*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Tischler

Datenbasis: 1.527 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.718 € 2.365 € 3.174 €
Baden-Württemberg 1.909 € 2.636 € 3.482 € Jobs Tischler
Bayern 1.783 € 2.441 € 3.290 € Jobs Tischler
Berlin 1.598 € 2.147 € 2.747 € Jobs Tischler
Brandenburg 1.523 € 1.927 € 2.512 € Jobs Tischler
Bremen 1.782 € 2.516 € 4.075 € Jobs Tischler
Hamburg 1.758 € 2.470 € 3.680 € Jobs Tischler
Hessen 1.678 € 2.367 € 3.226 € Jobs Tischler
Mecklenburg-Vorpommern 1.497 € 1.806 € 2.491 € Jobs Tischler
Niedersachsen 1.918 € 2.441 € 3.164 € Jobs Tischler
Nordrhein-Westfalen 1.795 € 2.493 € 3.313 € Jobs Tischler
Rheinland-Pfalz 1.775 € 2.429 € 3.343 € Jobs Tischler
Saarland 1.774 € 2.105 € 3.185 € Jobs Tischler
Sachsen 1.513 € 1.711 € 2.393 € Jobs Tischler
Sachsen-Anhalt 1.373 € 1.893 € 2.480 € Jobs Tischler
Schleswig-Holstein 1.806 € 2.419 € 2.832 € Jobs Tischler
Thüringen 1.331 € 1.901 € 2.773 € Jobs Tischler

Tischler:

1. Gehalt

Was verdienen eigentlich Tischler? Dreimal auf Holz klopfen soll ja bekanntlich Glück bringen. Wenn es ums eigene Gehalt geht sollte man sich darauf aber vielleicht besser nicht verlassen. Deshalb informieren wir Sie hier darüber, was Tischler verdienen.

Im bundesweiten Durchschnitt liegt das Monatsgehalt eines Tischlers bei 2.365 € bzw. das Stundengehalt bei 16,42 € brutto. Wobei das untere Viertel der Gehaltsskala 1.718 € oder weniger verdient, die oberen 25% hingegen 3.174 € oder mehr. Basis dieser Zahlen sind 1.527 Datensätze, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst und für Sie analysiert haben. Faktoren wie Alter, Region, oder Unternehmensgröße beeinflussen dabei die Höhe des Einkommens.

Wie geht es finanziell nach der Ausbildung weiter?

Tischlergesellen, die ihre Ausbildung gerade beendet haben, können durchschnittlich mit einem Einstiegsgehalt von 1.988 € rechnen. Im Laufe der Jahre steigt dann mit der Erfahrung auch der Verdienst: Mit 30 Jahren beläuft sich das Durchschnittseinkommen bereits auf 2.187 €, im Alter von 40 Jahren auf 2.445 € und mit 50 auf 2.527 €. Weiterbildungen eröffnen nicht nur neue berufliche Perspektiven, auch gehaltstechnisch können zum Beispiel Tischlermeister einen deutlichen Sprung nach oben machen.

  • 25 Jahre = 2.100 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.187 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.387 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.445 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.481 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.527 Euro brutto

Ost-West-Gefälle

Als Tischler oder Tischlerin spielt es im Gegensatz zu vielen anderen Berufen keine große Rolle, ob Sie im Norden, im Westen oder im Süden Deutschlands arbeiten – die Gehälter sind überall auf einem ähnlichen Niveau. Einzig der Osten des Landes fällt einkommenstechnisch deutlich ab. Hier verdienen Schreiner im Schnitt etwa ein Viertel weniger als im Rest der Republik. Bei der Beurteilung dieser Zahlen, muss jedoch auch berücksichtigt werden, dass die Lebenshaltungskosten regionale Unterschiede aufweisen.

Großer Betrieb, großer Verdienst

Oftmals hat auch die Unternehmensgröße Einfluss auf den Verdienst. Die Auswertung unserer Daten zeigt deutlich, dass für Tischler mit der Größe des Betriebs auch der Lohn steigt.

