*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Fachberater im Vertrieb

Datenbasis: 220 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.140 € 3.230 € 5.607 €
Baden-Württemberg 2.160 € 3.264 € 5.361 € Jobs Fachberater im Vertrieb
Bayern 2.275 € 3.845 € 6.508 € Jobs Fachberater im Vertrieb
Berlin 2.093 € 2.615 € 5.024 € Jobs Fachberater im Vertrieb
Brandenburg 1.630 € 2.460 € 4.270 € Jobs Fachberater im Vertrieb
Bremen 2.057 € 3.104 € 5.388 € Jobs Fachberater im Vertrieb
Hamburg 2.270 € 3.426 € 5.947 € Jobs Fachberater im Vertrieb
Hessen 1.979 € 3.597 € 5.803 € Jobs Fachberater im Vertrieb
Mecklenburg-Vorpommern 1.920 € 2.414 € 3.045 € Jobs Fachberater im Vertrieb
Niedersachsen 2.062 € 3.384 € 5.872 € Jobs Fachberater im Vertrieb
Nordrhein-Westfalen 2.247 € 3.174 € 5.794 € Jobs Fachberater im Vertrieb
Rheinland-Pfalz 2.178 € 3.169 € 5.016 € Jobs Fachberater im Vertrieb
Saarland 1.970 € 2.973 € 5.161 € Jobs Fachberater im Vertrieb
Sachsen 1.646 € 2.484 € 4.312 € Jobs Fachberater im Vertrieb
Sachsen-Anhalt 1.613 € 2.435 € 4.227 € Jobs Fachberater im Vertrieb
Schleswig-Holstein 1.681 € 2.537 € 4.404 € Jobs Fachberater im Vertrieb
Thüringen 1.551 € 2.341 € 4.064 € Jobs Fachberater im Vertrieb

Fachberater / Fachberaterin im Vertrieb:

1. Gehalt

Als Fachberater im Vertrieb liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.230 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 220 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.140 € beginnen, Fachberater im Vertrieb in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.607 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.537 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.264 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Fachberater im Vertrieb in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.734 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.053 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.145 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.174 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.250 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.861 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.125 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.289 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.357 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung
Es bestehen verschiedene Möglichkeiten, sich für eine Tätigkeit als Fachberater /-in im Vertrieb zu qualifizieren. Ein möglicher

Weg ist die dual organisierte Ausbildung. Die Teilnehmer durchlaufen diverse Abteilungen des ausbildenden Betriebes. In regelmäßigen Abständen wird diese praktische Arbeit durch theoretische Blöcke unterbrochen. Dann besuchen die Auszubildenden für mehrere Wochen den Berufsschulunterricht. Dieser findet in unternehmenseigenen Berufsakademien statt. Zusätzlich gehören Wochenseminare in Ausbildungszentren zum Programm eines jeden Teilnehmers. Insgesamt dauert die Ausbildung drei Jahre.

Um eine Ausbildung dieser Art aufnehmen zu dürfen, ist die allgemeine oder fachgebundene Hochschul- bzw. Fachhochschulreife erforderlich. Außerdem sollten die Bewerber Vorkenntnisse aus verschiedensten Schulfächern mitbringen.
Zum einen ist es wichtig, dass sie mit den Grundlagen der Informatik vertraut sind. Vor allem spielen hier neue Medien, Netzwerke und Applikationen eine Rolle. Zusammenhänge in der Informatik erfordern immer auch mathematisches Wissen. Dieses wird außerdem benötigt, wenn es darum geht, Angebote zu erstellen. Darüber hinaus müssen Fachleute im Bereich Vertrieb wirtschaftliche Vorgänge und Mechanismen verstehen und einordnen können. Ähnlich verhält es sich mit juristischen Zusammenhängen. Von besonderer Bedeutung sind die sprachlichen Kompetenzen der Bewerber. Zunächst werden sehr gute Deutschkenntnisse vorausgesetzt. Nur so wird sichergestellt, dass die angehenden Fachberater mit Kunden und Geschäftspartnern angemessen kommunizieren können. Doch fundierte Kennnisse in Englisch sind ebenfalls notwendig.

Während der Ausbildung stehen dann folgende inhaltliche Aspekt im Fokus:

  • Information- und telekommunikationstechnische Systeme, Produkte und Märkte,
  • Marketing und Vertrieb,
  • Kundenspezifische Softwarelösungen,
  • Auftragsbearbeitung.

Hinzu kommen fachübergreifende Seminare zu Themen wie:

  • Taxation and Accounting,
  • Betriebssysteme und Netzwerke,
  • Neue Medien,
  • Softwareentwicklung,
  • Wirtschaftsenglisch.

Eine Besonderheit der Ausbildung ist, dass gleich zwei Abschlüsse erworben werden. Zum einen wird eine Prüfung zum/zur Fachberater /-in für Vertrieb abgelegt. Zusätzlich darf sich der /die Auszubildende nach erfolgreicher Abschlussprüfung als IT-System-Kaufmann /-frau bezeichnen.

3. Studium

Besteht das Interesse, nach Abschluss der Ausbildung oder anstelle dieser ein Studium aufzunehmen, liegt der Studiengang Technischer Vertreib nahe.
Auch hierzu ist die Hochschulreife bzw. Fachhochschulreife erforderlich. Manche Universitäten und Fachhochschulen führen zusätzlich interne Auswahlverfahren durch oder verlangen ein mehrwöchiges Vorpraktikum.

