*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Verkehrsplaner

Datenbasis: 23 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.508 € 3.203 € 5.103 €
Baden-Württemberg 2.924 € 3.734 € 5.949 € Jobs Verkehrsplaner
Bayern 2.669 € 3.409 € 5.431 € Jobs Verkehrsplaner
Berlin 2.347 € 2.997 € 4.775 € Jobs Verkehrsplaner
Brandenburg 1.911 € 2.440 € 3.887 € Jobs Verkehrsplaner
Bremen 2.410 € 3.078 € 4.904 € Jobs Verkehrsplaner
Hamburg 2.969 € 3.792 € 6.041 € Jobs Verkehrsplaner
Hessen 2.903 € 3.707 € 5.906 € Jobs Verkehrsplaner
Mecklenburg-Vorpommern 1.844 € 2.355 € 3.752 € Jobs Verkehrsplaner
Niedersachsen 2.370 € 3.027 € 4.823 € Jobs Verkehrsplaner
Nordrhein-Westfalen 2.508 € 3.203 € 5.103 € Jobs Verkehrsplaner
Rheinland-Pfalz 2.461 € 3.143 € 5.007 € Jobs Verkehrsplaner
Saarland 2.385 € 3.046 € 4.853 € Jobs Verkehrsplaner
Sachsen 1.929 € 2.464 € 3.926 € Jobs Verkehrsplaner
Sachsen-Anhalt 1.890 € 2.414 € 3.846 € Jobs Verkehrsplaner
Schleswig-Holstein 2.203 € 2.813 € 4.482 € Jobs Verkehrsplaner
Thüringen 1.960 € 2.503 € 3.988 € Jobs Verkehrsplaner

Verkehrsplanung:

1. Gehalt

Als Verkehrsplaner liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.203 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 23 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.508 € beginnen, Verkehrsplaner in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.103 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.813 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.734 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Verkehrsplaner in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.859 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.863 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.267 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.403 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.468 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.357 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.027 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.143 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.316 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Wer im Bereich der Verkehrsplanung tätig sein will, jedoch die Mühen eines Studiums zum/zur Verkehrsplaner /-in scheut, kann alternativ eine Ausbildung zur Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik aufnehmen. Hierfür ist zunächst kein bestimmter schulischer Abschluss vorgeschrieben. In den meisten Fällen werden allerdings nur Bewerber mit Hochschulreife eingestellt. Die Ausbildung findet in dualer Form statt. Der/die Auszubildende erhält durch die Arbeit im Betrieb einen Einblick in die praktische Tätigkeit. Parallel bekommt er/sie in der Berufsschule theoretische Inhalte vermittelt. Innerhalb der praktischen Ausbildung stehen unter anderem folgende zu erlernende Tätigkeiten im Vordergrund:

  • Das Planen von Baumaßnahmen im Straßenverkehr,
  • die Eigenschaften verschiedener Baustoffe und -materialien,
  • bautechnische, hydraulische sowie schalltechnische Berechnungen,
  • Vermessungstechniken z.B. topographische Aufnahmen,
  • Bauleitung, -überwachung,
  • Kostenberechnungen, -abrechnungen,
  • das Lesen und Bearbeiten von Bauplänen,
  • die korrekte Dokumentation von Baumaßnahmen (hinsichtlich Umweltschutz etc.).

Wie bereits aus den genannten Tätigkeitsbereichen hervorgeht, ist in erster Linie handwerklich-technisches Geschick erforderlich. Diesbezüglich ist vor allem das technische Zeichnen zu erwähnen. Um Flächen, Materialmengen und Kosten berechnen zu können, sind darüber hinaus gute mathematische Kenntnisse unverzichtbar. Ebenso sollte der Auszubildende ein gewisses Verständnis für physikalische Zusammenhänge mitbringen, da z.B. der Umgang mit den diversen Messgeräten so leichter fällt. Doch die Ausbildung beinhalten nicht nur Aufgaben im Bereich Technik und Werken. Fachkräfte für Straßen- und Verkehrstechnik sind für die Beschaffung und Präsentation von Informationen sowie jeglichen Schriftverkehr innerhalb eines Projekts zuständig. Dementsprechend kommt guten Deutschkenntnissen eine große Bedeutung zu.

Wer sich insbesondere für das Vermessen von Flächen und Geländen sowie das Erstellen von entsprechenden Zeichnungen interessiert, für den könnte eine Ausbildung zum/zur Vermessungstechniker /-in oder Bauzeichner /-in ebenfalls eine Option sein. Die Ausbildung zur Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik dauert drei Jahre. Nach etwa der Hälfte der Zeit muss der Auszubildende eine Zwischenprüfung ablegen. Am Ende der Ausbildung folgt dann die Abschlussprüfung.

