*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Rechnungsprüfer

Datenbasis: 26 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.905 € 2.439 € 4.787 €
Baden-Württemberg 2.016 € 2.581 € 5.066 € Jobs Rechnungsprüfer
Bayern 2.028 € 2.596 € 5.095 € Jobs Rechnungsprüfer
Berlin 1.871 € 2.396 € 4.703 € Jobs Rechnungsprüfer
Brandenburg 1.447 € 1.852 € 3.635 € Jobs Rechnungsprüfer
Bremen 1.831 € 2.344 € 4.601 € Jobs Rechnungsprüfer
Hamburg 2.021 € 2.587 € 5.077 € Jobs Rechnungsprüfer
Hessen 2.524 € 3.231 € 6.341 € Jobs Rechnungsprüfer
Mecklenburg-Vorpommern 1.400 € 1.793 € 3.519 € Jobs Rechnungsprüfer
Niedersachsen 1.738 € 2.225 € 4.367 € Jobs Rechnungsprüfer
Nordrhein-Westfalen 1.992 € 2.363 € 4.812 € Jobs Rechnungsprüfer
Rheinland-Pfalz 1.874 € 2.399 € 4.708 € Jobs Rechnungsprüfer
Saarland 1.811 € 2.319 € 4.551 € Jobs Rechnungsprüfer
Sachsen 1.465 € 1.876 € 3.682 € Jobs Rechnungsprüfer
Sachsen-Anhalt 1.436 € 1.838 € 3.607 € Jobs Rechnungsprüfer
Schleswig-Holstein 1.911 € 2.447 € 4.803 € Jobs Rechnungsprüfer
Thüringen 1.489 € 1.906 € 3.741 € Jobs Rechnungsprüfer

Rechnungsprüfer / Rechnungsprüferin:

1. Gehalt

Als Rechnungsprüfer liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.439 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 26 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.905 € beginnen, Rechnungsprüfer in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.787 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.447 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.581 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Rechnungsprüfer in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.187 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.304 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.363 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.447 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.882 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.950 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.246 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.499 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.371 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Um als Rechnungsprüfer /-in einsetzbar zu sein, ist in der Regel eine kaufmännische Weiterbildung notwendig. Denkbar wäre beispielsweise der Besuch einer Fachschule für Rechnungswesen. Nach erfolgreichem Abschluss der Zusatzausbildung dürfen sich die Absolventen als Betriebswirte für Rechnungswesen bezeichnen.
Es gibt sowohl Kurse, die in Vollzeit stattfinden, als auch welche, bei denen der Unterricht lediglich halbtags bzw. an den Wochenenden besucht werden muss. Das Teilzeitmodell nimmt insgesamt drei bis vier Jahre in Anspruch. Wer in Vollzeit lernt, kann die Ausbildung bereits nach zwei Jahren abschließen. Dazu gilt es in jedem Fall eine schriftliche Prüfung zu bestehen. Je nach Bundesland kommt gegebenenfalls ein mündlicher oder praktischer Prüfungsteil hinzu.

Natürlich enthält ein solcher Lehrgang zahlreiche theoretische Unterrichtseinheiten. Jedoch werden diese durch praktische Übungen und Praktika ergänzt. So lernen die Teilnehmer unter anderem die folgenden Themengebiete auf vielfältige Weise kennen:

  • Rechnungswesen und Buchführung,
  • Betriebswirtschaft,
  • Wirtschaftsmathematik und Statistik,
  • Organisation und die Verarbeitung von Informationen,
  • Projektarbeiten.

Zusätzlich zu diesen fachbezogenen Inhalten, beschäftigen sie sich mit fachübergreifenden Aspekten wie dem in Deutschland geltenden Wirtschafts- und Arbeitsrecht. Ebenso nehmen Fremdsprachen eine wichtige Rolle ein. Noch bedeutender ist allerdings das Fach Deutsch, insbesondere die Theorien und Methoden bezüglich der zwischenmenschlichen Kommunikation. Zu den prüfungsrelevanten Fächern gehören in erster Linie Rechnungswesen, Controlling, Volkswirtschaft und Recht. Ähnlich gestaltet sich auch die Liste der Vorkenntnisse, die diejenigen mitbringen sollten, die sich für den Lehrgang bewerben. Ohne Kenntnisse in Mathematik sind die teilweise komplizierten Rechnungen im Controlling oder Rechnungswesen wohl kaum zu bewältigen. Ebenso sollten die angehenden Betriebswirte über ein gewisses Interesse an wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Zusammenhängen aufweisen.

