*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Kanalbauer

Datenbasis: 196 Datensätze
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1.933 € 3.161 € 5.168 €
Baden-Württemberg 2.031 € 2.951 € 4.953 € Jobs Kanalbauer
Bayern 2.580 € 3.414 € 5.183 € Jobs Kanalbauer
Berlin 1.808 € 2.957 € 4.835 € Jobs Kanalbauer
Brandenburg 1.473 € 2.407 € 3.936 € Jobs Kanalbauer
Bremen 1.858 € 3.037 € 4.966 € Jobs Kanalbauer
Hamburg 2.051 € 3.353 € 5.482 € Jobs Kanalbauer
Hessen 2.077 € 3.601 € 5.935 € Jobs Kanalbauer
Mecklenburg-Vorpommern 1.421 € 2.324 € 3.799 € Jobs Kanalbauer
Niedersachsen 1.783 € 3.244 € 4.233 € Jobs Kanalbauer
Nordrhein-Westfalen 2.180 € 3.520 € 6.542 € Jobs Kanalbauer
Rheinland-Pfalz 1.763 € 2.745 € 3.567 € Jobs Kanalbauer
Saarland 1.838 € 3.005 € 4.914 € Jobs Kanalbauer
Sachsen 1.479 € 2.141 € 4.596 € Jobs Kanalbauer
Sachsen-Anhalt 1.406 € 2.298 € 3.758 € Jobs Kanalbauer
Schleswig-Holstein 1.698 € 2.776 € 4.538 € Jobs Kanalbauer
Thüringen 1.511 € 2.470 € 4.038 € Jobs Kanalbauer

Kanalbauer:

1. Gehalt

Als Kanalbauer liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.161 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 196 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.933 € beginnen, Kanalbauer in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.168 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.776 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.951 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Kanalbauer in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.580 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.792 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.266 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.455 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.214 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.254 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.882 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.846 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.396 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die fertigen Arbeitsergebnisse von Kanalbauern sind abgesehen von Kanaldeckeln in Straßen kaum ersichtlich. Kanalbauer müssen immer kräftig zupacken. Sie verlegen Kanalrohre unter der Erde oder asphaltieren Straßenstücke neu. Wer sich um einen Ausbildungsplatz zum/zur Kanalbauer /-in bewirbt, muss praktisch veranlagt und körperlich fit sein.

Die klassische Berufsausbildung als Kanalbauer /-in währt regulär drei Jahre. Ausbildungsbetriebe erwarten mindestens einen Hauptschulabschluss. Gute Noten in Physik, Mathematik und Werken sind für Bewerber von Vorteil. Neben der praktischen Zeit im Betrieb besuchen Auszubildende zum/zur Kanalbauer /-in eine Berufsschule. Der Unterrichtsstoff für Kanalbauer beinhaltet:

  • Das Kennenlernen, die Unterscheidung und Handhabung von Werkzeugen und Baumaschinen und –geräten,
  • Die fachgerechte Herstellung von Mörtelmischungen, Betonmischungen, Dämmungen, Bewehrungen, Wandputz, Estrich,
  • Die Arbeitsgänge beim Ausheben, Verbauen und Aussteifen von Gräben,
  • Die Verdichtung und Verfüllung von Bohrlöchern,
  • Die Produktion und Nachbehandlung von Zementestrich,
  • Die Grundregeln bezüglich Stahlbetonbewehrungen,
  • Den Einbau und Versatz von Einstiegschächten, Schachtabdeckungen und Regeneinläufen,
  • Den Einbau von Kanalisationsrohren und –bauteilen,
  • Die Aussteifung von Kanalschächten,
  • Die Anwendung von Vermessungsgeräten.

Angehende Kanalbauer lernen die Nutzung von Baggern und Radladern für das Ausschachten von Baugruben. Für das Verbauen von Schachtwänden nutzen sie Kanaldielen oder Spundwandprofile. Die Auszubildenden lassen Rohre in Kanalgräben ab. Sie üben, wie sie Abwasserleitungen richtig montieren.

Mit räumlichem Vorstellungsvermögen vermessen die Kanalbaulehrlinge Areale im Gelände. Sie lesen und verstehen Verlegepläne. Mit genauer Beobachtungsgabe erkennen sie Witterungsschäden an Abwasserleitungen. Zum Verdichten von Böden nach der Fertigstellung von Kanalbauarbeiten handeln die künftigen Kanalbauer Spezialmaschinen. Sie haben eine gute Körperbeherrschung, um auch in engen Schächten arbeiten zu können.

Ein /-e Kanalbauer /-in muss sein/ihr handwerkliches Geschick und die Sachkenntnisse stets auf den neuesten Stand bringen. Dafür eignen sich berufliche Weiterbildungen. Die Themen für Kanalbauer erstrecken sich von Tiefbau bis hin zu Baumaschinenführung. Die Prüfung als Polier /-in im Tiefbau qualifiziert Kanalbauer für Führungspositionen. Kanalbauer, die das Abitur haben, können zur Höherqualifikation ein Studium im Bauingenieurwesen absolvieren.

