*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Modeberater

Datenbasis: 136 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.655 € 1.991 € 2.696 €
Baden-Württemberg 1.649 € 1.966 € 2.935 € Jobs Modeberater
Bayern 1.709 € 2.187 € 3.128 € Jobs Modeberater
Berlin 1.697 € 1.980 € 2.183 € Jobs Modeberater
Brandenburg 1.363 € 1.640 € 2.221 € Jobs Modeberater
Bremen 1.590 € 1.913 € 2.590 € Jobs Modeberater
Hamburg 1.869 € 2.187 € 2.743 € Jobs Modeberater
Hessen 1.725 € 2.021 € 2.718 € Jobs Modeberater
Mecklenburg-Vorpommern 1.264 € 1.521 € 2.060 € Jobs Modeberater
Niedersachsen 1.560 € 1.767 € 2.163 € Jobs Modeberater
Nordrhein-Westfalen 1.658 € 1.852 € 2.701 € Jobs Modeberater
Rheinland-Pfalz 1.828 € 2.031 € 3.155 € Jobs Modeberater
Saarland 1.574 € 1.893 € 2.563 € Jobs Modeberater
Sachsen 1.273 € 1.531 € 2.073 € Jobs Modeberater
Sachsen-Anhalt 1.248 € 1.501 € 2.032 € Jobs Modeberater
Schleswig-Holstein 1.526 € 1.836 € 2.486 € Jobs Modeberater
Thüringen 1.293 € 1.556 € 2.107 € Jobs Modeberater

Modeberater / Modeberaterin:

1. Gehalt

Als Modeberater liegt das deutschlandweite Gehalt bei 1.991 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 136 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.655 € beginnen, Modeberater in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 2.696 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.836 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 1.966 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Modeberater in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.811 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.014 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.060 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.060 Euro brutto
  • 45 Jahre = 1.980 Euro brutto
  • 50 Jahre = 1.966 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.002 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.008 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 1.871 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Diejenigen, die als Modeberater arbeiten, tragen oft den Titel als Fachverkäufer /-in mit Schwerpunkt Textilien und Bekleidung. Voraussetzung dafür ist eine Ausbildung im Verkauf oder im Einzelhandel. Damit sind die folgenden beiden Ausbildungen in aller Regel die Zugangsvoraussetzung, um als Modeberater /-in zu arbeiten.

  • Die Ausbildung zum/zur Kaufmann /-frau im Einzelhandel dauert drei Jahre. Dabei lernen die angehenden Einzelhandelskaufleute das Warensortiment im Ausbildungsbetrieb kennen. Sie lernen, wie Kunden beraten, Verkauf- und Beratungsgespräche geführt werden und wie verärgerte Kunden mit Reklamationswünschen zu betreuen sind. Neben Servicethemen stehen die Bedienung des Kassensystems, Kalkulationsmethoden, Bestellvorgänge und Warenlieferungen sowie logistische Prozesse auf dem Ausbildungsplan.
  • Die Ausbildung zum/zur Verkäufer /-in dauert nur zwei Jahre. Wer diese besteht, kann die darauf aufbauende Ausbildung zum/zur Einzelhandelskaufmann /-frau direkt anschließen. Auch die Ausbildungsinhalte sind ähnlich und umfassen Servicebereiche am Kunden und kaufmännische Inhalte an der Kasse, im Lager sowie im Umgang mit Lieferanten.

Üblicherweise ist der Schwerpunkt, der beim /bei der Modeberater /-in auf Bekleidung und Textilien liegt, bereits mit der Wahl des Ausbildungsbetriebs vorgegeben. Wer die Ausbildung in einem Bekleidungsfachgeschäft absolviert, kann später auch als Modeberater /-in arbeiten. Wer hingegen in einem Lebensmittelgeschäft die Lehre zum/zur Einzelhandelskaufmann /-frau durchläuft, braucht nach einem beruflichen Umstieg in die Modebranche ein gewisses Maß an Einarbeitungszeit, denn der Anspruch an Beratungsleistungen ist gerade in der Bekleidungsbranche höher als im Lebensmittelhandel.

Die gängigen Weiterbildungsoptionen bieten sich auch Modeberatern. Sie können die Weiterbildung zum/zur geprüften Handelsfachwirt /-in, zum/zur Fachwirt /-in für Vertrieb im Einzelhandel oder zum/zur Betriebswirt /-in für Handel besuchen oder die Spezialqualifikation als Fachberater /-in für Vertrieb erwerben. Eine Weiterbildung kann dann zum beruflichen Aufstieg führen. So wäre eine Karriere als Mode-Shop-Manger /-in denkbar. Handelt es sich um eine Unternehmenskette, wäre auch der Aufstieg im kaufmännischen Bereich möglich. Hier kommen Stellen im Wareneinkauf, aber auch im Vertrieb infrage.

3. Studium

Ausgebildete Modeberater haben ihre Lehre in einem Bekleidungsfachgeschäft durchlaufen. Wer eine entsprechende Weiterbildung erfolgreich abschließt, hat die Option im Geschäft oder im Management der Unternehmenskette aufzusteigen. Als Modeberater /-in im Laden wird kein /-e Betriebswirt /-in zu finden sein – ebenso wenig wie jemand, der ein Studium nach der Ausbildung anschließt.

