*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Ausbilder / Ausbilderin - Öffentlicher Dienst

Datenbasis: 18 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.326 € 3.369 € 5.284 €
Baden-Württemberg 2.682 € 3.885 € 6.093 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin - Öffentlicher Dienst
Bayern 2.493 € 3.827 € 5.084 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin - Öffentlicher Dienst
Berlin 2.176 € 3.152 € 4.944 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin - Öffentlicher Dienst
Brandenburg 1.772 € 2.566 € 4.025 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin - Öffentlicher Dienst
Bremen 2.235 € 3.237 € 5.077 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin - Öffentlicher Dienst
Hamburg 2.138 € 3.096 € 4.856 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin - Öffentlicher Dienst
Hessen 2.692 € 3.899 € 6.115 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin - Öffentlicher Dienst
Mecklenburg-Vorpommern 1.710 € 2.477 € 3.885 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin - Öffentlicher Dienst
Niedersachsen 2.122 € 3.074 € 4.821 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin - Öffentlicher Dienst
Nordrhein-Westfalen 2.466 € 3.589 € 5.632 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin - Öffentlicher Dienst
Rheinland-Pfalz 2.287 € 3.313 € 5.196 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin - Öffentlicher Dienst
Saarland 2.212 € 3.204 € 5.025 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin - Öffentlicher Dienst
Sachsen 1.789 € 2.591 € 4.064 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin - Öffentlicher Dienst
Sachsen-Anhalt 1.836 € 2.660 € 4.172 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin - Öffentlicher Dienst
Schleswig-Holstein 2.043 € 2.959 € 4.641 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin - Öffentlicher Dienst
Thüringen 1.818 € 2.633 € 4.130 € Jobs Ausbilder / Ausbilderin - Öffentlicher Dienst

Ausbilder / Ausbilderin für den Öffentlichen Dienst:

1. Gehalt

Als Ausbilder - Öffentlicher Dienst liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.369 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 18 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.326 € beginnen, Ausbilder im Öffentlichen Dienst in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.284 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.959 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.885 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Ausbilder - Öffentlicher Dienst in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.447 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.877 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.239 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.239 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.442 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.719 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.911 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.663 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.369 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der/die Ausbilder /-in für den öffentlichen Dienst ist ein Lehrberuf, der über eine Ausbildung erlernbar ist. Diese wird durch die Ausbilder-Eignungsverordnung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geregelt. Voraussetzung für die Teilnahme an der Ausbildung ist der Nachweis von berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnissen. Der Bewerber muss über eine abgeschlossene Berufsausbildung im öffentlichen Dienst und Berufspraxis verfügen oder ein abgeschlossenes Hochschulstudium besitzen. Die Ausbildungsdauer hängt von der Unterrichtsform und dem Bildungsanbieter ab, geht in der Regel aber über mehrere Monate. Sie kann in Voll- und Teilzeit absolviert werden. Der Unterricht besteht aus Übungen und theoretischem Unterricht. Insgesamt umfasst der Lehrgang 120 Unterrichtstunden.

In der Ausbildung lernt der Teilnehmer die Förderung von Lernprozessen, das Unterweisen von Mitarbeitern, das Durchführen von Lernerfolgskontrollen sowie das Organisieren und Planen von Ausbildungen. Er befasst sich mit dem Erstellen von Ausbildungsplänen, erhält pädagogische Kenntnisse und erlernt verschiedene Ausbildungsmethoden.

Die wichtigsten Handlungsfelder in der Ausbildung zum/zur Ausbilder /-in im öffentlichen Dienst sind:

  • Ausbildungsvoraussetzungen prüfen,
  • Auswählen von Auszubildenden,
  • Ausbildung planen und vorbereiten,
  • Unterricht durchführen,
  • Ausbildung abschließen mit Überprüfung der Azubis.
Der Teilnehmer schließt die Ausbildung mit einer schriftlichen und mündlichen Prüfung ab. Sie umfasst eine Klausur, die fallbezogene Aufgaben aus allen Handlungsfeldern abfragt. Im praktischen Teil findet ein Prüfungsgespräch statt.

Anschließend kann der/die Ausbilder /-in für den öffentlichen Dienst beruflich tätig werden oder eine aufbauende Weiterbildung zum/zur Berufspädagogen /-pädagogin durchlaufen.

Der/die Ausbilder /-in für den öffentlichen Dienst sollte sich regelmäßig weiterbilden, um beruflich auf dem Laufenden zu bleiben. Lehrgänge und Seminare im Bereich der betrieblichen Aus- und Weiterbildung, der Lernberatung, der Lernpädagogik sowie im Arbeitsrecht und Konfliktmanagement bieten sich an. Zudem gibt es eine Vielzahl an Fortbildungen, die kommunikative und didaktische Fähigkeiten des Ausbilders trainieren.

