*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Techniker - Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik

Datenbasis: 604 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.321 € 3.337 € 4.742 €
Baden-Württemberg 2.739 € 3.613 € 5.030 € Jobs Techniker - Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik
Bayern 2.872 € 3.678 € 5.188 € Jobs Techniker - Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik
Berlin 2.047 € 3.082 € 4.584 € Jobs Techniker - Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik
Brandenburg 1.768 € 2.542 € 3.612 € Jobs Techniker - Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik
Bremen 2.483 € 3.570 € 5.073 € Jobs Techniker - Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik
Hamburg 2.609 € 3.814 € 5.498 € Jobs Techniker - Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik
Hessen 2.672 € 3.418 € 4.784 € Jobs Techniker - Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik
Mecklenburg-Vorpommern 1.655 € 2.578 € 3.444 € Jobs Techniker - Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik
Niedersachsen 2.312 € 3.235 € 4.033 € Jobs Techniker - Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik
Nordrhein-Westfalen 2.430 € 3.310 € 4.494 € Jobs Techniker - Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik
Rheinland-Pfalz 1.991 € 3.102 € 4.325 € Jobs Techniker - Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik
Saarland 2.020 € 2.670 € 3.532 € Jobs Techniker - Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik
Sachsen 1.868 € 2.390 € 3.202 € Jobs Techniker - Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik
Sachsen-Anhalt 2.641 € 2.889 € 4.894 € Jobs Techniker - Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik
Schleswig-Holstein 1.756 € 2.929 € 5.004 € Jobs Techniker - Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik
Thüringen 2.034 € 2.539 € 3.557 € Jobs Techniker - Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik

Staatl. geprüfte Techniker für Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik:

1. Gehalt

Als Staatl. geprüfter Techniker für Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.337 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 604 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.321 € beginnen, Techniker - Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.742 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.929 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.613 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Staatl. geprüfter Techniker für Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.027 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.123 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.330 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.350 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.418 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.487 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.237 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.390 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.867 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Bei der Ausbildung zum/zur Techniker /-in für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik handelt es sich um eine Ausbildung, die nur aufgenommen werden kann, wenn vorher bereits ein Beruf erlernt worden ist. Zudem achten die Fachschulen, die den Lehrgang anbieten, meist darauf, dass die Bewerber einen Hauptschulabschluss oder sogar einen mittleren Bildungsabschluss vorweisen können. Die Ausbildung ist sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit möglich. Dementsprechend variiert auch die Gesamtdauer in einem Bereich von zwei bis vier Jahren.

Wer sich für die Ausbildung entscheidet, nimmt zum einen an theoretischen Unterrichtseinheiten teil. Darüber hinaus zeichnet sich die Weiterbildungsmaßnahme aber durch praktische Unterrichtsanteile sowie integrierte Praktika aus. Grob kann die Ausbildung in zwei Phasen eingeteilt werden: Zunächst erlernen die Teilnehmer in einer Grundstufe alle relevanten Fähigkeiten, bevor es in der Fachstufe dann zu einer Vertiefung der Inhalte kommt. Zu den Themen, die behandelt werden, gehören zum Beispiel:

  • Der Umgang mit Softwareprogrammen zur Berechnungen von Heiz- und Kühllasten und Rohr- und Kanalnetzen,
  • die Bedienung von analogen wie digitalen Anlagen zur Regulierung, beispielsweise von Trinkwasser- und Gasanlagen,
  • das Erstellen technischer Zeichnungen,
  • das Anfertigen von Schlitzplänen, Leistungsübersichten und Materiallisten,
  • die Planung und Umsetzung ganzer Installationsprojekte,
  • diverse Aspekte des Gebäudemanagements.

Außerdem werden die Auszubildenden in Fächern wie Deutsch, Englisch im beruflichen Kontext und Betriebswirtschaftslehre unterrichtet. Manche Fachschulen bieten sogar an, weitere Qualifikationen zu erwerben, die letztlich den Erwerb des Fachhochschulreifezeugnisses ermöglichen.