Jedoch stellt die Weiterbildungsmaßnahme zum/zur Betriebswirt /-in für Rechnungswesen nicht die einzige Möglichkeit der Fortbildung in dieser Branche dar. So bestehen Angebote, den Beruf des/der Finanzbuchhalters /-in oder des/der Bilanzbuchhalters /-in zu erlernen. Oder aber der/die Interessiert erwirbt den Titel Betriebswirt /-in, jedoch nicht im Fachbereich Rechnungswesen sondern im Controlling.

3. Studium

Ein weiterer attraktiver Weg, der denjenigen, die langfristig eine Tätigkeit als Rechnungsprüfer anstreben, offensteht, ist ein Studium im Fach Steuer- und Prüfungswesen. Der Studiengang vereint im Grunde die Fächer Betriebswirtschaftslehre, Steuerwesen und Recht. Konkret gliedert sich das Studium zunächst einmal in folgende Pflichtmodule:

  • Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre,
  • Betriebswirtschaftliche Steuerlehre,
  • Prüfungswesen,
  • Rechnungswesen,
  • Internationales Steuerrecht,
  • Grundlagen des Steuerrechts (materiell und formell),
  • Wirtschaftsrecht,
  • Organisation und Personal,
  • Consulting,
  • Unternehmensrechnung.

Darüber hinaus steht den Studenten ein breit gefächertes Angebot an Wahlpflichtmodulen zur Verfügung, aus denen sie weitgehend frei auswählen können. Dazu gehört zum Beispiel:

  • Internationales Management,
  • Rationalität und Ethik in Wirtschaft und Gesellschaft,
  • Projektmanagement
  • Controlling und Unternehmensberatung und die entsprechenden steuerlichen Aspekte,
  • Bußgeld- und Strafverfahren (Steurer- und Sozialversicherungsrecht).

Um Praxiserfahrung zu sammeln, sind Praktika oder sogar Praxissemester zu empfehlen. Wem dies nicht ausreicht, der sollte sich im Vorfeld über das duale Studienmodell informieren. Dieses verbindet das Hochschulstudium mit einer praktischen Berufsausbildung.

Im Durschnitt dauert das grundständige Studium sieben Semester. Dann kann der/die Student /-in entscheiden, ob er/sie weiterhin studieren oder lieber ins Berufsleben einsteigen möchte. Fällt die Wahl auf die Weiterführung des Studiums, gilt es außerdem festzulegen, in welchem Fach dies geschehen soll. Entweder der/die Student /-in absolviert den Master erneut im Fach Steuer- und Rechnungswesen. Oder aber es wird ein Wechsel hin zum Finanz- und Rechnungswesen, zum Controlling oder zum Risikomanagement vollzogen.
Jedoch ist darauf hinzuweisen, dass bereits bei der Aufnahme des Bachelor-Studiums eine Hochschulzugangsberechtigung erforderlich ist. Bei der Vergabe der Masterstudiengangplätze sind dann die im grundständigen Studium erbrachten Leistungen ausschlaggebend. Damit diese möglichst gut ausfallen, sollten die Studenten gewisse Vorkenntnisse in einigen Schulfächern mitbringen. Dazu zählt in erster Linie die Mathematik. Ähnlich wichtig ist aber auch der Bereich Wirtschaft und Recht, gefolgt vom Fach Englisch.

4. Tätigkeit

Rechnungsprüfer sind meist bei Gemeinden, Städten oder Vereinen oder anderen Verbänden und Organisationen angestellt. Sie überwachen dort sämtliche Zahlungsvorgänge und prüfen in regelmäßigen Abständen die Kassen- und Buchführung. Ebenso unterziehen sie Jahresrechnungen sowie die Vermögens- und Schuldenverwaltung einer genauen Kontrolle.
Für bestimmte Investitionen innerhalb der Gemeinde oder dem Verein ist die Freigabe von Finanzmitteln nötig. Da diese Aufgabe unter anderem den zuständigen Rechnungsprüfern obliegt, können die Fachleute in einem gewissen Umfang Einfluss auf das wirtschaftliche Handeln der Kommune oder der Vereinigung nehmen. Auf diese Weise sorgen sie dafür, dass zum Beispiel Fördermittel sachgerecht eingesetzt werden.

Um sich einen Überblick über die finanzielle Situation machen zu können, ist eine ausnahmslose Einsicht in alle relevanten Unterlagen nötig. Diese wird den Rechnungsprüfern in der Regel gewährt. Im Gegenzug müssen sie regelmäßig in Form von Berichten über die Ergebnisse ihrer Nachforschungen und Kontrollen informieren.