*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Küchenchef / Küchenleiter

Datenbasis: 721 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.996 € 2.795 € 4.204 €
Baden-Württemberg 2.250 € 3.020 € 4.645 € Jobs Küchenchef / Küchenleiter
Bayern 2.185 € 2.947 € 4.328 € Jobs Küchenchef / Küchenleiter
Berlin 2.027 € 2.915 € 4.246 € Jobs Küchenchef / Küchenleiter
Brandenburg 1.520 € 2.129 € 3.202 € Jobs Küchenchef / Küchenleiter
Bremen 1.918 € 2.686 € 4.040 € Jobs Küchenchef / Küchenleiter
Hamburg 2.225 € 2.871 € 5.277 € Jobs Küchenchef / Küchenleiter
Hessen 2.208 € 2.865 € 4.543 € Jobs Küchenchef / Küchenleiter
Mecklenburg-Vorpommern 1.813 € 2.433 € 3.657 € Jobs Küchenchef / Küchenleiter
Niedersachsen 1.834 € 2.604 € 3.648 € Jobs Küchenchef / Küchenleiter
Nordrhein-Westfalen 1.949 € 2.869 € 4.242 € Jobs Küchenchef / Küchenleiter
Rheinland-Pfalz 1.971 € 2.578 € 4.217 € Jobs Küchenchef / Küchenleiter
Saarland 1.625 € 2.397 € 3.071 € Jobs Küchenchef / Küchenleiter
Sachsen 1.458 € 2.042 € 3.071 € Jobs Küchenchef / Küchenleiter
Sachsen-Anhalt 1.505 € 2.107 € 3.169 € Jobs Küchenchef / Küchenleiter
Schleswig-Holstein 1.935 € 2.466 € 3.290 € Jobs Küchenchef / Küchenleiter
Thüringen 1.927 € 2.349 € 2.961 € Jobs Küchenchef / Küchenleiter

Küchenchef / Küchenleiter:

1. Gehalt

Als Küchenchef liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.795 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 721 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.996 € beginnen, Küchenchefs in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.204 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.466 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.020 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Küchenchef in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.477 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.645 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.817 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.888 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.911 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.915 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.674 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.151 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.130 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Wer Chef werden möchte, muss das Metier in- und auswendig kennen und Führungskompetenzen haben. So ist das in jeder Branche und auch in der Gastronomie, daher muss jeder Küchenchef zunächst eine Ausbildung in der Küche absolviert und dann Berufserfahrung gesammelt haben. Hauptsächlich gibt es 2 Wege, die in die Leitungsposition führen:

1. Die klassischste Ausbildung in der Küche ist sicherlich die Ausbildung zum /zur Koch /Köchin. Vereinzelt finden aber auch ausgebildete Restaurantfachleute, Hotelfachleute oder Hauswirtschafter den Weg in die Küche, nur dann wird die Phase der Berufspraxis entsprechend länger ausfallen müssen.

Zum Küchenchef kann man schlicht befördert werden. Das heißt, wer beispielsweise lange Jahre verlässliche und gute Arbeit geleistet hat (besser noch als Sous-Chef = stellvertretender Küchenchef) und sich über die Maßen hinaus engagiert hat, hat Chancen auf den Posten des Küchenchefs. Um neben den fachlichen Aufgaben dann auch noch die betriebswirtschaftlichen Aufgaben stemmen zu können, belegen einige angehende Küchenchefs spezielle Kurse, die sie für die Führungsaufgaben rüsten.

2. Wer sich offiziell für die Küchenleitung qualifizieren möchte, schließt die Weiterbildung zum/zur Küchenmeister /-in ab. Diese Fortbildung ist staatlich anerkannt und deutschlandweit einheitlich. Sie kann in Vollzeit oder Teilzeit erfolgen und auf dem Stundenplan stehen dann sowohl fachspezifische Inhalte als auch Wirtschaftsthemen.

Grundsätzlich ist es wichtig, sich bereits im Vorfeld zu fragen, ob man in einem Restaurant tätig sein möchte, in einem Betrieb der Systemgastronomie oder in einer Kantine. Während im Restaurant praktische Kenntnisse der Arbeit in einer Küche nötig sind, in der Regel aber auch der Küchenchef tatkräftig mit anpackt, gilt es im Bereich der Systemgastronomie die von der Unternehmenszentrale vorgegebenen Richtlinien einzuhalten. In einer Betriebskantine gilt es, im Rahmen eines festgelegten Budgets Speisen anzubieten und dabei den Mitarbeitern ein abwechslungsreiches Angebot zu offerieren. Je nach gewünschtem Schwerpunkt sollte auch der Ausbildungsbetrieb ausgewählt werden.

