*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Fundraiser / Fundraiserin

Datenbasis: 49 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.522 € 3.462 € 4.882 €
Baden-Württemberg 2.820 € 3.445 € 3.936 € Jobs Fundraiser / Fundraiserin
Bayern 2.801 € 3.328 € 3.815 € Jobs Fundraiser / Fundraiserin
Berlin 2.253 € 3.125 € 4.558 € Jobs Fundraiser / Fundraiserin
Brandenburg 1.921 € 2.637 € 3.719 € Jobs Fundraiser / Fundraiserin
Bremen 2.424 € 3.327 € 4.692 € Jobs Fundraiser / Fundraiserin
Hamburg 2.675 € 3.672 € 5.178 € Jobs Fundraiser / Fundraiserin
Hessen 2.734 € 3.580 € 5.199 € Jobs Fundraiser / Fundraiserin
Mecklenburg-Vorpommern 1.854 € 2.545 € 3.589 € Jobs Fundraiser / Fundraiserin
Niedersachsen 2.301 € 3.159 € 4.455 € Jobs Fundraiser / Fundraiserin
Nordrhein-Westfalen 3.161 € 3.708 € 4.682 € Jobs Fundraiser / Fundraiserin
Rheinland-Pfalz 2.480 € 3.405 € 4.802 € Jobs Fundraiser / Fundraiserin
Saarland 2.398 € 3.292 € 4.642 € Jobs Fundraiser / Fundraiserin
Sachsen 1.940 € 2.663 € 3.755 € Jobs Fundraiser / Fundraiserin
Sachsen-Anhalt 1.901 € 2.610 € 3.681 € Jobs Fundraiser / Fundraiserin
Schleswig-Holstein 2.215 € 3.040 € 4.287 € Jobs Fundraiser / Fundraiserin
Thüringen 1.971 € 2.705 € 3.815 € Jobs Fundraiser / Fundraiserin

Fundraiser / Fundraiserin:

1. Gehalt

Als Fundraiser liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.462 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 49 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.522 € beginnen, Fundraiser in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.882 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.040 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.445 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Fundraiser in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.677 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.181 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.515 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.820 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.482 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.506 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.515 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.262 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.428 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Professionelle Fundraiser organisieren für Unternehmen Geld, Ressourcen oder Mitstreiter. Der Beruf des/der Fundraisers /-in ist nur zugänglich über eine vorherige abgeschlossene Ausbildung und einschlägige Berufserfahrung. Interessenten qualifizieren sich mit einer Berufsweiterbildung für die Tätigkeit als Fundraiser /-in. Die Bildungsträger stellen unterschiedliche Anforderungen an die Zulassungsvoraussetzungen für Bewerber. So sind beispielsweise bei einigen Institutionen die Hochschulreife und zwei Jahre Berufserfahrung erwünscht. Alternativ werden Bewerber akzeptiert, die einen mittleren Schulabschluss plus mindestens vier Jahre Berufstätigkeit nachweisen können. Dabei muss die berufliche Ausübung jeweils im Non-Profit-Bereich erfolgt sein, das heißt, im sozialen oder kirchlichen Umfeld.

Schüler, die sich für eine Karriere als Fundraiser /-in entscheiden, absolvieren zunächst eine Berufsfachschule. Dort legen sie die Prüfung zum/zur Sozialassistenten /-in ab. Die zwei Jahre währende Ausbildung wird landesabhängig mit den Schwerpunkten Sozialpädagogik oder Persönliche Assistenz angeboten. Vorteilhafte Interessen und Befähigungen für Lehrlinge im Bereich Sozialassistenz betreffen erstens sozial-beratende Aufgaben, z.B. Einfühlungsvermögen für die Beratung von Angehörigen, Geduld im Umgang mit Betreuten und Verständnis für individuelle Bedürfnisse von Haushaltsmitglieder. Zweitens verwaltende und organisatorische Arbeitsbereiche wie die konkrete Planung und Ermittlung von Personalbedarf und –einsatz, Koordination hauswirtschaftlicher Versorgungen und praktisch-konkrete Ressorts. Sowie drittens die Betreuung, Unterstützung und Förderung hilfsbedürftiger Menschen.

In der Berufsfachschule lernen künftige Sozialassistenten die

  • Grundlagen des Sozialwesens,
  • Basiskenntnisse der Sozialberatung,
  • Wirkungsweisen von Pädagogik und Psychologie,
  • Gesund- und Krankheitslehre,
  • Erziehung und Pflege von sozial benachteiligten Personen,
  • Ernährungslehre und Nahrungszubereitung,
  • Hauswirtschaft,
  • Grundbegriffe aus Kunst- und Werkunterricht sowie musikalische Erziehung,
  • Hygienevorschriften,
  • Rechtskunde,
  • Informatikgrundlagen.

Fundraiser, die sich höher qualifizieren möchten, besuchen Seminare und Lehrgänge. Vom Thema Altenpflege über Hauswirtschaft bis hin zu Marketing und Betriebswirtschaft öffnen sich zahlreiche Möglichkeiten. Eine Führungsposition erreichen Fundraiser mittels eines Studienabschlusses, beispielsweise im Studienfach Soziale Arbeit oder Betriebswirtschaftslehre. Die Aufnahme einer freiberuflichen Tätigkeit ist durch einen Dienstleistungsbetrieb für Unternehmensberatung möglich.

