*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Müllfahrer

Datenbasis: 1.596 Datensätze
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1.829 € 2.354 € 3.285 €
Baden-Württemberg 1.977 € 2.493 € 3.413 € Jobs Müllfahrer
Bayern 1.862 € 2.474 € 3.476 € Jobs Müllfahrer
Berlin 1.775 € 2.259 € 3.374 € Jobs Müllfahrer
Brandenburg 1.726 € 2.084 € 3.212 € Jobs Müllfahrer
Bremen 1.853 € 2.212 € 3.260 € Jobs Müllfahrer
Hamburg 1.875 € 2.437 € 3.767 € Jobs Müllfahrer
Hessen 1.902 € 2.415 € 3.150 € Jobs Müllfahrer
Mecklenburg-Vorpommern 1.729 € 2.002 € 3.392 € Jobs Müllfahrer
Niedersachsen 1.846 € 2.382 € 3.215 € Jobs Müllfahrer
Nordrhein-Westfalen 1.890 € 2.404 € 3.279 € Jobs Müllfahrer
Rheinland-Pfalz 1.968 € 2.369 € 3.215 € Jobs Müllfahrer
Saarland 1.917 € 2.197 € 4.200 € Jobs Müllfahrer
Sachsen 1.676 € 1.994 € 2.873 € Jobs Müllfahrer
Sachsen-Anhalt 1.658 € 2.159 € 3.701 € Jobs Müllfahrer
Schleswig-Holstein 1.791 € 2.221 € 2.917 € Jobs Müllfahrer
Thüringen 1.593 € 1.977 € 2.880 € Jobs Müllfahrer

Müllfahrer:

1. Gehalt

Für einen Müllfahrer beträgt das durchschnittliche Gehalt in Deutschland, basierend auf 1.596 Datensätzen bei 2.354 €. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 1.829 € und können teilweise bis zu 3.285€ pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch als Müllfahrer bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 2.221 € liegen, kann man in Bayern auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 2.474 € kommen. Da die Kosten für den Lebensunterhalt in Süddeutschland etwas höher sind als im restlichen Land, relativieren sich die Gehaltsunterschiede aber oft wieder. Der Osten Deutschlands zeigt sich auch für die Müllfahrer als Schlusslicht im bundesweiten Gehaltsranking. In Brandenburg liegt das durchschnittliche Einkommen für einen Müllfahrer nur bei 2.221€.

Müllfahrer: Gehalt im Detail nach Alter, Firmengröße und Geschlecht:

  • 25 Jahre = 2.137 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.233 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.283 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.346 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.392 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.422 Euro brutto
    • Monatsgehalt nach Firmengröße:

      Die Größe des Arbeitgebers macht sich auch in den Gehältern der Müllfahrer bemerkbar. In einem Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern liegt das monatliche Gehalt bei etwa 2.318€. Wenn der Arbeitgeber 500 bis 1000 Angestellte beschäftigt erhöht sich das Durchschnittsgehalt auf 2.416€ brutto. Die höchsten Gehälter lassen sich wie so oft in den großen Firmen erzielen. Bei mehr als 1000 Angestellten liegt die monatliche Vergütung bei etwa 2.627€.

2. Ausbildung / Weiterbildung

Um Müllfahrer /-in zu werden, ist keine spezifische Ausbildung nötig, jedoch ist eine entsprechende Fahrerlaubnis erforderlich, die zum Fahren des Müllautos befähigt. Das bedeutet, dass Müllfahrer in jedem Fall einen Führerschein der Klasse C bzw. CE haben müssen. Der Grund: Der Müllwagen hat ein zulässiges Gesamtgewicht, das über 3,5 Tonnen liegt. Voraussetzung für den Führerschein der Klasse C (bzw. CE) ist der Führerschein der Klasse B. Müllfahrer fallen unter eine Ausnahmeregelung, denn in der Regel darf jemand erst ab dem Alter von 21 Jahren den gewerblich genutzten Führerschein der Klasse C machen – Müllfahrer dürfen dies bereits, wenn sie volljährig sind. Zudem muss ein augenärztliches Attest eine entsprechende Sehfähigkeit bescheinigen. Der Führerschein C/CE gilt für fünf Jahre, dann müssen erneut ärztliche Atteste vorgelegt werden, um den Führerschein zu verlängern.

Wer daran Interesse zeigt, nicht nur als Müllfahrer tätig zu sein, sondern auch die Kreislauf- und Abfallwirtschaft als System besser kennenzulernen, kann die Ausbildung zur Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft absolvieren. Sie fokussieren sich nicht in erster Linie auf die Abholung des Mülls, sondern auf die korrekte Entsorgung und Verwertung. Sie koordinieren die Sammlung des Mülls und tragen dafür Sorge, dass das Müllauto regelmäßig seine Runden dreht – und den Abfall einer umweltschonenden Entsorgung zuführt.

Die Ausbildung zum/zur Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft umfasst die folgenden Themen:

  • Methodenlehre: Messen, Steuern, Regeln,
  • Gerätekunde: Aufbau und Funktionsweise von betriebsspezifischen Geräten,
  • Umweltkunde: Vermeidung von Umweltbelastungen durch Techniken und Anlagen,
  • Stofflehre: Berechnung, Herstellung und Trennung von Stoffgemischen; Unterscheidung und Zuordnung von Abfällen,
  • Qualitätsmanagement,
  • Logistik, Sammlung, Vertrieb: Leistungskalkulation, Kostenermittlung, Betrieb von Sammelstellen, Durchführung von Schadstoffsammlungen,
  • Verwertung und Behandlung: Fehlfunktionen erkennen und Betriebsstörungen beheben; Aufbereitung – Verwertung – Behandlung als die drei Grundsäulen der Abfallverwertung,
  • Beseitigung und Behandlung: Steuerung, Regelung und Überwachung der Prozesse, Methoden und Verfahrenslehre.