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.330 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.547 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.820 Euro brutto

Wenn Sie nun noch genauer wissen möchten, ob Ihr Gehalt angemessen ist, empfehlen wir Ihnen einen individuellen Gehaltsvergleich.

2. Ausbildung / Weiterbildung

Wer handwerkliches Geschick an den Tag legt, Wert auf genaues Arbeiten legt und Holz als Werkstoff sehr ansprechend findet, sollte über eine Ausbildung zum/zur Tischler /-in nachdenken. Diese dauert in der Regel drei Jahre und setzt mindestens einen Hauptschulabschluss voraus. Während der Ausbildung, die in einer Tischlerei oder einem großen Holzverarbeitungsunternehmen stattfindet, lernen zukünftige Tischler alles, was sie für die Ausübung dieses handwerklichen Berufs wissen müssen. Im Detail sehen die Inhalte der Berufsausbildung folgendermaßen aus:

  • Lesen und Anfertigen von Skizzen, Plänen und Zeichnungen,
  • Ermitteln von Materialbedarf,
  • Einrichten und Sichern vom Arbeitsplatz (z.B. bei der Montage),
  • Erkennung und Bearbeitung von Holzarten und Holzwerkstoffen,
  • Handhabung, Einstellung und Instandhaltung von Maschinen und Werkzeugen,
  • Herstellen von verschiedenen Holzerzeugnissen wie Türen, Fenstern, Treppen, Möbeln,
  • Zwischen- und Endkontrolle,
  • Komplettierung der Holzerzeugnisse durch Kunststoff, Metall, Glas und andere Werkstoffe,
  • Oberflächenbehandlungen wie Beizen, Schleifen, Färben,
  • Transport und Montage der Holzerzeugnisse.

Neben der praktischen Ausbildung im Betrieb wird der/die Tischler /-in darüber hinaus umfangreiches Theoriewissen in der Berufsschule erlangen. Zu den vermittelten Inhalten gehören die Instandhaltung der Holzerzeugnisse, die Herstellung von Bauelementen aus unterschiedlichen Werkstoffen und die Montage von Bauelementen. Fächer wie Deutsch, Mathematik, Wirtschafts- und Sozialkunde stehen auf dem Lehrplan des/der Tischlers/ -in. Die Zeit in der Berufsschule beträgt ein bis zwei Tage pro Woche oder findet im Blockunterricht statt. Neben dem Interesse an der Holzverarbeitung sollte ein /-e Tischler /-in Kreativität und eine genaue Arbeitsweise mitbringen. Auch handwerkliches Geschick und der sichere Umgang mit Zahlen sind Grundvoraussetzungen für die Ausübung dieses Berufs. Nach der Ausbildung finden Tischler eine Anstellung in einer Tischlerei oder bei einem Hersteller für Möbel bzw. andere Holzwaren. Alternativen zum Beruf Tischler /-in sind unter anderem Parkettleger /-in, Zimmerer und Holzmechaniker /-in.

Informationen zum Gehalt in der Ausbildung als Tischler/-in.

3. Studium

Wer sich nach der Ausbildung dazu entschließt, die Karriereleiter weiter nach oben zu klettern, dem bieten sich mehrere Studienalternativen. Die meisten Studiengänge erfordern Abitur, andere setzen das Fachabitur voraus. Abhängig von der Hochschule ist es für Berufspraktiker möglich, ohne die erforderliche schulische Qualifikation zu studieren. Eine Anfrage beim zuständigen Kultusministerium bzw. der konkreten Hochschule ist der direkte Weg, um aktuelle Informationen zu erhalten. Studiengänge, die sich für Tischler anbieten sind unter anderem:

  • Architektur,
  • Innenarchitektur,
  • Design,
  • Holz- und Kunststofftechnik.

