*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Feinwerkmechanikermeister / in

Datenbasis: 51 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.178 € 3.423 € 4.596 €
Baden-Württemberg 3.438 € 3.531 € 4.592 € Jobs Feinwerkmechanikermeister / in
Bayern 1.852 € 3.279 € 5.371 € Jobs Feinwerkmechanikermeister / in
Berlin 2.038 € 3.203 € 4.301 € Jobs Feinwerkmechanikermeister / in
Brandenburg 1.659 € 2.607 € 3.500 € Jobs Feinwerkmechanikermeister / in
Bremen 2.093 € 3.289 € 4.416 € Jobs Feinwerkmechanikermeister / in
Hamburg 2.310 € 3.631 € 4.875 € Jobs Feinwerkmechanikermeister / in
Hessen 2.521 € 3.962 € 5.320 € Jobs Feinwerkmechanikermeister / in
Mecklenburg-Vorpommern 1.601 € 2.516 € 3.378 € Jobs Feinwerkmechanikermeister / in
Niedersachsen 1.987 € 3.123 € 4.193 € Jobs Feinwerkmechanikermeister / in
Nordrhein-Westfalen 2.203 € 3.463 € 4.650 € Jobs Feinwerkmechanikermeister / in
Rheinland-Pfalz 2.142 € 3.366 € 4.519 € Jobs Feinwerkmechanikermeister / in
Saarland 2.071 € 3.255 € 4.370 € Jobs Feinwerkmechanikermeister / in
Sachsen 1.538 € 2.417 € 3.245 € Jobs Feinwerkmechanikermeister / in
Sachsen-Anhalt 1.642 € 2.580 € 3.464 € Jobs Feinwerkmechanikermeister / in
Schleswig-Holstein 1.913 € 3.006 € 4.036 € Jobs Feinwerkmechanikermeister / in
Thüringen 1.465 € 2.302 € 3.091 € Jobs Feinwerkmechanikermeister / in

Feinwerkmechanikermeister / Feinwerkmechanikermeisterin:

1. Gehalt

Als Feinwerkmechanikermeister liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.423 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 51 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.178 € beginnen, Feinwerkmechanikermeister in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.596 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.006 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.531 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Feinwerkmechanikermeister in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.948 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.960 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.586 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.625 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.216 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.171 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.327 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.744 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.706 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Für die Weiterbildung zum Feinwerkmechanikermeister / zur Feinwerkmechanikermeisterin wird eine abgeschlossene Ausbildung zum Feinwerkmechaniker /zur Feinwerkmechanikerin vorausgesetzt. Zur Prüfung wird man auch zugelassen, wenn man eine abgeschlossene, industrielle Ausbildung oder eine Meisterprüfung eines anderen Handwerks oder eine andere, anerkannte Ausbildung plus mehrere Jahre Berufserfahrung im Bereich Feinwerkmechanik vorweisen kann.

Die Weiterbildung kann in Vollzeit, Teilzeit oder per Fernunterricht absolviert werden. Die Dauer der Weiterbildung richtet sich nach der Form und dem Anbieter. Während der Weiterbildung werden folgende Inhalte vermittelt:

  • Im fachpraktischen Teil geht es unter anderem um das Entwerfen, die Planung, Kalkulation, Herstellung und Montage von Werkzeugen, Feingeräten und Maschinen. Ebenso wird gelehrt, wie spanlose und zerspanende Werkzeugmaschinen eingesetzt werden und wie man technische Zeichnungen liest und anfertigt.
  • Im fachtheoretischen Teil wird vermittelt, wie Versuchseinrichtungen, technische Modelle, Werkzeuge, Geräte, Baugruppen und –teile entworfen und berechnet werden. Man lernt, wie man die Elemente der Prozessmechanisierung und –automatisierung, der Fördertechnikg und der Transporttechnik beurteilt und unterscheidet. Weiterhin geht es um die Beurteilung von Verhalten und Eigenschaften der Werkstoffe, um die Erarbeitung von Lösungen und weiteren Themenfeldern.
  • Im dritten Teil der Weiterbildung werden die rechtlichen, kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Grundlagen vermittelt.
  • Im vierten Teil erlangt man Basiswissen über Arbeitspädagogik und Berufspädagogik.
3. Studium

