*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Informatiker / Informatikerin

Datenbasis: 74 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 3.221 € 4.116 € 6.428 €
Baden-Württemberg 3.048 € 3.987 € 8.809 € Jobs Informatiker / Informatikerin
Bayern 3.087 € 4.105 € 6.220 € Jobs Informatiker / Informatikerin
Berlin 3.678 € 4.297 € 4.459 € Jobs Informatiker / Informatikerin
Brandenburg 2.453 € 3.135 € 4.896 € Jobs Informatiker / Informatikerin
Bremen 3.171 € 4.052 € 6.328 € Jobs Informatiker / Informatikerin
Hamburg 2.969 € 4.181 € 6.298 € Jobs Informatiker / Informatikerin
Hessen 3.580 € 4.128 € 4.266 € Jobs Informatiker / Informatikerin
Mecklenburg-Vorpommern 2.368 € 3.026 € 4.726 € Jobs Informatiker / Informatikerin
Niedersachsen 3.466 € 3.821 € 3.985 € Jobs Informatiker / Informatikerin
Nordrhein-Westfalen 3.635 € 3.888 € 4.952 € Jobs Informatiker / Informatikerin
Rheinland-Pfalz 3.385 € 4.326 € 6.756 € Jobs Informatiker / Informatikerin
Saarland 3.063 € 3.914 € 6.113 € Jobs Informatiker / Informatikerin
Sachsen 2.478 € 3.166 € 4.944 € Jobs Informatiker / Informatikerin
Sachsen-Anhalt 2.427 € 3.102 € 4.844 € Jobs Informatiker / Informatikerin
Schleswig-Holstein 2.829 € 3.615 € 5.646 € Jobs Informatiker / Informatikerin
Thüringen 2.517 € 3.217 € 5.024 € Jobs Informatiker / Informatikerin

Informatiker / Informatikerin:

1. Gehalt

Als Informatiker liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.116 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 74 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 3.221 € beginnen, Informatiker in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.428 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.615 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.987 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Informatiker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.906 Euro brutto
  • 30 Jahre = 4.167 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.206 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.054 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.631 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.631 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.943 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.266 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.691 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Dipl. Informatiker bzw. die Dipl. Informatikerin (Uni) wird heute kaum noch in dieser Form ausgebildet, denn Diplomstudiengänge laufen aus und machen Platz für Bachelor- und Masterstudiengänge. Nach wie vor handelt es sich allerdings bei der Bezeichnung um einen Titel, der nach Abschluss eines Studiums erworben werden kann. Das heißt, dass genau dieser Titel auch weder nach einer Aus- noch nach einer Weiterbildung erworben werden kann.

Allerdings gibt es im IT-Bereich eine Reihe anderer Karrieremöglichkeiten. Die gängigste Variante ist, eine Ausbildung abzuschließen und eine Weiterbildungsmaßnahme zu besuchen. Informatik-Assistent /-innen, Fachinformatiker /-innen oder Informatikkaufleute müssen vor allem eins: Abstrakt denken können, denn das ist für das Zusammenspiel von Hard- und Software wichtig. Auf dem Stundenplan steht in jedem Fall Mathematik, denn die Informatik folgt strengen mathematischen Regeln, Algorithmen und physikalischen Gesetzmäßigkeiten, die von Grund auf zu erlernen sind. Daneben werden Programmierkenntnisse vermittelt, die es im jeweiligen Betrieb einzusetzen gilt.

Nach einer klassischen Ausbildung kann eine Fortbildung „on the job“ in Frage kommen oder eine schulisch geprägte Weiterbildung. Im Grunde genommen stellt sich die Frage, ob die Weiterbildung praktischer oder theoretischer angelegt sein soll. Kommunikations- und Rhetorikkurse sind in jedem Beruf möglich und dienen der Weiterqualifizierung im Beruf. Sie sind zeitlich überschaubar und werden meist direkt am Arbeitsplatz oder im Abendstudium absolviert. Für Informatiker /-innen gibt es natürlich auch immer wieder die Möglichkeit, einzelne Programmiersprachen zu erlernen. Dabei handelt es sich um eine fachspezifische Fortbildung. Ähnlich sind die Weiterbildungen im Bereich Consulting, Sicherheitstechnik, Entwicklung, Kundenbetreuung, Projektkoordination, Projektleitung und Qualitätssicherung.

