*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Bankprokurist / in

Datenbasis: 20 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 3.776 € 6.209 € 9.179 €
Baden-Württemberg 3.955 € 6.504 € 9.615 € Jobs Bankprokurist / in
Bayern 5.174 € 6.008 € 6.732 € Jobs Bankprokurist / in
Berlin 3.533 € 5.810 € 8.589 € Jobs Bankprokurist / in
Brandenburg 2.877 € 4.730 € 6.993 € Jobs Bankprokurist / in
Bremen 3.628 € 5.966 € 8.820 € Jobs Bankprokurist / in
Hamburg 4.005 € 6.586 € 9.736 € Jobs Bankprokurist / in
Hessen 4.751 € 7.812 € 11.549 € Jobs Bankprokurist / in
Mecklenburg-Vorpommern 2.776 € 4.565 € 6.749 € Jobs Bankprokurist / in
Niedersachsen 3.445 € 5.665 € 8.375 € Jobs Bankprokurist / in
Nordrhein-Westfalen 3.820 € 6.282 € 9.287 € Jobs Bankprokurist / in
Rheinland-Pfalz 3.741 € 6.152 € 9.095 € Jobs Bankprokurist / in
Saarland 3.591 € 5.904 € 8.728 € Jobs Bankprokurist / in
Sachsen 2.904 € 4.775 € 7.059 € Jobs Bankprokurist / in
Sachsen-Anhalt 2.846 € 4.680 € 6.919 € Jobs Bankprokurist / in
Schleswig-Holstein 3.316 € 5.453 € 8.061 € Jobs Bankprokurist / in
Thüringen 2.951 € 4.852 € 7.173 € Jobs Bankprokurist / in

Bankprokurist / Bankprokuristin:

1. Gehalt

Als Bankprokurist liegt das deutschlandweite Gehalt bei 6.209 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 20 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 3.776 € beginnen, Bankprokuristen in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 9.179 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 5.453 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 6.504 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Bankprokurist in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = - Euro brutto
  • 30 Jahre = 6.053 Euro brutto
  • 35 Jahre = 6.266 Euro brutto
  • 40 Jahre = 6.347 Euro brutto
  • 45 Jahre = 6.315 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.966 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 5.142 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 6.306 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 7.891 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf des/der Bankprokurist /-in ist kein anerkannter Ausbildungsberuf. Prokurist ist, wer damit betraut wurde, Handelsgeschäfte für ein Unternehmen rechtsgültig zu vertreten. Prokurist wird man durch die Eintragung ins Handelsregister. Um Bankprokurist /-in zu werden, muss man also vorzugsweise in einer Bank arbeiten und eine entsprechende fachbezogene Ausbildung vorweisen. Da die Stellung eines Bankprokuristen mit viel Verantwortung verbunden ist, ist eine lange Berufserfahrung zwingend erforderlich. Es gibt viele Wege, die zum Berufsbild Bankprokurist /-in führen. Einer geht ganz klassisch über die Ausbildung zum/zur Bankkaufmann /-frau.

Bankkaufleute arbeiten in allen Geschäftsbereichen von Banken und Kreditinstituten. Innerhalb einer 3-jährigen Ausbildung lernen Auszubildende in ihrem Ausbildungsbetrieb unter anderem diese Dinge:

  • Verkaufsgespräche und Beratungsgespräche mit Kunden zu führen. Auf die Nachbereitung und anschließende Auftragsabwicklung gehört dazu.
  • Die Gegenüberstellung von Kosten und Erträgen einer Kundenbeziehung erarbeiten,
  • Informationsgespräch über Zinsgutschriften und Erläuterung der steuerlichen Konsequenzen führen,
  • Beratung über Anlagen in Wertpapiere, aufzeigen von Chancen und Risiken,
  • Aufbereitung statistischer Daten sowie deren Auswertung,
  • Kundenaufklärung hinsichtlich möglicher Risiken bei der Inanspruchnahme von konkreten Bankdienstleistungen,
  • Grundlagen interner Revisionen und externer Prüfungen,
  • Einschätzung der Voraussetzung von Kreditnehmern zur Erteilung von Krediten,
  • Risikoeinschätzung vornehmen,
  • Grundlagen des Rechnungswesens,
  • internationale Geschäftsvorfälle im Zahlungsverkehr bearbeiten,
  • Reisezahlungsmittel für Kunden organisieren.

Bankkaufleute benötigten eine ganz besondere Leistungs- und Einsatzbereitschaft. Sie müssen sorgfältig arbeiten, Verantwortungsbewusstsein zeigen und entscheidungsfähig sein. Das alles hilft später, um eine Position als Prokurist erfolgreich aufzunehmen. Flexibilität, absolute Verschwiegenheit und Kommunikationsfähigkeit gehören ebenfalls zum Profil. Wer später die Bank vertritt, diese nach außen repräsentiert und ein Bild in der Öffentlichkeit von ihr zeichnet, dem kommt ein freundlich-gewinnendes Wesen entgegen. Höfliches Auftreten erleichtert den Umgang auch mit schwierigen Kunden.