3. Studium

Die Qualifikation zum/zur Ausbilder /-in im öffentlichen Dienst kann auch über ein Studium der Berufspädagogik erreicht werden. Der Bachelorstudiengang geht in der Regel über sechs Semester. Für die Zulassung müssen Bewerber eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife und eventuell ein Vorpraktikum nachweisen können. Das Studium besitzt keine Zulassungsbeschränkung.
Das Berufspädagogikstudium umfasst insgesamt 180 Leistungspunkte. Es ist in einzelne Module unterteilt, die jeweils aus mehreren Lehrveranstaltungen bestehen. Während des Studiums muss der Student verschiedene Praktika absolvieren.

Das Studium der Berufspädagogik beschäftigt sich mit der Pädagogik, der Berufsbildung und verschiedenen Aus- und Weiterbildungsprozessen. Es vermittelt wissenschaftlich fundierte Methoden zur Organisation und Durchführung von Lernprozessen. Der Studierende erhält grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufspädagogik, die ihm einen Einstieg in das Berufsleben ermöglichen. Weiterhin beschäftigt er sich mit verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen und erlernt soziale Handlungskompetenzen. Schwerpunktfächer des Studiengangs sind Pädagogik, Soziologie, Psychologie, Kommunikation und Ethik. Der Student kann sich im Hauptstudium auf einen Fachbereich, den er später lehren möchte, spezialisieren. Mögliche Schwerpunkte sind Gesundheitswesen, Wirtschaft oder ein technischer Bereich. Das Studium ist interdisziplinär und praxisorientiert. Der Studierende nimmt an vielen praktischen Übungen und Exkursionen teil, die ihn auf die Lehrtätigkeit gut vorbereiten.

Die wichtigsten Inhalte des Berufspädagogik-Studiengangs sind:

  • Philosophie,
  • Anthropologie,
  • Psychologie,
  • Wissenschaftliches Arbeiten,
  • Statistik,
  • Forschungsmethoden,
  • Kommunikation,
  • Didaktik,
  • Ethik,
  • Grundlagen der Erziehungswissenschaften,
  • Grundlagen der Pädagogik,
  • Schwerpunktfach (z.B. Pflegewissenschaft),
  • Kommunikationstheorie,
  • Bildungssoziologie,
  • Prozessbeobachtung,
  • Berufliche Bildung,
  • Management für Pädagogen,
  • Projektmanagement,
  • Qualitätsmanagement,
  • Beratung in der Pädagogik,
  • Organisation von Ausbildungseinrichtungen,
  • Bildungspolitik,
  • Bildungsökonomie.

Am Ende des Studiums verfasst der Studierende eine schriftliche Bachelorarbeit. Anschließend kann der Absolvent einen weiterführenden Masterstudiengang mit Schwerpunkt Berufspädagogik durchlaufen. Dort vertieft und reflektiert er die erlernten Inhalte. Der Absolvent qualifiziert sich mit dem viersemestrigen Master für leitende Beratungs- und Entwicklungsaufgaben im Ausbildungsbereich.

4. Tätigkeit

Der/die Ausbilder /-in für den öffentlichen Dienst ist für die betriebliche Ausbildung von Personen, die im öffentlichen Dienst arbeiten, zuständig. Er führt in allen Bereichen des öffentlichen Dienstes Aus- und Weiterbildungen durch, wie zum Beispiel in der Stadtverwaltung oder der Kommunalverwaltung. Auch ist er beim Vorstellungsgespräch dabei und wählt die Azubis zusammen mit dem Vorgesetzten aus. Während der Ausbildung unterrichtet und vermittelt er Qualifikationen und fachliche Inhalte, die der Azubi zur Ausübung des Berufs benötigt. Weiterhin überwacht und plant er die Berufsschulzeit und steht mit den Lehrern in regelmäßigem Kontakt.

Der/die Ausbilder /-in optimiert zudem bestehende Bildungsprozesse und übernimmt organisatorische und verwaltende Aufgaben. Um die Ausbildungsinhalte verständlich vermitteln zu können, benötigt er pädagogisches Geschick und Kommunikationsfähigkeit. Er sollte sich durchsetzen und Konflikte lösen können, die Auszubildenden begleiten und bei der praktischen Ausbildung betreuen. Der/die Ausbilder /-in muss vielfältige Vorschriften, gesetzliche Vorgaben und Ausbildungsverordnungen beachten und sollte ein hohes Maß an Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein besitzen.

Sie tragen dafür Sorge, dass neben der fachlichen Qualifikation auch die charakterliche und menschliche Seite nicht zu kurz gerät, denn die Schüler und Schülerinnen müssen im späteren Verlauf auch in die entsprechende Behörde passen und sich dort auch behaupten.