Möglich wären für Modeberater zwei Studienrichtung: der kaufmännische Zweig (z.B. ein Studium der Handelsbetriebswirtschaft) oder alternativ der kreative Bereich (z.B. ein Studium des Modedesigns). Diese Studienfächer haben die folgenden Inhalte auf dem Studienplan:

  • das grundständige Studium der Handelsbetriebswirtschaft: Business Strategy, Entrepreneurship, Finanz- und Rechnungswesen, Handel (Controlling, Management, Marketing, Recht), Human Resource Management, Interkulturelles Management, Kommunikations- und Distributionspolitik, Marktforschung und -psychologie, Qualitäts- und Umweltmanagement, Quantitative Methoden, Statistik, Supply Chain Management, Volkswirtschaft, Wirtschaft (Ethik, Mathematik, Informatik, Sprachen);
  • das grundständige Studium des Modedesigns: Designgeschichte, Maschentechnik, Gestaltungslehre, Textilveredlung, Modedesign, Kollektionsgestaltung, Mode (Entwürfe, Zeichnen, Illustrieren), Produktentwicklung, Projekteinführung und Konzeption, Schnitttechnik und Schnittkonstruktionslehre, Technische Gewebe, Funktionstextilien, Werkstoffkunde, Textil- und Modemarketing, Strickerei und Wirkerei, Zeichnerische Darstellung.

Alternativen zum Studium der Handelsbetriebswirtschaftslehre sind: Unternehmensführung und Management, BWL (Business Administration), Unternehmensberatung, Internationale Wirtschaft, Logistik, Supply-Chain-Management, Marketing und Vertrieb und Wirtschaftswissenschaften. Mit Blick auf die Studienfächer zeigt sich, dass der Fokus auf der betriebswirtschaftlichen Seite liegt. Wer eines dieser Studienfächer wählt, ist nicht zwingend auf die Modebranche festgelegt, sondern kann in anderen Branchen ebenfalls Fuß fassen.

Alternativen zum Studium des Modedesigns sind: Textildesign, Schmuckdesign, Produkt- und Industriedesign, Design, Bühnen- und Kostümbild, Textil- und Bekleidungstechnik. In diesem Bereich wird der Fokus ganz deutlich auf die künstlerische Branche gelegt, die sowohl im Modebereich liegen kann als auch bei Accessoires, auf der Bühne und in der Produktentwicklung.

Unabhängig davon, welche Studienrichtung Modeberater mit Hochschulzugangsberechtigung einschlagen – nur selten werden sie wieder in einem Bekleidungsfachgeschäft tätig, wenn sie erst einen akademischen Abschluss haben.

4. Tätigkeit

Modeberater ein Beruf für Kreative

Wenn man den Beruf der Modeberaterin/ des Modeberaters ausüben möchte, sollte man auf jeden Fall eine Ausbildung im Textilgewerbe haben. Es ist in diesem Beruf sehr wichtig, dass man ein sicheres Auftreten hat und einem das Verkaufen Spaß macht. Zusatzkurse wie die Farb- und Stilberatung sind ein unbedingtes Muss. Ein sicheres Auge für Farben ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit und auch die Beratung an sich ist ebenfalls sehr wichtig. Viele Kundinnen und Kunden sind unschlüssig, was ihnen am besten steht oder welche Farbe sie tragen können. Dann ist die Modeberaterin/ der Modeberater gefragt, die bei unsicheren Frauen und Männern hilft und auch einmal Mut zu etwas extravagantem macht. Auch bei Männern geht der Trend immer in Richtung Beratung.

Modeberater haben einen wahrlich selbsterklärenden Beruf: Sie beraten in allen Modethemen. Im Mittelpunkt der Beratung stehen Modetrends, Kleidungskombinationen, die Modeberatung zu bestimmten Anlässen und die Kreation eines Looks inklusive Accessoires. Auch Informationen zur Textilpflege können Modeberater geben. Neben diesen kundenspezifischen Beratungsthemen, erledigen Modeberater auch den Verkauf der angebotenen Waren sowie die Abrechnung des entsprechenden Kaufbetrags. Sie informieren über etwaige Rückgabemodalitäten und verpacken die Waren so, dass der Kunde sie problemlos nach Hause transportieren kann.

Um regelmäßig neue Ware im Laden präsentieren zu können, geben Modeberater Bestellungen auf, managen den Wareneingang und überprüfen ob Bestellung und Lieferung übereinstimmen. Modeberater kümmern sich darum, dass die bestellten Waren ordnungsgemäß gelagert werden und so ansehnlich in den Auslagen drapiert werden, dass Kunden in den Laden gelockt werden. Auch im Laden sorgen sie dafür, dass die Waren repräsentativ ausgestellt werden und dass auch Kunden, die auf eine individuelle Beratung verzichten wollen, sich gut zurechtfinden. Regelmäßig führen sie die Inventur im Betrieb durch.

Gehaltstechnisch kommt es auch auf die Region an, in welcher man tätig ist. Und so ist auch das Gehalt einer Modeberaterin/ eines Modeberaters in München mit Sicherheit höher als in der Kleinstadt im Schwarzwald. Je nach Art des Geschäftes wird ein Einstiegsgehalt gezahlt, das bei Erfolg höher wird und in ein Durchschnittsgehalt umgewandelt wird. Viele Modeberater arbeiten nur in Teilzeit oder auf Vorführungen und werden dementsprechend mit Stundenlohn bezahlt. Mit dem Beruf Modeberater verbindet man Kreativität und Spaß am Umgang mit Menschen.