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Handball WM 2017 – verdienen unsere Nationalspieler auch weltmeisterlich?

Handball WM 2017 – verdienen unsere Nationalspieler auch weltmeisterlich?

Alle Sport- und Handball-Fans werden es mitbekommen haben – aktuell ist wieder Handball-Weltmeisterschaft. Und die deutsche Nationalmannschaft scheint bei der Vergabe des Titels ein Wörtchen mitreden zu können. Nachdem unsere Gold-Jungs im letzten Jahr – für viele überraschend – in überzeugender Art und Weise den Europameistertitel gewinnen konnten, sind sie bei der aktuellen WM in Frankreich einer der Favoriten. Und bisher konnten sie dieser Rolle weitestgehend gerecht werden. Nach teilweise überzeugenden Siegen gegen Ungarn, Chile, Saudi-Arabien und Weißrussland, wartet heute Abend zum Abschluss der Vorrunde der mit Abstand stärkste Gruppen-Gegner. Kroatien ist, genau wie Deutschland, bisher ungeschlagen – es geht also im direkten Duell um den Gruppensieg. Übrigens: Das Achtelfinale haben beide bereits sicher – und bei einem Unentschieden bleibt Deutschland Gruppenerster.

Doch was verdienen unsere Handball-Helden eigentlich?

Sind die Gehälter der wuchtigen Erfolgsathleten auch auf Top-Niveau? In der folgenden Grafik finden Sie Gehaltszahlen (Stand 02/2016) unserer WM-Truppe. Verdiente Nationalspieler wie Uwe Gensheimer und Silvio Heinevetter stehen dabei ganz oben, junge Nachwuchsspieler wie Paul Drux oder Simon Ernst eher am Ende der Gehaltstabelle.

Handball Gehälter

Holger Glandorf, der erst in dieser Woche nachnominiert wurde, und jetzt nicht nur der älteste, sondern auch der erfahrenste und erfolgreichste Spieler des aktuellen Kaders ist, dürfte sich in Sachen Gehalt auch eher im oberen Bereich einordnen. Schließlich ist er bei Tabellenführer Flensburg nach wie vor einer der Leistungsträger und wurde im vergangenen Herbst vom FC Barcelona – einem der weltweit besten Handball-Vereine – umworben, ehe er sich entschloss seinen Vertrag in Flensburg bis 2019 zu verlängern.

Spieler wie Gensheimer, Andreas Wolff, Steffen Fäth und Niclas Pieczkowski, die alle im Sommer den Verein gewechselt haben, dürften inzwischen eher mehr als weniger verdienen. Schließlich waren sie zu diesem Zeitpunkt bereits Europameister (abgesehen von Kapitän Gensheimer, der verletzt fehlte) und hatten damit an Marktwert gewonnen. Auch andere Spieler, die den Verein nicht wechselten, konnten ihren Wert steigern und dies ggf. durch neue Verträge vergolden.

So hoch ist die Siegesprämie

Die Zahlen zeigen, dass sich als Spitzenhandballer durchaus beachtlich verdienen lässt. Einem Vergleich mit Fußballern, die diese Summen teilweise nicht monatlich, sondern eher wöchentlich oder – innerhalb der absoluten (Gehalts-)Weltklasse – gar täglich bekommen, können die Handballer aber selbstverständlich nicht standhalten.

Dies zeigt sich auch in Sachen Siegesprämien. Sollte es dieses Jahr tatsächlich mit dem Titelgewinn klappen, zahlt der Deutsche Handball Bund (DHB) eine Prämie von 250.000 € – für den gesamten Kader wohlgemerkt. Beim Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien gab es mit 300.000 € nur wenig mehr – in diesem Fall allerdings für jeden Spieler. Das sind finanzielle Sphären, die Handballer wohl nie erreichen werden. Der Vergleich zur Europameisterschaft vor einem Jahr, wo es für den Sieg 200.000 € für den gesamten Kader gab, zeigt aber auch: Es geht aufwärts.

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Quellen:
Sportbild.de
Rheinische Post Online
Sport1.de
Kicker.de