*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Supply Chain Management

Datenbasis: 772 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 3.125 € 5.072 € 8.449 €
Baden-Württemberg 3.185 € 4.589 € 8.343 € Jobs Supply Chain Management
Bayern 3.329 € 5.086 € 8.967 € Jobs Supply Chain Management
Berlin 2.678 € 5.080 € 9.055 € Jobs Supply Chain Management
Brandenburg 2.381 € 3.864 € 6.437 € Jobs Supply Chain Management
Bremen 3.003 € 4.874 € 8.119 € Jobs Supply Chain Management
Hamburg 3.125 € 4.297 € 7.134 € Jobs Supply Chain Management
Hessen 3.262 € 5.232 € 8.987 € Jobs Supply Chain Management
Mecklenburg-Vorpommern 2.297 € 3.728 € 6.210 € Jobs Supply Chain Management
Niedersachsen 3.043 € 4.968 € 7.390 € Jobs Supply Chain Management
Nordrhein-Westfalen 3.274 € 5.228 € 8.343 € Jobs Supply Chain Management
Rheinland-Pfalz 2.986 € 5.979 € 8.991 € Jobs Supply Chain Management
Saarland 2.972 € 4.823 € 8.034 € Jobs Supply Chain Management
Sachsen 2.548 € 4.135 € 6.888 € Jobs Supply Chain Management
Sachsen-Anhalt 2.355 € 3.823 € 6.368 € Jobs Supply Chain Management
Schleswig-Holstein 2.744 € 4.454 € 7.420 € Jobs Supply Chain Management
Thüringen 3.475 € 4.548 € 5.473 € Jobs Supply Chain Management

Supply Chain Management:

1. Gehalt

Als Supply Chain Manager liegt das deutschlandweite Gehalt bei 5.072 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 772 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 3.125 € beginnen, Supply Chain Manager in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 8.449 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 4.454 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.589 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Supply Chain Manager in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.751 Euro brutto
  • 30 Jahre = 4.394 Euro brutto
  • 35 Jahre = 5.254 Euro brutto
  • 40 Jahre = 5.994 Euro brutto
  • 45 Jahre = 6.835 Euro brutto
  • 50 Jahre = 6.743 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 4.276 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.774 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.565 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Es gibt mehrere Ausbildungswege zum Berufs Supply-Chain-Manager /-in. Eine kaufmännische Ausbildung oder Weiterbildung bzw. Umschulung zum Logistiker dient als Basis. Eine Ausbildung im Unternehmen ist dabei nicht nur sehr praxisbezogen, sondern auch mit Blick auf die beruflichen Perspektiven empfehlenswert. Wer bereits über einen technischen Studienabschluss mit einer qualifizierten Weiterbildung (Höhere Fachschule) oder ein Hochschulstudium in Betriebsökonomie verfügt, hat ebenfalls gute Chancen auf eine spätere Anstellung als Supply-Chain-Manager.

Eine Tätigkeit als Gruppenleiter in einem Unternehmen setzt ein wirtschaftswissenschaftliches Studium beziehungsweise einen MBA (Master of Business Administration) mit dem Schwerpunkt Supply-Chain-Management (SCM) voraus. Mit vorhandener Berufserfahrung, detaillierten Kenntnissen in den Bereichen Exportökonomie und Logistik sowie einer adäquaten Basis-Ausbildung lässt sich im Rahmen eines dualen Studienganges oder Fernstudienganges das „Supply-Chain-Management“ studieren und der Abschluss „Supply-Chain-Manager/-in“ erwerben.

Eine Ausbildung als Kaufmann /-frau für Spedition und Logistikdienstleistungen findet unter den folgenden Rahmenbedingungen statt:

  • Die Ausbildungsdauer zwei bis drei Jahre.
  • Die schulischen Voraussetzungen sind mindestens die Mittlere Reife oder ein höherer Bildungsabschluss.
  • Als Ausbildungsbetriebe kommen Express-, Kurier- und Paketdienste, Lagerwirtschafts- und Umschlagsunternehmen, Logistikdienstleister, Speditionen, Reedereien und Schifffahrtsunternehmen oder Frachtfluggesellschaften infrage

Der Rahmenlehrplan hat u.A. diese Inhalte:

  • Mitarbeit im Speditionsbetrieb,
  • Bearbeitung von Speditions- und Frachtaufträgen,
  • Organisation und Angebot von Lagerleistungen (Lagerarten, Lagerfunktion, Lagerorganisation, Lagerdokumente, Beförderungsmittel),
  • Bearbeitung von Export- und Importaufträgen,
  • Dokumentation von Geschäftsprozessen und Bearbeitung von Zahlungsvorgängen: Inventur, Inventar, Bilanz, Erfolgsbuchungen, Bestandsbuchungen, branchenüblicher Kontenrahmenplan, Umsatzsteuer,
  • Vergleich von Verkehrsträgern, Bearbeitung von Frachtaufträgen im Güterkraftverkehr (Verkehrswege im Güterkraftverkehr, Haftung, Begleitpapiere, Genehmigungen, EG-Sozialvorschriften, Güterkraftverkehrsgesetz etc.),

Für die Ausbildung sollten Interessenten gute Noten in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Geographie mitbringen. Weitere Merkmale sind unternehmerisches Denken und Handeln, Stressresistenz, Flexibilität, Organisationstalent sowie Freude am Umgang mit Menschen.

