*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Journalist / Journalistin

Datenbasis: 267 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.204 € 4.088 € 6.943 €
Baden-Württemberg 1.998 € 4.595 € 7.727 € Jobs Journalist / Journalistin
Bayern 1.910 € 4.231 € 6.905 € Jobs Journalist / Journalistin
Berlin 1.916 € 3.659 € 6.740 € Jobs Journalist / Journalistin
Brandenburg 1.830 € 3.395 € 5.766 € Jobs Journalist / Journalistin
Bremen 2.118 € 3.928 € 6.671 € Jobs Journalist / Journalistin
Hamburg 2.722 € 4.660 € 10.397 € Jobs Journalist / Journalistin
Hessen 2.822 € 5.553 € 7.573 € Jobs Journalist / Journalistin
Mecklenburg-Vorpommern 1.620 € 3.005 € 5.104 € Jobs Journalist / Journalistin
Niedersachsen 1.959 € 3.258 € 6.160 € Jobs Journalist / Journalistin
Nordrhein-Westfalen 2.120 € 3.645 € 7.575 € Jobs Journalist / Journalistin
Rheinland-Pfalz 2.167 € 4.020 € 6.828 € Jobs Journalist / Journalistin
Saarland 2.132 € 3.955 € 6.717 € Jobs Journalist / Journalistin
Sachsen 1.695 € 3.144 € 5.340 € Jobs Journalist / Journalistin
Sachsen-Anhalt 1.477 € 2.739 € 4.652 € Jobs Journalist / Journalistin
Schleswig-Holstein 1.847 € 3.426 € 5.819 € Jobs Journalist / Journalistin
Thüringen 1.723 € 3.195 € 5.426 € Jobs Journalist / Journalistin

Journalist / Journalistin - Reporter / Reporterin:

1. Gehalt

Als Journalist liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.088 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 267 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.204 € beginnen, Journalisten in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.943 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.426 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.595 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Journalist in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.870 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.865 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.785 Euro brutto
  • 40 Jahre = 5.014 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.860 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.171 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.342 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.394 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.014 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Es gibt in Deutschland keine einheitliche Ausbildung zum Journalist bzw. zum Reporter. Viele Wege führen zu diesem Traumberuf, der kein Abitur oder Studium voraussetzt, da Journalismus in erster Linie ein Begabungsberuf ist.

Der gängige Weg geht über ein zweijähriges Volontariat, das in einer Redaktion, einem Verlag oder einem Fernsehsender absolviert wird. Eine zweite Möglichkeit, in den Beruf einzusteigen, ist über Praktika und freie Mitarbeit. Weiterhin bietet sich eine Ausbildung oder ein Studium an einer Journalistenschule, wie der Deutschen Journalistenschule in München oder einer Fachhochschule an. Auch ein Quereinstieg nach einer Berufsausbildung auf einem anderen Gebiet ist durchaus möglich, wenn Schreibtalent vorhanden ist. Die Zulassungsvoraussetzungen hängen von der jeweiligen Bildungssituation ab und sind sehr unterschiedlich. In der Regel werden Arbeitsproben, Praktikumsnachweise und Schreibtests durchgeführt.

Die Grundlage aller Ausbildungen ist die journalistische Arbeit. Der Auszubildende lernt dabei verschiedene Ressorts kennen und durchläuft unterschiedliche journalistische Abteilungen. Er bildet sich für die Arbeit beim Radio oder Fernsehen aus oder lernt sein Handwerk in der Lokal- und Regionalpresse.

Inhalte der Ausbildung zum/zur Journalist /-in:

  • Recherchetechniken
  • Redigieren von Texten
  • Schreiben von Berichten, Reportagen, Kommentaren, Glossen etc.
  • Führen von Interviews
  • Layoutgestaltung, Bildgestaltung und Fotografie
  • Medienrecht und Urheberrecht
  • Medienstrukturen

Wer bereits über eine journalistische Ausbildung verfügt und als Journalist /-in arbeitet, kann sich in zahlreichen Bereichen fort- und weiterbilden. Es wird von einem Journalisten sogar verlangt, sein Wissen und seine Kompetenzen ständig auszubauen und zu verbessern, denn in dem Beruf ist lebenslanges Lernen notwendig. Der Deutsche Journalisten-Verband informiert über entsprechende Weiterbildungsmöglichkeiten. Diese werden von Bildungsinstitutionen, Parteien, Stiftungen und Vereinen angeboten. Die Kosten der Weiterbildung werden vom Arbeitgeber übernommen. Freie Journalisten müssen die Gebühren für die Seminare selbst tragen. Es gibt allerdings verschiedene Möglichkeiten der Finanzierung.

