*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Revision

Datenbasis: 972 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 3.174 € 5.278 € 8.784 €
Baden-Württemberg 3.374 € 5.289 € 8.544 € Jobs Revision
Bayern 3.495 € 5.440 € 9.106 € Jobs Revision
Berlin 3.477 € 5.475 € 7.324 € Jobs Revision
Brandenburg 2.520 € 4.190 € 6.973 € Jobs Revision
Bremen 4.489 € 4.949 € 6.272 € Jobs Revision
Hamburg 3.060 € 5.718 € 8.394 € Jobs Revision
Hessen 3.418 € 5.546 € 8.984 € Jobs Revision
Mecklenburg-Vorpommern 2.642 € 4.394 € 7.313 € Jobs Revision
Niedersachsen 3.222 € 5.250 € 8.662 € Jobs Revision
Nordrhein-Westfalen 3.054 € 5.180 € 8.934 € Jobs Revision
Rheinland-Pfalz 3.385 € 3.905 € 7.567 € Jobs Revision
Saarland 3.018 € 5.019 € 8.353 € Jobs Revision
Sachsen 2.441 € 4.059 € 6.755 € Jobs Revision
Sachsen-Anhalt 2.392 € 3.978 € 6.620 € Jobs Revision
Schleswig-Holstein 3.278 € 3.931 € 5.490 € Jobs Revision
Thüringen 2.481 € 4.125 € 6.865 € Jobs Revision

Revision - Revisor:

1. Gehalt

Als Mitarbeiter in der Revision liegt das deutschlandweite Gehalt bei 5.278 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 972 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 3.174 € beginnen, Revisoren in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 8.784 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.931 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 5.289 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Mitarbeiter in der Revision in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.588 Euro brutto
  • 30 Jahre = 4.597 Euro brutto
  • 35 Jahre = 5.237 Euro brutto
  • 40 Jahre = 5.645 Euro brutto
  • 45 Jahre = 6.054 Euro brutto
  • 50 Jahre = 6.140 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.985 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 5.081 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.612 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Wer Revisor /-in werden will, braucht entweder eine fundierte kaufmännische Ausbildung oder ein wirtschaftswissenschaftliches Studium. An eine kaufmännische Ausbildung schließt sich eine entsprechende Weiterbildung an, die für die Tätigkeiten zum Revisor befähigt. Ein typischer Ausbildungsweg wäre zunächst die Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten mit anschließender Weiterbildung zum/zur Steuerfachwirt /-in oder Bilanzbuchhalter /-in. Danach schließt sich eine Weiterbildung zum/zur Revisor /-in an.

Die duale Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten setzt keine bestimmte Schulbildung voraus. Die überwiegende Mehrzahl der Betriebe entscheidet sich jedoch für Bewerber und Bewerberinnen mit Hochschulreife, da die Ausbildung der Steuerfachangestellten zu den anspruchsvollsten kaufmännischen Ausbildungen zählt, die überhaupt angeboten werden. Im Rahmen der Ausbildung erlernen die Auszubildenden

  • die Ermittlung von Besteuerungsgrundlagen,
  • die Erstellung von Einkommensteuererklärungen,
  • die Erstellung der Umsatzsteuervoranmeldung,
  • unterschiedliche Buchführungsformen,
  • das Erstellen von Lohn- und Gehaltsabrechnungen,
  • das Erstellen von Steuererklärungen,
  • die Prüfung von Steuerbescheiden,
  • die Handhabung elektronischer Datenverarbeitungssysteme,
  • Regelungen zur Datensicherheit,
  • Berechnung der Gewerbesteuerrückstellung,
  • Entwicklung von Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen.

Begleitend zu diesen Feldern im Ausbildungsbetrieb vermitteln Berufsschulen die theoretischen Grundlagen in den Lerngebieten

  • allgemeine Wirtschaftslehre,
  • Steuerlehre und
  • Rechnungswesen.

Die 3-jährige Ausbildung schließt mit einer typischen Abschlussprüfung ab, die sich aus mündlichen und schriftlichen Modulen zusammensetzt. Die Weiterbildung zum/zur Fachwirt /-in Steuern schließt an die Ausbildung im Steuerfach an. Sie vertieft die Kenntnisse des Steuerrechts, des Rechnungswesens, der Jahresabschlussanalyse, der Kosten-Leistungsrechnung und der Finanzierung. Sie gibt weiterhin einen Überblick über die Grundzüge des bürgerlichen Rechts, des Handels- und Gesellschaftsrechts, des Arbeitsrechts, des Sozialversicherungsrechts und des Steuerberatungsrechts. In Vollzeit beträgt die Ausbildungsdauer bis zu einem Jahr, in Teilzeit liegt sie zwischen einem dreiviertel Jahr und 2 Jahren. Wer sich für die Weiterbildung per Fernunterricht entscheidet, muss zwischen 4 und 18 Monaten Zeit einplanen. Mit der fundierten Grundlage bestehend aus der Ausbildung Steuerfachangestellter und Bilanzbuchhalter bzw. Steuerfachwirt fällt die Weiterbildung zum Revisor erfahrungsgemäß leichter. Revisoren lernen in der Weiterbildung