Details zum Gehalt in der Ausbildung als Kanalbauer/-in.

3. Studium

Eine Hochschulzugangsberechtigung sowie ordentliche Vorkenntnisse in Mathematik, Chemie, Physik und Informatik sind dienlich, wenn auf der Grundlage einer Kanalbauer-Ausbildung ein Hochschulstudium angestrebt wird. Ein adäquates Studienfach ist Bauingenieurwesen. Die typischen Aufgaben von Bauingenieuren sind der Entwurf, die Planung, Erstellung, Inbetriebnahme, Instandhaltung und Wartung von Bauwerken. Dadurch beteiligen sich Bauingenieure an der Umweltgestaltung. Wenn sie sanieren statt neubauen, schonen sie Ressourcen. Zu verantwortungsvollem Umgang mit der Natur zählen für Bauingenieure ebenso der Gewässerschutz und die Realisierung von Niedrigstenergiehäusern.

Der Bachelorstudiengang Bauingenieur umfasst in der Regel eine Zeitspanne von sieben Semestern. Er endet mit dem Titel Bachelor of Science (B. Sc.). Die Studierenden beschäftigen sich mit Industrie- und Hochbau. Sie erlernen das Gestalten und den Bau von Gebäuden mit regenerativen Energien und alternativen Baumaterialien. Die Studenten lernen die Charakteristiken der Bauwirtschaft. Dazu gehören Einzelanfertigungen nach Wunsch auf dem Grundstück von Kunden. Dies inkludiert kurzfristige Ergänzungen oder Änderungen der vorab vertraglich festgelegten Leistungen. Bauingenieure sind in der Lage, Material- und Lohnkosten zu berechnen. Sie wissen, wie sie Baustellen finanzieren und Budgets überwachen. Detaillierte Studieninhalte sind:

  • Technische Mechanik,
  • Bauphysik,
  • Bauchemie,
  • Wirtschaftliche Mathematik,
  • Baustoffkunde,
  • Bauinformatik,
  • Baukonstruktion,
  • Baurecht,
  • Baumanagement und Kalkulation,
  • Baustatik,
  • Massivbau, Stahlbau, Holzbau, Geotechnik,
  • Straßenplanung,
  • Wasserwirtschaft,
  • Recycling,
  • Energieeffizientes Bauen,
    • Sanierungskonzepte.

Eine alternative Studienmöglichkeit für Kanalbauer ist ein duales Studium im Bauingenieurwesen. Diese Studienart ist eine Kooperation von Unternehmen und Hochschulen. Studenten arbeiten im Betrieb und studieren zusätzlich. Das theoretisch erarbeitete Know-how setzen sie direkt in der Praxis um. Das duale Studium bringt zwei Abschlüsse. Zum einen den IHK-Berufsabschluss und gleichzeitig den Bachelor. Die Studenten sind damit bestens auf die Berufswelt vorbereitet und haben gute Jobaussichten. Verschiedene Berufsausbildungen sind im dualen System möglich, beispielsweise Mechatroniker, Maschinenführer, Beton- und Stahlbetonbauer oder Maurer.

4. Tätigkeit

Kanalbauer heben vor dem Bau neuer Straßen Gräben in erforderlicher Breite und Tiefe aus. Dabei setzen sie schwere Baumaschinen ein. In die Gräben verlegen Kanalbauer unter anderem aus Beton gegossene Rohre. In gleichmäßigen Abständen errichten Kanalbauer Sammelbehälter für größere Wassermengen. Diese entstehen durch plötzlichen Regen und müssen vom Kanal aufgefangen werden. An Kanalrohre schließen Kanalbauer Anschlussleitungen für Hausentsorgungen und Oberflächenwasserentsorgung an. Das moderne Kanalsystem sichert die Hygiene der modernen Gesellschaft.

Kanalbauer arbeiten meist bei Tiefbauunternehmen. Darüber hinaus können sie in der Abwasserwirtschaft beschäftigt werden oder aber auch direkt bei Ingenieurbüros, die sich mit dem Ausbau und der Planung von Kanalnetzen befassen. Die Planung und der Ausbau gehört ebenso zu den Aufgaben von Kanalbauern wie die Wartung und Reparatur von Kanalsystemen. Kanalbauer verantworten die regelmäßige Reinigung von Abwasserrohren. Da Kanäle nicht ewig halten, fallen neben Neubauten immer wieder Renovierungsmaßnahmen an. Die Berufsaussichten für Kanalbauer sind demnach stabil. Lärm und Schmutz scheuen Kanalbauer bei ihrer tatkräftigen Arbeit nicht.

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