*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Filialleiter / Filialleiterin

Datenbasis: 2.714 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.914 € 2.734 € 4.340 €
Baden-Württemberg 1.936 € 2.816 € 4.346 € Jobs Filialleiter / Filialleiterin
Bayern 1.959 € 2.757 € 4.394 € Jobs Filialleiter / Filialleiterin
Berlin 1.901 € 2.645 € 4.833 € Jobs Filialleiter / Filialleiterin
Brandenburg 1.714 € 2.614 € 4.354 € Jobs Filialleiter / Filialleiterin
Bremen 1.844 € 2.472 € 4.695 € Jobs Filialleiter / Filialleiterin
Hamburg 1.998 € 2.751 € 4.627 € Jobs Filialleiter / Filialleiterin
Hessen 2.146 € 3.125 € 5.011 € Jobs Filialleiter / Filialleiterin
Mecklenburg-Vorpommern 1.752 € 2.472 € 4.356 € Jobs Filialleiter / Filialleiterin
Niedersachsen 1.827 € 2.563 € 4.231 € Jobs Filialleiter / Filialleiterin
Nordrhein-Westfalen 1.958 € 2.805 € 4.502 € Jobs Filialleiter / Filialleiterin
Rheinland-Pfalz 1.956 € 2.658 € 4.687 € Jobs Filialleiter / Filialleiterin
Saarland 1.989 € 2.874 € 4.017 € Jobs Filialleiter / Filialleiterin
Sachsen 1.882 € 2.319 € 3.730 € Jobs Filialleiter / Filialleiterin
Sachsen-Anhalt 1.746 € 2.483 € 4.261 € Jobs Filialleiter / Filialleiterin
Schleswig-Holstein 1.783 € 2.636 € 4.637 € Jobs Filialleiter / Filialleiterin
Thüringen 1.894 € 3.015 € 4.278 € Jobs Filialleiter / Filialleiterin

Filialleiter / Filialleiterin:

1. Gehalt

Filialleiter verdienen in Deutschland durchschnittlich 2.734 € brutto im Monat. Das Jahresgehalt beträgt entsprechend 32.808 €. Der Verdienst kann jedoch stark unterschiedlich sein, was insbesondere auf die Betriebsgröße zurückzuführen ist.

  • So verdient das untere Viertel der Filialleiter 1.914 € und weniger im Monat,
  • während das obere Viertel mehr als 4.340 € im Monat erwirtschaftet.

Berechnet wurden diese Daten anhand von 2.714 Gehaltsdatensätzen der letzten zwei Jahre.

Je größer der Betrieb, desto höher das Filialleiter Gehalt

Entscheidend für das Einkommen in diesem Beruf ist die Größe des Unternehmens. In Betrieben mit 1-500 Mitarbeitern liegt das durchschnittliche Gehalt bei 2.565 €. In einem Unternehmen mit doppelter Mitarbeiterzahl steigt das Durchschnittseinkommen auf 2.661 € monatlich an. Das maximale Gehalt bei dieser Unternehmensgröße beträgt 4.067 €. In großen Konzernen, die mehr als 1.000 Mitarbeiter beschäftigen erreicht das Durchschnittsgehalt einen Wert von 3.099 € im Monat, der maximale Verdienst liegt hier bei 4.777 €.

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.565 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.661 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.099 Euro brutto

Männer verdienen bereits zum Einstieg mehr als Frauen

Das Einstiegsgehalt für Filialleiter liegt bei rund 2.399 € monatlich. Männer verdienen mit 2.598 € mehr als ihre weiblichen Kollegen: Diese steigen bei circa 2.293 € ein. Die geschlechtsabhängige Bezahlung nimmt im weiteren Berufsleben noch zu. Ein Filialleiter verdient im Gesamtdurchschnitt 3.174 €, eine Filialleiterin kommt hingehen nur auf 2.493 €.

Überblick: Das Gehalt als Filialleiter / Filialleiterin nach Alter

  • 25 Jahre = 2.499 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.702 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.837 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.890 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.806 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.740 Euro brutto

Region: Nahezu Durchschnittsgehälter in ganz Deutschland

Das übliche Ost-West- Gehaltsgefälle, was sich in den unterschiedlich hohen Lebenshaltungskosten begründet, ist für den Beruf als Filialleiter recht gemäßigt. Die Gehälter im Südwesten des Landes – insbesondere Baden-Württemberg (2.816 €), Bayern (2.757 €) und das Saarland (2.874 €) sind knapp über dem Durchschnitt. Überdurchschnittliche Gehälter gibt es außerdem in Hessen und Hamburg. Unter dem deutschlandweiten Durchschnitt liegt der Lohn von Filialleitern in Sachsen-Anhalt (2.483 €) und in Mecklenburg-Vorpommern (2.472 €).

