*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Fertigungssteuerer

Datenbasis: 36 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.993 € 3.365 € 5.289 €
Baden-Württemberg 3.047 € 3.232 € 3.906 € Jobs Fertigungssteuerer
Bayern 2.121 € 3.581 € 5.629 € Jobs Fertigungssteuerer
Berlin 1.877 € 3.169 € 4.981 € Jobs Fertigungssteuerer
Brandenburg 1.518 € 2.563 € 4.028 € Jobs Fertigungssteuerer
Bremen 1.915 € 3.233 € 5.082 € Jobs Fertigungssteuerer
Hamburg 2.114 € 3.570 € 5.611 € Jobs Fertigungssteuerer
Hessen 2.307 € 3.895 € 6.122 € Jobs Fertigungssteuerer
Mecklenburg-Vorpommern 1.465 € 2.474 € 3.889 € Jobs Fertigungssteuerer
Niedersachsen 1.635 € 2.761 € 4.340 € Jobs Fertigungssteuerer
Nordrhein-Westfalen 2.910 € 3.515 € 5.760 € Jobs Fertigungssteuerer
Rheinland-Pfalz 1.960 € 3.309 € 5.201 € Jobs Fertigungssteuerer
Saarland 1.895 € 3.200 € 5.030 € Jobs Fertigungssteuerer
Sachsen 1.533 € 2.588 € 4.068 € Jobs Fertigungssteuerer
Sachsen-Anhalt 1.502 € 2.536 € 3.986 € Jobs Fertigungssteuerer
Schleswig-Holstein 1.750 € 2.955 € 4.645 € Jobs Fertigungssteuerer
Thüringen 1.558 € 2.630 € 4.134 € Jobs Fertigungssteuerer

Fertigungssteuerer / Fertigungssteuerin:

1. Gehalt

Als Fertigungssteuerer liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.365 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 36 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.993 € beginnen, Fertigungssteuerer in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.289 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.955 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.232 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Fertigungssteuerer in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.068 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.360 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.961 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.637 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.627 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.702 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.365 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.169 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.251 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Ein möglicher Bildungsweg, um als Fertigungssteuerer /-in eigesetzt werden zu können, ist die Weiterbildungsmaßnahme zum /-r Betriebswirt /-in für Produktionswirtschaft. Zu einem solchen Kurs werden jedoch keine Bewerber zugelassen, die nicht bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen können. Häufig wird zusätzlich Berufserfahrung von mehreren Jahren vorausgesetzt. Die Ausbildung kann in Vollzeit oder Teilzeit absolviert werden. Der Unterricht findet in der Regel an entsprechenden Fachschulen statt. Insgesamt dauert der Lehrgang zwei bis vier Jahre. Dies hängt davon ab, ob ganztags oder nur in den Abendstunden oder an den Wochenenden gelernt wird.

Auf dem Stundenplan der Teilnehmer stehen Inhalte aus verschiedensten Fachbereichen:

  • Betriebswirtschaft,
  • Recht,
  • Volkswirtschaft,
  • Rechnungswesen,
  • Wirtschaftsmathematik und Statistik,
  • Informatik,
  • Produktionswirtschaft,
  • Steuerlehre.

Ergänzt wird das Lernangebot durch Fächer wie Deutsch und Kommunikation, Fremdsprachen oder Sozialkunde. Die Vorkenntnisse und Interessen, die Bewerber mitbringen sollten, gliedern sich in zwei Kategorien auf. Zum einen sind grundlegende Kenntnisse in den Bereichen Wirtschaft und Recht unverzichtbar. Diese werden nicht nur bei der Buchführung und im Controlling benötigt, sondern auch im Rahmen von steuer- oder wirtschaftsrechtlichen Angelegenheiten. Auf der anderen Seite müssen die Kursteilnehmer unbedingt ein gewisses mathematisches Verständnis aufbringen.

Am Ende der Ausbildung gilt es eine Abschlussprüfung zu bestehen. Obligatorisch ist der schriftliche Prüfungsteil. Hier muss der Prüfling sein in den Fächern Betriebs- und Volkswirtschaft, Finanzwirtschaft, Produktionswirtschaft und Marketing erworbenes Wissen abrufen. Je nach Bundesland finden zusätzlich praktische oder mündliche Leistungsüberprüfungen statt. Der Weiterbildungskurs zum Betriebswirt für Produktionswirtschaft ist nicht die einzige Möglichkeit sich für eine Tätigkeit auf diesem Gebiet zu qualifizieren. Das Angebot der Fachschulen umfasst ebenso Bildungsmaßnahmen zum /-r Fachwirt /-in in allgemeiner Betriebswirtschaft, zum /-Industrie-Betriebswirt /-in oder zum /-r Technischen Betriebswirt /-in. All diese Zertifikate ebnen den Weg in die kaufmännische Abteilung von Unternehmen.

3. Studium

Ein bedeutender Vorteil der Ausbildung zum /-r Betriebswirtin im Gegensatz zu vielen anderen Weiterbildungskursen ist die damit einhergehende Berechtigung, ein Studium aufzunehmen. Der vorherige Schulabschluss ist in diesem Fall irrelevant. Der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen ist an der Schnittstelle zwischen Betriebswirtschaft und naturwissenschaftlich geprägtem Ingenieurwesen einzuordnen. Aus diesem Grund eignet er sich besonders, um sich für eine Tätigkeit im Bereich der Fertigungssteuerung zu qualifizieren.