3. Studium

Wer als Küchenchef tätig sein möchte, muss nicht studieren. Per Aus- und Weiterbildung führt der Weg in der Regel in eine Stellung als Küchenleitung.

Wer sich für eine führende Stellung in einem großen Unternehmen rüsten möchte, kann auch ein Studium der Hotellerie, der Gastronomie und des Tourismus anschließen. So gibt es neben dem gleichnamigen Bachelorstudium auch den Studiengang Hotel- und Restaurantmanagement.

Neben klassischen betriebswirtschaftlichen Inhalten (BWL, VWL, Informatik, Wirtschaftsmathematik, Englisch, Statistik, Marketing, Unternehmensführung, Personal und Projektmanagement) stehen auch Warendistribution, Warenlogistik und Warenkontrolle auf dem Stundenplan. Daneben gibt es die Themen Controlling, Kostenmanagement und Rechnungswesen zu erlernen und sich in punkto Hygienevorschriften, Gaststättenrecht und Lebensmittelrecht fortzubilden. Mit dem Schwerpunkt Essen und Trinken steht auch das Zubereiten und Anrichten von Speisen auf dem Lehrplan.

Eine weitere Möglichkeit ist die Fortbildung zum Betriebswirt. Diese wird meist an einer Gastronomie- /Hotelfachschule absolviert und öffnet die Tore zu den Managementaufgaben im Hotel- und Gastronomiebereich. Als staatlich geprüfte /-r Betriebswirt /-in für Hotel und Gaststättengewerbe werden die berufsspezifischen Kenntnisse um betriebswirtschaftliche Inhalte, interkulturelle Erfahrungen und Sprachkurse ergänzt. Einsatzgebiet für staatlich geprüfte Betriebswirte ist in aller Regel der Managementbereich von Hotels, Restaurants, Eventagenturen, Cateringunternehmen, Kureinrichtungen und Dienstleistungsunternehmen.

Grundsätzlich gilt: Wer ein betriebswirtschaftliches Studium absolviert, wird schnell der Position Küchenleitung entwachsen und sich eher Richtung Betriebsleiter orientieren.

4. Tätigkeit

Der Küchenchef bzw. die Küchenchefin ist die Führungskraft in einem Küchenbetrieb. Dort ist er/sie für den reibungslosen Ablauf verantwortlich. Küchenchefs organisieren selbständig die anfallenden Arbeiten, überwachen die Zubereitung der Gerichte und achten dabei auf die Einhaltung von Qualitäts- und Hygienevorschriften des Betriebes. Neben der Arbeit in der Küche gehören auch verwaltende Arbeiten im Bürobereich zu den Aufgaben eines Küchenchefs bzw. einer Küchenchefin. Dort erstellen sie die Personaldienstpläne, die Speisekarten, die Speisepläne und übernehmen die Kalkulation in der Beschaffung von Nahrungsmitteln und Verbrauchsmaterialien.

Das Aufgabenspektrum eines Küchenchefs ist zweigeteilt, denn es gilt Fach- und Führungsaufgaben zu bestreiten. Fachaufgaben eines /einer Küchenchefs /-in sind:

  • Einkauf, Lagerung, Verarbeitung von Lebensmitteln
  • Organisation von Special-Interest-Angeboten: Hochzeiten, Firmenfeiern, etc.
  • Beratung von Gästen
  • Test und Implementierung neuer Rezepte
  • Erstellen von Speiseplänen
  • Anleitung und Kontrolle von Mitarbeitern
  • Kontrolle von Hygienevorschriften und Lebensmittelrechtsverordnungen

Führungsaufgaben eines /einer Küchenchefs /-in sind:

  • Abläufe planen, koordinieren, optimieren
  • Delegieren von Aufgaben an Mitarbeiter
  • Budgetverwaltung und -verantwortung
  • Buchführung
  • Marketing
  • Personalmanagement, Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter
  • Jugendarbeitsschutzgesetz, Unfallverhütung, Arbeitszeitordnung

Ein Küchenchef kann überall dort eine Stelle finden, wo es eine Küche gibt. Das heißt neben Restaurants sind auch Hotels, Heime, Krankenhäuser, Cateringbetriebe und Lebensmittelproduzenten mögliche Arbeitgeber von Küchenchefs. Je nach Einsatzort gibt es noch weitere spezifische Aufgaben zu bewältigen, wie in Heimküchen die sachgerechte Herstellung von Spezialessen wie Diätkost, Diabetikerkost etc. In High Class Restaurants ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Restaurantleiter gefragt, um beispielsweise Essen- und Getränkeangebot perfekt aufeinander abzustimmen.