*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Fahrradmonteur / in

Datenbasis: 5 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.613 € 1.901 € 1.971 €
Baden-Württemberg 1.775 € 2.092 € 2.169 € Jobs Fahrradmonteur / in
Bayern 1.613 € 1.901 € 1.971 € Jobs Fahrradmonteur / in
Berlin 1.495 € 1.762 € 1.827 € Jobs Fahrradmonteur / in
Brandenburg 1.229 € 1.448 € 1.501 € Jobs Fahrradmonteur / in
Bremen 1.550 € 1.827 € 1.894 € Jobs Fahrradmonteur / in
Hamburg 1.689 € 1.990 € 2.063 € Jobs Fahrradmonteur / in
Hessen 1.867 € 2.200 € 2.281 € Jobs Fahrradmonteur / in
Mecklenburg-Vorpommern 1.185 € 1.397 € 1.448 € Jobs Fahrradmonteur / in
Niedersachsen 1.471 € 1.734 € 1.798 € Jobs Fahrradmonteur / in
Nordrhein-Westfalen 1.632 € 1.923 € 1.994 € Jobs Fahrradmonteur / in
Rheinland-Pfalz 1.587 € 1.870 € 1.939 € Jobs Fahrradmonteur / in
Saarland 1.534 € 1.808 € 1.875 € Jobs Fahrradmonteur / in
Sachsen 1.241 € 1.462 € 1.516 € Jobs Fahrradmonteur / in
Sachsen-Anhalt 1.216 € 1.433 € 1.486 € Jobs Fahrradmonteur / in
Schleswig-Holstein 1.416 € 1.669 € 1.730 € Jobs Fahrradmonteur / in
Thüringen 1.261 € 1.486 € 1.541 € Jobs Fahrradmonteur / in

Fahrradmonteur / Fahrradmonteurin:

1. Gehalt

Als Fahrradmonteur liegt das deutschlandweite Gehalt bei 1.901 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 5 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.613 € beginnen, Fahrradmonteure in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 1.971 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.669 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.092 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Fahrradmonteur in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.396 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.396 Euro brutto
  • 35 Jahre = 1.990 Euro brutto
  • 40 Jahre = 1.762 Euro brutto
  • 45 Jahre = 1.465 Euro brutto
  • 50 Jahre = 1.709 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.901 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 1.450 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = - Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Fahrradmonteur /-in wird, wer die gleichnamige Ausbildung mit Erfolg absolviert hat. Die Ausbildung dauert zwei Jahre. Wer die Abschlussprüfung bestanden hat, kann gleich im Anschluss daran die einjährige, aufbauende Ausbildung zum/zur Zweiradmechatroniker /-in fortsetzen. Doch zunächst zu den Ausbildungsinhalten der Lehre zum/zur Fahrradmonteur /-in. Folgende Themen stehen auf dem Stundenplan:

  • Wartung von Fahrrädern,
  • Dokumentation der Arbeitsschritte,
  • Anwendung von Betriebsanleitungen, Plänen und Herstellerangaben,
  • Kundenkommunikation, Hinweis auf Wartungsintervalle, Bedienung von Zusatzeinrichtungen,
  • Werkzeug und Methodenlehre,
  • Prüfung von Leitungen, Bauteilen, Anschlüssen auf Verschleiß, Beschädigung und Funktionsfähigkeit,
  • Montage von Bauteilen durch Stecken, Klemmen, Nieten, Pressen, Kleben
  • Prüfung des Fahrrads auf Verkehrssicherheit,
  • Einstellung von Beleuchtung und Bremsen,
  • Instandsetzung von Schaltungen und Kraftübertragungseinrichtungen,
  • Warenannahme, Prüfung von Lieferungen,
  • Erstellung von Kosten- und Reparaturplänen,
  • Auslieferung von Fahrrädern.

Um die Ausbildung zum/zur Fahrradmonteur /-in erfolgreich zu absolvieren, sind gute Kenntnisse der Physik sowie ein Geschick in Werken und Technik nötig. Wie eingangs bereits erwähnt, bietet es sich an, nach Abschluss der Ausbildung zum/zur Fahrradmonteur /-in die einjährige Ausbildung zum/zur Zweiradmechatroniker /-in mit Schwerpunkt Fahrradtechnik anzuschließen. Dabei stehen die folgenden Themen auf dem Lehrplan:

  • Bedienung von Betriebseinrichtungen, Fahrzeugen und Systemen,
  • Schutzmaßnahmen,
  • Auswahl von Mess- und Prüfgeräten,
  • Prüfung und Justierung von Sicherungen, Leitungen und Bauteilen,
  • Durchführung von Service- und Wartungsarbeiten,
  • Feststellung von Fehlern und Schäden,
  • Demontage, Reparatur und Montage von Bauteilen und Systemen,
  • Kundenkommunikation,
  • Aufbau und Zentrierung von Speichen.

Aufbauend auf die erste, kleine Weiterbildung zum/zur Zweiradmechatroniker /-in ist es anschließend möglich, eine Weiterbildung zum/zur Zweiradmechanikermeister /-in zu absolvieren. Diese Weiterbildung kann sowohl die Möglichkeit eröffnen, in einer Führungsposition zu erarbeiten als auch eine Hochschulzugangsberechtigung zu erlangen. Mit dieser bietet sich dann ein Studium der Fahrzeugtechnik an.

