*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Techniker - Medizintechnik

Datenbasis: 38 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.943 € 3.036 € 4.203 €
Baden-Württemberg 2.386 € 3.728 € 5.161 € Jobs Techniker - Medizintechnik
Bayern 2.166 € 3.385 € 4.686 € Jobs Techniker - Medizintechnik
Berlin 2.757 € 2.962 € 4.047 € Jobs Techniker - Medizintechnik
Brandenburg 1.480 € 2.313 € 3.202 € Jobs Techniker - Medizintechnik
Bremen 1.867 € 2.917 € 4.038 € Jobs Techniker - Medizintechnik
Hamburg 2.061 € 3.221 € 4.459 € Jobs Techniker - Medizintechnik
Hessen 1.932 € 3.019 € 4.179 € Jobs Techniker - Medizintechnik
Mecklenburg-Vorpommern 1.428 € 2.232 € 3.090 € Jobs Techniker - Medizintechnik
Niedersachsen 1.773 € 2.770 € 3.835 € Jobs Techniker - Medizintechnik
Nordrhein-Westfalen 2.484 € 2.897 € 3.481 € Jobs Techniker - Medizintechnik
Rheinland-Pfalz 1.819 € 2.843 € 3.936 € Jobs Techniker - Medizintechnik
Saarland 1.848 € 2.887 € 3.997 € Jobs Techniker - Medizintechnik
Sachsen 1.494 € 2.335 € 3.233 € Jobs Techniker - Medizintechnik
Sachsen-Anhalt 1.464 € 2.288 € 3.167 € Jobs Techniker - Medizintechnik
Schleswig-Holstein 1.706 € 2.666 € 3.691 € Jobs Techniker - Medizintechnik
Thüringen 1.519 € 2.373 € 3.285 € Jobs Techniker - Medizintechnik

Techniker für Medizintechnik / Medizintechniker:

1. Gehalt

Als Medizintechniker liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.036 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 38 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.943 € beginnen, Techniker - Medizintechnik in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.203 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.666 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.728 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Medizintechniker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.831 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.734 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.019 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.271 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.165 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.222 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.990 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.271 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.962 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Zum/zur Techniker /-in für Medizintechnik können sich Interessierte an Fachschulen und speziellen Akademien ausbilden lassen. Allerdings muss vorher bereits eine erste Berufsausbildung abgeschlossen worden sein. Zudem wird meist Berufserfahrung vorausgesetzt. Wer plant, die Weiterbildungsmaßnahme in Vollzeit zu absolvieren, sollte mit einer Ausbildungsdauer von etwa zwei Jahren rechnen. Im Teilzeitmodell verdoppelt sich der Zeitraum dementsprechend.

Der genaue Aufbau der Ausbildung wird vom jeweiligen Bundesland festgelegt. In der Regel handelt es sich aber sowohl um theoretischen als auch praktischen Unterricht. Die Auszubildenden haben zudem die Möglichkeit, im Rahmen von Praktika wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Auf dem Stundenplan eines/einer angehenden Medizintechnikers /-in stehen unter anderem folgende Tätigkeiten:

  • Die Installation und Inbetriebnahme medizintechnischer Geräte,
  • die Planung und Errichtung von medizintechnischen Versorgungsanlagen,
  • die Anwendung biomedizinischer Messverfahren sowie das Verstehen und Verarbeiten biometrischer Signale,
  • das Prüfen von medizinischen Produkten,
  • das Beheben von Störungen innerhalb der digitalen Signalverarbeitung,
  • die Gestaltung und Optimierung von Geschäftsprozessen,
  • die Analyse und Anwendung von Managementsystemen.

Hinzu kommen allgemeinbildenden Fächer wie Englisch, Betriebswirtschaftslehre und Soziologie.

Die Auszubildenden müssen keine Zwischenprüfung sondern nur eine abschließende Prüfung ablegen. Diese beinhaltet in jedem Fall einen schriftlichen Teil, in dem Fragen zu den Themenbereichen Elektronik, Informationstechnik, Medizintechnik und berufliche Kommunikation zu beantworten sind. Auch die Englischkenntnisse werden getestet. Je nach Bundesland gilt es zusätzlich eine mündliche oder praktische Prüfung zu bestehen oder aber der Prüfling verfasst eine Facharbeit und präsentiert diese anschließend vor einer Kommission.

