*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Landschaftsarchitekt

Datenbasis: 4.123 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.129 € 2.962 € 4.754 €
Baden-Württemberg 2.246 € 3.056 € 4.871 € Jobs Landschaftsarchitekt
Bayern 2.297 € 3.107 € 4.778 € Jobs Landschaftsarchitekt
Berlin 2.092 € 2.732 € 4.404 € Jobs Landschaftsarchitekt
Brandenburg 1.977 € 2.674 € 3.893 € Jobs Landschaftsarchitekt
Bremen 2.003 € 2.648 € 3.993 € Jobs Landschaftsarchitekt
Hamburg 2.165 € 2.933 € 4.618 € Jobs Landschaftsarchitekt
Hessen 2.301 € 3.151 € 4.952 € Jobs Landschaftsarchitekt
Mecklenburg-Vorpommern 1.876 € 2.377 € 3.798 € Jobs Landschaftsarchitekt
Niedersachsen 2.056 € 2.929 € 4.394 € Jobs Landschaftsarchitekt
Nordrhein-Westfalen 2.129 € 3.072 € 4.806 € Jobs Landschaftsarchitekt
Rheinland-Pfalz 2.126 € 2.852 € 4.848 € Jobs Landschaftsarchitekt
Saarland 2.188 € 3.505 € 5.725 € Jobs Landschaftsarchitekt
Sachsen 1.805 € 2.516 € 3.430 € Jobs Landschaftsarchitekt
Sachsen-Anhalt 1.693 € 2.441 € 5.876 € Jobs Landschaftsarchitekt
Schleswig-Holstein 1.996 € 2.852 € 4.708 € Jobs Landschaftsarchitekt
Thüringen 1.632 € 2.326 € 3.194 € Jobs Landschaftsarchitekt

Landschaftsarchitekt / Landschaftsarchitektin:

1. Gehalt

Als Landschaftsarchitekt liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.962 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 4.123 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.129 € beginnen, Landschaftsarchitekten in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.754 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.852 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.056 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Landschaftsarchitekt in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.394 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.590 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.940 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.326 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.645 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.867 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.865 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.738 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.272 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Private oder öffentliche Frei- und Grünflächen werden von Landschaftsarchitekten /-innen geplant und gestaltet. Sie orientieren sich dabei am Zweck der Grünfläche. Diese sind vielfältig und können beispielsweise die Schaffung einer ökologischen Nische, die ästhetische Verschönerung eines Stadtteils oder die Errichtung von Sport- und Naherholungsgebieten beabsichtigen. Da ein/e Landschaftsarchitekt /-in gestalterische Fähigkeiten mit umfeldbezogenen Kenntnissen sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Art verbinden können muss, ist ein Studium an Universitäten oder Fachhochschulen die Voraussetzung für diesen Beruf. Je nach Studienwahl haben Landschaftsarchitekten einen Abschluss als Diplom-Ingenieur /-in, Bachelor of Science oder einen Masterabschluss in Landscape Architecture.

Wer in der Landschaftsplanung ohne Studium arbeiten möchte, kann eine dreijährige duale Ausbildung als Gärtner /-in im Garten- und Landschaftsbau absolvieren. Die Ausbildung findet in einem Fachbetrieb mit ergänzendem Berufsschulbesuch statt. Dabei werden folgende Kenntnisse erworben:

  • Wissen über die Zusammensetzung von Erden und Substraten und wofür sie verwendet werden,
  • Pflanzen und ihre Qualität bestimmen können, Umgang mit Pflanzenkatalogen und Kulturanleitungen,
  • Pflege, Einsatz und Instandhaltung von Maschinen, Geräten und Werkzeugen im Gartenbau,
  • Schäden an Pflanzen feststellen und Schutzmaßnahmen ergreifen können,
  • Pflanzen und Früchte ernten können und wissen, was bei einer weiteren Verwendung beachtet werden muss,
  • ausgehändigte Pflanz- und Ausführungspläne auf der Baustelle praktisch umsetzen, Baustellen einrichten und abräumen können,
  • Gruben und Gräben ausheben und Entwässerungsrohre verlegen,
  • bei Außenanlagen oder Hausbegrünungen verschiedene Arten von Drän-, Schutz-, Trag- oder Dichtschichten herstellen, Teiche, Becken, Wasserläufe bauen,
  • unterschiedliche Bauvorhaben einordnen können: Sollen Gehölze gesetzt, Bauwerksbegrünungen geschaffen oder Ufer- und Hangbefestigungen errichtet werden? Je nach Aufgabe die Standorte vorbereiten und entsprechenden Pflanzungen vornehmen können.

Zwei Tätigkeitsschwerpunkte gibt es nach der Ausbildung: Die Arbeit in städtischen Gärtnereien oder im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau.

