*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Pflegehelfer / Pflegehelferin

Datenbasis: 899 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.502 € 1.775 € 2.387 €
Baden-Württemberg 1.545 € 1.936 € 2.636 € Jobs Pflegehelfer / Pflegehelferin
Bayern 1.571 € 1.922 € 2.488 € Jobs Pflegehelfer / Pflegehelferin
Berlin 1.482 € 1.715 € 2.346 € Jobs Pflegehelfer / Pflegehelferin
Brandenburg 1.292 € 1.743 € 2.390 € Jobs Pflegehelfer / Pflegehelferin
Bremen 1.444 € 1.706 € 2.294 € Jobs Pflegehelfer / Pflegehelferin
Hamburg 1.582 € 1.811 € 2.104 € Jobs Pflegehelfer / Pflegehelferin
Hessen 1.499 € 1.839 € 2.503 € Jobs Pflegehelfer / Pflegehelferin
Mecklenburg-Vorpommern 1.264 € 1.633 € 2.488 € Jobs Pflegehelfer / Pflegehelferin
Niedersachsen 1.492 € 1.836 € 2.276 € Jobs Pflegehelfer / Pflegehelferin
Nordrhein-Westfalen 1.537 € 1.825 € 2.437 € Jobs Pflegehelfer / Pflegehelferin
Rheinland-Pfalz 1.554 € 1.823 € 2.707 € Jobs Pflegehelfer / Pflegehelferin
Saarland 1.567 € 1.698 € 2.157 € Jobs Pflegehelfer / Pflegehelferin
Sachsen 1.306 € 1.664 € 1.972 € Jobs Pflegehelfer / Pflegehelferin
Sachsen-Anhalt 1.132 € 1.338 € 1.799 € Jobs Pflegehelfer / Pflegehelferin
Schleswig-Holstein 1.465 € 1.719 € 2.197 € Jobs Pflegehelfer / Pflegehelferin
Thüringen 1.071 € 1.587 € 2.180 € Jobs Pflegehelfer / Pflegehelferin

Pflegehelfer / Pflegehelferin:

1. Gehalt

Als Pflegehelfer liegt das deutschlandweite Gehalt bei 1.775 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 899 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.502 € beginnen, Pflegehelfer in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 2.387 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.719 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 1.936 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Pflegehelfer in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.729 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.764 Euro brutto
  • 35 Jahre = 1.742 Euro brutto
  • 40 Jahre = 1.768 Euro brutto
  • 45 Jahre = 1.774 Euro brutto
  • 50 Jahre = 1.811 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.761 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 1.785 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 1.960 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung zum Pflegehelfer bzw. zur Pflegehelferin ist in Deutschland uneinheitlich. In Nordrhein-Westfalen oder Hessen kann man bereits nach einer zwölfmonatigen Ausbildung zum/zur staatlich anerkannten Altenpflegehelfer /-in in den Beruf einsteigen. In Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt wird eine zweijährige Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpflegehelfer /-in angeboten. In den restlichen Bundesländern hingegen existiert die Ausbildung gar nicht. Jedoch wird sowohl die einjährige, als auch die zweijährige Ausbildung bundesweit anerkannt und die ausgebildeten Pflegehelfer /-innen können bundesweit eingesetzt werden.

In den meisten Fällen sind ein Mindestalter von 16 Jahren, sowie ein Hauptschulabschluss die einzigen Voraussetzungen. Ohne Schulabschluss kann eine bereits absolvierte andere Berufsausbildung die Eignung ersetzen. Die Ausbildung kann sowohl bei einer staatlichen, als auch bei einer kirchlichen Einrichtung erfolgen, wie z.B. der Diakonie.

Der Beruf als Pflegehelfer /-in gilt als Einstiegsmöglichkeit in die Pflegebranche und bietet deshalb viele Weiterbildungsmöglichkeiten. Ein sinnvoller Grundstein ist zunächst die Ausbildung zum/zur examinierten Kranken- oder Altenpfleger /-in. Die für diese Ausbildung nötige mittlere Reife müssen ausgewiesene Pflegehelfer /-innen nicht nachweisen. Zudem kann die Ausbildungsdauer von drei Jahren, bei entsprechend guten Noten, auf zwei Jahre verkürzt werden. Je nach Interesse kann auch eine andere, pflegeverwandte Ausbildung angesteuert werden. Beliebt sind u.a. Ausbildungen zum/zur

Kürzere Weiterbildungen sind möglich. In diesem Fall bieten sich diverse Spezialisierungen an. Die Pflegehelfer /-innen können hier nach Belieben ihr Spezialgebiet wählen. Darunter fallen z.B. Bereiche wie Hygiene, Erste Hilfe und sogar EDV, auch die ambulante Pflege gilt als Spezialisierung. Hiernach werden Pflegehelfer /-innen in Privathaushalten eingesetzt. Mit Hilfe einer derartigen Spezialisierung lässt sich der Einsatzbereich erweitern, was bei der Jobfindung Vorteile bringt.

