*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Ambulante Pflege

Datenbasis: 595 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.634 € 2.247 € 3.419 €
Baden-Württemberg 1.621 € 2.239 € 2.964 € Jobs Ambulante Pflege
Bayern 1.710 € 2.333 € 3.767 € Jobs Ambulante Pflege
Berlin 1.543 € 2.192 € 3.379 € Jobs Ambulante Pflege
Brandenburg 1.522 € 1.791 € 2.494 € Jobs Ambulante Pflege
Bremen 1.834 € 2.192 € 2.775 € Jobs Ambulante Pflege
Hamburg 1.928 € 2.340 € 3.397 € Jobs Ambulante Pflege
Hessen 1.718 € 2.437 € 3.712 € Jobs Ambulante Pflege
Mecklenburg-Vorpommern 1.554 € 1.820 € 2.453 € Jobs Ambulante Pflege
Niedersachsen 1.657 € 2.187 € 3.113 € Jobs Ambulante Pflege
Nordrhein-Westfalen 1.715 € 2.398 € 3.603 € Jobs Ambulante Pflege
Rheinland-Pfalz 1.619 € 2.162 € 3.922 € Jobs Ambulante Pflege
Saarland 1.554 € 2.137 € 3.252 € Jobs Ambulante Pflege
Sachsen 1.574 € 2.166 € 3.183 € Jobs Ambulante Pflege
Sachsen-Anhalt 1.467 € 1.974 € 3.589 € Jobs Ambulante Pflege
Schleswig-Holstein 1.798 € 2.297 € 2.916 € Jobs Ambulante Pflege
Thüringen 1.277 € 1.756 € 2.672 € Jobs Ambulante Pflege

Pflegekraft (ambulant) - Ambulante Pflege - Ambulanter Pflegedienst:

1. Gehalt

Als Pflegekraft (ambulant) liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.247 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 595 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.634 € beginnen, Pflegekräfte (ambulant) in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.419 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.297 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.239 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Pflegekraft (ambulant) in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.140 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.217 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.318 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.230 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.278 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.278 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.148 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.379 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.905 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Behinderung, Alter und Krankheit sind Lebenssituationen, bei denen die Betroffenen eine regelmäßige pflegerische Hilfe benötigen, um weiterhin selbständig in den eigenen vier Wänden wohnen zu können. Diese Aufgaben übernehmen Ambulante Pfleger /-innen. Darüber hinaus sind sie wichtige Kontaktpersonen für den hilfebedürftigen Menschen. Durch ihre regelmäßigen Besuche können sie gesundheitliche Verschlechterungen zügig feststellen. Sie sind Ansprechpartner für die Nöte der Patienten und ihre Angehörigen. Ambulante Pfleger /-innen sind bei ambulanten Pflegediensten oder ambulanten Sozialdiensten angestellt oder arbeiten in der freien Wohlfahrtspflege. Um diesen Beruf zu ergreifen, ist eine Ausbildung oder Weiterbildung im Gesundheitswesen notwendig. Folgende Ausbildungen erlauben eine Tätigkeit als Ambulanter Pfleger / Ambulante Pflegerin:

  • Altenpfleger /-in,
  • Fachaltenpfleger /-in in den Bereichen Geriatrie, Rehabilitation, Onkologie, Palliativmedizin, Hospizpflege, Psychiatrie,
  • Fachkinderkrankenschwester/ -kinderkrankenpfleger in den Bereichen Intensivpflege, Anästhesie, Nephrologie, Onkologie, Operationsdienst, Hospizpflege, Palliativmedizin, Psychiatrie und Langzeitpflege,
  • Fachkraft für Pflegeassistenz,
  • Fachkrankenschwester/ Fachkrankenpfleger in den schon genannten Bereichen Intensivpflege, Anästhesie, Nephrologie, Onkologie, Operationsdienst, Hospizpflege, Palliativmedizin, Psychiatrie und Langzeitpflege,
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger /-in,
  • Gesundheits- und Krankenpfleger /-in,
  • Staatlich anerkannte/ r Haus- und Familienpfleger /-in,
  • Heilerziehungspfleger /-in für Psychiatrie.

Zwar befähigen die medizinischen und pflegerischen Vorkenntnisse aus diesen Berufsgruppen zur Tätigkeit in der ambulanten Pflege. Dennoch können sich ehemalige Kinderkrankenschwestern oder Heilerziehungspfleger für Psychiatrie nicht eigenmächtig „Ambulante Pfleger /-innen“ nennen. Um diese Berufsbezeichnung führen zu dürfen, ist ein Antrag bei zuständigen Landesbehörden zu stellen.

Generell bietet sich zuvor eine spezielle Weiterqualifizierung an. Wer zuvor in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen gearbeitet hat, muss sich auf eine Tätigkeit in häuslicher Umgebung und sehr privaten Umgang mit Patienten und Angehörigen einstellen. Hier eine Auswahl der möglichen Weiterqualifizierungen:

  • Ambulante Pflege, Haus- und Familienpflege,
  • Schmerztherapie,
  • Sterbebegleitung und Umgang mit dem Tod,
  • Pflegedokumentation,
  • Alten- und Krankenbetreuung.