Für den Beruf des/der Technikers /-in für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik eignen sich vor allem diejenigen, die eine Affinität zu naturwissenschaftlichen Fächern aufweisen. Vor allem ein ausgeprägtes physikalisches Verständnis gilt als unverzichtbar. Da Berechnungen und Kalkulationen eine bedeutende Rolle innerhalb der Tätigkeit spielen, sind grundlegende Fähigkeiten in Mathematik ebenfalls empfehlenswert. Abgerundet wird die Liste der Anforderungen, durch das Technische Zeichnen. Die angehenden Techniker sollten sowohl in der Lage sein, Pläne zu lesen als auch selbst welche zu erstellen.

3. Studium

Viele sind durch die erwähnten zusätzlichen Qualifikationen oder aber bereits durch das Abitur berechtigt, an einer Universität oder zumindest an einer Fachhochschule zu studieren. In diesem Fall liegt der Studiengang Versorgungstechnik nahe. Das Fach vereint im Grunde die Disziplinen Energie-, Gebäude- und Umwelttechnik.
Allerdings sollten sich Interessierte im Vorfeld informieren, ob die jeweilige Hochschule den Nachweis eines bereits vor Studienbeginn absolvierten Praktikums verlangt oder eigene Auswahlverfahren durchführt.

Wer sich für ein duales Studienmodell entscheidet, genießt den Vorteil, bereits während des Studiums einen umfassenden Einblick in die berufliche Praxis zu erhalten. Doch auch im Studium absolvieren die Studenten mindestens ein Praktikum. Zu den Modulen, die jeder/jede Student /-in zwingend belegen muss, gehören:

  • Mathematische und technische Grundlagen,
  • Prozesstechnik,
  • Regelungstechnik,
  • Automatisierungstechnik,
  • Messtechnik,
  • Ver- und Entsorgungstechnik,
  • Versorgungstechnik in der Praxis,
  • Heizungstechnik,
  • Kälte- und Klimatechnik.

Darüber hinaus kann aus einer Vielzahl von weiteren Modulen relativ frei gewählt werden. Beispielhaft zu nennen sind hier:

  • Informatik,
  • Erweiterte EDV,
  • Digitale Prozesstechnik,
    • Projektmanagement.

Ähnlich wie bei der Weiterbildung zum/zur Techniker /-in für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik liegt auch beim beschriebenen Studiengang der Schwerpunkt im naturwissenschaftlichen Bereich. Die Studenten sollten mit der Differential- und Vektorrechnung genau so vertraut sein wie mit der Geometrie sowie der Statistik. In der Physik sind insbesondere die Themengebiete Bauphysik, Thermodynamik und die elektrische Mess- und Steuerungstechnik als wichtig hervorzuheben. Da das Studium und auch die spätere Tätigkeiten auf dem Umgang mit diversen Softwareprogrammen aufbaut, ist Grundwissen im Fach Informatik von Vorteil. Zudem wird vorausgesetzt, dass die Studenten englische Lektüre verstehen und eigene Texte in englischer Sprache verfassen können.

Das grundständige Studium dauert im Schnitt sechs bis acht Semester. Allerdings kann dann ein weiterführendes Studium angeschlossen werden, welches meist noch einmal zwei bis vier Semester in Anspruch nimmt.

4. Tätigkeit

Ausgebildete Techniker für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik betreuen und koordinieren Projekte wie zum Beispiel die Installation einer Belüftungsanlage vom ersten Schritt der Planung bis hin zur Inbetriebnahme. Zunächst ist es ihre Aufgabe, Entwürfe und Pläne zu erstellen und diese an die Gegebenheiten vor Ort anzupassen. Dazu ist es notwendig, Messdaten etwa zum Energieverbrauch zu erheben und auszuwerten. Zudem kalkulieren die Fachleute die zu erwartenden Kosten.
Kommt es zur Umsetzung des Projektentwurfs, sorgen die Techniker dafür, dass alle Arbeitsschritte termingerecht erfolgen. Schlussendlich obliegt es den Experten, eine Anlage abzunehmen und für den Betrieb freizugeben.

Aufgrund ihrer Fachkompetenz gelten die Techniker als Ansprechpartner bei Fragen zur Energieeinsparung. Sowohl gewerbliche Vertreter als auch Privatpersonen suchen ihren Rat.

In großen Versorgungsunternehmen angestellt, kümmern sich Techniker für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik unter anderem um die Umsetzung von Umweltschutzrichtlinien und tragen zur Optimierung von Großanlangen bei.