*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Brunnenbauer

Datenbasis: 31 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.670 € 2.484 € 3.660 €
Baden-Württemberg 2.020 € 3.005 € 4.428 € Jobs Brunnenbauer
Bayern 1.777 € 2.643 € 3.894 € Jobs Brunnenbauer
Berlin 1.783 € 2.652 € 3.908 € Jobs Brunnenbauer
Brandenburg 1.768 € 2.169 € 2.407 € Jobs Brunnenbauer
Bremen 1.605 € 2.387 € 3.517 € Jobs Brunnenbauer
Hamburg 1.641 € 2.441 € 3.597 € Jobs Brunnenbauer
Hessen 1.933 € 2.875 € 4.236 € Jobs Brunnenbauer
Mecklenburg-Vorpommern 1.228 € 1.826 € 2.690 € Jobs Brunnenbauer
Niedersachsen 1.523 € 2.266 € 3.339 € Jobs Brunnenbauer
Nordrhein-Westfalen 2.344 € 2.877 € 3.982 € Jobs Brunnenbauer
Rheinland-Pfalz 1.642 € 2.443 € 3.600 € Jobs Brunnenbauer
Saarland 1.588 € 2.362 € 3.480 € Jobs Brunnenbauer
Sachsen 1.231 € 1.831 € 2.698 € Jobs Brunnenbauer
Sachsen-Anhalt 1.259 € 1.872 € 2.758 € Jobs Brunnenbauer
Schleswig-Holstein 1.314 € 1.954 € 2.879 € Jobs Brunnenbauer
Thüringen 1.305 € 1.941 € 2.860 € Jobs Brunnenbauer

Brunnenbauer / Brunnenbauerin:

1. Gehalt

Als Brunnenbauer liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.484 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 31 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.670 € beginnen, Brunnenbauer in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.660 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.954 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.005 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Brunnenbauer in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.409 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.484 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.816 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.472 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.985 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.535 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.472 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.645 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.657 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

In Handwerk und Industrie ist Brunnenbauer /-in ein anerkannter Ausbildungsberuf. Wie die Bezeichnung vermuten lässt, bauen Brunnenbauer /-innen Brunnen zur Gewinnung von Grundwasser. Schulabgänger /-innen, die sich für den Lehrberuf zum/zur Brunnenbauer /-in interessieren, bringen Verständnis für Physik mit. Es erleichtert das Begreifen der Wirkung von Kräften und Hebelarten. Der sichere Umgang mit den Grundrechenarten ist für die Ausbildung bedeutend. Damit führen Auszubildende Baustoffbedarfsrechnungen durch. Erfahrungen in Technik/Werken sind hilfreich für die Handhabung unterschiedlicher Baumaterialen, Maschinen und Werkzeuge.

Für die dreijährige Lehrzeit setzen Unternehmen und Betriebe in der Regel einen mittleren Schulabschluss voraus. Ein Hauptschulabschluss und der anschließende Besuch einer Fachschule sind ebenfalls geeignete Zugangsbedingungen.

Auszubildende zum/zur Brunnenbauer /-in beschäftigen sich mit praktischen Themen:

  • Herstellung von Bauteilen aus Stahlbeton und Beton,
  • Auswahl, Prüfung und Lagerung von Bau- und Hilfsstoffen,
  • Verständnis von Zeichnungen und Skizzen,
  • Anfertigung von Ausführungsskizzen,
  • Durchführung von Bohrungen zur Baugrunduntersuchung oder Wasserförderung
  • im Trockenbohrverfahren,
  • im Spülbohrverfahren,
  • Herstellung von Schachtbrunnen,
  • Selektion und Dosierung von Spülzusatzmitteln für Bohrungen,
  • Kontrolle von Bohrvorgängen,
  • Installation und Wartung von Wasseraufbereitungsanlagen,
  • Realisierung und Dokumentation von Brunnensanierungsmethoden,
  • Vorbereitung von Brunnen hinsichtlich geophysikalischer und optischer Untersuchungsoperationen,
  • Feststellung und Aufzeichnung von Ursachen und Mängeln bei Leistungsrückgängen.

In der Berufsschule behandeln angehende Brunnenbauer /-innen die Gebiete Umsetzung von Spezialtiefbauarbeiten und Regeneration/Sanierung von Brunnen. Sie haben Unterricht in Deutsch und Sozial-/Wirtschaftskunde. Die Auszubildenden beschäftigen sich mit Umweltschutz und der Struktur des Ausbildungsbetriebes. Sie erkunden Baugründe und bauen Rohrleitungen ein. Die Lehrlinge teufen Bohrungen ab und kümmern sich um die Pflege der Bohrgeräte. Sie lernen, wie eine Grundwassermessstelle hergestellt wird.

Ausgebildete Brunnenbauer /-innen, die beruflich weiter kommen möchten, legen die Prüfung zum/zur Brunnenbauermeister /-in ab. Sie spezialisieren sich durch Seminare in den Bereichen Grund- und Wasserbau oder Baumaschinenführung. Betriebswirtschaftliche Fortbildungen ermöglichen die Eröffnung eines eigenen Brunnenbaubetriebes.

