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Warum lachen auf der Arbeit Deine Karriere fördert!

Warum lachen auf der Arbeit Deine Karriere fördert!

Wer kennt ihn nicht, den Spruch „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!“. Wie schrecklich ernst geht es doch oftmals in der Berufswelt zu und je höher man die Karriereleiter aufsteigt, desto humorloser wird die Arbeitsatmosphäre. Dabei bräuchte man nur einmal einen Blick auf Teams werfen, in denen viel gelacht wird und die für ihr humorvolles Miteinander in der Firma bekannt sind: Dort macht Arbeit Spaß, die Teammitglieder fühlen sich wohl, sind motiviert und leistungsbereit.

Die Auswirkungen vom Lachen

„Sag mal, warum sitzt Herr Meier diese Woche nur rum, ohne etwas zu tun?“ „Weil Herr Meier diese Woche den Chef vertritt.“

Lachen tut einfach gut und das wird jeder Mensch wissen und am eigenen Leib erfahren haben. Dennoch scheinen die meisten Erwachsenen ihr Lachen verkauft zu haben - wie Timm Thaler in der Fernsehserie der siebziger Jahre „Das verkaufte Lachen“. Im Durchschnitt lacht ein Kind rund vierhundert Mal am Tag. Ein Erwachsener kommt durchschnittlich gerade mal auf fünfzehn Lacher täglich.

Dabei ist Lachen gesund und wirkt auf den Körper und damit auf das Wohlbefinden ein:

  • Herzhaftes Lachen sorgt für eine Massage der Milz, des Darms, des Magens und der Galle. Dadurch wird unter anderem der Verdauungsprozess angeregt.
  • Auch der Kreislauf wird durch ein echtes Lachen angekurbelt.
  • Die Haut wird besser durchblutet und im Gesicht werden achtzehn Muskeln bewegt – gutes und kostenloses Lifting.
  • Lachen verbessert den Cholesterinspiegel und stärkt das Immunsystem.
  • Beim Lachen werden Endorphine ausgeschüttet. Diese sorgen nicht nur für gute Laune, sondern ebenso für Schmerzlinderung bei Kopf-, Zahn- und Muskelschmerzen.

Lachen entspannt und das relativ schnell: Wer eine Minute lang herzhaft lacht, ist anschließend genauso entspannt wie jemand, der sich 45 Minuten einem Entspannungstraining gewidmet hat.

Diese Auswirkungen vom Lachen hat sich übrigens niemand einfach ausgedacht, sondern es gibt Gelotologen – Lachwissenschaftler, die all das erforscht haben.

Das sind nun alles gesundheitliche Aspekte, doch was haben diese mit dem Berufsleben zu tun?

Humor im Beruf – geht das überhaupt?

Die oben genannten Wirkungen vom Lachen spielen natürlich auch im Berufsleben eine wichtige Rolle: Wer sich wohlfühlt und entspannt ist, ist leistungsfähiger und motivierter.

Wie sieht es aus, wenn man morgens ins Büro kommt und auf ernste Gesichter blickt. In einem humorlosen Team arbeiten zu müssen bedeutet gleichzeitig, sich acht Stunden oder länger in einer bedrückten, erdrückenden und vielleicht auch vergifteten Atmosphäre aufzuhalten. Von wem fühlt man sich mehr angezogen: Von humorvollen Menschen, die einen lachend oder mit einem ehrlichen Lächeln begrüßen oder von humorlosen Personen, die noch nicht einmal zum Gruß die Mundwinkel nach oben ziehen können? Die Antwort wird sich jeder Leser selbst geben können.

Können Teammitglieder oder Kollegen miteinander lachen, werden sie auch besser miteinander arbeiten können, wie Studien belegen. Humor optimiert das Arbeitsklima und ein bessere und vor allem lockere Arbeitsatmosphäre wirkt sich besonders in belastenden Situationen positiv aus: Der Stress und der Druck wird in einem solchen Team nicht als ganz so stark belastend empfunden. Es werden auch in diesen Situationen witzige Bemerkungen gemacht oder man nimmt sich selbst auf den Arm, wenn man vor lauter Stress in einen Jammerton gerutscht ist. „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“, soll Otto Julius Bierbaum einst gesagt haben.

