*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Modenäherin / Modenäher

Datenbasis: 96 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.582 € 1.921 € 2.625 €
Baden-Württemberg 1.665 € 1.950 € 2.608 € Jobs Modenäherin / Modenäher
Bayern 1.554 € 2.057 € 3.616 € Jobs Modenäherin / Modenäher
Berlin 1.403 € 1.704 € 2.328 € Jobs Modenäherin / Modenäher
Brandenburg 1.205 € 1.463 € 1.999 € Jobs Modenäherin / Modenäher
Bremen 1.748 € 2.122 € 2.900 € Jobs Modenäherin / Modenäher
Hamburg 1.678 € 2.038 € 2.785 € Jobs Modenäherin / Modenäher
Hessen 1.831 € 2.223 € 3.038 € Jobs Modenäherin / Modenäher
Mecklenburg-Vorpommern 1.163 € 1.412 € 1.929 € Jobs Modenäherin / Modenäher
Niedersachsen 1.556 € 1.880 € 2.254 € Jobs Modenäherin / Modenäher
Nordrhein-Westfalen 1.509 € 1.769 € 2.873 € Jobs Modenäherin / Modenäher
Rheinland-Pfalz 1.847 € 1.950 € 2.458 € Jobs Modenäherin / Modenäher
Saarland 1.505 € 1.827 € 2.497 € Jobs Modenäherin / Modenäher
Sachsen 1.216 € 1.477 € 2.018 € Jobs Modenäherin / Modenäher
Sachsen-Anhalt 1.192 € 1.448 € 1.979 € Jobs Modenäherin / Modenäher
Schleswig-Holstein 1.389 € 1.687 € 2.305 € Jobs Modenäherin / Modenäher
Thüringen 1.236 € 1.501 € 2.051 € Jobs Modenäherin / Modenäher

Modenäherin / Modenäher:

1. Gehalt

Als Modenäher liegt das deutschlandweite Gehalt bei 1.921 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 96 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.582 € beginnen, Modenäher in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 2.625 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.687 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 1.950 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Modenäher in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.868 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.882 Euro brutto
  • 35 Jahre = 1.825 Euro brutto
  • 40 Jahre = 1.816 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.108 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.050 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.900 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.066 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.151 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Bei der Ausbildung zum/zur Modenäherin ist vieles im Umbruch. Zum 1. August 2015 werden die Ausbildungsinhalte angepasst: Weniger industrielle Serienproduktion und dafür mehr zu Schnitttechniken, Logistik und Qualitätssicherung sind in der reformierten Form geplant. Auch die Anfertigung von Mustern, das Kleben und Schweißen, sowie betriebswirtschaftliche Kenntnisse stehen auf dem neuen Lehrplan. Ebenso ist angedacht, die zweijährige Ausbildungszeit auf die Lehre zum/zur Textil- und Modeschneider /-in anrechnen zu lassen. Aktuell stehen in der Ausbildung zum/zur Modenäher /-in aktuell die folgenden Ausbildungsinhalte auf dem Lehrplan:

  • Auswahl von Hilfs- und Werkstoffen in Abhängigkeit von der Einsatzmöglichkeit,
  • Handhabung von Schnittschablonen, Fertigung von Schnittbildern,
  • Einsatz von kurvengesteuerten, programmierbaren Nähaggregaten sowie Einnadel- und Mehrnadelmaschinen, Zuschneidemaschinen,
  • Erfassung und Auswertung von Daten, Qualitätskontrolle auf Datengrundlage,
  • Umgang mit Reklamationen.

Bei einem ähnlichen Ausbildungsberuf – der Ausbildung zum/zur Modeschneider /-in – stehen dieselben Themen an. Doch auch hier erwartet die Branche eine Reform, die es ermöglicht, im Rahmen der Ausbildung einen von drei Schwerpunkten zu wählen: (1) Prototypen und Serienfertigung, (2) Arbeitsvorbereitung und Qualitätsprüfung, (3) Schnitttechnik.

Zur Unterscheidung der vielen, sich ähnelnden Berufsbezeichnungen sei nachfolgend eine zuverlässige Abgrenzung gegeben: Textil- und Modenäher /-in (früher: Modenäher /-in) ist der Beruf, der nach einer zweijährigen Ausbildung ausgeübt werden kann. Textil- und Modedesigner /-in dürfen sich Auszubildende nach drei Jahren Lehrzeit nennen. Einfacher ist hingegen die Aussage zu alternativen Ausbildungsberufen, wie der/die Änderungsschneider /-in, der/die Polster- und Dekorationsnäher /-in und der/die Modeschneider /-in. Ebenso kristallisiert sich eine Weiterbildung heraus, nämlich die zum/zur Industriemeister /-in mit Fachrichtung Textilwirtschaft.

Weitere Ausbildungsberufe, die mit der Modebranche und dem Näh-Handwerk verwandt sind, sind die Folgenden: Maßschneider /-in, Modist /-in, Produktgestalter /-in Textil, Produktprüfer /-in (Textil), Produktveredler /-in (Textil), Textilgestalter /-in im Handwerk (Filzen, Klöppeln, Posamentieren, Sticken, Stricken, Weben).

Informationen zum Gehalt in der Ausbildung als Modenäher/-in.

