*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Kaufmann / Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft

Datenbasis: 10 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.928 € 2.862 € 8.128 €
Baden-Württemberg 2.121 € 3.149 € 8.943 € Jobs Kaufmann / Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft
Bayern 2.052 € 3.046 € 8.651 € Jobs Kaufmann / Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft
Berlin 1.804 € 2.678 € 7.605 € Jobs Kaufmann / Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft
Brandenburg 1.469 € 2.180 € 6.191 € Jobs Kaufmann / Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft
Bremen 1.853 € 2.750 € 7.810 € Jobs Kaufmann / Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft
Hamburg 2.045 € 3.036 € 8.622 € Jobs Kaufmann / Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft
Hessen 2.106 € 3.126 € 8.878 € Jobs Kaufmann / Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft
Mecklenburg-Vorpommern 1.417 € 2.104 € 5.975 € Jobs Kaufmann / Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft
Niedersachsen 1.826 € 2.711 € 7.699 € Jobs Kaufmann / Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft
Nordrhein-Westfalen 1.951 € 2.896 € 8.225 € Jobs Kaufmann / Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft
Rheinland-Pfalz 1.896 € 2.815 € 7.995 € Jobs Kaufmann / Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft
Saarland 1.834 € 2.722 € 7.730 € Jobs Kaufmann / Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft
Sachsen 1.483 € 2.201 € 6.251 € Jobs Kaufmann / Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft
Sachsen-Anhalt 1.453 € 2.157 € 6.126 € Jobs Kaufmann / Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft
Schleswig-Holstein 1.693 € 2.513 € 7.137 € Jobs Kaufmann / Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft
Thüringen 1.507 € 2.237 € 6.353 € Jobs Kaufmann / Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft

Kaufmann / Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft:

1. Gehalt

Als Kaufmann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.862 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 10 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.928 € beginnen, Kaufleute in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 8.128 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.513 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.149 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Kaufmann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.529 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.097 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.979 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.893 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.957 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.092 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.529 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.957 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.879 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der bis 2006 unter der Bezeichnung Kaufmann /-frau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft bekannte Beruf, trägt heute offiziell den Namen Immobilienkaufmann /-frau.
Die Ausbildung dauert insgesamt drei Jahre und findet in dualer Form statt. Das bedeutet, dass die Teilnehmer bereits aktiv im Betrieb mitarbeiten. Einige Wochen im Jahr bzw. ein bis eineinhalb Tage pro Woche verbringen sie in einer Berufsfachschule. Dort eignen sie sich neben berufsbezogenen Aspekten auch Inhalte aus Fächern wie Deutsch, Wirtschafts- und Sozialkunde an. Sowohl im Betrieb als auch im Rahmen des berufsbezogenen Unterrichts stehen unter anderem folgenden Tätigkeiten im Fokus:

  • die Kalkulation von Mietpreisen unter Berücksichtigung von Mietpreisschwankungen und anderer Faktoren,
  • die Einschätzung des Wertes von Immobilien und Grundstücken aufgrund der Lage sowie der Beschaffenheit der Objekte,
  • der kompetente Umgang mit Kunden, sei es im Kundengespräch oder bei einer Wohnungsbesichtigung,
  • das Formulieren von Mietverträgen,
  • Rechte und Pflichten von Mietern sowie Vermietern,
  • sämtliche Aspekte des allgemeinen Zahlungsverkehrs (Rechnungen aufstellen, Zahlungen vornehmen, eingehende Zahlungen kontrollieren, Mahnungen verfassen),
  • die Planung und der Aufbau einer Wohnungseigentümerversammlung,
  • Berechnungen dazu, ob sich Investitionen lohnen und Maßnahmen wirtschaftlich sind.

Von Seiten des Gesetzgebers ist nicht festgeschrieben, welchen Schulabschluss die Bewerber mitbringen sollten. Die Praxis zeigt jedoch, dass meist nur diejenigen mit Hochschulreife eine Chance auf einen Ausbildungsplatz haben.

Die Ausbildung setzt gewisse Vorkenntnisse aus dem Schulunterricht voraus. So ist es beispielsweise zwingend erforderlich, dass die angehenden Kaufleute über gute Mathematikkenntnisse verfügen. Zudem stellt es einen enormen Vorteil dar, wenn grundlegende wirtschaftliche Zusammenhänge bereits bekannt sind. Da es im beruflichen Alltag häufig gilt, Angebote oder Verträge auszuarbeiten, wird zudem vorausgesetzt, dass die Bewerber die deutsche Sprache perfekt beherrschen. Liegt ein besonderes Interesse an der beratenden Tätigkeit bei Finanzierungs- und Vermögensfragen vor, könnten die Ausbildungsberufe Bankkaufmann /-frau oder Kaufmann /-frau für Versicherungen und Finanzen eine sinnvolle Option sein.

