*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Vertriebscontrolling

Datenbasis: 519 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.750 € 4.119 € 6.414 €
Baden-Württemberg 2.941 € 4.291 € 6.835 € Jobs Vertriebscontrolling
Bayern 2.941 € 4.337 € 6.651 € Jobs Vertriebscontrolling
Berlin 2.367 € 3.846 € 5.555 € Jobs Vertriebscontrolling
Brandenburg 2.095 € 3.138 € 4.886 € Jobs Vertriebscontrolling
Bremen 2.985 € 4.071 € 5.268 € Jobs Vertriebscontrolling
Hamburg 3.143 € 4.727 € 7.181 € Jobs Vertriebscontrolling
Hessen 2.947 € 3.935 € 7.307 € Jobs Vertriebscontrolling
Mecklenburg-Vorpommern 1.721 € 2.578 € 4.014 € Jobs Vertriebscontrolling
Niedersachsen 2.239 € 3.385 € 4.764 € Jobs Vertriebscontrolling
Nordrhein-Westfalen 2.500 € 4.002 € 6.342 € Jobs Vertriebscontrolling
Rheinland-Pfalz 3.266 € 3.902 € 6.470 € Jobs Vertriebscontrolling
Saarland 2.615 € 3.917 € 6.099 € Jobs Vertriebscontrolling
Sachsen 2.115 € 3.168 € 4.933 € Jobs Vertriebscontrolling
Sachsen-Anhalt 2.073 € 3.105 € 4.835 € Jobs Vertriebscontrolling
Schleswig-Holstein 2.957 € 3.766 € 6.450 € Jobs Vertriebscontrolling
Thüringen 2.149 € 3.219 € 5.013 € Jobs Vertriebscontrolling

Vertriebscontroller / Vertriebscontrollerin:

1. Gehalt

Als Vertriebscontroller liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.119 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 519 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.750 € beginnen, Vertriebscontroller in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.414 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.766 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.291 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Vertriebscontroller in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.446 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.906 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.557 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.792 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.940 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.120 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.808 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.934 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.665 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Vertriebscontroller steuern in Unternehmen die Verkaufsaktivitäten. Ein effizienter Vertrieb ist für den Erfolg eines Betriebes entscheidend. Zugang zu dem Berufsfeld erhalten Interessenten ausschließlich mit einer beruflichen Fortbildung oder einem wirtschaftswissenschaftlichen Studium. Eine Berufsausbildung im dualen System gibt es für Vertriebscontroller nicht. Die Qualifikation der beruflichen Weiterbildung richtet sich an Vertriebsleiter, Verkaufsmanager, Geschäftsführer, Key Account Manager und Fach-/Führungskräfte aus dem Gebiet Vertrieb.

Grundsätzlich tragen Controller mittels der Analyse von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen, Marktdaten sowie Geschäftsergebnissen zur Unternehmenssteuerung bei. Für diese Aufgaben müssen insbesondere Vertriebscontroller ihre Fachkenntnisse aktualisieren und beruflich auf dem Laufenden bleiben. Dazu bieten sich Seminare und Lehrgänge zur Weiterbildung an. Häufig übernimmt der Arbeitgeber die Kosten für eine berufliche Fortbildung. Gelegentlich erstattet die Agentur für Arbeit anfallende Gebühren. Um leitende Funktionen zu erreichen, ist eine Fortentwicklung im beruflichen Umfeld vorteilhaft. Einige Seminare dienen dazu, neue Berufsfelder zu erschließen.

Vertriebscontroller nutzen Analyse- und Unterstützungssysteme für die Planung, Kontrolle und Steuerung betrieblicher Leistungsprozesse in einer Firma. Bei der Auswahl einer Weiterbildung sollten Controller darauf achten, dass das Thema in einem aufbauenden Zusammenhang mit der aktuellen Stelle steht. Wer unsicher ist, welche Weiterbildungsmaßnahme sich am besten eignet, sucht Rat bei der Personalabteilung oder dem Vorgesetzten. Berufliche Aufstiegsweiterbildungen finden als Präsenzunterricht oder Fernstudium statt. Auch Abend- oder Wochenendkurse sind denkbar. In Abhängigkeit des Bildungsinhaltes kann sogar ein Einzelcoaching Sinn machen.

Adäquate Weiterbildungsinhalte für Vertriebscontroller sind:

  • Buchführung und Rechnungswesen,
  • Bilanzierung,
  • Unternehmensplanung,
  • Budgetierung,
  • Steuerrecht,
  • Jahresabschlussanalyse,
  • Berichtswesen und Informationsmanagement,
  • Betriebswirtschaftliche Beratung,
  • Projektmanagement,
  • IT-Anwendungen,
  • Mitarbeiterführung und Teamarbeit,
  • Qualitätsmanagement.

Unterschiedliche Bildungsinstitutionen haben Weiterbildungskurse für Vertriebscontroller im Angebot. Neben den verschiedenen Formen der Ausbildungen variiert auch die Dauer von Fernstudien oder schulischen Seminaren. Interessenten finden im Internet eine Bewertungsliste der beliebtesten Institutionen. Anhand dieser kann eine Vorauswahl getroffen werden. Von größerer Relevanz ist jedoch, dass die Weiterbildung die im Augenblick notwendigen Inhalte für den/die jeweilige/n Vertriebscontroller /-in umfasst.