3. Studium

Wer seine Kenntnisse als Modenäher /-in professionalisieren will und über eine entsprechende Hochschulzugangsvoraussetzung verfügt, dem sei das Studienfach Textil- und Bekleidungstechnik empfohlen. Dabei stehen die folgenden Inhalte auf dem Lehrplan:

  • grundständiges Studium der Textil- und Bekleidungstechnik: Bekleidungsfertigung, Bekleidungskonstruktion, Logistik und Prozesssteuerung, Mechanik und Technisches Zeichnen. Modellentwicklung, Organisation und Marketing, Qualität, Schnittgestaltung, textile Produktionstechnik, Textile Werkstoffe, Veredlungstechnologie und Textilchemie, Vliestechnik, Führungslehre, Schaftgewebe, numerische Simulation, Konfektion technischer Textilien, Labor Flechttechnologie, Make your own Label, Onlinehandel, Produktentwicklung Gewebe, Strickerei;
  • weiterführendes Studium der Textil- und Bekleidungstechnik: Bekleidungseinzelhandel und Textilmarktforschung, Bekleidungstechnik, Investition und Finanzierung, Konstruktions- und Festigkeitslehre, Personalmanagement und Prozessanalyse, Qualitäts- und Umweltmanagement in der Textilwirtschaft, Technische Textilien, Materialwissenschaften, Garntechnologie, Textil- und Bekleidungslogistik, Textilveredlung, Oberflächenmodifikation, Unternehmensführung und Marktstrategien, Existenzgründung und Öffentlichkeitsarbeit, Fertigungssteuerung, Informationssysteme im Textilmanagement, Präsentationstechnik und Rhetorik, Produktentwicklung von Funktionstextilien, Qualitätssicherung, Mess- und Prüftechnik, Wissenschaftliche Trendforschung

Alternative Studienfächer sind Mode- oder Textildesign, die ebenso in der grundständigen und der weiterführenden Variante angeboten werden und inhaltlich folgende Themen behandeln:

  • grundständiges Modedesign-Studium: Designgeschichte, Techniken (Maschentechnik, Schnitttechnik, Schnittkonstruktionslehre, Strickerei, Wirkerei, Textilveredelung), Gestaltungslehre, Modedesign, Kollektionsgestaltung, Modeentwurf, Modezeichnung, Modeillustration, Produktentwicklung, Projekteinführung und Konzeption, Funktionstextilien, Werkstoffkunde, Textil- und Modemarketing, zeichnerische Darstellung;
  • weiterführendes Modedesign-Studium: Datenmanagement, Datenbanken, Flächendesign, Strickdesign, Markendesign, Modehandel, Modemarketing, Produktmanagement, Trenderkennungs- und Marktmechanismen, interaktive Schnittentwicklung, Materialien und Verarbeitung, Kollektionsentwicklung Strick, angewandte Forschung, Qualitätsmanagementsysteme, Technik, Design ;
  • grundständiges Textildesign-Studium: Bildbearbeitung, Präsentationstechniken, Englisch für Textil und Design, dreidimensionales Gestalten, Firmenkooperation, Gestaltung, Kollektionsgestaltung und Schnitttechnik, Konfektionstechnik, Produktentwicklung, Produktgestaltung Gewebe, Qualitätsmanagement, Textildesign, Grafik und Illustration, Produktionsverfahren;
  • weiterführendes Textildesign-Studium: Digitaldruck, Dokumentation und Präsentation, Entwurfswerkzeuge und -medien, Gewebegestaltung, Kulturphilosophie, Kunst- und Designgeschichte, Kunst- und Modegeschichte, Labor Textil, Malerei, Textildesign, Textildruck, Färberei, Weberei, Zeichnen.

Wer eines dieser Studienfächer abschließt, wird in der Regel nicht mehr für einen Arbeitgeber als Modenäher /-in tätig sein. Üblich ist, dass Absolventen im Anschluss an ihr Studium beispielsweise an Prototypen arbeiten oder für die eigene Kollektion selbst Nadel und Hand anlegen.

4. Tätigkeit

Der Modenäher oder die Modenäherin findet ein Arbeitsumfeld in produzierenden Unternehmen der Bekleidungs- und Textilindustrie, in Modeateliers oder in Fachgeschäften für Textilien, auch eine Selbstständigkeit ist möglich. In Werkhallen bedienen sie oft große Industrienähmaschinen.

Modenäher fertigen Kleidungsstücke nach einem speziellen, schrittweisen Fertigungsverfahren an. Benötigte Rohmaterialien werden bestellt, kontrolliert und entsprechend gelagert. Anschließend werden Schnittbilder aufgelegt, die entweder mit technischer Unterstützung oder manuell an Ort und Stelle gehalten werden. Anschließend werden die Stoffe in Form gebracht und so gelegt, dass das Schnittlagebild oben aufgelegt werden kann. Dort werden die Konturen entsprechend nachgezeichnet und anschließend ausgeschnitten. Mit verschiedenen Nähmethoden und den jeweils dafür nötigen Gerätschaften werden die Einzelteile miteinander vernäht. Zum Nähen gehört auch das Einnähen von Futter und Ärmeln oder das Aufnähen von Ziernähten. Letztlich wird das Ergebnis der Näharbeit überprüft.

Auch mit Druck und Wärme können Modenäher Textilien bearbeiten. Meist dient dies der Fixierung von integriertem Einlagematerial. Doch insbesondere beim Bügeln und Dampfen müssen genaue Kenntnisse des Stoffs vorhanden sein, um eine Beschädigung zu vermeiden. Als letzter Arbeitsschritt zählt die Qualitätskontrolle, die speziellen Verarbeitungsrichtlinien folgt.

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