*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Mediaplaner

Datenbasis: 242 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.135 € 3.156 € 4.882 €
Baden-Württemberg 2.512 € 3.011 € 3.693 € Jobs Mediaplaner
Bayern 2.209 € 3.080 € 4.661 € Jobs Mediaplaner
Berlin 1.639 € 3.007 € 4.238 € Jobs Mediaplaner
Brandenburg 1.626 € 2.404 € 3.719 € Jobs Mediaplaner
Bremen 2.052 € 3.033 € 4.692 € Jobs Mediaplaner
Hamburg 2.161 € 3.195 € 4.924 € Jobs Mediaplaner
Hessen 2.116 € 3.418 € 5.012 € Jobs Mediaplaner
Mecklenburg-Vorpommern 1.569 € 2.320 € 3.589 € Jobs Mediaplaner
Niedersachsen 1.948 € 2.879 € 4.454 € Jobs Mediaplaner
Nordrhein-Westfalen 2.160 € 3.225 € 4.741 € Jobs Mediaplaner
Rheinland-Pfalz 1.965 € 2.905 € 4.494 € Jobs Mediaplaner
Saarland 2.261 € 3.342 € 5.170 € Jobs Mediaplaner
Sachsen 1.642 € 2.427 € 3.754 € Jobs Mediaplaner
Sachsen-Anhalt 1.609 € 2.379 € 3.680 € Jobs Mediaplaner
Schleswig-Holstein 1.875 € 2.772 € 4.288 € Jobs Mediaplaner
Thüringen 1.744 € 2.578 € 3.988 € Jobs Mediaplaner

Mediaplaner / Mediaplanerin:

1. Gehalt

Als Mediaplaner liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.156 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 242 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.135 € beginnen, Mediaplaner in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.882 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.772 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.011 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Mediaplaner in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.626 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.179 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.662 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.039 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.345 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.156 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.987 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.194 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.610 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Wer Mediaplaner /-in werden möchte, muss entweder eine Aus- und Weiterbildung im Bereich Marketing und Medien oder ein entsprechendes Studium absolvieren. Da für diesen Beruf sowohl kaufmännische Fähigkeiten als auch Kreativität gefragt sind, gibt es sowohl eine Reihe kaufmännischer Berufe, die in diese Branche führen, als auch kreative Berufe.

Folgende Ausbildungen kommen in diesem Bereich in Frage:

In Abhängigkeit von der Ausbildung kann anschließend eine entsprechende Weiterbildungsmaßnahme angestrebt werden. Besonders nah am Beruf des /der Mediaplaners /-in sind die Weiterbildung zum /zur Betriebswirt /-in für Absatz und Marketing, Medien oder Marketingkommunikation. Auch die Weiterbildung zum /zur Fachwirt /-in für Digital, Print, Marketing oder Werbung wäre ein Möglichkeit.

Bei diesen Weiterbildungen ist meist ein Teil des Stundenplanes identisch: Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen, Wirtschaftsinformatik, Statistik, Absatzwirtschaft, Marketingkommunikation, Medienwirtschaft, E-Business, Projektmanagement sowie internationale Aspekte sind bei den Weiterbildungen zum /zur Betriebswirt /-in zu finden. Bei den Weiterbildungen zum /zur Fachwirt /-in im Digital- und Printbereich stehen Kostenarten, Kalkulationsverfahren, Planungstechniken, Analysemethoden sowie Produkthaftung und Datenschutz auf dem Stundenplan. VWL, BWL, Recht, Steuern, Rechnungswesen und Unternehmensführung lernen angehende Fachwirte /-innen für Werbung.

Alternativ können die für den Beruf des /der Mediaplaner /-in nötigen Kompetenzen in weiterführenden Kursen ergänzt werden. Auszubildende eines kaufmännischen Berufes können so eine Weiterqualifikation im Bereich Mediengestaltung und Medien-Produktion absolvieren oder sich mit einem Kurs zu Social Media und PR weiterbilden. Absolventen kreativer Berufe können mit kaufmännischen Kursen wie Marktforschung und -beobachtung, Verkaufsförderung, Wirtschafts- und Unternehmensberatung sowie Mitarbeiterführung und Teamarbeit eine Weiterqualifizierung erreichen.