3. Studium

Unterschiedliche Studienwege führen zum Beruf Landschaftsarchitekt /-in. Diese sehen wie folgt aus:

Universitätsstudium mit Abschluss Diplom-Ingenieur /-in: Die Regelstudienzeit beträgt zehn Semester. Vier Semester dauert das Grundstudium und vermittelt Grundlagen in Boden- und Pflanzenkunde, Landschaftsplanung, Städtebau und Computerkenntnissen. Es endet mit einem Vordiplom. Das Hauptstudium umfasst fünf Semester. Es enthält Pflichtfächer wie Baurecht, Denkmalpflege und Naturschutz sowie Wahlpflichtfächer für die eigene Schwerpunktbildung wie Bildnerisches Gestalten, Forstwirtschaft oder Wasserwesen. Dazu gehört auch ein Praktikum in einem Planungsbüro. Im 10. Semester erfolgen Diplomarbeit und Abschlussprüfung.

Bachelorstudium: Die Regelstudienzeit beträgt je nach Hochschule sechs oder acht Semester. Im ersten Jahr stehen architektonisches Gestalten und Städtebau auf dem Lehrplan sowie naturwissenschaftliche Kenntnisse in Ökologie, Botanik, Bodenkunde. Hinzu kommen Einführungen in die Computerprogramme CAD und GIS. Bis zum Bachelorabschluss im 6. oder 8. Semester verläuft die individuelle Schwerpunktbildung – wahlweise Landschaftsarchitektur bzw. Freiraumplanung im städtischen oder Landschaftsplanung im ländlichen Umfeld. Spätestens im 5. Semester wird ein Praktikum erwartet. Das Studium endet mit der Bachelorarbeit.

Masterstudium: Je nach Hochschule dauert ein Masterstudium drei oder vier Semester. Es gibt zwei grundsätzliche Richtungen. Wer mit internationaler Ausrichtung arbeiten möchte, kann ein oft englischsprachiges Masterstudium absolvieren mit internationalem Masterabschluss in Landscape Architecture (IMLA). Wer auf dem inländischen Arbeitsmarkt seine Zukunft sieht, kann sich per Masterstudium stärker spezialisieren, beispielsweise zum naturwissenschaftlich geprägten Umweltingenieur (Master of Science) oder vermehrt gestalterisch mit einem Master of Arts in Landschaftsarchitektur.

Unabhängig von der Frage, wie die Studiengänge je nach Hochschule bezeichnet werden (Landschaftsarchitektur, Landschaftspflege, Landschaftsgestaltung, Freiraumplanung usw.), ist zu beachten, dass die Berufsbezeichnung Landschaftsarchitekt /-in gesetzlich geschützt ist. Sie kann nur nach der Registrierung bei der Architektenkammer verwendet werden.

4. Tätigkeit

Landschaftsarchitekten /-innen widmen sich zwei unterschiedlichen Aufgabenfeldern: Landschaftsplanung in eher ländlichen Regionen und Freiraumplanung im städtischen Umfeld. Ihre Arbeitgeber sind zum größten Teil Ministerien, Landkreise oder Gemeinden. Beim Schwerpunkt Landschaftsplanung steht die Sanierung von großräumigen Flächen im Vordergrund. Das betrifft u.a. ehemals militärisch oder industriell genutzte Flächen. Umweltschädliche Bodenrückstände werden entfernt, anschließend erfolgt die Umgestaltung für eine neue Nutzung im Bereich der Naherholung oder des Naturschutzes. Beispiele sind Mülldeponien oder Braunkohleabbaugebiete, die renaturiert werden.

Zu den Aufgaben von Landschaftsarchitekten /-architektinnen gehört auch die Schaffung sogenannter Kompensationsflächen. Wird beispielsweise eine ökologisch hochwertige Brachfläche als Gewerbegebiet ausgeschrieben mit der Auflage, an anderer Stelle ein Naturschutzgebiet zu errichten, übernehmen Landschaftsarchitekten /-architektinnen die Suche nach geeigneten Standorten und setzen entsprechende Planungen um. Sie erstellen ebenfalls Studien zur Umweltverträglichkeit bei Projektplanungen. Landschaftsarchitekten /-architektinnen im Städtebau entwickeln Entwürfe für Grün- und Parkanlagen, Sportplätze und Freibäder, Hausbegrünungen, Stadien oder Gartenschauen. Sie arbeiten dafür interdisziplinär mit Architekt /-innen, Stadtplaner /-innen und Bauingenieur /-innen zusammen.

Auch die Gartendenkmalpflege gehört zu ihren Aufgaben. Historische Grünanlagen werden unter Führung von Landschaftsarchitekten /-architektinnen rekonstruiert, erneuert, unterhalten und gepflegt. Großflächige Bauvorhaben können Interessenskonflikten zwischen Bürgern und Kommunen auslösen. In den daran geknüpften Entscheidungsprozessen übernehmen Landschaftsarchitekten /-architektinnen häufig die Öffentlichkeitsarbeit oder werden vermittelnd tätig. Aufgaben in Verwaltung und Verbänden stehen ihnen ebenfalls offen.