Sie möchten es noch genauer wissen?
Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als Filialleiter bzw. Filialleiterin handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf Filialleiter/-in oder Verkaufsstellenleiter/-in ist kein klassischer Ausbildungsberuf. Im Grunde genommen setzt diese Position eine kaufmännische Ausbildung voraus. Da Filialleiter in aller Regel im Einzelhandel, Fachhandel oder gar Versandhandel tätig sind, empfiehlt es sich, dort eine entsprechende Ausbildung zu absolvieren.

Gängig sind dabei die folgenden Ausbildungsberufe: Kaufmann /-frau im Einzelhandel, Drogist /-in und Fachverkäufer /-in im Lebensmittelhandwerk. Darüber hinaus gibt es noch weitere Nischen, die nach erfolgreicher Ausbildung zum/ zur Filialleiter /-in oder zum/ zur Verkaufsstellenleiter /-in führen können. Augenoptiker, Buchhändler, Einrichtungsfachberater, Vertriebsfachwirte, Weinfachberater, Handelsassistenten und Floristen sind dabei nur einige Möglichkeiten.

Da allerdings bereits die Berufsbezeichnung des Filialleiters oder des Verkaufsstellenleiters eine Führungsposition impliziert, so folgt nach einer kaufmännischen Ausbildung in der Regel auch zunächst eine Weiterbildungsmaßnahme, die zum Erfüllen der Aufgaben einer Leitungsposition befähigt. Nach der Weiterbildungsmaßnahme ist ein Titel als Shop-Manager /-in oder Verkaufsstellenverwalter /-in möglich.

Oft schlagen Kaufleute den Weg zum Fachkaufmann /-frau ein oder absolvieren eine (Handels-) Fachwirt- oder Betriebswirtausbildung. Alternativ ist auch eine Spezialisierung auf Management oder Unternehmensführung möglich. Ziel dabei ist es, folgende Themenfelder im Rahmen einer Weiterbildungsmaßnahme zu intensivieren:

  • Wie leite ich eine Filiale, eine Geschäftsstelle, eine Zweigstelle?
  • Welche Waren biete ich wo und zu welchem Preis an? (Einkauf, Beschaffung, Kalkulation, Sortiments- und Preisgestaltung, Warenpräsentation, Verkauf, Warenannahme, Wareneingangskontrolle, Lagerwirtschaft, Logistik)
  • Was ist betriebswirtschaftlich und rechtlich zu beachten? (Kosten- und Leistungsrechnung, Abrechnung, Buchführung, Buchhaltung, Handelsbetriebslehre, Handelsrecht)
  • Wie gehe ich mit Personal und Kunden um? (Personalplanung, Beratung, Betreuung, Personalwesen, Reklamationsbearbeitung)
  • Was ist in punkto Verkauf zu optimieren? (Verkaufsförderung, Werbung, Verkaufsschulung, Verkaufstraining)

Aktiv werden Filialleiter /-innen oder Verkaufsstellenleiter /-innen im Nahrungsmittelhandel, im Handel mit motorbetriebenen Gefährten sowie im Internet- bzw. im Versand-Einzelhandel. Auch der Verkauf medizinischer und orthopädischer Artikel, von Kosmetik und Gebrauchsgegenständen ganz allgemein kann von einem Filialleiter oder einem Verkaufsstellenleiter koordiniert werden.

3. Studium

Filialleiter /-in oder Verkaufsstellenleiter /-in kann werden, wer nach einer kaufmännischen Ausbildung Führungskompetenzen und erweiterte Fachkenntnisse erwirbt – und zwar sowohl in einer Weiterbildungsmaßnahme, als auch in einem Studium. Ein geeignetes Fach ist in jedem Fall die Betriebswirtschaftslehre, die die nötigen inhaltlichen Fakten vermittelt, um in einem Kaufhaus oder einem Supermarkt als Filialleiter oder Verkaufsstellenleiter zu arbeiten. Je nach fachspezifischen Kenntnissen ist auch die Leitungsposition in einem Baumarkt, einer Drogerie, einem Lebensmittelhandwerk oder im Versandhandel möglich.

