*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Gießereimechaniker

Datenbasis: 90 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.806 € 3.001 € 4.337 €
Baden-Württemberg 1.729 € 2.608 € 6.336 € Jobs Gießereimechaniker
Bayern 1.957 € 3.237 € 4.181 € Jobs Gießereimechaniker
Berlin 1.690 € 2.808 € 4.058 € Jobs Gießereimechaniker
Brandenburg 1.376 € 2.286 € 3.304 € Jobs Gießereimechaniker
Bremen 1.736 € 2.884 € 4.168 € Jobs Gießereimechaniker
Hamburg 1.916 € 3.183 € 4.600 € Jobs Gießereimechaniker
Hessen 1.908 € 3.353 € 3.738 € Jobs Gießereimechaniker
Mecklenburg-Vorpommern 1.328 € 2.206 € 3.188 € Jobs Gießereimechaniker
Niedersachsen 1.648 € 2.738 € 3.957 € Jobs Gießereimechaniker
Nordrhein-Westfalen 1.842 € 3.366 € 5.035 € Jobs Gießereimechaniker
Rheinland-Pfalz 1.776 € 2.951 € 4.265 € Jobs Gießereimechaniker
Saarland 1.718 € 2.854 € 4.125 € Jobs Gießereimechaniker
Sachsen 1.945 € 2.533 € 3.326 € Jobs Gießereimechaniker
Sachsen-Anhalt 1.511 € 2.510 € 3.627 € Jobs Gießereimechaniker
Schleswig-Holstein 1.586 € 2.635 € 3.808 € Jobs Gießereimechaniker
Thüringen 1.463 € 2.431 € 3.513 € Jobs Gießereimechaniker

Gießereimechaniker / Gießereimechanikerin:

1. Gehalt

Als Gießereimechaniker liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.001 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 90 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.806 € beginnen, Gießereimechaniker in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.337 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.635 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.608 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Gießereimechaniker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.929 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.027 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.264 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.320 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.673 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.275 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.551 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.236 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.191 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Gießereimechaniker /-in ist ein klassischer Ausbildungsberuf, der dreieinhalb Jahre Ausbildungszeit voraussetzt und in mehrere Fachbereiche unterteilt ist. Bis August 2015 wurde die Ausbildung mit diesen drei Ausbildungsschwerpunkten angeboten: Handformguss, Maschinenformguss, Druck- und Kokillenguss. Nun ist die inhaltliche Bandbreite größer geworden und es gibt künftig sechs Ausbildungsschwerpunkte: Druck- und Kokillenguss, Handformguss, Feinguss, Kernherstellung, Maschinenformguss und Schmelzbetrieb.

Während der Ausbildung zum/zur Gießereimechaniker /-in mit dem Schwerpunkt Handformguss stehen die folgenden Themen aus dem Ausbildungsplan:

  • Lehre der Grundtechniken: Formen, Gießen, Schmelzen
  • Zusammenfügung von Werkstoffen (Schrauben, Biegen)
  • manuelle und maschinelle Spanung (Feilen, Fräsen, Bohren)
  • Einsatz von Guss- und Formwerkzeugen
  • Schmelztechnik, Bedienung von Schmelz- und Warmhalteanlagen
  • Gießverfahren: Gießtemperatur, Gießzeit, Gussfehler
  • Herstellung von Kernen und Kernkästen
  • Wartung und Fehlerbeseitigung bei Maschinen und Einrichtungen
  • Erfassung, Bearbeitung, Sicherung von Betriebsdaten

Wer die Ausbildung zum/zur Gießereimechaniker /-in erfolgreich absolviert hat, kann sich um eine fachspezifische Weiterbildung bemühen. Üblich ist hier die Weiterbildung zum/zur Industriemeister /-in mit Schwerpunkt Gießerei. Hier werden die während der Ausbildung und der Praxisphase bereits erlernten Inhalte vertieft. Der Lehrplan der Weiterbildungsmaßnahme sieht so aus:

  • Technik: Werkstofftechnologie, Eigenschaften von Eisen und Nichteisen-Gusswerkstoffen, Recycling, Wiederverwendung, Betriebstechnik, Fertigungstechnik
  • Personal und Führung: Personalmanagement, Konfliktlösung, Qualitätsmanagement
  • Rechtslehre: Arbeitsrecht, Sozialrecht, Umweltrecht, Produkthaftung, Datenschutz
  • BWL: ökonomisches Handeln, Aufbau- und Ablauforganisation, Kostenstellen, Kostenträger, Kostenarten , Organisation (Kostenwesen, Planung, Steuerung)
  • Planung, Information, Kommunikation: Prozess- und Produktionsweisen, Präsentation, Kommunikation
  • Naturwissenschaften und Technik: Statistik, Kennzahlen der Betriebs- und Fertigungstechnik
  • Betriebliche Praxis: Arbeitsorganisation, Betriebsklima, Kooperation, Auflösung von Konflikten und von betrieblichen Problemen

Wer nach einer alternativen Ausbildung im selben Themenspektrum sucht, der kann sowohl die Ausbildung zum/zur Gießereimechaniker /-in mit einem anderen Schwerpunkt durchlaufen oder eine der folgenden Ausbildungen anstreben:

  • die zum/zur Metall- und Glockengießer /-in mit den Fachrichtungen Metallgusstechnik, Kunst- und Glockengusstechnik, Zinngusstechnik
  • die zum/zur Technischen Modellbauer /-in mit der Fachrichtung Gießerei
  • die zum/zur Verfahrensmechaniker /-in in der Hütten- und Halbzeugindustrie mit den Fachrichtungen Eisen- und Stahl-Metallurgie, Nichteisen-Metallurgie, Nichteisenmetall-Umformen und Stahl-Umformung

Details zum Gehalt in der Ausbildung als Gießereimechaniker/-in.