Für den beruflichen Aufstieg bieten sich unter anderem folgende Studiengänge an:

Grundständiges Studienfach Konstruktionstechnik
Das Studium dauert sechs bis acht Semester und es wird Grundlagenwissen der Themenfelder Fertigungstechnik, Konstruktion, technische Mechanik, Regelungstechnik, Steuerungstechnik und Werkstoffkunde vermittelt. Pflichtmodule sind beispielsweise Elektrotechnik, Betriebslehre, angewandtes Konstruieren, Fertigung, Information, Konstruktionsmethoden und rechnerunterstütztes Konstruieren.
Nach dem Studium ist eine freiberufliche Tätigkeit als beratender Projektingenieur /beratende Projektingenieurin oder als technischer Sachverständiger /technische Sachverständige möglich. Anstellungen findet man in den Bereichen Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung, Produktentwicklung, Verfahrensentwicklung, Konstruktion oder technisches Zeichnen.

Grundständiges Studienfach Mikrotechnik und Mikrosystemtechnik
In dem sechs bis acht Semester dauernden Studium erlangt man Grundlagenwissen der Themenfelder Mikrooptik, Mikromechanik, Informatik und Mikroelektronik. Beispielhafte Pflichtmodule sind unter anderem Messtechnik, Bauelemente der Mikrosystemtechnik, Technologien, Prozesse und Simulation von Mikrosystemtechnik, Regelungstechnik, Werkstofftechnologien und Konstruktionsmethodik.
Nach erfolgreichem Abschluss des Studiengangs ist eine freiberufliche Tätigkeit als Vertriebsingenieur /-in möglich. Anstellungen findet man in den Bereichen Verkauf, Vertrieb, technisches Zeichnen oder Konstruktion.

4. Tätigkeit

Als Feinwerkmechanikermeister /-in arbeitet man in Kraftfahrzeugbaufirmen, in Werkzeugbau- oder Maschinenbaubetrieben oder in Produktionsfirmen für elektrische und feinmechanische Messinstrumente. Der Tätigkeitsbereich umfasst folgende Fach- und Führungsaufgaben:

  • Sicherstellung der Materialien und gewährleisten, dass stets genügend Werkstoffe vorhanden sind
  • Auswahl und Einkauf der Geräte, Anlagen, Maschinen, Hilfsmittel und Materialien
  • Berechnung des Materialbedarfs und der Kennzahlen
  • Einstellung und Vorrichtung der Maschinen und Anlagen, die automatisch gesteuert werden, übernehmen
  • Festlegen der Arbeitsprogramme und entsprechend die Aufgaben an Mitarbeiter verteilen
  • Arbeiten, die besonders anspruchsvoll sind, eigenhändig durchführen
  • Informationen über Möglichkeiten der Erweiterung oder über neue Entwicklungen an Kunden weitergeben
  • Demonstration der Produkte auf Messen oder bei Kunden
  • Planung, Organisation und Steuerung der Arbeitsabläufe
  • Kontrolle der Termineinhaltung, Kosten, Arbeitsqualität und Durchführung der Arbeiten
  • Analyse der Kostenfaktoren
  • Verhandlungen mit Lieferanten, Verbänden, Kreditinstituten und Kunden führen
  • Entwicklung von Marketingmaßnahmen
  • Planung des betrieblichen Qualitätsmanagements
  • Fachliche Anleitung der Mitarbeiter und Durchführung des betrieblichen Ausbildungsteils

Da Feinwerkmechanikermeister /-innen Fach- und Führungsaufgaben übernehmen, sollten Sorgfältigkeit, Organisationsfähigkeit, Sozialkompetenzen und eine gute Kommunikationsfähigkeit mitgebracht werden.