  • wie ein Jahresabschluss zur frühzeitigen Krisenerkennung genutzt werden kann,
  • die Interpretation von Finanz- und Liquiditätsplanungen,
  • die Durchführung von Wirtschaftlichkeits- und Investitionsrechnung und
  • die Budgetierung und Kalkulation in Rahmen von Planungsprozessen.
3. Studium

Zur weiteren beruflichen Aufstiegsqualifizierung bieten sich verschiedene Studiengänge ein. Als grundständiges Studium kommen diese Studienfächer infrage:

Entscheiden sich die Interessierten für das grundständige Studienfach Finanz- und Rechnungswesen, erarbeiten sie wissenschaftliche Grundlagen in den Bereichen Betriebswirtschaft, Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling. Der Studiengang wird an Universitäten und Hochschulen unter verschiedenen Bezeichnungen geführt. Diese lauten:

  • Controlling,
  • Finanzmanagement,
  • interdisziplinäres Vermögensmanagement,
  • International Finance,
  • Wirtschaft, Rechnungswesen und Steuern,
    • Management and Information oder
  • European Finance and Accounting.

Die Studieninhalte im Finanz- und Rechnungswesen erstrecken sich auf die Pflichtmodule allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Controlling und Finanzierung, Gesellschaftsrecht, Kapitalmarktrecht, Mathematik, Statistik, Steuerlehre, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsenglisch, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht. Hinzu kommen diverse Wahlpflichtmodule wie Kommunikation, Absatzwirtschaft, Projektmanagement und Unternehmensführung. Die Studiendauer umfasst 6-8 Semester und schließt mit einer Prüfung zum Bachelor ab. Diese besteht aus Klausuren, mündlichen Prüfungen, Hausarbeiten und Referaten. Die Studenten müssen eine Bachelorarbeit einreichen und diese unter Umständen in einem Kolloquium besprechen. Wer im Rahmen seines Studiums bereits internationale Erfahrungen sammeln will, hat unter anderem diese Möglichkeiten:

  • Finnland: In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Ludwigshafen und der HAMK Universitiy of Applied Sciences in Hämeenlinna wird der binationale Studiengang Controlling, Management and Information angeboten.
  • Frankreich, Großbritannien oder Spanien: Die Hochschule Bremen arbeitet mit Partnerhochschulen in Le Havre (FR), Leeds (GB) und Granada (ES) zusammen. Der Studiengang nennt sich European Finance and Accounting B. A.

Der internationale Abschluss an den genannten Hochschulen wird mit Bachelor auf Business Administration (BBA) oder Bachelor of Arts (B. A.) bezeichnet. Mit diesen Abschlüssen gelingt der Einstieg in die freie Wirtschaft und eröffnet Tätigkeitsfelder in den Bereichen Controlling, Finanz- und Rechnungswesen sowie Management und Unternehmensführung. Ebenfalls denkbar ist eine Tätigkeit als selbstständiger Unternehmensberater.

4. Tätigkeit

Der Revisor oder die Revisorin können meist ein abgeschlossenes, wirtschaftswissenschaftliches Studium vorweisen. Nach diesem Studium arbeiten sie in allen Unternehmensbranchen. Die Aufgaben und Tätigkeiten von Revisoren erstrecken sich auf Prüfungstätigkeiten. Revisoren verschaffen sich einen Überblick über die Ordnungsmäßigkeit und Sicherheit von Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen. Sie überprüfen die Wirtschaftlichkeit von Verwaltungshandlungen und nehmen technische, logistische und betriebliche Abläufe unter die Lupe. Revisoren sind Kontrolleure. Sie kontrollieren explizit, ob gesetzliche Vorschriften und auch interne Vorschriften eingehalten wurden. Hinzu kommt, dass sie Risikofaktoren identifizieren sowie Umsatz- und Verbesserungspotenziale auftun. Nach Prüfung der Unterlagen beginnt der 2. Teil der Arbeit. Sie erarbeiten Vorschläge, um schwache und verbesserungsfähige Unternehmensprozesse zu optimieren. Revisoren arbeiten dazu im Team, beraten sich mit Spezialisten und treten mit Führungskräften unterschiedlicher Fachabteilungen in Kontakt. Der letzte Schritt sieht die Dokumentation ihrer Tätigkeiten vor. Sie präsentieren ihre Ergebnisse in einem Revisionsbericht und verfolgen die Umsetzung der empfohlenen Lösungen und Prozesse in der Praxis.

Der durchschnittliche Verdienst von Revisoren bzw. Revisorinnen liegt bei einem Einkommen von etwa 3.000 EUR im Monat, bzw. 36.000 EUR im Jahr. Der Verdienst kann je nach dem eingesetzten Verantwortungsbereich stark unterschiedlich ausfallen.