3. Studium

Wer als Gießereimechaniker /-in arbeiten möchte, absolviert in aller Regel die Ausbildung und eventuell noch die Weiterbildung zum/zur Meister /-in. Wer sich indes akademisches Wissen in der Branche aneignen möchte, der wird sich nach einem geeigneten Studienfach umsehen.

Das Studium der Metallurgie und des Hüttenwesen ist dabei das thematisch passendste und umfasst die folgenden Studieninhalte:

➤ Grundstudium der Metallurgie und des Hüttenwesens: Chemie, Physik, Mathematik, Mechanik, Werkstoffkunde, Ingenieurwissenschaften (BWL, numerische Methoden, Statistik), Computer Engineering, Elektrotechnik, Hochtemperaturtechnik, Metallkunde, Eisengewinnung, Gusskörperbildung, Gusswerkstoffe, Stahlerzeugung, Thermodynamik, Umformtechnik, Wärmeübertragung,

➤ weiterführendes Studium der Metallurgie und des Hüttenwesens: Stahlbearbeitung (Gießen und Erstarren), Metallkunde, Metallphysik, Plastomechanik, Umformverfahren, Continuum Mechanics, Metallurgie und Umformtechnik (Prozesssimulation, Rechneranwendung, Schwingungsanalyse), Recycling, Schweißtechnik, Testing of Metallic Materials, Thermodynamik, Kinetik, Wärme- und Stoffübertragung, Wärmebehandlung.

Daneben gibt es noch zwei andere Studienfächer, die in der grundständigen Variante das Thema Gießereimechanik in Ansätzen behandeln:

➤ Werkstoffwissenschaft und -technik: Betriebsfestigkeit, BWL (u.a. Qualitätsmanagement), Fertigungstechnik, Glas und Keramik, Kunststofftechnik, Metallurgie, Biomaterialien, Materialwirtschaft, Steuerungs- und Regelungstechnik, Verbundwerkstoffe. Dieser Studiengang wird immer häufiger auch als Duales Studium angeboten, das theoretische akademische Inhalte mit praktischen Ausbildungsinhalten verknüpft. Angelehnt ist die praktische Ausbildung dann an die zum/zur Werkstoffprüfer /-in, zum/zur Industriemechaniker /-in oder zum/zur Verfahrensmechaniker /-in für Kunststoff- und Kautschuktechnik.

➤ Wirtschaftsingenieurwesen: Betriebswirtschaftslehre (Finanzierung, Investition, Projektmanagement, Kosten- und Leistungsrechnung, Statistik, Mathematik, Wirtschaftsrecht, Marketing, Unternehmensbewertung), Elektrotechnik, Maschinenbau, Wirtschaftsinformatik, Konstruktionstechnik, Physik, Wechselstrom- und Schaltungstechnik, Werkstoffengineering, Antriebstechnik, Fertigungstechnik, Datenbanken, Werkzeugmaschinen, regenerative Energien, Simulationstechnik für Ingenieure, Produktentwicklung. Auch in diesem Studiengang hat sich das Duale Studium längst bewährt, welches die theoretischen Inhalte an der Dualen Hochschule vermittelt und praktisch an der Ausbildung zum/zur Industriemechaniker /-in, zum/zur Kraftfahrzeugmechatroniker /-in und zum/zur Industriekaufmann /-frau orientiert ist.

4. Tätigkeit

Gießereimechaniker arbeiten in Gießereien, in Unternehmen der Hütten- und Stahlindustrie sowie in Werksgießereien der Automobilindustrie. Angehörige dieser Berufsgruppe stellen Gussformen von Hand her und fertigen mit Hilfe dieser Formen Metallbauteile aus Eisen, Stahl oder Aluminium. Auch nichtmetallische Werkstücke werden von ihnen produziert. In der Praxis positionieren sie die Teile des Modells im Formsand, verdichten sie so, dass sie sie wieder entnehmen können und die Einzelteile anschließend zur fertigen Form zusammensetzen können.

Arbeiten sie am Ofen, schmelzen und legieren sie die zur Verfügung stehenden Metalle und vergießen den dann flüssigen Werkstoff manuell oder maschinell. Sind die Werkstücke fest geworden, können diese aus der Form geholt werden. Anschließend werden die fertig gegossenen Teile nachbearbeitet, gesäubert und geprüft. Auch für die Wartung von Fertigungsanlagen zeichnen Gießereimechaniker verantwortlich.

Gießereimechaniker sind für den gesamten Arbeitsablauf verantwortlich, der mit der Übernahme entsprechender technischer Zeichnungen beginnt und bestimmte Angaben zum Form- und Gießprozess beinhaltet. Anschließend der folgt die Vorbereitung und Bereitstellung der benötigten Materialien und Maschinen. Im Rahmen der Nachbearbeitung leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Qualitätsmanagement.

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