Eine Kunden- und Serviceorientierung, wie sie schon Bankkaufleute in der Grundausbildung lernen, ist für Bankprokuristen später an ihrem Arbeitsplatz sehr hilfreich. Das Eingehen auf Rückfragen von Kunden, das Aufzeigen von Vor- und Nachteilen, aber auch Verhandlungsgeschick mit Blick auf die Vorteile der Bank zeichnen ein eine /-n gute /-n Bankkauffrau /-mann und auch einen guten Bankprokuristen aus.

3. Studium

An die abgeschlossene Berufsausbildung des Bankkaufmanns lässt sich ein Studium anschließen. Der Zugang an Universitäten ist auch ohne Ausbildung möglich, hier ist die allgemeine Hochschulreife erforderlich. Studienfächer, die sich anbieten sind

  • Bank und Finanzdienstleistung,
  • Betriebswirtschaftslehre,
  • Finanz-und Wirtschaftsmathematik,
  • Steuern-und Prüfungswesen.

Das Studium der Bank-und Finanzdienstleistung vermittelt den Studenten wissenschaftliche Grundlagen zu allen Bereichen der Betriebs-und Volkswirtschaftslehre sowie zu Recht und zum Bankwesen. Das Studium wird auch als dualer Studiengang angeboten. Die Studieninhalte umfassen diese Pflichtmodule:

  • Anlagengeschäfte,
  • Steuerung von Bankenrisiken,
  • Geschäftspolitik von Banken und anderen Finanzdienstleistern,
  • Betriebswirtschaftslehre,
  • Kreditgeschäft und Auslandsgeschäft,
  • Bankenmanagement,
  • Rechnungswesen,
  • Finanzdienstleistungsprodukte im Vertrieb,
  • Wirtschaftspolitik,
  • Wirtschaftsrecht.

Zusätzlich müssen Studenten aus einer Liste von Wahlpflichtmodulen auswählen, um ein Studium nach 6-8 Semestern erfolgreich abschließen zu können. Als Wahlpflichtfächer sind die Analyse und Steuerung von Firmenkundengeschäften wichtig. Außerdem gibt es die Fächer

  • interkulturelles Management,
  • Bankgeschäfte mit Privatkunden,
  • Bankmarketing,
  • Bankorganisation,
  • Verhaltensökonomie,
  • Besteuerung von Banken,
  • Kapitalanlagen,
  • Vertrieb.

Der Abschluss des Bachelorstudiengangs erfolgt nach 6 Semestern, wenn der Student mindestens 180 Punkte gesammelt hat. Die Prüfung besteht aus einer Klausur, aus einer mündlichen Prüfung sowie der Bachelor Arbeit. Im Anschluss an den Bachelorstudiengang empfiehlt sich die Fortsetzung des Studiums in einem weiterführenden Fach. Prädestiniert sind zum Beispiel Controlling, Risikomanagement oder Finanz-und Rechnungswesen.

Mit einem abgeschlossenen Studium als Bachelor oder Master können die Absolventen in verschiedene Tätigkeitsfelder eintauchen. Sie können auf der Führungsebene im Personalwesen arbeiten, in der Revision tätig sein oder eine Unternehmensberatung gründen. Hinzu kommen Tätigkeiten in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Verbraucherberatung, Risikoanalyse und Risikomanagement.

4. Tätigkeit

Nur über viel Erfahrung im Bankgewerbe erhält man die Möglichkeit, Bankprokurist oder Bankprokuristin zu werden, denn die Aktivitäten der Berufsangehörigen haben weitreichenden Einfluss auf das Unternehmen. Die Prokura (heißt: Handlungsvollmacht), die sie zum Bankprokuristen oder zur Bankprokuristin macht, lässt sie zu direkten Vertretern für Banken und Kreditinstitute werden. Sie haben Vollmachten und können alle Bankgeschäfte rechtsverbindlich tätigen.

Bankprokuristen vertreten eine Bank, doch ihnen übergeordnet sind Gesellschafter-Geschäftsführer. Außerdem beschneidet der Umfang der erteilten Prokura ihren Handlungsspielraum. Wenn Sie eine vollumfängliche Prokura haben, können sie allerdings sämtliche Geschäfte der Bank ohne Absprache mit Geschäftsführern führen. Ist ihre Prokura jedoch auf einige Bereiche beschränkt, dann dürfen sie auch nur in diesem Bereich tätig werden.

Die Tätigkeiten in dieser Stellung sind vielfältig. Im Namen der Bank vergeben sie Kredite, handeln mit Devisen, finanzieren Immobilien, und legen Geld von Kunden an. Bankprokuristen haben einen Überblick über die lokale Wirtschaft, über die regionale und bundesweite Wirtschaft. Sind sie im Auslandsgeschäft tätig, sollten Sie ebenfalls Kenntnisse über internationale Geschäftsbeziehungen und den internationalen Handel haben.