Wer in der Medizin- und Rehatechnik tätig werden möchte, hat neben der Weiterbildung zum/zur Techniker /-in für Medizintechnik noch einige andere Möglichkeiten. Beispielsweise kann er/sie auf die staatliche Prüfung zum/zur Kardiotechniker /-in oder Augenoptiker /-in hinarbeiten. Ist jemand besonders begabt im Bereich der Feinmechanik, bietet sich ein Lehrgang zum/zur Techniker -/in für Feinmechanik an. Auch diese Weiterbildungsmaßnahme schließt mit einer staatlichen Prüfung ab.

3. Studium

Das Fach Medizintechnik kann auch an einer Universität oder Fachhochschule studiert werden. Allerdings ist in diesem Fall eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung notwendig. Einige Hochschulen veranstalten zusätzlich eigene Auswahlverfahren oder setzen ein berufsfeldorientiertes Praktikum voraus.

Medizintechnik ist ein Studiengang mit naturwissenschaftlich-technischem Schwerpunkt. Konkret setzt sich das Studienprogramm aus folgenden Modulen zusammen:

  • Biophysik,
  • Bioinformatik,
  • Chemie,
  • Anatomie,
  • Physiologie,
  • Grundlagen der Medizinischen Technik,
  • Medizin-Elektronik,
  • Medizinische Gerätetechnik,
  • Medizinische Informationssystemen,
  • Elektronische Schaltungstechnik,
  • Signal- und Systemanalyse,
  • Biomedizinische Technik mit dem Schwerpunkt Verfahren der Diagnostik,
  • Analysen, Labor und Messtechnik,
  • Qualitätssicherung,
  • Medizinprodukterecht und Technische Sicherheit.

Doch dies sind nicht alle Inhalte, mit denen sich die Studenten während ihres Studiums zu beschäftigen haben. Es gilt außerdem eine Auswahl sogenannter Wahlpflichtmodule zu belegen. Dabei kann es sich zum Beispiel um die folgenden Themenbereiche handeln:

  • Biomedizinische Technik mit dem Schwerpunkt Verfahren der Therapie,
  • Biostatische Verfahren,
  • Biomatierialen,
  • Medizinische Mikrobiologie,
  • Ionisierende Strahlung.

Theoretisch ist das grundständige Studium in sechs Semestern zu schaffen. Die Praxis zeigt jedoch, dass im Schnitt mindestens sieben Semester benötigt werden. Dann ist mit dem Bachelor ein erster berufsqualifizierender Abschluss erreicht und ein Einstieg ins Berufsleben möglich. Viele Studenten entscheiden sich jedoch dafür, weiter zu studieren. Der Master kann erneut im Fach Medizinische Technik absolviert werden. Alternativ stehen die Studiengänge Medizinische Physik oder Biomechanik zur Auswahl.

Ohne umfassende Vorkenntnisse in den naturwissenschaftlichen Fächern ist das Studium kaum zu bewältigen. Zum einen werden gute bis sehr gute Fertigkeiten in Mathematik vorausgesetzt. Vor allem die Statistik spielt innerhalb des Studiums eine bedeutende Rolle. Darüber hinaus sollte der/die Student /-in über ein solides physikalisches Wissen verfügen. Ebenso wichtig sind Fähigkeiten im Bereich der Informatik. Unter den Disziplinen der Biologie ist insbesondere die Humanbiologie hervorzuheben. Ein Verständnis für entsprechende Sachverhalte erleichtert das Studium in weiten Teilen.

4. Tätigkeit

In den Aufgabenbereich eines/einer Technikers /-in für Medizintechnik fällt nicht nur die Montage und Inbetriebnahme medizintechnischer Anlagen. So sind sie ebenso im Vorfeld an der Planung und Produktion der benötigten Geräte beteiligt. Außerdem sind sie für die Bedienung sowie die Instandhaltung der installierten Anlagen zuständig. Treten Störungen auf, beheben die Fachleute diese entweder selber oder leiten entsprechende Maßnahmen in die Wege. In der Medizintechnik sind regelmäßige Kontrollen vorgeschrieben. Darum, dass diese fristgerecht durchgeführt und angemessen dokumentiert werden, kümmern sich ebenfalls die ausgebildeten Medizintechniker.

Ihr Fachwissen im Umgang mit den medizintechnischen Geräten geben die Techniker an die jeweiligen Anwender zum Beispiel in Form von Schulungen weiter. Steht in einer Klinik die Anschaffung einer neuen Anlage bevor, fungieren die Medizintechniker als Ansprechpartner für die Ärzte und vor allem für die Klinikleitung. Medizintechniker werden jedoch nicht nur in Krankenhäusern eingesetzt. Häufig finden sie auch in medizintechnischen Unternehmen Anstellung und wirken dort beispielsweise im Vertreib mit.

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