3. Studium

Um Brunnenbauer /-in zu werden, können Interessenten /-innen ein Hochschulstudium absolvieren. Passend ist der Bachelorstudiengang „Wasser- und Bodenmanagement“. Das Studium währt sieben Semester und wird in Vollzeit geleistet. Die Studierenden erlangen wissenschaftliches Basiswissen in Wasser- und Umwelttechnik und Boden-/Wasserbewirtschaftung.

Die Kernthemen des Studienfachs Wasser- und Bodenmanagement sind:

  • Projektmanagement,
  • Baubetrieb,
  • Umwelt- und Bauverwaltungsrecht,
  • Bodenkunde,
  • Geotechnik,
  • Geoinformationssysteme,
  • Abwasserbehandlung,
  • Gewässerschutz,
  • Gewässerökologie und Hydrologie,
  • Grundwasserbewirtschaftung und Hydrogeologie,
  • Informatik für Ingenieure /-innen,
  • Abfall- und Kreislaufwirtschaft,
  • Die Physik von Wasser,
  • Umwelttechnologie,
  • Wasserversorgung und Verfahrenstechnik,
  • Landschaftsökologie inklusive Wasserbau,
  • Boden- und Wasseranalytik.

Zusätzliche Wahlfächer im Studiengang Boden- und Wassermanagement sind unter anderen

  • Wasserbewirtschaftung mittels angewandter Hydromechanik,
  • Verteilungsnetze und Anlagennetze,
  • Bauarbeiten und –methoden in kontaminierten Arealen,
  • Kalkulation von Gebühren und Abgaben,
  • Hydrologische Methoden,
  • Softwareanwendungen für die Wasserwirtschaft,
  • Nachhaltige Bodennutzung,
  • Simulationsmodelle bei Stadtentwässerungen.

Der Bachelorabschluss Boden- und Wassermanagement gestattet Brunnenbauern /-innen, in folgenden Gebieten beruflich tätig zu sein:

  • Bauleitung und -planung,
  • Finanz- und Rechnungswesen,
  • Laboranalyse und Forschung,
  • Umweltmanagement und –beratung,
  • Sachverständigen-/Gutachtertätigkeit,
  • Produkt- oder Verfahrensentwicklung,
  • Verkauf und Vertrieb,
  • Entsorgung und Versorgung.

Wer sich weiter gefächert aufstellen möchte, wählt alternativ den Bachelorabschluss im Studienfach Umwelttechnik. Dieses Studium ist ein Teilbereich des Feldes Umweltschutz und vermittelt Sachkenntnis über Geräte und technische Methoden, die zum Schutz der Umwelt dienen. Dabei geht es um große Anlagen wie Müllverbrennung und Recycling. Ein weiterer Aspekt ist die Messung von Umweltbelastungen. Mit Hilfe spezieller Techniken ermitteln Studierende etwa die Belastungen durch den Straßenverkehr. Dieses Studienfach umfasst ebenfalls Abgasreinigung und Lärmschutz. Grundsätzlich erwerben die Studenten /-innen Expertise in Chemie, Verfahrenstechnik, Ökologie und Energie-/Umwelttechnik. Studierende suchen sich im Studienverlauf Module aus, auf die sie sich spezialisieren. Für künftige Brunnenbauer /-innen sind Umweltbiotechnik oder Messtechnik naheliegende Rubriken.

4. Tätigkeit

Brunnenbauer üben eine hoch spezialisierte Tätigkeit des Baugewerbes aus, vorrangig in Bauunternehmen im Tiefbau und Spezialtiefbau. Ebenso können sie bei Unternehmen der Wasserversorgung oder im Bereich der Baustellenvorbereitung arbeiten.

Zu den täglichen Aufgaben von Brunnenbauern gehört die Bearbeitung von Metallen und Kunststoffen. Sie bedienen und pflegen Maschinen und technische Geräte und führen horizontale und vertikale Bohrungen durch, welche sie zu Brunnen ausbauen. Dort montieren sie die notwendige Technik, um Wasser zu fördern, schließen sie an und nehmen sie in Betrieb. Brunnenbauer /-innen stellen Abschlussbauwerke her, installieren Wassergewinnungs- und –aufbereitungsanlagen und sind vertraut mit der Sanierung von Brunnen. Im Hoch- und Tiefbau dichten Brunnenbauer /-innen Baustellen ab, verlegen Rohre und graben Drainagen. Sie senken Grundwasser ab und können mauern. Je nach Qualifikation verantworten Brunnenbauer /-innen die Qualitätsprüfung und –sicherung. Zudem erläutern sie den Betreibern technische Details und geben Hinweise zur Bedienung.

Die Einsatzgebiete von Brunnenbauern im Tiefbau variieren in Abhängigkeit von Arbeitgeber, Kompetenz und Potenzial. Sie betätigen sich als

Alternative Arbeitgeber finden Brunnenbauer /-innen in der Energiewirtschaft, der chemischen Industrie oder Papier- und Baustoffindustrie.