*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Heizungsinstallateur

Datenbasis: 19 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.761 € 2.216 € 3.341 €
Baden-Württemberg 1.937 € 2.438 € 3.676 € Jobs Heizungsinstallateur
Bayern 1.935 € 2.485 € 3.183 € Jobs Heizungsinstallateur
Berlin 1.647 € 2.073 € 3.125 € Jobs Heizungsinstallateur
Brandenburg 1.341 € 1.688 € 2.545 € Jobs Heizungsinstallateur
Bremen 1.692 € 2.129 € 3.210 € Jobs Heizungsinstallateur
Hamburg 1.868 € 2.351 € 3.545 € Jobs Heizungsinstallateur
Hessen 2.038 € 2.565 € 3.867 € Jobs Heizungsinstallateur
Mecklenburg-Vorpommern 1.473 € 1.854 € 2.795 € Jobs Heizungsinstallateur
Niedersachsen 1.607 € 2.022 € 3.049 € Jobs Heizungsinstallateur
Nordrhein-Westfalen 1.782 € 2.242 € 3.380 € Jobs Heizungsinstallateur
Rheinland-Pfalz 1.690 € 2.127 € 3.207 € Jobs Heizungsinstallateur
Saarland 1.674 € 2.107 € 3.177 € Jobs Heizungsinstallateur
Sachsen 1.354 € 1.704 € 2.569 € Jobs Heizungsinstallateur
Sachsen-Anhalt 1.399 € 1.761 € 2.655 € Jobs Heizungsinstallateur
Schleswig-Holstein 1.761 € 2.216 € 3.341 € Jobs Heizungsinstallateur
Thüringen 1.531 € 1.927 € 2.905 € Jobs Heizungsinstallateur

Heizungsinstallateur / Heizungsinstallateurin:

1. Gehalt

Als Heizungsinstallateur liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.216 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 19 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.761 € beginnen, Heizungsinstallateure in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.341 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.216 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.438 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Heizungsinstallateur in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.634 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.076 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.226 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.033 Euro brutto
  • 45 Jahre = 1.923 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.168 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.171 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.962 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.225 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf Heizungsinstallateur /-in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf, der dreieinhalb Jahre dauert. Die vollständige Bezeichnung lautet Anlagenmechaniker/-in – Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik. In Abhängigkeit vom Ausbildungsbetrieb vertiefen die Auszubildenden in die Richtungen Wassertechnik, Lufttechnik, wärmetechnische oder Umwelttechnik/erneuerbare Energien.

Die Auszubildenden erlernen im Rahmen ihrer Ausbildung vielfältige Fertigkeiten. Es fängt damit an, dass sie kundenspezifische Informationen aufnehmen, diese an den Betrieb weitergeben und entsprechend berücksichtigen. Weiter lernen sie, wie Qualitätsmanagementsysteme (QMS) in ihrem Ausbildungsbetrieb korrekt anzuwenden sind. Grundlegend kommen sie mit Arbeitsabläufen im Berühren, die der Informationsbeschaffung und Bewertung dienen. Sie erhalten praktischen Einblick in die Anlagen- und Systemtechnik sowie Versorgungstechnik. Im Zuge von Kundenaufträgen lernen sie, einen Auftrag sorgfältig abzuarbeiten. Dabei müssen sie bauphysikalische, bauökologische und wirtschaftliche Vorgaben ins Kalkül ziehen. Die Auszubildenden erfahren, wie Funktionskontrollen vorzunehmen sind und wie Anlagen und Systeme gewartet werden.

In der Berufsschule werden sie parallel zur praktischen Ausbildung in verschiedenen Lernfeldern unterrichtet. Diese Lernfelder sind

  • Berufskunde,
  • Nachhaltigkeit,
  • Arbeitssicherheit,
  • Werkzeuge und Maschinen,
  • Mathematik,
  • Grundlagen Chemie,
  • Grundlagen Physik,
  • Werkstoffe,
  • Wärmelehre,
  • Strömungslehre,
  • Elektrotechnik,
  • Meß-, Steuer- und Regeltechnik,
  • Arbeitsvorbereitung,
  • Bearbeitung- und Montagetechniken,
  • Heizungssysteme und Komponenten,
  • Fachzeichnen.

Die Prüfung ist eine Gesellenprüfung gemäß der Verordnung über die Berufsausbildung zum Anlagenmechaniker für sanitär-, Heizung- und Klimatechnik. Die Abschlussprüfung umfasst die Bereiche Arbeitsplanung, Anlagenanalyse sowie Wirtschaft und Sozialkunde im schriftlichen Teil. Der praktische Teil ist eine Arbeitsaufgabe, bei dem der Prüfling eine versorgungstechnische Anlage errichten, ändern oder in Stand halten muss. Die Prüfung wird vor der Industrie- und Handelskammer abgelegt. Auszubildende, die Interesse daran haben, einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland zu absolvieren, können das zum Beispiel in England Frankreich oder Spanien tun. Ein Auslandspraktikum mit der Bezeichnung „EuroSkill-plus“ bietet Auszubildenden ein Sprachkurs nebst Betriebspraktikum in Torquay (England), Amiens (Frankreich) oder Gandia (Spanien) an.

