*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Grundschullehrer / Grundschullehrerin

Datenbasis: 136 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.482 € 3.544 € 5.559 €
Baden-Württemberg 2.929 € 3.613 € 4.718 € Jobs Grundschullehrer / Grundschullehrerin
Bayern 2.446 € 4.557 € 6.079 € Jobs Grundschullehrer / Grundschullehrerin
Berlin 2.524 € 3.827 € 6.870 € Jobs Grundschullehrer / Grundschullehrerin
Brandenburg 1.891 € 2.700 € 4.235 € Jobs Grundschullehrer / Grundschullehrerin
Bremen 2.385 € 3.405 € 5.341 € Jobs Grundschullehrer / Grundschullehrerin
Hamburg 2.633 € 3.759 € 5.896 € Jobs Grundschullehrer / Grundschullehrerin
Hessen 2.596 € 3.558 € 5.460 € Jobs Grundschullehrer / Grundschullehrerin
Mecklenburg-Vorpommern 1.824 € 2.605 € 4.086 € Jobs Grundschullehrer / Grundschullehrerin
Niedersachsen 2.264 € 3.233 € 5.071 € Jobs Grundschullehrer / Grundschullehrerin
Nordrhein-Westfalen 2.910 € 3.791 € 6.367 € Jobs Grundschullehrer / Grundschullehrerin
Rheinland-Pfalz 2.441 € 3.485 € 5.466 € Jobs Grundschullehrer / Grundschullehrerin
Saarland 2.360 € 3.370 € 5.286 € Jobs Grundschullehrer / Grundschullehrerin
Sachsen 2.322 € 3.345 € 6.077 € Jobs Grundschullehrer / Grundschullehrerin
Sachsen-Anhalt 1.857 € 2.652 € 4.160 € Jobs Grundschullehrer / Grundschullehrerin
Schleswig-Holstein 2.141 € 3.057 € 4.795 € Jobs Grundschullehrer / Grundschullehrerin
Thüringen 1.940 € 2.770 € 4.345 € Jobs Grundschullehrer / Grundschullehrerin

Grundschullehrer / Grundschullehrerin:

1. Gehalt

Als Grundschullehrer liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.544 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 136 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.482 € beginnen, Grundschullehrer in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.559 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.057 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.613 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Grundschullehrer in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.085 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.139 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.617 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.766 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.749 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.657 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.479 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.605 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.703 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Wer Grundschullehrer bzw. Grundschullehrerin werden möchte, muss ein entsprechende Studium absolvieren. Diejenigen, die nicht über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügen, dennoch aber mit Kindern oder im erzieherischen Bereich arbeiten möchten, haben die Möglichkeit, einen der folgenden pädagogischen Berufe zu erlernen:

  • Kindergärtner /-innen haben in aller Regel eine Ausbildung zum Erzieher absolviert. Wer die drei- bis sechsjährige Ausbildung zum/ zur Erzieher /-in besteht, kann anschließend in Kindergärten und -krippen arbeiten. Aber auch in Horten, Heimen, Beratungsstellen sowie in Tagessstätten, Wohnheimen und Ferienheimen sind Erzieher /-innen gern gesehenes Fachpersonal.
  • Um als Leitung in Kindergärten, Heimen oder als Erzieher in sonderpädagogischen Einrichtungen tätig zu werden oder als Kinderdorfmutter /-vater zu arbeiten, wird nach der klassischen Erzieherausbildung eine Weiterbildung angeschlossen.
  • Wer eine verkürzte Ausbildung anstrebt, entscheidet sich oft für die Ausbildung zum /zur Kinderbetreuer /-in, zum /zur Kindergartenhelfer /-in oder zum Kinderpfleger /-in. Allerdings muss klar sein, dass auch Kompetenzen und Gehalt geringer ausfallen, wenn keine Erzieherausbildung absolviert wurde.

Pädagogisches Fachpersonal ist nicht nur für die erzieherische Leitung, sondern auch für die Wissensvermittlung zuständig. Waren einst Kindergärten noch Spielstätten, so wird heute beispielsweise die Fähigkeit der Kinder, eine Sprache zu lernen, bereits im Kindergartenalter genutzt – daher fungieren auch Erzieher /-innen zum großen Teil als Lehrer /-innen und haben folgende Aufgaben zu erledigen:

  • Erziehungsarbeit in Form von Festen, Feiern und Spielen sowie Musik, Tanz und Bewegung
  • Spielerische Förderung der Sprachentwicklung bei Kindern
  • Anleitung zum bewussten Umgang mit der Medienvielfalt
  • Förderungsbedarf an Altersgruppe und Entwicklungsstand anlehnen (Plan, Dokumentation, Auswertung)
  • Gesundheitliche Schädigungen, Entwicklungsverzögerungen und psychologische Veränderungen bei Kindern erkennen und mit Erziehungsberechtigten gemeinsam agieren
  • Umsetzung der Inklusionsregelungen, Umgang mit Kindern mit Behinderung
  • Erfüllung von sonderpädagogischen Aufgaben nach Bedarf und ggf. einer Fortbildungsmaßnahme

Diese praktische Basis ist eine fundierte Grundlage für die Arbeit mit Kindern. Eine zwingende Voraussetzung für das Studium ist sie jedoch nicht. Hier zählen Abitur und Numerus clausus.

