Jobangebote für Schreiner (+15km)

Geschätztes Bruttogehalt  
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Schreiner

Datenbasis: 898 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.910 € 2.539 € 3.538 €
Baden-Württemberg 1.949 € 2.705 € 3.821 € Jobs Schreiner
Bayern 1.901 € 2.516 € 3.361 € Jobs Schreiner
Berlin 1.787 € 2.376 € 3.311 € Jobs Schreiner
Brandenburg 1.658 € 1.772 € 2.077 € Jobs Schreiner
Bremen 1.836 € 2.440 € 3.400 € Jobs Schreiner
Hamburg 2.026 € 2.693 € 3.753 € Jobs Schreiner
Hessen 1.751 € 2.470 € 3.461 € Jobs Schreiner
Mecklenburg-Vorpommern 1.404 € 1.866 € 2.600 € Jobs Schreiner
Niedersachsen 1.926 € 2.484 € 3.534 € Jobs Schreiner
Nordrhein-Westfalen 1.901 € 2.645 € 3.449 € Jobs Schreiner
Rheinland-Pfalz 1.921 € 2.441 € 3.275 € Jobs Schreiner
Saarland 1.633 € 2.195 € 2.937 € Jobs Schreiner
Sachsen 1.469 € 1.953 € 2.721 € Jobs Schreiner
Sachsen-Anhalt 1.440 € 1.914 € 2.667 € Jobs Schreiner
Schleswig-Holstein 1.678 € 2.230 € 3.107 € Jobs Schreiner
Thüringen 1.811 € 2.082 € 2.663 € Jobs Schreiner

Schreiner / Schreinerin:

1. Gehalt

Als Schreiner liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.539 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 898 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.910 € beginnen, Schreiner in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.538 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.230 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.705 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Schreiner in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.292 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.441 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.545 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.570 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.698 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.750 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.502 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.707 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.929 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Eine Ausbildung zum /zur Schreiner /-in wird heute nicht mehr angeboten. Die Ausbildung, die diesem Berufsbild am nächsten liegt, ist die Ausbildung zum /zur Tischler /-in, doch gibt es auch Ausbildungsplätze zum /zur Holzmechaniker /-in mit dem Schwerpunkt Bauelemente, Holzpackmittel und Rahmen oder Möbel- und Innenausbau.

Zunächst sollen die Ausbildungsinhalte aller drei Ausbildungsberufe vorgestellt werden:

Tischler /-in
lernen während ihrer Ausbildung, wie sie ihre Ideen zu Papier bringen und Skizzen, Zeichnungen und Pläne machen. Nach denen muss der Materialbedarf berechnet werden. Dieser Vorgang muss so genau sein, dass eine Fertigung danach zum gewünschten Endprodukt führt.
Auch lernen angehende Tischler wie Arbeitsbereiche eingerichtet werden, welchen Holzarten und -werkstoffe es gibt und welche Besonderheiten es bei der jeweiligen Bearbeitung gibt. Die Herstellung von Rahmen und Gestellen sowie von Einzelteilen zur Herstellung von Türen, Fenstern, Treppen und Möbeln steht ebenso auf dem Ausbildungsplan wie die Komplettmontage der fertigen Produkte. Werkzeuge, programmierbare Anlagen und auch Maschinen müssen zu bedienen erlernt werden, denn nur so können sie zielgerichtet eingesetzt werden. Auch die Vorbereitung für den Transport, den Aufbau am Ziel und die Übergabe an den Kunden wird während der Ausbildung thematisiert.

Holzmechaniker /-in mit Schwerpunkt Bauelemente, Holzpackmittel und Rahmen
lernen ebenfalls in ihrer Ausbildung, wie Holz und Holzwerkstoffe unterschieden werden können. Darüber hinaus erfahren sie, wie Holz und Holzwerkstoffe idealerweise be- und verarbeitet werden, wie Einzelteile gefertigt werden und welche Techniken es dabei gibt. Darüber hinaus lernen sie auch verschiedene Formen der Oberflächenbehandlung kennen. Beschläge für die zu produzierenden Produkte werden im Rahmen der Ausbildung produziert. In der Praxis geht es darum, Kundenaufträge auszuführen. Dabei ist Termintreue, Genauigkeit und sowohl ein Verständnis für den Rohstoff Holz als auch für die zur Verfügung stehenden Maschinen nötig.

Holzmechaniker /-in mit Schwerpunkt Innen- und Möbelausbau
lernen natürlich viele ähnliche Inhalte wie ihre Mitschüler mit dem bereits beschriebenen Schwerpunkt, jedoch legen sie einen speziellen Fokus auf die Oberflächen, die furniert werden können oder mit einem speziellen Oberflächeneffekt versehen werden können.

