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Viele Vollzeitbeschäftigte erhalten nur Niedriglohn in Schweinfurt!

Viele Vollzeitbeschäftigte erhalten nur Niedriglohn in Schweinfurt!

Gemäß einer Anfang Dezember 2012 veröffentlichten Statistik des Deutsch Gewerkschaftsbundes (DGB) werden im bayerischen Unterfranken und dort speziell in der Stadt Schweinfurt 9.705 Vollzeitkräfte miserabel bezahlt. Ein wenig erstaunt es, das Niedriglohn in Schweinfurt ein Thema ist. Bisher waren es eher die neuen Bundesländer, die wegen schlechter Bezahlung der dort Beschäftigten in die Schlagzeilen und Statistiken gerieten. So ist der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit beispielsweise zu entnehmen, dass Mecklenburg-Vorpommern das Bundesland mit den niedrigsten Gehältern ist. Nirgendwo anders in Deutschland wird weniger verdient. Viele Menschen haben in dieser Region seit Langem die begründete Angst, dass ihre spätere Rente nicht ausreichen könnte und sie in die Altersarmut abrutschen.

Niedriglohn – und das für ausgebildete Vollzeitkräfte

Wie sich die Lage in Mecklenburg-Vorpommern darstellt, sieht es ähnlich in Sachen Niedriglohn auch in Schweinfurt aus. Bereits in 2010 arbeiteten 14,1 Prozent der in Vollzeit beschäftigten Schweinfurter lediglich für einen Niedriglohn. Nun könnte man annehmen, dass es sich um un- oder angelernte Kräfte handelt. Dem ist aber nicht so. 11,1 Prozent der Niedriglohn Empfänger verfügt über eine Ausbildung. Im gesamten Landkreis arbeiten sogar 29,4 Prozent für einen Niedriglohn, 25,6 Prozent davon sind ausgebildete Vollzeitkräfte. Alle alten Bundesländer zusammengefasst, arbeiten 16 Prozent der ausgebildeten Vollzeitbeschäftigten für einen Niedriglohn.

Niedriglohn in Schweinfurt – Arbeitgeber beklagen Fachkräftemangel

Die überdurchschnittliche Tarifbindung ist auf die industrielle Struktur der Stadt Schweinfurt zurückzuführen. Gewerkschaften sind für die Löhne und Gehälter von großer Bedeutung. Die Beschäftigten profitieren vom entsprechend kleineren Niedriglohnsektor. Dem hohen Niedriglohnrisiko qualifizierter Arbeitskräfte stehen die Klagen der Arbeitgeber gegenüber, dass es nicht genug Fachkräfte gibt. Arbeiten bereits überdurchschnittlich viele Fachkräfte für einen Niedriglohn in Schweinfurt, so ist die Bezahlung der Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss noch schlechter. Über 18 Prozent von ihnen arbeiten für einen Niedriglohn in Schweinfurt. Insbesondere in der Dienstleistungsbranche arbeiten viele für einen Niedriglohn. Dies ist allerdings nicht nur in Schweinfurt, sondern in ganz Deutschland ein großes Problem. Immer weniger junge Menschen streben einen Ausbildungsberuf im Dienstleistungsbereich an, da viele Arbeiten zum Niedriglohn vergütet werden.

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