Wer während der Ausbildung zum/zur Tischler /-in bemerkt, dass ihm das Designen von Möbeln oder das „in Szene setzen“ besonders viel Spaß macht, sollte über ein Studium zum Architekten oder Designer nachdenken. Diese Studiengänge sind besonders beliebt. Ein guter Abschluss und Berufserfahrung sind das A und O, um in diesen Bereichen Fuß zu fassen. Als Grundfertigkeit sollten angehende Studenten zeichnerische Fähigkeiten mitbringen. Die Arbeit des Architekten oder Designers beginnt meist mit einer Idee, die auf einem weißen Blatt Papier festgehalten wird, bevor es an die weiteren Bearbeitungsschritte geht.

Während diese Studiengänge vorwiegend kreativ ausgerichtet sind, stehen beim Studium zum Ingenieur für Holz- und Kunststofftechnik naturwissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Inhalte im Vordergrund. Das Studium umfasst unter anderem folgende Bereiche:

  • Holzbearbeitungstechnik,
  • Informationstechnik,
  • Werkstoffkunde,
  • Statik und Festigkeitslehre,
  • Technische Mechanik und Maschinenkunde,
  • Management und Betriebswirtschafslehre,
  • Fertigungstechnik,
  • Elektrotechnik,
  • Chemie.

Ähnliche Studienschwerpunkte kommen auf Studierende zu, die den Abschluss zum Diplom-Holzwirt anstreben. Nach dem Absolvieren eines der vorgestellten Studiengänge bestehen gute Aufstiegschancen. Absolventen haben die Perspektive, in einer leitenden Position tätig zu werden. Sie haben außerdem die Möglichkeit, sich nach dem Studium mit einem eigenen Architekturbüro selbständig zu machen.

4. Tätigkeit

Entsprechend der Ausrichtung kann der Tischler oder die Tischlerin für Restaurierungsarbeiten in den verschiedensten handwerklichen Betrieben mit Denkmalschutztätigkeiten eine Beschäftigung finden. Aber auch in der öffentlichen Verwaltung oder bei Fachtischlereien finden sich Alternativen. Die Aufgaben, welche sie übernehmen, liegen in der Bearbeitung und Erhaltung von Holzbauteilen oder Holzkonstruktionen. Sie bestimmen den Beschädigungsgrad, erstellen Konzepte zur Instandhaltung und befassen sich mit den Methoden für die Erhaltung. Dabei benutzen sie meist auch die gleichen Verfahren und Arbeitsmittel zur Bearbeitung wie sie zur Herstellungszeit verwendet wurden.

Doch die Arbeit als Tischler /-in ist sehr vielfältig und beschränkt sich keinesfalls nur auf das Bearbeiten von Holz. Am Anfang eines jeden Auftrags steht die Absprache mit dem Kunden. Dabei muss genau geklärt werden, welche Vorstellungen und Wünsche dieser hat. Besonders im Bereich der Möbelproduktion ist ein ausführliches Erstgespräch sehr wichtig. Nach dem Anfertigen von Skizzen und Plänen beginnt der eigentliche Produktionsprozess. Tischler stellen Schränke, Tische und Stühle, Fenster, Türen, Treppen, Betten, Kommoden, Kisten und viele weitere Bauelemente aus Holz her.

Während der Produktion haben Tischler sowohl mit kleinen und größeren Maschinen als auch mit verschiedenen Werkzeugen zu tun. Während die groben Arbeitsschritte noch von den mechanischen Werkzeugen erledigt werden, muss bei den Feinarbeiten nach wie vor immer selbst Hand angelegt werden. Ist das Werkstück fertig, ist es die Aufgabe des Tischlers, es zu versiegeln und gegebenenfalls auch die Oberflächen zu veredeln. Weitere Tätigkeitsbereiche von Tischlern sind die Montage von Türen, Fenstern und Treppen, der Innenausbau, das Verlegen von Parkettböden und die Restauration, Reparation und Änderung von Möbelstücken.

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