Dass innerhalb des Studiengangs Inhalte aus verschiedenen Fachrichtungen miteinander verbunden werden, spiegelt sich auch im Studienverlaufsplan wider. Die Studenten müssen unter anderem folgende Module belegen:

Darüber hinaus werden zahlreiche weitere sogenannte Wahlpflichtmodule angeboten. Je nachdem, ob sich der/die Student /-in überwiegend betriebswirtschaftliches oder technisches Wissen aneignet, bildet sich ein entsprechendes Kompetenzenprofil heraus.

In seiner Eigenart, verschiedene akademische Disziplinen zu vereinen, ist der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen einzigartig. Trifft der Student / -in allerdings vor Studienbeginn die Entscheidung, sich auf betriebswirtschaftliche Inhalte konzentrieren zu wollen, bieten sich einigen weiter Studiengänge an. Dazu gehören Betriebswirtschaftslehre Unternehmensführung und Management oder Logistik bzw. Supply-Chain-Management genauso wie die Fächer Industriebetriebswirtschaft oder Wirtschaftsinformatik. Soll der Fokus hingegen im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich liegen, kommen sämtliche Ingenieur-Studiengänge in Frage. Es gilt in diesem Fall zu entscheiden, ob sich Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik oder einer der der zahlreichen anderen Studienfächer am besten eignet.

Ohne umfassende mathematische Kenntnisse können die Studenten weder die betriebswirtschaftlichen noch die technisch-naturwissenschaftlichen Studieninhalte nachvollziehen. Doch nicht nur die Mathematik ist wichtig. Ebenso wesentlich ist ein grundlegendes Verständnis für Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten in Physik und Chemie. Im Bereich der Betriebswirtschaft ist ferner Vorwissen zu Wirtschaft und Recht von Vorteil. Ähnlich wie in nahezu allen Studiengängen sind gute bis sehr gute Englischkenntnisse von Bedeutung.

4. Tätigkeit

Fertigungssteuerer bzw. –planer koordinieren in der Produktion von Gütern den gesamten Fertigungsprozess. Ihre wesentliche Aufgabe besteht darin, durch ein Bündel von Maßnahmen eine Reduzierung von nicht wertschöpfenden Tätigkeiten zu erreichen. Darüber hinaus soll durch die Optimierung aller Arbeitsmethoden die gesamte Wertschöpfungskette verbessert und die Warendurchlaufsituation beschleunigt werden.

Dazu stellen sie zunächst fest, welche Arbeits- und Montageschritte notwendig sind und in welcher Reihenfolge diese erfolgen müssen. In diesem Zusammenhang bestimmen sie auch den Einsatz der Arbeitskräfte. Durch ihre Tätigkeit sollen der Stundensatz in der Produktion sinken und die Deckungsbeiträge sich erhöhen. Zur genaueren Analyse des Personaleinsatzes werden Zeit- und Arbeitsstudien erstellt. Außerdem sind die Fertigungssteuerer dafür verantwortlich, dass stets genügend Material vorhanden ist. Treten während des Fertigungsprozesses Unregelmäßigkeiten auf, ist es die Aufgabe der Fachleute, die Störungen zu beheben. Störfälle sowie andere Prozessdaten sind stets zu dokumentieren, um zum Beispiel ergriffene Maßnahmen zu einem späteren Zeitpunkt nachvollziehen zu können.

Eine weitere Aufgabe, die den Fertigungssteuerern zukommt, betrifft die umfassende Arbeitsplatzgestaltung. Die Experten arbeiten nicht nur an der Optimierung der Arbeitsabläufe. Sie tragen ebenso dazu bei, dass die Arbeitsstätten optimal gestaltet werden. Eine enge Verkettung von vor- und nachgelagerten Fertigungsstufen durch die Fertigungssteuerung wird hier angestrebt. Durch die wesentliche Verbesserung der Fabrikorganisation, durch Optimierungen in der Zulieferkette und einer ständigen Weiterentwicklung in Richtung Kundenorientierung trägt die Arbeit des Fertigungssteuerers / der Fertigungssteuerin einen wesentlichen Beitrag zur optimalen Organisation eines Unternehmens bei.

Ferner erstellen Fertigungssteuerer in regelmäßigen Abständen Analysen zur Wirtschaftlichkeit einzelner Fertigungsprozesse. Befindet sich diese in einem nicht zufriedenstellenden Bereich, erarbeiten sie gemeinsam mit anderen Expertengruppen Lösungskonzepte. Sie müssen dabei immer gleichzeitig Umsetzung, Modifizierung und Controlling im Auge behalten. Häufig wirkt der Fertigungssteuerer an der objektiven Leistungserfassung und - bewertung mit und haben damit einen nicht unerheblichen Einfluss auf Stundenlohn, Lohn und Gehalt der Mitarbeiter.

Eine umfassende berufliche Qualifikation bestimmt Lohn und Gehalt des Fertigungssteuerers / der Fertigungssteuerin. Die Weiterentwicklung des Verdienstes steht häufig unter der Prämisse der Erfolgsbeteiligung.

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