3. Studium

Eine der genannten Ausbildungsmöglichkeiten, um Journalist bzw. Journalistin zu werden, ist ein Journalismus-Studium. Derzeit gibt es rund 60 journalistische Bachelor-Studiengänge mit verschiedenen Fachrichtungen in Deutschland. Der Interessent kann Sportjournalismus, Modejournalismus, PR-Management, Politikjournalismus, Medienkommunikation, TV-Producing und viele weite journalistische Bereiche studieren. Der Bachelorstudiengang geht über sechs bis acht Semester.

Die Vorrausetzungen für die Zulassung sind neben persönlichen Fähigkeiten und einer guten Deutschnote ein Numerus clausus. Der liegt bei den meisten Universitäten bei 1,5 bis 2,0. Viele Universitäten führen zudem ein Auswahlverfahren durch, bei dem das Allgemeinwissen und die Text- und Schreibfähigkeiten getestet werden. Der Studiengang ist sehr praxisorientiert. Während des Studiums muss der Student mehrere Praktika durchlaufen und Erfahrungen in Redaktionen sammeln. Das Grundstudium dauert vier Semester, das Hauptstudium in der Regel zwei bis drei Semester.

Themenbereiche eines journalistischen Studiums:

  • Grundlagen der Kommunikationswissenschaften
  • Mediengeschichte
  • Kommunikationstheorien
  • Rhetorik und Präsentationstechniken
  • Medienstrukturen und Methodenlehre
  • Aktuelles Politik- und Weltgeschehen
  • Medienökonomie
  • Kommunikationsmarketing
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Soziologie und Wirtschaftswissenschaften
  • Psychologie
  • Medienrecht
  • Medienwirkung und Medienpraxis
  • Journalistische Praxis

Das Studium besteht also nicht nur im Erlernen von journalistischen Fähigkeiten. Die Studieninhalte sind umfassend und der Student erfährt, wie Redaktionen und deren Arbeitsabläufe aufgebaut sind. Er befasst sich mit ethischen Grundlagen und erkennt die Unterschiede und Schreibtechniken der einzelnen Ressorts. Zudem erhält er profunde Kenntnisse in Politik und Wirtschaft. Der Studiengang wird unter anderem an den Hochschulen HS Deggendorf, FH Gelsenkirchen, FH Kiel, RFH Köln, Uni Konstanz, Uni Bochum, Uni Weimar und an der Hochschule der Medien in Stuttgart angeboten.

Nach dem Bachelorstudium bietet sich dem Absolvent die Möglichkeit, sich in einem Masterstudiengang weiter zu spezialisieren. Er kann zum Bespiel Redaktions- und Kommunikationsmanagement oder Journalismusforschung studieren.

4. Tätigkeit

Journalisten haben die Aufgabe zu bestimmten Themen Informationen zu beschaffen, welche sie anschließend überprüfen, um daraus Beiträge zu erstellen. Diese Beiträge (z.B. Hörfunkbeiträge, Nachrichtenartikel, Kommentare oder Fernsehberichte) sind entweder schriftlich oder mündlich und werden für Medien wie Zeitschriften, Zeitungen, Radio, Fernsehen und Internet verwenden. Dazu recherchieren und schreiben sie über Themen, sammeln alle nötigen Hintergrundinformationen und wählen die entsprechende Darstellungsform aus.

In ihrer Tätigkeit moderieren Journalisten Sendungen oder verfassen Werbetexte, berichten live im Fernsehen oder vertonen die Radionachrichten. Zu den täglichen Aufgaben gehören die Teilnahme an der Redaktionskonferenz, die Durchforstung von Nachrichtenagenturen und Meldungen, das Assistieren von Pressekonferenzen und die Recherche in Datenbanken und Archiven. Ein/e Journalist /-in ist in der Lage, Konzepte für eigene Beiträge zu erstellen, diese zu schreiben und zu vertonen und/oder zu schneiden. Zudem führt er/sie Interviews, kennt alle journalistischen Schreibtechniken und besitzt Allgemeinkenntnisse sowie ein gutes politisches, wirtschaftliches und kulturelles Hintergrundwissen.

Beschäftigt werden Journalisten in Werbeagenturen, Korrespondenz- und Nachrichtenbüros sowie bei Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen. Auch in Medienhäusern, Fernseh- und Radiosendern finden sie Beschäftigung. Ebenso bieten Pressestellen, PR-Agenturen und PR-Abteilungen aller Branchen Arbeitsplätze. Der/die Journalist /-in arbeitet dann in einem bestimmten Ressort oder einer Redaktion. Er/Sie kann aber auch in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in einem Unternehmen oder einer Organisation tätig sein. Ein weiteres Berufsfeld ist die wissenschaftliche Forschung. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig, es gibt Anstellungen als Redakteur, Ressortleiter, Kommentator, Online-Redakteur, Korrespondent, Moderator oder Chef vom Dienst.

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