Nach einigen Jahren in der Berufspraxis ist auch eine Weiterbildung zum /zur Fachwirt /-in oder zum /zur Betriebswirt /-in denkbar. Wer sich eher in der Praxis spezialisieren möchte, für den ist die Weiterbildung zum /zur Techniker /-in die beste Wahl, denn hier kann der Fokus auf Betriebsinformatik, Netzwerktechnologie oder Medien- und Informationssysteme gelegt werden.

3. Studium

Heute bieten nur noch wenige Universitäten die Möglichkeit eines Diplomstudiums an, denn das Diplom gehört mit der Umsetzung des Bologna-Prozesses eigentlich der Vergangenheit an. Bachelor- und Masterabschlüsse sind nun an den Universitäten üblich, denn diese sind international vergleichbar und schaffen mehr Möglichkeiten, sich auch außerhalb Deutschlands mit einem akademischen Titel zu bewerben. Daher ist auch das Studium zum /zur Dipl. Informatiker /-in (Uni) eine Seltenheit.

Nach wie vor sehr beliebt ist jedoch das klassische Informatikstudium. Besucht wird es von all denjenigen, die sich noch nicht spezialisieren wollen und sich eine solide, akademische Grundausbildung im Bereich IT wünschen. Eine weitere Alternative liegt aktuell im Trend: das Duale Studium. Hierbei wird eine klassische Ausbildung mit einem Hochschulstudium kombiniert. Es erinnert ein wenig an das Prinzip der dualen Ausbildung – und das zu Recht. Jedoch wird neben der Ausbildung im Betrieb nicht die Berufsschule besucht, sondern eine Duale Hochschule, an der akademisches Wissen im IT-Bereich vermittelt wird. Eine gute Möglichkeit also, um Praxiserfahrung mit akademischem Wissen zu koppeln.

Im Anschluss an das Bachelorstudium kann der Weg entweder direkt in die Berufstätigkeit führen – oder alternativ in ein weiterführendes Studium. Neben einem klassischen Masterstudiengang gibt es auch die Möglichkeit, sich in einer Branche zu spezialisieren – und so zum begehrten Professional zu werden. Möglich sind die folgenden Fachgebiete mit ihren jeweiligen Schwerpunktthemen:

  • Wirtschaftsinformatik: Betriebswirtschaftslehre
  • Medieninformatik: digitale Medien
  • Ingenieurinformatik: Maschinenbau, Mathematik
  • Bioinformatik: Mathematik, Chemie, Biologie
  • Fahrzeuginformatik: Elektrotechnik, Fahrzeugtechnik
  • Umweltinformatik: Ökologie, Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften
  • Verwaltungsinformatik: Recht, Verwaltungswissenschaften, Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften

Mit zwei Studienabschlüssen ist der Weg in die Führungsetage zwar nicht garantiert, aber sehr realistisch. Wer seine Zukunft nicht in einem Wirtschaftsunternehmen sieht, hat nun noch die Option, zu promovieren. Wer als Informatiker /-in einen Doktortitel macht, wird in der Praxis an Universitäten zu finden sein oder in die Forschung gehen.

4. Tätigkeit

Diplom-Informatiker /-innen ohne Fachrichtung werden in der Regel in IT-Unternehmen tätig sein. Sie arbeiten dort im Projektmanagement oder im Management, in der Anwendungsberatung oder im Vertrieb. Oft haben sie hier die Aufgabe, firmeneigene Produkte bei Kunden und Käufern einzurichten und die Funktionsweise zu begleiten bis ein reibungsloser Betrieb möglich ist. Das heißt nicht, dass nur eine neue Software installiert wird, sondern dass in einem umfangreichen Projekt die IT genutzt wird, um einen effizienteren Ablauf im Unternehmen einzuführen. Dazu muss der /die Informatiker /-in bereits im Vorfeld genau über die Prozesse beim Kunden Bescheid wissen, um die IT-Lücke sinnvoll mit dem eigenen Produkt zu schließen.

Diplom-Informatiker /-innen in einem Wirtschaftsbetrieb müssen fachlich eher breit aufgestellt sein, denn sie müssen sich sowohl um den laufenden Betrieb, als auch um neue Entwicklungen kümmern und diese sowohl technisch umsetzen, als auch den Nutzern nahe bringen.