3. Studium

Gebührenpflichtige Weiterbildungen zum/zur Fundraiser /-in finden nebenberuflich statt. Die Regelstudienzeit bis zur Abschlussprüfung dauert eineinhalb bis zwei Jahre. Im Selbststudium erarbeiten die Studenten Hausarbeiten. Die Anzahl und Länge von Präsenzphasen und Praxistagen ist abhängig vom Bildungsträger. Ziel der Fortbildung ist, die Studierenden zu ermächtigen, unterschiedliche Fundrainsingprojekte für Unternehmen zu entwickeln und erfolgreich zu realisieren.

Angehende Fundraiser befassen sich mit diesen Studieninhalten:

  • Aufbau und Umsetzung von Frundraisingaktivitäten in Non-Profit-Organisationen,
  • Marketing in gemeinnützigen Betrieben,
  • Integrierte Kommunikation,
  • Konzeptionslehre,
  • Sponsoring,
  • Kooperationen zwischen Unternehmen,
  • Stiftungen,
  • Akquise von Großspendern,
  • Erbschafts-Fundraising,
  • Database-Fundraising,
  • Eventmanagement,
  • Unterschiede der Fundraisinginstrumente,
  • Qualitätsmanagement,
  • Führen von Statistiken und Controlling,
  • Gemeinnützigkeitsrecht.

Studierende vertiefen ihr Grundwissen im Bereich Sozialmarketing. Sie erlernen die Planung von Fundraisingoperationen und setzen sie praktisch um. Dabei berücksichtigen sie steuerliche, rechtliche und ethische Aspekte. Für Fundraiser bieten sich Rubriken für detaillierte Spezialisierungen an:

  • EU-Förderprogramme,
  • Kulturmarketing,
  • Sponsoring,
  • Kommunikationstraining.

Interessenten, die ihren Studiengang für die spätere Tätigkeit als Fundraiser /-in allumfassender halten möchten, schreiben sich für das Studienfach Wirtschaftswissenschaften ein. Sie besuchen eine Hochschule in Vollzeit und schließen mit einem Bachelortitel ab. Das Studienfach Wirtschaftswissenschaften erweitert vorhandene Sachkenntnisse aus Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre. Der Studienplan inkludiert Inhalte zum Thema Recht. In der Hochschule haben Studierende die Gelegenheit, bestimmte Teilbereiche zu intensivieren. Dazu zählen Wirtschaftssoziologie, Wirtschaftsrecht, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsenglisch.

Die beruflichen Einsatzgebiete von Wirtschaftswissenschaftlern sind vielfältig. Sie hängen mit dem im Studium gewählten Schwerpunkt zusammen. In Unternehmen übernehmen die Wissenschaftler die Bereiche Marketing oder ökonomische Beratung. Sie konsultieren ebenso in der Politik in wirtschaftlichen Angelegenheiten. In Non-Profit-Organisationen verantworten sie Forschung und Fundraising.

4. Tätigkeit

Fundraising steht im Deutschen für den Begriff Mittelbeschaffung. Die Position von Fundraisern existiert vorwiegend in gemeinnützigen Betrieben bzw. im Bereich der sozialen Öffentlichkeitsarbeit. Dort beschäftigen sie sich mit der Beschaffung finanzieller Mittel, sonstiger Betriebsmittel (Sachzuwendungen) für die Erhaltung der Einrichtung und Arbeitskräfte in Form von ehrenamtlichen Mitarbeitern. Am Schreibtisch planen professionelle Fundraiser Aktionen und Events wie Spendenaufrufe (vor Ort und via Internet), öffentliche Benefizgalas oder Wohltätigkeitskonzerte und Straßensammlungen.

Sie beantragen öffentliche Zuschüsse und dokumentieren die jeweilige Mittelverwendung. Fundraiser pflegen enge Kontakte zu Spendern und halten diese stets informiert. Die täglichen Aufgaben von Fundraisern enthalten

  • die Neugewinnung von Förderern und Spendern,
  • Dankmanagement,
  • Beschwerdebehandlung,
  • Mailingaktionen,
  • Verwaltung von Anlass- und Online-Spenden,
  • Entwicklung und Realisierung von Marketingaktivitäten,
  • Überwachung der Finanzen und Kassen,
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Fundraiser sind kreativ und aufgeschlossen für neue Ideen. Außerdem haben sie genaue Kenntnis über die Medienlandschaft, denn sie präsentieren die Arbeit der Einrichtung an entsprechender Stelle und machen so auf sie aufmerksam. Sie haben großes Verantwortungsbewusstsein bei der Handhabung von Spenden. Sie arbeiten im Team und sind belastbar. Dabei zeigen sie Einfühlungsvermögen für die Belange von Spendern und Organisationstalent in der Abwicklung von Kampagnen. Sie verfügen über ausgeprägtes Ausdrucksvermögen und Überzeugungskraft. Das äußere Erscheinungsbild von Fundraisern ist tadellos. Sie treten sympathisch und motivierend auf.

Das Gehalt kann abhängig vom Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.

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