*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Therapeut / Therapeutin

Datenbasis: 2.976 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.806 € 2.748 € 4.437 €
Baden-Württemberg 1.901 € 2.962 € 4.420 € Jobs Therapeut / Therapeutin
Bayern 1.910 € 2.814 € 4.582 € Jobs Therapeut / Therapeutin
Berlin 1.715 € 2.465 € 3.910 € Jobs Therapeut / Therapeutin
Brandenburg 1.592 € 2.363 € 3.443 € Jobs Therapeut / Therapeutin
Bremen 1.628 € 2.913 € 6.347 € Jobs Therapeut / Therapeutin
Hamburg 1.758 € 2.654 € 4.675 € Jobs Therapeut / Therapeutin
Hessen 1.977 € 2.959 € 4.421 € Jobs Therapeut / Therapeutin
Mecklenburg-Vorpommern 1.494 € 2.472 € 3.363 € Jobs Therapeut / Therapeutin
Niedersachsen 1.757 € 2.588 € 4.139 € Jobs Therapeut / Therapeutin
Nordrhein-Westfalen 1.910 € 2.902 € 4.652 € Jobs Therapeut / Therapeutin
Rheinland-Pfalz 1.969 € 2.865 € 4.501 € Jobs Therapeut / Therapeutin
Saarland 1.868 € 2.534 € 6.249 € Jobs Therapeut / Therapeutin
Sachsen 1.521 € 2.268 € 3.597 € Jobs Therapeut / Therapeutin
Sachsen-Anhalt 1.410 € 2.211 € 4.003 € Jobs Therapeut / Therapeutin
Schleswig-Holstein 1.793 € 2.642 € 4.128 € Jobs Therapeut / Therapeutin
Thüringen 1.501 € 2.586 € 5.347 € Jobs Therapeut / Therapeutin

Therapeut / Therapeutin:

1. Gehalt

Als Therapeut liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.748 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 2.976 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.806 € beginnen, Therapeuten in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.437 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.642 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.962 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Therapeut in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.258 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.539 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.815 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.945 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.929 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.027 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.552 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.932 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.304 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Therapeuten und Therapeutinnen gibt es viele, daher scheint es schier unmöglich, alle Ausbildungsberufe, die zum/zur Therapeuten /-in ausbilden, zu listen. Doch die Liste ist kürzer, wenn nur die geschützten Berufsbezeichnungen im Bereich der Heilberufe (Arzt, Heilpraktiker, Psychotherapeut, Musiktherapeut, Kunsttherapeut) und der Gesundheitsberufe (Logopädie, Ergotherapeut, Physiotherapeut) betrachtet werden. In den genannten Berufen darf erst nach einer bestandenen, staatlichen Prüfung und einer offiziellen Zulassung der Titel „Therapeut“ geführt werden. Bei vielen anderen Fachkräften, die sich „Therapeut /-in“ nennen, gibt der Titel allein keinen Aufschluss darüber, ob ein Kurs oder ein Studium absolviert wurde oder ob lediglich der Titel getragen wird, weil eine persönliche Eignung zum Tätigkeitsfeld besteht.

Ziel soll nun die die Kurzvorstellung der therapeutischen Gesundheitsberufe sein:

Die Ausbildung zum/zur Ergotherapeuten /-in
setzt daran an, zu erläutern, wie Menschen jeden Alters aktiviert und mobilisiert werden können. Darüber hinaus wird vermittelt, wie Patienten /-innen mit Einschränkungen im täglichen Leben unterstützt werden können, wie motorische Fähigkeiten verbessert oder wiedererlangt werden können und inwiefern motorische Betätigungen zur psychosozialen Stabilisierung beitragen. Darüber hinaus erfahren Ergotherapeuten /-innen welche Eingliederungsmaßnahmen es ins Berufs- und Arbeitsleben geben kann und wie die motorischen Fähigkeiten unter Einsatz von Handwerk und Gestaltung motiviert werden können.

Die Ausbildung zum/zur Logopäden /-in
fokussiert sich auf die Sprech-, Stimm- und Sinnesorgane. Während der Ausbildung wird gelernt, wie Ohren, Nasen, Rachen, Kehlkopf, Kauorgane und Sprechorgane aufgebaut sind, welche Erkrankungen auftreten können und welche Formen es bei Verlust des Sprach- und Sprechvermögens gibt. Bei Anamnese, Befund und Therapie steht darüber hinaus die medizinische Komponente im Fokus. Bei Problemen mit den Kauorganen kann zur Kieferorthopädie geraten werden, darüber hinaus lernen Ergotherapeuten /-innen den richtigen Einsatz von Hörhilfen kennen und lernen, was es bei Phonetik und Linguistik zu beachten gilt.