3. Studium

Um sich Verkehrsplaner /-in nennen zu dürfen, ist ein Studium im Fachbereich Verkehrsingenieurwesen oder der erfolgreiche Abschluss in einem ähnlichen Studiengang erforderlich. Häufige Bezeichnungen für Studiengänge in dieser Branche sind unter anderem: Mobilität und Verkehr, Mobility and Logistics oder Mobilitätsmanagement. Je nach Hochschule kann zwischen dem klassischen und einem dualen Studienmodell gewählt werden. Jenes bietet sich aus dem Grund an, dass bereits während des Studiums wertvolle Praxiserfahrungen gesammelt werden können.

Das Bachelorstudium dauert durchschnittlich 8 Semester. Während dieser Zeit erwirbt Der/die Student /-in in Pflicht- und Wahlmodulen alle notwendigen Fähigkeiten für seine spätere Berufstätigkeit. Zu nennen sind diesbezüglich die Inhalte:

  • Grundlagen in Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, Logistik, Landverkehr, Flugführung, Straßenwesen,
  • Messtechniken für Mobilität und Verkehr,
  • Mathematik für Ingenieure, Statistik,
  • Technische Mechanik, Verkehrstechnik,
  • Verkehrs- und Stadtplanung, Verkehrssicherheit,
  • Verkehrswegebau (Eisenbahnwesen, Wasserbau),
  • Mobilität, Raum, Architektur,
  • Öffentlicher Personennahverkehr,
  • Planen und Entwerfen von Straßen,
  • Verkehrsmanagement auf Autobahnen.

Während des Bachelorstudiums muss eine Vielzahl von Leistungsnachweisen erbracht werden. Dazu zählen neben Klausuren und mündlichen Prüfungen auch Hausarbeiten und Referate. Für all diese Arbeiten erhält Der/die Student /-in sogenannte ECTS-Punkte. Am Ende des Studiums muss er/sie eine bestimmte Anzahl an Punkten erreicht haben. Nach dem erfolgreich abgeschlossenen Bachelorstudium kann der Absolvent einen Master im Fachbereich Verkehrsingenieurwesen belegen. Hier werden zum einen die im Bachelor erworbenen Kenntnisse vertieft. Außerdem spezialisieren sich die angehenden Verkehrsingenieure nun häufig auf ein Gebiet. Zur Auswahl stehen hier beispielsweise Mobilität, Verkehrswirtschaft und Verkehrssysteme. Das Masterstudium dauert noch einmal 2 bis 4 Semester.

Je nach Interessenlage existieren verschiedene Möglichkeiten, bereits bei der Wahl des Bachelorstudiengangs Spezialisierungen vorzunehmen. In den Studiengängen Logistik/Supply-Chain-Management, Verkehrsbetriebswirtschaft und Luftverkehrsmanagement liegt der Fokus auf Transportprozessen sowie der Lagerung von Ware. Wer hingegen Stadt- und Regionalplanung oder Infrastrukturmanagement studiert, wird voraussichtlich einmal in der Landschafts- und Raumplanung tätig werden.

4. Tätigkeit

Der Verkehrsplaner und die Verkehrsplanerin finden ein Arbeitsumfeld bei Behörden der Kommunen, des Landes und des Bundes. Weitergehend eröffnen sich Beschäftigungsmöglichkeiten bei Verkehrsunternehmen, Consultingunternehmen, Industrieunternehmen und Verbänden sowie bei Ingenieurbüros oder Unternehmen die Verkehrsanlagen betreiben. Darüber hinaus können sie auch an Lehrinstituten oder in der Forschung tätig sein. Das Ziel eines /-r Verkehrsplaners /-in ist es, Verkehrsprozesse zu optimieren. Dazu entwickelt er/sie immer wieder neue Konzepte für Verkehrsanlagen und -systeme. Die Experten stützen ihre Entscheidungen dabei auf die Ergebnisse von Verkehrsanalysen. Sie erheben Daten, werten diese aus und ziehen daraus Konsequenzen für zukünftige Verkehrsentwicklungspläne.

Da es sich bei Verkehr und Straßenbau um Angelegenheiten von öffentlichem Belang handelt, müssen Verkehrsplaner ihre Arbeitsergebnisse regelmäßig vor politischen Gremien oder Bürgerversammlungen präsentieren. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht stets der schmale Grat zwischen Qualität und Kosteneffizienz.

Ferner gehört das Erstellen von Verkehrsgutachten zum Aufgabenbereich eines /-r Verkehrsplaners /-in. Auftraggeber sind hier meist Städte und Gemeinden. Nicht nur Straßenverläufe sondern auch die Netze öffentlicher Verkehrsmittel werden von Verkehrsplanern geplant. Eine ebenso große Rolle nimmt das Erstellen von Parkraumkonzepten ein. All diese Maßnahmen werden durch Fördergelder von Seiten des Bundes, der Länder sowie der Städte und Gemeinden unterstützt. Die Verwaltung dieser finanziellen Mittel obliegt ebenfalls dem/der Verkehrsplaner /-in.