3. Studium

Wie bereits im Kapitel Ausbildung/Weiterbildung erwähnt, ist ein mögliches Studienfach der Branche das der Fahrzeugtechnik. Allerdings zeigt sich schon in Anbetracht der Studiengänge, dass hier der Fokus stärker auf Automobile und Nutzfahrzeuge gerichtet wird und Fahrräder kaum Beachtung finden. Die folgenden Studiengänge sind in der Fahrzeugtechnik möglich:

➤ im grundständigen Studium der Fahrzeugtechnik: Automobilproduktion, Automobiltechnik, Automobil- und Nutzfahrzeugtechnik, Automotive Systems Engineering, Fahrzeugbau, Fahrzeugintegration/Karosserietechnik, Fahrzeugtechnik, Fahrzeug- und Antriebstechnik, Maschinenbau, KFZ-Sachverständigenwesen, Mechatroniksysteme, Fahrzeugmechatronik,

➤ im weiterführenden Studium der Fahrzeugtechnik: Automobil- und Nutzfahrzeugtechnik, Automotive Production Engineering, Effiziente Mobilität in der Fahrzeugtechnologie, Fahrzeugbau (Werkstoffe und Komponenten), Fahrzeugentwicklung und Produktionsplanung, Fahrzeugtechnik (Nachhaltige Mobilität, Fahrzeug- und Motorentechnik, Verkehrsunfallforschung und Fahrzeugsicherheit.

Wie bereits eingangs erwähnt, zeigt sich, dass sich die Studiengänge eher auf motorisierte Fortbewegungsmittel fokussieren. Fahrräder kommen hier nicht vor. So kann die Schlussfolgerung nur lauten: Wer Fahrradmonteur /-in werden möchte, kann dies über eine entsprechende, duale Ausbildung werden, nicht aber nach einem Studium. Was jedoch prinzipiell möglich ist, ist nach einer Aus- und einer Weiterbildung zum/zur Zweiradmechanikermeister /-in ein Studium zu absolvieren – und damit den Sprung in die motorisierte Fahrzeugindustrie zu schaffen. Dann stehen die folgenden Themen auf dem Stundenplan:

➤ im grundständigen Studium der Fahrzeugtechnik: Angewandte Elektro- und Messtechnik, CAD, Fahrzeugelektrotechnik, Fahrzeug- und Antriebssystemtechnik, Festigkeitslehre, Thermodynamik, Strömungslage, Mechanik, Informatik, Konstruktion, Fertigung, Maschinenelemente, Mathematik, Physik, Wärmetechnik, Werkstoffe,

➤ im weiterführenden Studium der Fahrzeugtechnik: Advanced Project Management, Advanced Shape Design, Betriebsfestigkeit, Leichtbau, Elektrohydraulik, Fahrzeugelektronik, Mehrkörpersimulation, Mathematik, Mechanik, Strömungsmechanik, Kfz-Mechatronik, Operationsmanagement, Patentwesen, Antriebe, Werkstoffe, Fahrdynamik, Fahrsicherheit, Fahrzeugantriebstechnik, Fahrzeugelektrik, Fahrzeugelektroniksysteme, Karosserieentwicklung, Leichtbauwerkstoffe.

Wie in vielen anderen Ausbildungsberufen gibt es auch im Bereich der Fahrzeugtechnik vermehrt die Möglichkeit, ein Duales Studium zu absolvieren. Dabei werden die theoretischen Inhalte eines grundständigen Studiums der Fahrzeugtechnik vermittelt. Im Betrieb lernt der /die Student /-in praktische Inhalte, die der Ausbildung zum/zur Industriemechaniker /-in oder Kraftfahrzeugmechatroniker /-in entnommen sind. Auch hier liegt der Fokus auf motorisierten Fahrzeugen und nicht auf Fahrrädern.

4. Tätigkeit

Fahrradmonteure arbeiten in Fahrradwerkstätten sowie in Geschäften, in denen Fahrräder und Zubehör verkauft wird.

Die Aufgaben von Fahrradmonteuren sind im Grunde dreigeteilt:

1. Ein großer Aufgabenbereich ist die Montage, Wartung und Instandhaltung. Das heißt, dass Bauteile und Baugruppen demontiert, gewartet, gereinigt und wieder montiert werden. Auch die Überprüfung und die Einstellung von Beleuchtung und Bremsen gehören zu den Aufgaben des /der Fahrradmonteur /-in. Nach Austausch, Instandsetzung und Montage muss die Funktion geprüft werden und ggf. ist eine Einstellung nötig. Ebenfalls zu diesem Aufgabenbereich gehören die Anbringung von Korrosions- und Oberflächenschutz sowie die Dokumentation der Arbeiten.

2. Die Anfertigung und Anpassung eines Fahrrades nach individuellem Kundenwunsch ist ein weiterer Aufgabenbereich von Fahrradmonteuren. Nach der Anfertigung müssen Sitz, Lenker und Vorbauten nach ergonomischen Gesichtspunkten angepasst werden. Auch gewünschte Sonderausstattung wird eingebaut. Anschließend werden alle Unterlagen inklusive einer Anleitung an den Kunden übergeben.

3. Daneben gehören Warenmanagement, Planung des Arbeitsablaufes und Kundenberatung zu den Tätigkeiten eines /-r Fahrradmonteur /-in.