3. Studium

Für Heizungsinstallateur empfiehlt sich das Studium der Versorgungstechnik. Alternativ stehen auch die Bereiche Gebäudetechnik und Gebäudeenergietechnik, Wasser-Bodenmanagement, Umwelttechnik oder erneuerbare Energien zur Auswahl. Im grundständigen Studiengang Versorgungstechnik studieren die Studenten anhand von Pflichtmodulen wissenschaftliches und praktisches Grundlagenwissen im Energie-, Gebäude- und Umwelttechnik. Zu den Studieninhalten gehören

  • Chemie,
  • Werkstoffkunde,
  • Anlagen und Maschinen (Elektrik),
  • Entsorgungstechnik,
  • Feuerungstechnik,
  • Wärmewirtschaft,
  • Gas- und Wasseranlagen,
  • Sicherheitstechnik,
  • Umwelttechnik,
  • Heizungstechnik,
  • technisches Zeichnen,
  • Ökologie und Luftreinhaltung,
  • Regelungstechnik,
  • Brandschutz, Schallschutz, Wärmeschutz,
  • Mechanik und Festigkeitslehre.

Zusätzlich dazu können sich Studenten an den Wahlpflichtfächern Abwasser-Abfalltechnik, Elektrizität, Energiewirtschaft, Gasversorgung, Solarenergie, Strömungssimulation oder technisches Englisch orientieren. Neben der theoretischen Arbeit an der Hochschule sind in Abhängigkeit von der Fakultät praktische Phasen einzulegen. Diese sind in der Regel in Handwerksbetrieben zu absolvieren. Gleichzeitig ist es möglich, ausbildungs- oder praxisintegrierend zu studieren. Dieser sogenannte duale Studiengang kann also auch neben der Ausbildung zum/zur Heizungsinstallateur /-in erfolgen.

Die Studiendauer beträgt 6-8 Semester und schließt mit einem Bachelor ab. Die Prüfung umfasst die Bachelor Arbeit, Klausuren, mündliche Prüfungen, Referate und Projektarbeiten. Mit dem Abschluss in der Tasche können Absolventen als freiberuflicher Serviceingenieur oder Vertriebsingenieur tätig werden oder im Kundendienst, Vertrieb oder Verkauf tätig sein. Alternativ lässt sich das Studium erweitern und als Masterstudiengang vertiefen. Weiterführende Studienfächer sind Abfall- und Entsorgungstechnik, Gebäudetechnik, Infrastrukturmanagement, Umwelttechnik und Versorgungstechnik.

Im weiterführenden Studiengang Gebäudetechnik vertiefen Studenten ihre bereits angeeigneten Kenntnisse über Gebäude Energiesysteme. Der Studiengang Gebäudetechnik ist auch unter den Bezeichnungen ClimaDesign, Elektrotechnik – Gebäudesystemtechnik, Energie- und Gebäudemanagement, Gebäudeenergie- und Gebäude Informationstechnik, Klimagerechtes Bauen oder Nachhaltiges Energie-Design für Gebäude zu finden.

Nach einem Zeitraum von etwa 2-4 Semestern haben die Studenten die Möglichkeit, die Master Prüfung abzulegen. Fortan können sie als freiberufliche Bauleiter, technische Sachverständige und Gutachter in den Tätigkeitsfeldern der Bauplanung und Bauleitung arbeiten.

4. Tätigkeit

Als Heizungsinstallateur /-in steht das Installieren von Wasser und Luftversorgungssystemen, das Einbauen von Badewannen, Duschkabinen und anderen sanitären Anlagen auf dem Programm. Heizungsinstallateur bauen Heizungssysteme ein, stellen Heizkessel auf und sorgen für die Inbetriebnahme. Sie arbeiten mit Rohren und Blechen und fertigen Profile aus Metall sowie Kunststoff an.

In der Vorbereitung und Abstimmung eines Auftrags verschaffen sich Heizungsinstallateur einen Überblick. Anhand von technischen Zeichnungen planen Sie die kommenden Arbeitsschritte und stimmen diese mit anderen Gewerken ab. Sie kümmern sich um die Materialbeschaffung und sorgen dafür, dass Werkzeuge und Maschinen bereitstehen. Auf der Baustelle installieren Heizungsinstallateur die Heizungsanlage bzw. die sanitären Anlagen. Brennwertkessel werden an Ort und Stelle montiert, Heizkörper eingebaut. Auch die Leitungen für den Heiz- und Wasserkreislauf werden von Heizungsinstallateur verlegt. Anschließend prüfen sie ihre Arbeit auf Dichtigkeit und schließen das Rohrnetz an die Kessel an. Zum Schluss wird die Mess- und Regeltechnik eingesetzt, kontrolliert und in regelmäßigen Abständen auf Funktionstüchtigkeit geprüft. Bei der Übergabe an den Kunden erklären Heizungsinstallateure die Bedienung.

Das Gehalt eines Heizungsinstallateurs bzw. einer Heizungsinstallateurin richtet sich im Wesentlichen nach der Frage, wie viel Berufserfahrung er oder sie bereits mitbringt. Der Stundensatz von Berufsanfängern ist meist enorm viel niedriger als der von Heizungsinstallateuren, die schon lange diesem Job nachgehen. Die wichtigste Frage überhaupt aber ist die, ob der Heizungsinstallateur einen Meistertitel trägt oder als „normaler Arbeiter“ angestellt ist. Zudem besteht noch ein wesentlicher Gehaltsunterschied zwischen Ost- und Westdeutschland.