*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Pflegemanagement

Datenbasis: 955 Datensätze
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 2.407 € 3.258 € 4.298 €
Baden-Württemberg 2.752 € 3.434 € 4.959 € Jobs Pflegemanagement
Bayern 2.609 € 3.364 € 4.208 € Jobs Pflegemanagement
Berlin 2.319 € 3.078 € 4.092 € Jobs Pflegemanagement
Brandenburg 2.240 € 2.977 € 4.310 € Jobs Pflegemanagement
Bremen 2.221 € 3.137 € 4.230 € Jobs Pflegemanagement
Hamburg 2.705 € 3.409 € 4.125 € Jobs Pflegemanagement
Hessen 2.410 € 3.477 € 4.462 € Jobs Pflegemanagement
Mecklenburg-Vorpommern 2.210 € 2.604 € 3.312 € Jobs Pflegemanagement
Niedersachsen 2.326 € 3.073 € 4.292 € Jobs Pflegemanagement
Nordrhein-Westfalen 2.507 € 3.395 € 4.261 € Jobs Pflegemanagement
Rheinland-Pfalz 2.575 € 3.305 € 4.258 € Jobs Pflegemanagement
Saarland 2.940 € 3.427 € 4.209 € Jobs Pflegemanagement
Sachsen 1.921 € 2.856 € 5.651 € Jobs Pflegemanagement
Sachsen-Anhalt 2.128 € 2.804 € 3.874 € Jobs Pflegemanagement
Schleswig-Holstein 2.501 € 3.315 € 4.742 € Jobs Pflegemanagement
Thüringen 2.321 € 3.104 € 4.325 € Jobs Pflegemanagement

Pflegemanagement:

1. Gehalt

Als Pflegemanager liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.258 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 955 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.407 € beginnen, Pflegemanager in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.298 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.315 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.434 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Pflegemanager in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.913 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.037 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.121 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.315 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.395 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.315 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.167 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.408 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.908 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Beim Beruf Pflegemanager /-in handelt sich um einen Studienberuf, der sehr praxisorientiert ist und vor allem auf die Tätigkeit in der Pflegedienstleitung vorbereitet. Daher sollten Interessierte Berufserfahrung in Pflegeberufen mitbringen. Zwar können alle Personen mit einer Hochschulzugangsberechtigung und einem Vorpraktikum Pflegemanagement studieren. Dennoch ist es im Bereich der Mitarbeiterführung von Vorteil, wenn Pflegemanager /-innen auf eigene und vielfältige Berufserfahrungen in der Pflege zurückgreifen können.

In der Mehrheit der Fälle sind es daher ehemalige Pflegekräfte, die sich durch ein Studium im Pflegemanagement zu leitenden Aufgaben weiterqualifizieren. Alle Gesundheitsberufe mit einem pflegerischen Anteil können die spätere Voraussetzung für eine Weiterqualifizierung ins Pflegemanagement bieten. Das sind vor allem:

Diese unterschiedlichen Ausbildungsberufe spiegeln die sehr unterschiedlichen Herausforderungen in Pflegediensten. Ein Großteil der Pflegebedürftigen sind alte Menschen. Eine Grundausbildung in der Altenpflege bereitet daher auch sinnvoll auf eine entsprechende Leitungsfunktion im Bereich der Altenpflege vor. Zunehmen spielen jedoch auch psychische Erkrankungen und Demenz eine Rolle. Hilfe benötigen außerdem alternde Menschen mit geistigen und psychischen Behinderungen. Hier ist die Ausbildung in der Heilerziehungspflege von Vorteil. Bettlägerige Menschen benötigen verstärkte Hilfen gegen Wundliegen und Bewegungsmangel, weshalb auch Krankenpflegekenntnisse und Klinikerfahrungen eine günstige Voraussetzung für spätere Aufgaben in der Pflegedienstleitung sind.

Alle oben genannten Ausbildungsberufe bieten ein verlässliches Fundament, um nach mehrjähriger Berufserfahrung leitende Funktionen zu übernehmen. Ausbildungen im Gesundheitswesen dauern in der Regel drei Jahre. Ausbildungsstätten sind Krankenhäuser, Wohnheime, Pflegeeinrichtungen oder Gesundheitszentren. In allen genannten Berufsgruppen werden diese Grundkenntnisse vermittelt:

  • Assistieren bei ärztlichen Maßnahmen,
  • einfache Untersuchungen vornehmen können (z.B. Fiebermessen),
  • Erste Hilfe/ Notfallhilfe,
  • Gespräche mit Patienten und Angehörigen führen können,
  • Pflegekenntnisse.
3. Studium

Das Bachelor-Studium Pflegemanagement dauert in der Regel acht Semester. Ein beispielhafter Studienverlauf zeigt, welche Inhalte auf dem Lehrplan stehen:

  • 1. und 2. Semester: Einführung in Pflegeprozesse und gesundheitliche Vorsorge, Ethik, Umgang mit Patienten, ihrer Lebensspanne und den Lebensaktivitäten,
  • 3. und 4. Semester: Rechnungswesen im Krankenhaus, Informatik im Gesundheitswesen, Wirtschaftsprivatrecht, Sprachen (Englisch),
  • 5. Semester: Finanzierung von Gesundheitseinrichtungen, Umgang mit Personal und Arbeitsrecht, Mitarbeiterführung, Qualitätsmanagement,
  • 6. und 7. Semester: ab jetzt beginnt eine Schwerpunktbildung in den Wahlbereichen Organisationsentwicklung, Kostenplanung oder Qualitätsmanagement,
  • 8. Semester: Bachelorabschlussarbeit im Rahmen eines Praxisprojekts.

An diesem Beispielverlauf ist ersichtlich, dass die Praxiskenntnisse aus der Pflege weitestgehend vorausgesetzt und in den ersten beiden Semestern nur kurz angerissen werden. Der Schwerpunkt liegt in der Qualifizierung zur Betriebsführung. Diese ruht auf drei Säulen der Kostenplanung/ Finanzierung, der Mitarbeiterorganisation und der Dienstleistungsqualität in der Pflege selbst. Durch das Studium und die Schwerpunktbildung ist eine gezielte Vorbereitung auf einen dieser drei Bereiche möglich. In einem weiterführenden Masterstudiengang lassen sich die Schwerpunkte noch weiter vertiefen. Sie dauern in der Regel zwei oder drei Jahre.

Bei der Wahl für einen Masterstudiengang sind zwei grundsätzliche Ausrichtungen möglich. Eine Variante ist eine Spezialisierung auf ein bestimmtes Tätigkeitsfeld wie stationäre Krankenversorgung, stationäre Altenpflege oder ambulante Kranken- und Altenversorgung. Eine andere Variante besteht darin, die Kenntnisse in einem bestimmten Management-Sektor zu vertiefen. Hier stehen Personalmanagement, Organisations- oder Qualitätsmanagement zur Verfügung. Eine besondere Ausbildungsrichtung bietet der Studiengang „Pflegemanagement in Entwicklungsländern“. Damit steht sowohl eine Auslandstätigkeit offen als auch die Mitarbeit in weltweit tätigen Hilfsorganisationen, um planerisch im Bereich der Entwicklungshilfe tätig zu werden.

Pflegemanagement kann in unterschiedlichen Formen berufsbegleitend, in Vollzeit oder als Bestandteil einer dualen Ausbildung studiert werden. Anhand der individuellen Schwerpunktbildung im Bachelorstudium und der Spezialisierung durch ein Masterstudium können Pflegemanager /-innen ein ausgesprochen individuelles Profil entwickeln.

4. Tätigkeit

Pflegemanager /-innen übernehmen in der Regel leitende Funktionen in Pflegeeinrichtungen der Altenpflege, Krankenhäusern, Kliniken und Pflegediensten, die sich um die stationäre oder ambulante Pflege alter oder chronisch erkrankter Menschen kümmern.

Ihre Aufgaben umfassen alle berufstypischen Tätigkeiten aus den Bereichen Pflegedienstleitung, Personalmanagement, Budgetplanung und Ausbildung. In erster Linie stellen sie sicher, dass ein reibungsloser Ablauf der Pflege stattfinden kann. Im Rahmen der Betriebsführung obliegt ihnen dann die Finanzplanung, wozu das Erstellen von Jahreswirtschaftsplänen, Controlling und das Verfassen von Jahresberichten gehört. Sie erstellen die Bedarfspläne für die Mitarbeitereinstellung, koordinieren die Pflegedokumente der Patienten und übernehmen Kommunikationsaufgaben aller Art. Dazu gehören auch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Im Personalwesen übernehmen sie die Personalführung, kümmern sich um Arbeitsverträge und erstellen Dienstpläne, Urlaubspläne sowie Dienstanweisungen. Zur Fortentwicklung des Unternehmens beschäftigen sie sich gleichfalls mit Personalentwicklungskonzepten oder kooperieren mit anderen Pflegediensten.

In der Qualitätssicherung planen und organisieren sie Patientengespräche und ermitteln die individuellen Pflegebedürfnisse. Welche Mittel eingesetzt werden, welches Pflegekonzept angewandt und nach welcher Methode die Pflegestandards eingehalten werden, entscheiden die Pflegemanager /-innen. Sie arbeiten nicht nur praxisbezogen im Sozialwesen (Pflegeeinrichtungen, Altenheime, soziale Dienste), sondern können auch in der öffentlichen Verwaltung oder in Verbänden der Sozialversicherungsträger angestellt sein.

Das Gehalt kann entsprechend der Ausrichtung der Einrichtung oder des Unternehmens von Arbeitgeber zu Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang ab.

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