier zugestimmt und nun artet die Party ein wenig aus. Alles muss der Arbeitgeber nicht hinnehmen, auch wenn er die Erlaubnis gegeben hat.

Zwei Kollegen waren dem Alkohol zu sehr zugetan und nachdem ihr Alkoholpegel schon sehr hoch war, leisteten sie sich auch noch eine Schlägerei. Einer der beiden musste ärztlich behandelt werden und reichte die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ein. Den Anspruch auf eine Lohnfortzahlung hat er allerdings durch sein Verhalten verloren.

Alkohol kann grundsätzlich die Feierlaune verderben, wenn zu tief ins Glas geschaut wurde. Beschwert sich beispielsweise ein Kunde beim Chef über einen Mitarbeiter, der den Kunden im angetrunkenen Zustand beleidigte, kann dies zur Abmahung und sogar zur Kündigung führen.

Ein Arbeitnehmer kann auch dann die Kündigung erhalten, wenn er einen Vorgesetzten schwer beleidigt hat. In ausgelassener Stimmung und mit Alkohol im Blut kann es passieren, dass man Dinge über den Chef sagt, die man im nüchternen Zustand für sich selbst behalten hätte. Mit einer groben Beleidigung wird die Autorität des Vorgesetzten untergraben und das ist ein schwerer Verstoß und kann die Kündigung nach sich ziehen.

Auch wenn die Party nach Feierabend stattfand, kann dies unangenehme Folgen haben: Herr L. kommt mit Restalkohol im Blut zur Arbeit und wird von seinem Chef umgehend nach Hause geschickt. Dieser Tag ist sozusagen unbezahlter Urlaub, denn der Arbeitgeber muss dem Mitarbeiter keinen Lohn zahlen. Der Chef kann Herrn L. ebenfalls abmahnen und sollte er öfter mit Restalkohol im Blut am Arbeitsplatz erscheinen, muss Herr L. mit der Kündigung rechnen.

Abgesehen von den Folgen, die zur Abmahnung oder Kündigung führen können, sollten auch Peinlichkeiten vermieden werden. Wer ungehemmt mit Kollegen oder Vorgesetzten flirtet oder sich unter Alkoholeinfluss ziemlich daneben benimmt, wird zum Gesprächsthema Nummer Eins in der Firma werden – und das trägt nicht unbedingt zu einem guten Verhältnissen zu Kollegen oder Vorgesetzten bei.

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