Gelernte Tischler /-innen können eine Weiterbildung zum /zur Tischlermeister /-in absolvieren. Holzmechaniker /-innen können (unabhängig vom Schwerpunkt) die Weiterbildung zum /zur Industriemeister /-in Holz absolvieren.

3. Studium

Auch wenn sie sich im Rahmen einer Ausbildung in verschiedene Schwerpunktrichtungen entwickeln, so eint alle vorgestellten Berufe der Rohstoff Holz – und auch der Studiengang könnte Tischler und Holzmechaniker in einen Hörsaal bringen, denn wer in diesem Bereich studieren möchte, studiert Holztechnik. Gängige Studiengänge mit Bachelorabschluss sind Holzbau und Ausbau, Holzingenieurwesen, Holztechnik, Holzbau- und Bauelemente, Holz- und Kunststofftechnik, Möbel und Innenausbau sowie Wirtschaftsingenieurwesen (Holz- und Kunststofftechnik). Gängige Studiengänge mit Masterabschluss sind Holzbau und Energieeffizienz, Holzingenieurwesen, Holztechnik, Holztechnologie und Holzwirtschaft.

Im Grundstudium stehen dabei die folgenden Ausbildungsinhalte auf dem Plan: Automatisierungstechnik, Chemie, Elektrotechnik, Energietechnik, Fertigungstechnik, Holzwerkstofftechnik, Holzbearbeitungsmaschinen, Informationstechnik, Betriebswirtschaftslehre, Produktmanagement, Statik, Festigkeitslehre, Mechanik, Maschinenkunde, Werkstoffkunde. Darüber hinaus gibt es mögliche optionale Module wie 3-D-Konstruieren in CAD, CNC-Technik, Unternehmensführung, Schadstofflehre, Logistik und technisches Englisch.

Im weiterführenden Studium steht Bauphysik, Mechanik, Festigkeitslehre, Holz- und Verbundbau, Innenausbau, Modellbildung, Öffentlichkeitsarbeit, Produktentwicklung, Produktprüfung, Produktion, Logistik, Statistik, Werkstoffe, Holztechnologie auf dem Stundenplan. Darüber hinaus werden die folgenden optionalen Module geboten: Arbeitswissenschaften, energieeffizientes Bauen, Entwurf und Gestaltung, Holzmodifikation, Simulation, Unternehmensplanung.

Wer sich weniger um die Verarbeitung des Rohstoffes Holz kümmern möchte, sondern eher an den Herstellungskomponente interessiert ist, der könnte sich im Holzwirtschaftsstudium wohlfühlen. Dabei werden in Bachelorstudiengänge nach der Einführung in die Holz- und Forstwirtschaft die Themen Bearbeitung, Marktlehre, Verwendung, Holzwirtschaft, Holztechnologie, Holztechnik, Produktion, Werkstoffe, Konstruktion und Verfahrenstechnik. Masterabsolventen müssen BWL, Holzbiologie, Holztechnologie, Forstwirtschaftslehre und Management büffeln.

4. Tätigkeit

Schreiner arbeiteten mit Holz – Tischler auch. Zumindest das ist geblieben, jedoch hat die zunehmende Technisierung auch dieses Berufsbild verändert. Tischler erstellen Entwürfe und Muster, verarbeiten Hölzer, behandeln Holzoberflächen und stellen Holzverbindungen her. Gefertigt werden Holzbauteile für den Innen- und Außenausbau sowie für Holzmöbel. Zudem stellen die Berufsangehörigen alle Arten von Holzwerkstücken her, bearbeiten Kunststoff, Glas und Metall und führen Montagearbeiten durch. Sie sind mit qualitätssichernden Maßnahmen betraut, pflegen und warten Maschinen, die sie zur Holzbe- und -verarbeitung benötigen und beraten Kunden.

Holzmechaniker /-innen mit Schwerpunkt Bauelemente, Holzpackmittel und Rahmen stellen aus Holzwerkstoffen die Produkte ihres Schwerpunktbereiches her. Dabei nutzen sie sowohl Maschinen als auch manuelle Kräfte. Neben der reinen Produktion geht es auch um die Montage der fertigen Bauteile und den Umgang mit dem Rohstoff Holz. Hier gilt es Oberflächen entsprechend dem Baustoff zu behandeln. Vieles haben Holzmechaniker mit dem Schwerpunkt Möbel- und Innenausbau mit den eben beschriebenen Holzmechanikern gemein. In erster Linie unterscheidet die Ausbildungsberufe das Produktangebot, welches bereits am Namen zu erkennen ist. Holzmechaniker mit Schwerpunkt Möbel- und Innenausbau fertigen eben genau diese Endprodukte.