3. Studium

Wie bereits erwähnt kann man auch nach einem Studium mit dem Schwerpunkt Marketing und /oder Medien zum Mediaplaner werden. Dabei werden seitens Berufsexperten die folgenden drei Studiengänge empfohlen:

Marketing und Vertrieb
Beim grundständigen Studium stehen die folgenden Themen auf dem Stundenplan: BWL, VWL, Controlling, Datenverarbeitung, Vertrieb, Rechnungswesen, Marketing (Instrumente, Kommunikation, Management), CRM, Marktforschung, Mathematik, Statistik, Wirtschaftsrecht, Werbung und PR, Wirtschaftsinformatik. Die folgenden Inhalte können im Rahmen eines Masterstudiums ergänzt werden: B2B-Marketing, Dienstleistungsmarketing, Kundenmanagement, Distributionslogistik, E-Business, Finanzmarkt, internationales Marketing, Kommunikationsmanagement, Vertriebsmanagement, Konsumentenverhalten, Marketingtheorie- und Management, Marktforschung und -prozesse, Preis- und Produktmanagement, strategisches Marketing.

Medienwirtschaft, -management
In den Bachelorstudienfächern stehen in der Regel die folgenden Fächer auf dem Stundenplan: Kommunikationsforschung, Medienwissenschaft, empirische Sozialforschung, Medienökonomie /-management, BWL, Medienrecht, Finanzen /Lizenzen, Erhebungsmethoden, Medienpolitik, Medienangebot, Rezeption und Wirkung, System, Methodenkritik, Medien- /Marktforschung, VWL. Die Masterstudiengänge hingegen fokussieren sich auf Spezialgebiete wie Buch- oder Filmwissenschaft, Medienmanagement, Medienbetriebslehre, Medienmärkte, Medienmarketing, Medienwirtschaft (und Forschung), Methoden (inkl. Design und Kritik), strategische Medienentwicklung, Theaterwissenschaft, Trends der Medien und der Wirtschaft.

Werbung und Marketingkommunikation
Im grundständigen Studium werden die folgenden Fächer unterrichtet: BWL, VWL, Direktmarketing, Ethik, Gestaltung und Produktion von Werbemitteln, Marketinginstrumente (Kommunikationspolitik, Werbung, PR, Verkaufsförderung, Eventmarketing), Mathematik, Statistik, Recht, Webepsychologie, Marktforschung, Werbetext, Werbefotografie, Desktop-Publishing. Im weiterführenden Studium werden die folgenden Inhalte behandelt: Marketingkommunikation, BWL, Design, Forschung, Instrumente, Kommunikationsplanung, Marktforschung, Management, Markenführung, strategische Planung, Unternehmenskommunikation, strategische Unternehmensführung, internationales Marketing.

Ähnlich wie auch bei den Ausbildungsberufen zu sehen war, zeigt sich auch beim Blick auf die Studiengänge, eine kaufmännische Konzentration mit einigen kreativen Fächern. Wer an dieser Stelle die kreative Seite nicht unterrepräsentiert wissen möchte, kann auch im Rahmen eines Zusatzkurses die Themen Medienproduktion in Form von Werbemitteln und Text noch einmal vertiefen. Allerdings zeigt sich in der Praxis auch: Mediaplaner mit Universitätsabschluss werden eher selten selbst Werbetexte erstellen und Logos auf Werbemitteln platzieren. Meist sind sie in dann in der Teamleitung tätig.

4. Tätigkeit

Mediaplaner /-innen sind für den optimalen Einkauf von Werbezeiten und -plätzen im Fernsehen, im Radio, in Zeitungen, Magazinen und im Internet zuständig. Daher sind sie überall dort tätig, wo Marketing- und Werbekampagnen konzipiert und realisiert werden. Das heißt sie arbeiten in Agenturen, bei Unternehmensberatern sowie bei Medienunternehmen oder in der Freizeit- und Tourismusbranche. Ihre Hauptaufgabe ist es, Werbekampagnen für eine festgelegte Zielgruppe zu gestalten und die Art der Verbreitung zu bestimmen.

Im Einzelnen bedeutet das, Mediaplaner /-innen

  • konzipieren und planen Medienstrategien
  • erstellen Analysen über Markt, Konkurrenz und Zielgruppe und werten diese aus
  • wählen Werbeträger aus, die die Werbebotschaft zielgruppengerecht adressieren
  • werten Statistiken aus
  • führen Preisverhandlungen
  • schließen Verträge
  • koordinieren die Termin- und Kostenplanung
  • texten, gestalten und kontrollieren Werbebotschaften
  • führen Kontrollen durch, ob Spots in der gebuchten Häufigkeit gesendet werden und ob Anzeigen in der gebuchten Form geschaltet sind
  • pflegen die Kundenkommunikation, um Briefings auszuarbeiten und Zwischen- sowie Abschlussberichte zu erstellen