Während der Ausbildung zum/zur Physiotherapeuten /-in
wird der Bewegungsapparat genau betrachtet. Muskeln, Gelenke, Wirbelsäule, Schultern, Arme, Beine und Becken stehen dabei im Fokus. Erlernt werden Techniken der Krankengymnastik, der Massagetherapie, der Thermotherapie sowie der Elektro-, Licht- und Strahlentherapie. Um bei der Anwendung dieser Therapiemethoden die Reaktionen des /der Patienten /-in richtig deuten zu können, stehen auch Ausbildungsinhalte zu Blut, Kreislauf und Nervensystem auf dem Ausbildungsplan. Entspannungs-, Entlastungs- und Mobilitätsübungen können sowohl zu Reha- als auch zu Präventionsmaßnahmen initiiert werden.

3. Studium

Wie bereits eingangs erwähnt gibt es eine Vielzahl an Therapieberufen, doch nur wenige schreiben ein bestimmtes Studium vor. Zu den Therapeuten-Ausbildungen gibt es jeweils ein Grundstudium und ein weiterführendes Studium, welches die folgenden Themen beinhaltet:

Im Ergotherapie-Studium werden die folgenden Inhalte vermittelt: Grundlagen der transdisziplinären Frühförderung, Ethik in Medizin und Gesundheit, Anatomie und Physiologie, Psychologie, Soziologie, ergotherapeutische Grundmaßnahmen, Teamarbeit, Qualitätssicherung, Medizinmanagement. Im weiterführenden Studium stehen empirische Forschungsmethoden, Falldarstellung und -dokumentation, Praxismanagement, Physiologische Fähigkeiten, Projektmanagement sowie optionale Module wie Alterserkrankungen, psychiatrische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen, Handlungsverhalten und -entwicklung sowie Entwicklungsarbeit auf dem Studienplan.

Im Grundstudium der Logopädie /Sprachtherapie stehen Linguistik, Phonetik, Psychologie, Pädagogik, medizinische Grundlagen, Sprachstörungen, Wege der Sprachtherapie sowie Sprech- /Stimm- und Hörstörungen auf dem Studienplan. Darüber hinaus werden interdisziplinäre sowie rechtliche und sozialpolitische Grundlagen vermittelt. Im weiterführenden Logopädie-Studium liegt der Fokus auf Interkulturalität, Lehrpraxis, Datenerhebung und -erfassung, Psychologie, Sprachanalyse sowie der Therapieplanung und -forschung.

Im Grundstudium der Physiotherapie stehen die Grundlagen der empirischen Sozialforschung neben medizinischen Inhalten. Gesundheitssystemgestaltung, Gesundheitsmanagement, klinische Medizin, interdisziplinäre Assessments und multimodale Therapien stehen ebenso auf dem Lehrplan wie psychosoziale Grundlagen. Im weiterführenden Studium der Physiotherapie liegt der Fokus auf Evaluation, Forschung, Gesundheitsförderung, Managementlehre und angewandter Forschung.

4. Tätigkeit

Wer Therapeut /-in ist, hat im Rahmen von Ausbildung und /oder Studium diverse Techniken erlernt, mit denen Störungen im gesundheitlichen Bereich vorgebeugt werden kann oder mit denen Einschränkungen gelöst werden sollen. Je nach Einschränkungsart bzw. -ort im Körper, gibt es spezialisierte Therapeuten. Ergotherapeuten und Physiotherapeuten kümmern sich z.B. hauptsächlich um alles, was mit Bewegungen des Körpers zu tun hat, Logopäden kümmern sich um den Sprachbereich zudem neben dem Sprechen selbst auch das Hören gehört.

Die anderen geschützten Therapieberufe (Heilpraktiker, Psychotherapeut, Musiktherapeut, Kunsttherapeut) zeigen schon mit dem Namen an sich, um was es geht. Psychotherapeuten kümmern sich um die psychische Gesundheit des Menschen. Musik- sowie Kunsttherapeuten haben unter den Therapeuten eine kleine Sonderstellung, denn sie behandeln nicht zwingend einen menschlichen Funktionsbereich, sondern nutzen Musik und Kunst als Therapietechniken für verschiedene Krankheitsbilder. Ähnlich arbeiten Heilpraktiker, denn sie nutzen Naturheilverfahren und die Alternativmedizin als Therapiemethode.