3. Studium

Lehramtsstudiengänge gibt es viele, denn für jede Schulform ist ein spezielles Studium zu absolvieren. Wer also später einmal unterrichten möchte, muss sich entscheiden, ob er Grundschüler, Hauptschüler, Realschüler, Gymnasiasten oder Gesamtschüler unterrichten möchte, denn danach ist der Studiengang auszuwählen. Wer Lehrer /-in werden möchte, muss zwei Prüfungen absolvieren: eine nach dem Studium (das sogenannte Erste Staatsexamen) und eine nach dem sogenannten Vorbereitungsdienst, dem Referendariat (das sogenannte Zweite Staatsexamen).

Bei Grundschullehrer /-innen stehen die folgenden Themen auf dem Lehrplan:

  • Pädagogik: Geschichte, Theorien, Erziehung (Werteerziehung, Medienerziehung), Bildungstheorie, Grundschulpädagogik, Schulpädagogik
  • Didaktik: Sachunterricht, Schriftsprachenerwerb
  • Gesellschaftswissenschaften: Einführung, Ethnologie, Politikwissenschaften
  • Psychologie: Gestaltung von Lernprozessen
  • Pflichtmodule in den Hauptfächern 1 bis 3 – z.B. Mathematik, Biologie und Deutsch

Wer diesen Studiengang wählen möchte, muss im Grunde in allen schulischen Fächern gute Noten gehabt haben, denn Grundschullehrer /-innen sind weniger fachspezifisch aufgestellt als Lehrer an weiterführenden Schulen. Das heißt, dass Interessenten gute Noten in Deutsch, Englisch, Mathematik, Geschichte, Sozialkunde, Ethik, Biologie, Chemie, Physik, Erdkunde, Kunst, Musik und Sport haben sollten. Insbesondere aber mmüssen sie gut im späteren Hauptfach sein.

Angehende Lehrer sollten sich genau überlegen, welche Kinder sie künftig unterrichten möchten, denn der Unterschied liegt nicht nur im fachlichen Bereich: Während im Grundschulbereich erzieherische Aufgaben wichtig sind, ist an den Mittelschulen oft ein spezieller Förderbedarf nötig, in der Realschule steht die Praxis Vordergrund und an Gymnasien geht es um Fachkenntnisse auf hohem Niveau, die es zu vermitteln gilt.

Der Weg kann in einer Lehrtätigkeit an einer Grundschule münden, muss er aber nicht, denn wer nicht tagein, tagaus vor den Kindern stehen möchte, um zu unterrichten, kann auch ein weiterführendes Studium absolvieren. Im Bildungsbereich bietet sich beispielsweise das Bildungsmanagement Masterstudium an. Auch können Lehrer in der Berufs- und Bildungsberatung aktiv werden oder als Lerntherapeuten arbeiten.

4. Tätigkeit

Als Lehrer /-in hat man einen sehr verantwortungsvollen Beruf. Gerade an einer Grundschule kommt neben dem Lehrplan auch das Erziehen der Kinder dazu. Sicher ist das in erster Linie die Aufgabe der Eltern, aber auch die Lehrer haben einen Anteil daran. Dafür hat, wer als Grundschullehrer /-in arbeitet, einen geregelten Arbeitstag. Die Unterrichtszeiten sind festgelegt, ebenso gibt es feste Lehrrahmenpläne, die Grundlage aller Schulen sind. Nach Schulschluss ist noch lange nicht Arbeitsende, denn nun muss der aktuelle Tag nachbereitet und der neue Schultag vorbereitet werden.

Die größte Herausforderung liegt in den ersten Berufsjahren, denn hier muss das Unterrichtsmaterial, das zum Lehrplan passt, neu erstellt werden. Das heißt aber nicht, dass nach den ersten Jahren im Unterricht nur noch der „alte Schuh“ unterrichtet wird. Vielmehr gilt es, bestehendes Lehrmaterial um neue inhaltliche und pädagogische Erkenntnisse zu ergänzen und neue Methoden einzusetzen, um den Grundschülern den Unterrichtsstoff altersgerecht zu vermitteln.

Neben der Vermittlung von Wissen, steht in der Grundschule auch die Erziehung an prominenter Stelle, denn auch ein faires Miteinander will gelernt sein. Zudem werden hier die Weichen für die spätere schulische Laufbahn gestellt.

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