Das Studium umfasst eine ganze Reihe von Pflichtmodulen. Dazu gehören:

  • Betriebswirtschaftslehre,
  • Grundlagen der Volkswirtschaftslehre,
  • Mathematik,
  • Englisch,
  • Elektrotechnik,
  • Informatik,
  • Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen,
  • Werkstoffkunde,
  • Logistik und Vertrieb,
  • Rechnungswesen,
  • Internationales Marketing,
  • Projektmanagement,
  • Kommunikation in Unternehmen.

Häufig wird das Fach Technischer Vertrieb im Rahmen eines dualen Studiums belegt. In diesem Fall wird das theoretisch ausgerichtete Lernen an der Hochschule durch eine praktische Ausbildung im Betrieb ergänzt. So kann parallel zum Studium beispielsweise der Beruf des/der Industriekaufmanns /-frau oder des/der Mechatronikers /-in erlernt werden.

Als grundlegende Voraussetzung für ein Studium dieser Art gelten naturwissenschaftliche Kenntnisse. Die Bewerber müssen sehr gute mathematische Fähigkeiten vorweisen können. Außerdem ist Wissen aus Physik und Chemie unverzichtbar. Doch Vorwissen aus dem Bereich der Naturwissenschaften alleine reicht nicht aus. Die Studenten sollten außerdem die englische Sprache beherrschen. Business Englisch und Technisches Englisch gehören sogar zu den festen Bestandteilen des Studiums. Da im Studium betriebs- und volkswirtschaftliche Aspekte vermittelt werden, sind gewisse Kenntnisse aus diesem Bereich ebenfalls von Vorteil.

In der Regel dauert das Bachelorstudium sechs bis acht Semester. Wer nach dieser Zeit die Universität oder Fachhochschule noch nicht verlassen möchte, kann ein weiterführendes Master-Studium anschließen. Entweder wählt der/die Student/ -in dazu erneut den Studiengang Technischer Vertrieb oder aber er/sie entscheidet sich nun für Wirtschaftsingenieurwesen, Betriebswirtschaftslehre oder auch Business Administration. Die Studiengänge sind artverwandt und sehr gut als Aufbaustudium geeignet.

Sollen hingegen bereits bei der Wahl des grundständigen Studiums andere Schwerpunkte gelegt werden, bieten sich Fächer wie Marketing und Vertrieb, Dienstleistungs- und Servicemanagement oder Internationale Wirtschaft an. Aufgrund seiner Schnittstellenfunktionen ist insbesondere der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen eine Überlegung wert.

4. Tätigkeit

Der Fachberater im Vertrieb oder die Fachberaterin im Vertrieb arbeiten im Außendienst und schließen dort Kaufverträge mit Kunden ab. Sie beraten und betreuen diese im Auftrag von Firmen, Behörden oder Privatleuten. Auch die kaufmännische Sachbearbeitung und Organisation gehört zu ihren Aufgaben.

Der Vertrieb zählt zu den wichtigsten Arbeitsbereichen in den meisten Unternehmen. Wer hier arbeitet, ist aktiv damit beschäftigt, ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung an den Mann zu bringen. Der Vertrieb beinhaltet dabei die unterschiedlichsten Aufgaben: Die Entwicklung und Umsetzung von Marketingmaßnahmen, Verhandlungen mit Kunden und Vertragsabschlüsse gehören ebenso dazu wie das Erfassen von Aufträgen und die Rechnungserstellung. Dazu müssen Fachberater im Vertrieb auch die Anforderungen ihrer Kunden im Detail analysieren. Sie erstellen dann entsprechende Konzepte und kalkulieren die Kosten. Im Kundengespräch präsentieren sie ihre Arbeitsergebnisse, stellen Vor- und Nachteile vor und beraten hinsichtlich möglicher Alternativen. Im Erfolgsfall schließen sie Verträge ab und koordinieren die Umsetzung des Projekts.

Aufgrund ihrer Schnittstellenkompetenzen sind die Fachberater vielseitig einsetzbar. Sie können ihr Wissen sowohl im Controlling als auch im Einkauf oder Vertrieb gezielt einbringen. Insbesondere bei der Erarbeitung neuer Marketingkonzepte sorgen sie häufig für wertvolle Impulse.

Der Verdienst von Fachberatern im Vertrieb bzw. Fachberaterinnen im Vertrieb kann als Festgehalt oder auf Provisionsbasis angelegt sein. Das Einkommen liegt dabei bei einem durchschnittlichen Lohn von etwa 30.000 EUR im Jahr, bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden. So unterschiedlich wie die Aufgaben ist aber auch das Gehalt im Vertrieb. Oft ist es nicht nur von der eigenen Position abhängig, sondern auch von den Leistungen.

Was sollte man im Vertrieb können?

Insbesondere, wenn man sein Gehalt im Vertrieb im Außendienst verdienen möchte, ist es wichtig, offen zu sein und auf Menschen zugehen zu können. Gerade bei Straßengeschäften und auf Messen ist es wichtig, die Aufmerksamkeit der Zielgruppe überhaupt erregen zu können. Darüber hinaus bedarf es guter Argumentationskenntnisse und Verhandlungsgeschick, um den Kunden vom Kauf überzeugen zu können. Auch eine große Reisebereitschaft ist im Außendienst wichtig, da Messen und Verkaufsverhandlungen oft bundesweit oder sogar international stattfinden. Im Innendienst sind es hingegen vor allem kaufmännische Kenntnisse, die bei der Auftragsbearbeitung weiter helfen. Die Arbeitszeiten sind hier geregelter und weniger leistungsbezogen, dafür sind allerdings auch die Chancen auf ein herausragendes Gehalt im Vertrieb wesentlich geringer, als beim provisionsorientierten Außendienst.