3. Studium

Ein Studiengang, der Elemente der Betriebswirtschaft mit Inhalten aus der Bau- und Haustechnik sowie der Rechtswissenschaft verbindet, ist die Immobilienwirtschaft.
Egal, ob an einer Universität oder Fachhochschule – um ein Studium aufnehmen zu dürfen, ist eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung notwendig. Diese kann mit dem Abitur aber zum Beispiel auch mit der Meisterprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf erworben werden.

Im grundständigen Studium der Immobilienwirtschaft beschäftigen sich die Studenten vor allem mit folgenden Themengebieten:

  • Betriebswirtschaftslehre und Management,
  • Immobilienrecht,
  • Privates Wirtschaftsrecht,
  • Wirtschaftsmathematik und -statistik,
  • Rechnungswesen und Controlling,
  • Besteuerung von Unternehmen,
  • Immobilienmanagement,
  • Immobilienmarketing,
  • Gebäudelehre,
  • Bautechnik und Konstruktionslehre,
  • Baugeschichte.

Darüber hinaus steht den Studenten ein breites Angebot an Wahlpflichtmodulen zur Verfügung, mit denen sie ihr persönliches Profil schärfen können. So sind beispielhaft diese Module zu erwähnen:

  • Maklerbetriebslehre,
  • Versicherungsmathematik,
  • Unternehmensgründung,
  • Immobilienanlageprodukte,
  • Internationale Immobilienmärkte.

Die Kenntnisse, die jeder mitbringen sollte, der sich für den Studiengang Immobilienwirtschaft entscheidet, lassen sich in drei Bereiche einteilen. Zum einen ist mathematisches Verständnis von großer Bedeutung. Insbesondere im Rechnungswesen sowie in der Statistik kann auf gewisse Grundkenntnisse nicht verzichtet werden. Zum zweiten sollten angehende Fachkräfte für die Immobilienwirtschaft ein grundlegendes Interesse an wirtschaftlichen und rechtlichen Sachverhalten mitbringen. Und zum dritten ist darauf hinzuweisen, dass der englischen Sprache eine immer wichtigere Rolle innerhalb des gesamten Wirtschaftssektors zukommt. Um angemessen auf diese Anforderungen vorzubereiten, finden während des Studiums sogar einige Module in Englisch statt.

Ist nach etwa sechs bis sieben Semestern der Bachelor-Abschluss erreicht, kann ein weiterführendes Studium in Immobilienwirtschaft aufgenommen werden. Möchte der/die Studentin jedoch im Master weniger branchenspezifisch denken und lernen, stehen die Studiengänge Betriebswirtschaftslehre und Business Administration zur Auswahl. Bei den Fächern Baubetriebswirtschaft und vor allem Baumanagement läge der Schwerpunkt auf den technischen Aspekten, die den Bau betreffen.

4. Tätigkeit

Die zentrale Aufgabe eines/einer Immobilienkaufmanns /-frau besteht darin, Objekte zu vermitteln bzw. zu verkaufen. Dabei kann es sich sowohl um einzelne Wohnungen oder Wohnhäuser als auch um Grundstücke oder Bürogebäude handeln. Bis es im besten Fall zu einem Vertragsabschluss kommt, müssen die Kaufleute meist zahlreiche Beratungsgespräche führen und mit dem Kunden vor Ort die jeweiligen Immobilien besichtigen.
Darüber hinaus, kümmern sich Immobilienkaufleute um Projekte zum Neubau bzw. zur Sanierung oder Modernisierung von Altbauten. Sie planen im Vorfeld den Ablauf des Projekts und nehmende während der gesamten Baumaßnahmen eine koordinierende Funktion ein.

Anstellungen bieten unter anderem Immobilienunternehmen, Wohngenossenschaften und Wohnungsunternehmen. Oftmals sind Immobilienfachleute als Eigentumsverwalter tätig. Dann gilt es zum Beispiel, in regelmäßigen zeitlichen Abständen Eigentümerversammlungen einzuberufen und zu leiten. Außerdem dienen sie als Ansprechpartner, wenn es zum Beispiel zu Schäden innerhalb des Gebäudes kommt. Die Fachleute leiten dann entsprechende Maßnahmen ein und prüfen, welche finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Ziehen alte Mieter aus und neue ein, wickeln die Verwalter die Wohnungsübergabe ab.

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