Ein betriebswirtschaftliches Studium mit dem Schwerpunkt Handel beinhaltet in der Regel die folgenden Schwerpunkte:

  • BWL, VWL, Mathematik, Statistik, Wirtschaftsrecht, Wirtschafts-IT
  • Finanzen und Bilanzen: Buchführung, Steuern, Controlling, Rechnungswesen, Finanzmanagement, Unternehmensrechnung
  • Marketing: Handelsmarketing, Produkt- und Sortimentspolitik, Kommunikation, Distribution, Kooperation, Konzentration, Qualitätsmanagement, Marktforschung, Standortpolitik, Käuferverhalten
  • Lagerwirtschaft, Warenwirtschaft, Handel und Logistik
  • Führung, Projektmanagement, Personalwirtschaft, Recht

Wer die fachgebundene oder allgemeine Hochschulreife hat, für den gibt es eine Alternative. Anstatt erst eine kaufmännische Ausbildung und anschließend ein BWL-Studium zu absolvieren, gibt es die Möglichkeit im dualen Studiums „Bachelor of Arts BWL – Handel“ beides zu vereinen. Das duale Studium kombiniert Praxisphasen im Betrieb und Theoriephasen an der Hochschule und ermöglicht den Einstieg als Filialleiter /-in oder Verkaufsstellenleiter /-in, oder in führenden Positionen größerer Handelsunternehmen. Oft findet man die Absolventen des genannten dualen Studiums in den Bereichen Einkauf, Personalwesen, Organisation, Controlling, Unternehmensplanung, Finanz- und Rechnungswesen oder Marketing.

Studium und duales Studium sind in der Regel in Vollzeit zu absolvieren. Ein nebenberufliches Studium ist allerdings auch möglich, erstreckt sich dann jedoch über einen wesentlich längeren Zeitraum, als ein reguläres Vollzeitstudium. Wer bereits im Einzel- oder Fachhandel tätig ist und nach einer Weiterqualifizierung auf der Suche ist, der hat die Möglichkeit, ein Fernstudium zu belegen. Dies ist je nach Intention des Bewerbers ganz unterschiedlich lang und inhaltlich aufgebaut. Die klassischsten Varianten sind die Fachwirt, Betriebswirt, Handelsfachwirt und Wirtschaftsfachwirt Studiengänge. Darüber hinaus gibt es jedoch auch einfache BWL-Kurse, Managementkurse oder Kurse für angehende Geschäftsführer.

4. Tätigkeit

Filialleiter bzw. Verkaufsstellenleiter verantworten einen Geschäftsbereich der Unternehmensführung. Dabei übernehmen sie sowohl Aufgaben, die die angebotene Produktwelt betreffen, als auch Tätigkeiten wie die Personalplanung. Darüber hinaus liegen alle Steuerungsmechanismen für den erfolgreichen Betrieb einer Filiale oder Verkaufsstelle in ihrer Hand.

Je nach Unternehmenskonzept obliegt es ihnen beispielsweise auch, die von der Firmenzentrale zur Verfügung gestellten Marketing-Unterlagen gezielt einzusetzen und den messbaren Erfolg zu dokumentieren. Die folgenden Aufgabenbereiche erwarten einen/eine Filialleiter /-in oder einen/eine Verkaufsstellenleiter /-in als Verantwortlichen für eine Filiale oder Zweigstelle:

  • Aufgaben rund um die Produktwelt: Ermittlung des Warenbedarfs, Bestellungen, Überwachung von Warenanlieferung, Kontrolle, Lagerung, Auszeichnung und Präsentation von Waren mit Preisen, Inventur
  • Aufgaben im Kundenkontakt: Beratung zu Produkten und Dienstleistungen, Verkaufsgesprächsführung, Annahme und Weiterleitung von Bestellungen, Reklamationsmanagement
  • Aufgaben als Führungskraft: Budgetverwaltung, Betriebsabrechnung, Marketing, Vertrieb, Personalleitung

Das Gehalt eines Filialleiters / eines Verkaufsstellenleiters hängt im wesentlichen von der Größe und Art des Geschäftes ab, das geleitet wird. Grundsätzlich aber kann man sagen, dass Filialleiter und Filialleiterinnen ein gutes bis sehr gutes Durchschnittsgehalt verdienen. Dies liegt wohl auch daran, dass sie in ihrer Tätigkeit zu einem großen Teil auch Managementaufgaben erledigen, die entsprechend honoriert werden müssen.

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