Für weitere Aufstiegschancen innerhalb der Berufslaufbahn kann ein Studium in Betracht gezogen werden.

3. Studium

Ein Studium bietet die Möglichkeit das Tätigkeitsfeld enorm zu erweitern und auch leitende Positionen zu übernehmen. Obwohl für ein Studium entweder die Allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife verlangt wird, können Personen mit einer Berufsausbildung und Arbeitserfahrung im entsprechenden Beruf auch ohne (Fach)-Abitur zum Studium zugelassen werden. Die interessantesten Studiengänge zur Pflegearbeit werden dabei an Fachhochschulen angeboten.

Der Bachelor of Arts in der Pflegewissenschaft richtet sich sogar explizit an Personen mit einer Ausbildung im Pflegeberuf. Bei diesem Studienfach sollen die Studierenden darauf vorbereitet werden Versorgungsformen zu entwickeln, die mit dem Problem einer immer älter werdenden Gesellschaft funktionieren. Dabei spielen Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag vor dem Studium eine Schlüsselrolle für die erfolgreiche Absolvierung.

Beim Studium Soziale Arbeit handelt es sich ebenso um einen Bachelor of Arts-Abschluss an der Fachhochschule. Dabei sollen die Studierenden für eine führende Position in einer Pflegeeinrichtung vorbereitet werden bzw. Aufgaben in der Verwalten der jeweiligen Institution übernehmen können. Das professionelle Handeln in so einem Berufsfeld wird dabei ebenso gelehrt, wie die ökonomischen und rechtlichen Aspekte. Auch dieser Studiengang baut auf einer Basiserfahrung der Studierenden in Pflegeberufen auf, bzw. setzt eine entsprechende Ausbildung voraus.

Studienmodelle wie das Management im Sozial- und Gesundheitswesen oder Mentoring im Sozial- und Gesundheitswesen (beide Bachelor of Arts, FH) richten sich an Personen die Interesse daran haben sich speziell in der Qualitätssicherung und dem Qualitätsmanagement weiter zu bilden. Hierbei wird im Anschluss des Studiums ein Beruf angestrebt, der sich mehr mit den Pflegeeinrichtungen als Ganzes und weniger mit den Patienten beschäftigt.

Wer an der Metaebene Interesse hat und sich mit der Analyse und Verbesserung des ganzen Pflegesystems auseinandersetzen möchte, kann diverse Masterstudiengänge anhängen oder die theoretisch ausgerichteten, universitären Studiengänge besuchen. Darunter fallen u.a. der Masterstudiengang Soziale Inklusion: Gesundheit und Bildung, Bachelor und Master der Sozialwissenschaften oder Pädagogik.

4. Tätigkeit

Ein/e Pflegehelfer /-in assistiert im Pflegealltag den examinierten Pflegekräften.

Zu den allgemeinen Tätigkeiten eines/r Pflegehelfers /-in gehören folgende Standardaufgaben:

  • Nahrungsreichung und gegebenenfalls Hilfestellung bei der Essensaufnahme,
  • Durchführung oder Hilfestellung bei der Körperpflege,
  • Hilfestellung beim Toilettengang,
  • Betten beziehen,
  • Aufrechterhaltung eines Hygienestandards im Patientenumfeld.

Auch einfache medizinische Tätigkeiten können von Pflegehelfern /-innen übernommen werden:

  • Fieber messen,
  • Blutdruck und Puls messen u.ä.

Pflegehelfer /-innen, die im Privathaushalt eingesetzt werden, übernehmen zudem alltägliche Haushaltsaufgaben, bzw. leisten Hilfe bei deren Bewältigung. Hierrunter fallen u.a.

  • Einkaufen von Lebensmitteln,
  • Zubereitung von Mahlzeiten,
  • Wäsche waschen,
  • Bügeln.

Teilweise ist der/die Pflegehelfer /-in die einzige Ansprech- oder Kontaktperson des Patienten, weshalb auch Unterhaltungen und der soziale Kontakt an sich in den Aufgabenbereich eines/r Pflegehelfers /-in fallen. Somit steht die Sensibilität und das Einfühlungsvermögen ebenso auf der Liste der Voraussetzungen eines/r Pflegehelfers /-in, wie die physische Belastbarkeit.