3. Studium

Personen, die bereits über Kenntnisse im Logistikbereich und eine entsprechende Vorausbildung verfügen, haben die Möglichkeit, ein berufsbegleitendes Studium im „Supply-Chain-Management“ zu absolvieren. Zur Auswahl stehen dabei Bachelor- und Master-Studiengänge sowie das Zertifikatsstudium. Im Rahmen des Bachelorstudiums wird das Supply-Chain-Management häufig als Schwerpunkt in Verbindung mit Logistik, BWL oder Wirtschaftsingenieurwesen gelehrt. Bei den Masterstudiengängen werden bereits erlangte theoretische und praktische Kenntnisse erweitert. Grundsätzliche Studieninhalte sind je nach Studienart:

  • Grundlagen Betriebswirtschaftslehre (BWL) und Volkswirtschaftslehre (VWL),
  • Mathematik (Summenrechnung, höhere Rechenarten, elementares Rechnen),
  • Grundlagen Logistik (Begriffe, logistische Systeme),
  • Supply-Chain-Management (Strategisches Supply-Chain-Management, begriffliche Grundlagen sowie Gegenstand, Entsorgungs-, Distributions-, Lager-, Transportlogistik)
  • Industrielles Produktionsmanagement (Produktions- und Kostentheorie),
  • Unternehmensfunktionen (Marketing, Beschaffung, Produktion und Absatz),
  • Controlling (Koordination der Planung, Kontrolle, Versorgung mit Informationen),
  • Kostenrechnungssysteme (Teilkosten-, Plankosten-, Prozesskostenrechnung),
  • Finanzierung und Investition,
  • Risikomanagement,
  • Wertschöpfungsnetzwerke.

Die Absolventen können nach erfolgreich absolviertem Studium Wertschöpfungsketten optimieren, Lösungsansätze strukturieren und umsetzen sowie Netzwerkpartner koordinieren. Sie steuern die Einkaufsprozesse in den jeweiligen Unternehmensabteilungen und tragen Sorge dafür, dass das Unternehmen den größtmöglichen Nutzen aus allen Aktivitäten zieht, die im Zusammenhang mit dem Prozess stehen.

Ein erfolgreicher Supply-Chain-Manager hat die Möglichkeit, im Unternehmen zum Senior-Supply-Chain-Manager aufzusteigen. Darüber hinaus ist eine Manager-Tätigkeit in anderen Branchen denkbar, etwa um sich ein noch größeres Wissen anzueignen.

4. Tätigkeit

Absolventen eines Supply-Chain-Management-Studiums haben die Fähigkeit erworben, anspruchsvolle Führungs- und Fachaufgaben im Logistikbereich zu erfüllen und komplexe Unternehmensprozesse zu managen. Sie verfügen über erweiterte Managementkenntnisse und haben bereits vorhandene Qualifikationen im Bereich Logistikmanagement vertieft.

Supply-Chain-Manager /-innen werden in zahlreichen Wirtschaftszweigen und Unternehmensbereichen eingesetzt. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Elektroindustrie,
  • Transport- und Verkehrswesen,
  • Kunststoff-, Pharmazie- und Chemiebranche,
  • Fahrzeugbau,
  • IT-Branche,
  • Handel,
  • Metallindustrie,
  • Textilindustrie,
  • Nahrungsmittelherstellung,
  • Ent- und Versorgung,
  • Werbung.

Der /die Supply-Chain-Manager/-in bildet im Unternehmen die Schnittstelle zwischen interner Produktion und den externen Zulieferern und Kunden. Dazu arbeiten Berufsangehörige nicht nur in der Logistik, sondern auch im Controlling.

Zu ihren Aufgaben zählen u. a. die Einführung von Qualitätssicherungssystemen oder die Erstellung von Software zur Optimierung der Geschäftsprozesse. Das Berufsbild setzt eine strukturierte Planung und detaillierte Absprachen mit der Produktion und Verkaufsabteilung voraus. Unerwünschte Unterbrechungen in der Produktion oder im Absatz sollen damit vermieden werden. So sollten stets weder zu geringe noch zu hohe Warenbestände vorhanden sein. Weiterhin ist es Aufgabe des Supply-Chain-Managements, Bestellmengen zu kontrollieren und zu optimieren, um Transportkosten zu senken. Aus diesem Grund gehören auch Aspekte des Prozessmanagements und des Controllings zu den Aufgaben eines Supply-Chain-Managers.

Das Durchschnittsgehalt liegt bei den Supply Chain Managern bzw. den Supply Chain Managerinnen bei einem Einkommen von etwa 40.000 EUR im Jahr, bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden. Dabei ist der Verdienst bei den Unternehmen u. a. abhängig von der Qualifikation und dem jeweiligen Einsatzgebiet innerhalb des Unternehmens.