Gut ausgebildete Vertriebscontroller haben die Aussicht, eine berufliche Selbstständigkeit aufnehmen zu können. Sie gründen eine eigene Unternehmensberatung oder fungieren als Wirtschaftsmediator /-in.

3. Studium

Für die berufliche Wirkung als Vertriebscontroller ist ein Studium der Wirtschaftswissenschaften naheliegend. Da die Wirtschaftswissenschaft alle Aspekte der Wirtschaft erforscht, ist sie in viele Fachbereiche unterteilt. Ein enorm wichtiger Bereich ist die Betriebswirtschaftslehre (BWL). BWL untersucht die Frage, wie Unternehmen begrenzte Güter handhaben. Studenten der Betriebswirtschaftslehre werden befähigt, Betrieben dabei zu helfen, besondere wirtschaftliche Entscheidungen zu fällen. Dabei geht es vorrangig darum, Unternehmen Hilfe in ökonomischen Fragen zu leisten. Im Bachelorstudium BWL stehen in den ersten Semestern folgende Fächer auf dem Stundenplan: Mathematik, Marketing, Statistik, Finanzierung, Logistik, Wirtschaftsrecht.

Ein BWL-Studium bereitet die Studenten auf den Einsatz bei internationalen Konzernen vor. Aus diesem Grund bieten zahlreiche Hochschulen mehrere Fremdsprachen an. Die Studierenden müssen sich entscheiden, welche für ihren beruflichen Werdegang trefflich sind. Neben Englisch sind Französisch, Spanisch und Russisch weit verbreitet.

Im weiteren Studienverlauf befassen sich die Studierenden mit Rechtsfragen und Steuerrecht. Sie beleuchten die Kategorien Wirtschaftstheorie und Medienökonomik. Ein Studienschwerpunkt ist Personalpsychologie. Die Studenten werden detailliert auf die Anforderung des Arbeitsmarktes und Wirtschaftslebens vorbereitet. Ein weiterer Fokus des Studiums liegt auf sozialen und interkulturellen Kompetenzen.

Die Regelstudienzeit für einen Bachelorabschluss in Betriebswirtschaftslehre dauert sechs Semester. Die Studenten besuchen die Universität, Hochschule oder Fachhochschule in Vollzeit. Im Einzelnen erwerben sie Fachkunde in den Feldern

  • Buchhaltung/Buchführung,
  • Controlling,
  • Kalkulation,
  • Kosten- und Leistungsrechnung,
  • Revision,
  • Vertrieb,
  • Vertriebsmarketing,
  • Ablauforganisation,
  • Aufbauorganisation,
  • Finanz- und Investitionsplanung,
  • Berichtswesen,
  • Gruppenleitung,
  • Kundenberatung und –betreuung,
  • Marktforschung,
  • Risikomanagement und –controlling,
  • Unternehmensberatung.

Studienabsolventen des Fachs BWL finden Anstellungen bei Unternehmensberatungen, Steuerberatern, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Marketingfirmen, Kommunikations- und Vertriebsabteilungen sowie Rechnungs- oder Personalwesen von Unternehmen. Viele realisieren den Schritt in eine berufliche Selbstständigkeit.

4. Tätigkeit

Die Überprüfung der Funktionalität und Effektivität von internen Vertriebsabläufen obliegt dem/der Vertriebscontroller /-in. Anhand betriebswirtschaftlicher Zahlen geben Vertriebscontroller genaue Zielvorgaben für Produkte, Regionen, Unternehmensbereiche und den Außendienst vor.

Intern überwachen die Controller den Erreichungsgrad der jeweiligen Ziele. Vertriebscontroller setzen spezifische Software ein, um Monatsabschlüsse zu erstellen. Sie fertigen Statistiken und regelmäßige Vertriebsberichte an, die Soll-Ist-Abweichungen enthalten. Mit Unterstützung der Geschäftsführung erarbeiten Vertriebscontroller Vorschläge und Maßnahmen bei Abweichungen. Zu den täglichen Aufgaben von Vertriebscontrollern gehören Marktanalyse und die Einschätzung von Kunden. Die Controller entwickeln Prognosen, im Fachjargon Forecasts, hinsichtlich Marktpotenzial und Absatzmöglichkeiten. Handlungsempfehlungen und Entscheidungsvorlagen erörtern sie mit der Unternehmensführung.

Vertriebscontroller entdecken neue Kontrollinstrumente für den Vertrieb und optimieren die bestehenden Prozesse. Sie verwirklichen Kostensenkungsmaßnahmen und beobachten das Wettbewerbsgeschehen. Vertriebscontroller verbessern die Kundenstruktur und beantworten Anfragen mit Angeboten. Sie überarbeiten Tourenpläne und bewerten Besuchsfrequenzen. In Einzel- und Gruppenarbeit erarbeiten Vertriebscontroller Aktionspläne zur Gestaltung von neuen Vertriebskanälen.

Voraussetzung für diesen Beruf ist ein betriebswirtschaftliches oder wirtschaftswissenschaftliches Studium. Das Einstiegsgehalt eines Vertriebscontrollers liegt bei rund 2.800 Euro brutto im Monat. Das Einkommen kann auf 3.300 bis 3.500 Euro steigen. Die Gehälter variieren meist entsprechend der Unternehmensgröße und der Branche.

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