Die Ambulanten Pfleger /-innen können sich mit ausreichender Berufserfahrung zur Selbständigkeit entscheiden und einen eigenen Pflegedienst zu gründen.

3. Studium

Der Gesundheitssektor boomt, die Gesellschaft altert. Daher gibt es im Bereich der Pflege eine schier endlose Anzahl von Studiengängen, die wahlweise als Vollzeitstudium, berufsbegleitendes Weiterbildungsstudium, Fernstudium oder Onlinestudium absolviert werden können. Zusätzlich gibt es Studiengänge für eine duale Ausbildung im Beruf Gesundheits- und Krankenpfleger /-in kombiniert mit einem Bachelorstudium in Pflege und Gesundheit oder Pflegewissenschaft. Wer kein Abitur, aber eine Berufsbildung mit mehrjähriger Berufserfahrung vorweisen kann, ist zum Fachhochschulstudium berechtigt.

Wer eine Weiterqualifizierung zum/ zur Fachwirt /-in im Gesundheitswesen absolviert, hat sich den direkten Zugang zur Hochschule erworben. Mit Abitur stehen von vornherein alle Studiengänge an Fachhochschulen und Universitäten offen. Die Studiengänge sind unterschiedliche ausgerichtet und bereiten häufig auf organisatorische und leitende Positionen bei Einrichtungen im Gesundheitswesen vor. Folgende Bachelor-Studienfächer werden u.a. angeboten:

  • Gesundheits- und Pflegemanagement,
  • Pflegewissenschaft,
  • Psychische Gesundheit/ Psychiatrische Pflege,
  • Pflegemanagement,
  • Pflegepädagogik,
  • Management im Gesundheitswesen,
  • Health Care Studies.

Die Studiengänge haben eine Dauer von durchschnittlich vier Jahren und werden teilweise als duales Studium angeboten. In dem Fall sind die Lerneinheiten oft neben der praktischen Arbeit in der Pflege über den PC im sogenannten „Blended Learning“ zu leisten. Im Vollzeitstudium gehören in der Regel zwei Praktika zur Ausbildung. Auf dem Lehrplan stehen Inhalte wie Organisationsentwicklung, Sozialforschung, Ethik, Diagnostik und Epidemiologie. Methodenkompetenz in Statistik oder wissenschaftliches Arbeiten kommen hinzu.

Auf das Erststudium lässt sich mit einem Masterstudiengang aufbauen, was in der Regel zwei Jahre dauert. Sie vertiefen zumeist die Kenntnisse aus dem Bachelorstudium und stehen vor allem für diese Fächer zur Verfügung:

  • Berufspädagogik/Pflegewissenschaft,
  • Gesundheits- und Pflegewissenschaft,
  • Management im Gesundheitswesen,
  • Sozialgerontologie,
  • Mental Health.

Mit einem Studienabschluss können nicht nur Verwaltungs-, Planungs- und Führungsaufgaben in Pflegeeinrichtungen übernommen werden. Ein sehr wichtiger Faktor im Gesundheitswesen ist die Lehrtätigkeit, um Pflege-Nachwuchskräfte auszubilden.

4. Tätigkeit

Ambulante Pfleger /-innen besuchen kranke, alte oder behinderte Menschen in ihrem Zuhause und führen medizinische oder pflegerische Maßnahmen durch. Neben der Grundversorgung mit Lebensmitteln und alltäglichen Dienstleistungen wie etwa dem Schneiden der Haare, sind sie für eine medizinische Betreuung im Rahmen ihrer Kompetenzen zuständig. Dazu zählen kleine Untersuchungen wie das Messen von Körpertemperatur, Blutdruck oder Blutzuckergehalt. Die ambulanten Pflegekräfte verabreichen Medikamente und Spritzen, legen Verbände an und bieten Hilfestellung beim An- und Ausziehen von Stützstrümpfen. Dabei müssen sie stets nach ärztlicher Verordnung arbeiten.

Aus unterschiedlichen Gründen können die Patienten bei alltäglichen Verrichtungen eingeschränkt sein. Meist handelt es sich um alte Menschen oder durch Unfälle und schwere Krankheiten beeinträchtigte Personen. Hier bieten die Ambulanten Pfleger /-innen Hilfestellungen an. Sie halten Patienten beim Betreten und Verlassen einer Duschkabine, sie führen das Essbesteck bei zittrigen Patientenhänden oder übernehmen das Kochen. Diese Tätigkeiten werden der sogenannten Grundpflege zugerechnet.

Darüber hinaus dokumentieren die ambulanten Pflegekräfte regelmäßig den Gesundheitszustand und alle Maßnahmen bei der Versorgung. Nicht zuletzt dient das den späteren Abrechnungen bei Kranken- und Pflegekassen. Eine ganz besondere Bedeutung hat der regelmäßige Sozialkontakt zu den Patienten. Ambulante Pflegekräfte stützen häufig durch Gespräche und verlässliche Anwesenheit die seelische Verfassung der erkrankten und manchmal vereinsamten Menschen.