Alternative Ausbildungsberufe sind: die Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik, für Rohr- Kanal- und Industrieservice sowie für Wasserversorgungstechnik. Die Weiterbildungsoption heißt: Meister /-in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und Städtereinigung.

3. Studium

Müllfahrer brauchen in der Regel keine Ausbildung. Sie brauchen eine Fahrerlaubnis der Führerscheinklasse C/CE und eine Einweisung. Die erste Professionalisierungsstufe, die weg vom Müllauto führt und hin zur Disposition des Müllautos ist die Ausbildung zur Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft. Wer anschließend die Weiterbildung zum/zur Meister /-in absolviert hat auf beruflichem Weg die Hochschulzugangsberechtigung erlangt und könnte ein branchenähnliches Studium beginnen.

Beim Studienfach Abfall- und Entsorgungstechnik stehen die folgenden Themen auf dem Stundenplan:

  • grundständiges Studium der Abfall- und Entsorgungstechnik: Abwassertechnik, Deponietechnik, Verfahrenstechnik, Informatik, Geologie und Bodenmechanik, Hydro- und Abfallchemie, Logistik, Recycling, Mathematik, Ökologie, Hydrobiologie, Ökonomie, Physik, Spezielle Recyclingverfahren (biologische Abfallbehandlung), technische Mechanik, thermische Abfallbehandlung, Immissionsschutz, Energie aus Biomasse, Genehmigungs- und Bewilligungsverfahren, Umweltmanagement und Öko-Audit,
  • weiterführendes Studium der Abfall- und Entsorgungstechnik: Abfallwirtschaft (Prozessbewertung), Altlasten (Bewertung, Erkundung, Sanierung), Grundwasser- und Bodensanierung, Planung von Abfallbehandlungsanlagen, Betrieb von Abwasseranlagen, Datenverwaltung und -analyse, Energiemaschinen, Hydrogeochemische Systemanalyse, Prozess- und Anlagentechnik, Wärmetechnik, Wasserqualität (Chemie), Trinkwasseraufbereitung.

Alternative Studiengänge im Bereich der Ver- und Entsorgung sind das Studium des Wasser- und Bodenmanagements (der Wassertechnologie). Im Bereich Umwelt- und Naturschutz gibt es einige Parallelen zu den Studienfächern Umwelttechnik oder Erneuerbare Energien und im Bereich Maschinen- und Anlagenbau liegt ein Studium der Verfahrenstechnik und des Maschinenbaus inhaltlich am nächsten. All diese Studiengänge werden in der grundständigen und in der weiterführenden Variante angeboten.

Nach dem Abschluss eines entsprechenden weiterführenden Studiengangs weist der Weg nicht selten in Richtung Umweltberatung oder Umweltmanagement. Auch Tätigkeiten in der Produkt- und Verfahrensentwicklung sind denkbar. Wer ein weiterführendes Studium abgeschlossen hat, kann ebenfalls eine berufliche Anstellung in der Forschung finden oder Lehrtätigkeiten an einer Hochschule aufnehmen.

4. Tätigkeit

Der Müllfahrer und die Müllfahrerin sind dafür verantwortlich, dass der Müll, der in Haushalten und Industrie täglich in enormen Mengen anfällt, gesammelt wird. Nach der Sammlung des Mülls wird dieser von dem Müllfahrer beziehungsweise der Müllfahrerin zu speziell eingerichteten Sammelplätzen verfrachtet, an denen dann die Verwertung des Abfalls stattfindet. Müllfahrer bekommen eine Fahrtroute und ein dazu passendes Auto zugeteilt. Meist wird das Müllfahrer-Team sowie Auto und Route von einer Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft zusammengestellt. Müllfahrer sind selten alleine unterwegs. Meist gibt es einen Fahrer und zwei Müllfahrer, die außen am Müllwagen auf kleinen Trittbrettern stehen. Hält das Müllauto an, werden die am Straßenrand stehenden Tonnen zum Müllwagen gebracht und dort zur Leerung eingehängt. Müllsäcke werden entsprechend in den Müllwagen geworfen. An dieser Stelle haben Müllfahrer eine wichtige Kontrollfunktion. Wurde sichtlich falscher Müll in die Tonne gekippt, müssen die Müllfahrer diese nicht entleeren.

Nachdem sie ihre Route abgefahren sind und das Müllauto gefüllt ist, fahren sie zur entsprechenden Sammelstelle und laden dort den Müll ab. Anschließend machen sie erneut ihre Tour und bringen den weiteren Müll zum Ort der Weiterverarbeitung. Sammeln sie nicht die Mülltonnen oder -säcke vom Straßenrand ein, können Müllfahrer auch damit beschäftigt sein, Sammelbehälter für Spezialabfälle wie Papier, Glas oder Kleider an dafür vorgesehenen Standorten aufzustellen oder volle Container gegen leere auszutauschen. Aber auch die Fähigkeit zu frühem Aufstehen ist in diesem besonderen Beruf gefragt. Oftmals wird der Müll von dem Müllfahrzeug in den Morgenstunden abgeholt und weggefahren.

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