Es kommt natürlich auf die Art des Humors an: Werte ich meine Mitmenschen mit Humor ab, wird das Distanz schaffen. Werte ich sie mit Humor auf, schaffe ich Nähe. Humor auf Kosten anderer ist weder förderlich für die eigene Persönlichkeit, noch für den Erfolg. Wer sich einen solchen Humor angeeignet hat, wird damit auch schwer zurückhalten können, wenn man mit Geschäftspartnern oder Kunden zusammen sitzt. Humor ist somit durchaus im Berufsleben möglich und erstrebenswert, denn:

  • das Miteinander wird lockerer und eine lockere Atmosphäre führt zu mehr Motivation, einer höheren Leistungsfähigkeit und einer gute Kooperation.
  • Produkte oder Dienstleistungen lassen sich leichter verkaufen, wenn der Verkäufer humorvoll ist und seinen Kunden zumindest ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Auch lustige Werbung bleibt viel häufiger in den Köpfen der Verbraucher hängen.
  • Lachen ist gesund und gesunde Mitarbeiter sind leistungsfähiger.
  • Lachen entspannt und ein grundsätzlich entspannter Mensch hat weniger Probleme mit Stress.
  • Lachen aktiviert die Endorphine, die auch Glückshormone genannt werden. Mitarbeiter, die sich wohlfühlen, gehen motivierter an ihre Aufgaben und zeigen mehr Leistungsbereitschaft.
  • humorvolle Menschen sind in der Lage, ihre Mitmenschen mit ihrer guten Laune und ihrer positiven Lebenseinstellung anzustecken. Kann man Lachen lernen?

Was ist, wenn man seinen Humor verloren hat? Ist Lachen erlernbar?

Der Humor fängt immer damit an, sich selbst weniger ernst zu nehmen und auch über sich selbst lachen zu können. Das Dilemma beginnt im Kindesalter:

  • Jana wurde als 4-Jährige noch als lustiges Kind betrachtet. Mutter, Vater, Oma, Opa und andere Menschen nahmen es mit Humor, wenn Jana’s Nudeln vom Teller auf den Boden fielen oder Jana beim Dreiradfahren nach hinten schaute.
  • Als Jana ins Schulalter kam, lachte niemand mehr, wenn die Nudel von der Gabel rutschte und auf dem Boden landete. Wenn sie beim Radfahren nach hinten schaute, wurde sie mit strengem Blick ermahnt, besser aufzupassen.
  • Im Laufe der Schulzeit lernte Jana die Humorlosigkeit. Der Ernst des Lebens hatte begonnen und das wurde sie sich mehr und mehr bewusst.

Perfektion, beste Leistungen und bitte keine Missgeschicke in ernsthaften Situationen – gelacht wurde am Nachmittag mit der besten Freundin. Ansonsten hatte Humor immer weniger Raum, um sich entfalten zu können.
Nur wenige Menschen wuchsen in humorvollen Familien auf, in deren Alltag Lachen ganz normal war. Frauen können meistens noch herzhaft lachen, wenn sie mit der Freundin unterwegs sind. Männer haben gelernt, dass Lachattacken uncool sind. Herzhaftes Lachen, sodass einem der Bauch weh tut, ist den meisten Männern eher fremd.
Sich selbst nicht so ernst nehmen ist der erste Schritt zu mehr Humor. Passiert einem ein Missgeschick, darf man ruhig darüber lachen und sich die Komik dieser Situation vor dem inneren Auge vorstellen.

Es gibt tatsächlich Lachseminare, in denen die humorvolle Haltung erlernt werden kann. Das heißt, es muss niemand lernen, denn jeder Mensch hat diese Veranlagung. In Lachseminaren werden die Denkgewohnheiten verändert: Statt negativ und stressbelastet zu denken wird eine humorvolle Einstellung antrainiert.

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